Brier schafft British-Open-Quali

Markus Brier fährt zu den British Open

Österreich ist endlich wieder einmal bei einem Golf-Grand-Slam-Turnier vertreten.

Markus Brier (42) holte am Mittwoch im Play-off der regionalen Qualifikation in England einen der letzten Startplätze für die 140. British Open 2011, die vom 14.-17. Juli im Royal St. George's GC in Sandwich in England stattfinden.

Die Open sind das dritte Major des Jahres nach dem US-Masters im April in Augusta und den US Open Mitte Juni in Bethesda. Brier ist damit zum insgesamt sechsten Mal beim wichtigsten Golfturnier der Welt am Start.

"Einfach großartig"


"Sensationell. Einfach großartig", freute sich ein höchst emotionaler Brier, nachdem er knapp eine Woche vor seinem 43. Geburtstag am ersten Extraloch (Par 4) des Littlestone GC einen Putt aus eineinhalb Metern verwandelt und damit als einziger ein Birdie (1 unter Par) geschafft hatte.

Während drei seiner vier Kontrahenten weiterkämpfen mussten, freuten sich der Wiener und Caddie Max Zechmann über Briers bereits siebente Major-Teilnahme.

Gleich fünfmal davon hat er an den British Open teilgenommen, einmal (2007) hatte Österreichs Golf-Routinier auch die Teilnahme an der PGA-Championship in den USA geschafft.

Brier hofft auf Teilnahme bei Open de France

Briers beste Platzierung bei den Open war 2007 ein zwölfter Platz gewesen. Die Anlage des Royal St. George kennt er gut, dort hatte er 2003 erstmals bei einem Major den Cut geschafft und Platz 46 belegt.

Geht Briers Positiv-Lauf weiter, kann der zweifache Tour-Sieger diese Woche auch in Frankreich bei den traditionsreichen Open de France aufteen. Am Mittwoch war der Österreicher beim ältesten Open Europas noch erster Ersatzkandidat.

Fix dabei in Paris sind hingegen Briers Landsleute Bernd Wiesberger und Martin Wiegele. Das Turnier wird im extrem schweren Le Golf National bei Paris gespielt, dem Austragungsort des Ryder Cups 2018.

Vor den Open sind dort Asse wie Martin Kaymer, Bubba Watson und Titelverteidiger Miguel Angel Jimenez am Start. Gute News gibt es auch vor dem heimischen Saisonhöhepunkt der Amateurgolfer in Österreich.

Staatsmeistertitel an Schober und Trappel

Kurz vor der Damen-Heim-EM in Frohnleiten sicherte sich die steirische Teamspielerin Sarah Schober bei den Nationalen Offenen Meisterschaften im GC Finkenstein trotz des stärksten Pro-Feldes seit Jahren den Staatsmeister-Titel.

Und das, obwohl sie erst eine Woche davor maturiert hatte. "Sie hat nach dem Schulstress großartig gespielt", lobte ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny.

"Die vielen guten Scores vor der Europameisterschaft waren wichtig, jetzt brauchen wir uns nicht zu verstecken."
Auch bei den Herren räumten die jungen ÖGV-Amateure trotz Gegnern wie Roland Steiner und Co. ab. Der Titel ging nach einem Play-off gegen Christoph Bausek erstmals an den Vorarlberger Studenten Manuel Trappel.

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