Tigermania is back!

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Tigermania is back!

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Ist er zurück, oder ist er nicht zurück? Die wohl meistgestellte Frage der letzten Monate bezugnehmend auf den Status quo von Tiger Woods’ Golfspiel spaltete regelrecht die Expertenrunde der amerikanischen Golfmedienlandschaft.

Seit letzten Sonntag haben wieder die Vertreter der „Pro Tiger“-Fraktion die Oberhand, gelang der ehemaligen Nummer eins der Welt beim AT&T National im Congressional Country Club doch der dritte Saisonsieg.

Stürmische Bedingungen

Das Turnier war in diesem Jahr von den schweren Stürmen an der Ostküste der USA überschattet, so wurde an Tag drei aus Sicherheitsgründen der Großteil der Fans komplett vom Turniergelände ausgesperrt. Und da verpassten sie gleich die Show des Tiger, der zum großen Überholmanöver ansetzte.

Am Finaltag waren aber wieder alle dabei, als „Mr. Woods“ an die „guten alten Zeiten“ erinnerte. Mit Runden von 72, 68, 67 und 69 Schlägen (-8) verwies er Landsmann Bo Van Pelt um zwei Schläge auf Platz zwei. Der Australier Adam Scott schob sich mit der besten Finalrunde (67) noch auf Platz drei nach vorne. Doch so wie früher schon, als Tiger seine Siege einfuhr, spielten sie alle nur eine kleine Nebenrolle und wurden zu Statisten degradiert.

Nicklaus überflügelt

Nach dem Arnold Palmer Invitational und dem Memorial Tournament konnte Tiger Woods mit dem Sieg in Bethesda als erster Spieler der Saison drei Siege verbuchen. Damit übernahm er nicht nur die Führung im FedEx Cup, auch preschte er auf Rang vier in der Weltranglis­te nach vorne und überflügelte mit 74 Karrieresiegen Golflegende Jack Nicklaus.

Ein guter Moment, es auch den Kritikern wieder zu zeigen. So schnaubte der Tiger: „Ich erinnere mich an Zeiten, als die Leute sagten, ich könne nicht mehr gewinnen. Wann war das, vor sechs Monaten oder so? Eine Menge Medienvertreter dachten, ich könne nicht mehr gewinnen, und ich musste eine Zeitlang ­diese Fragen über mich ergehen lassen. Ich habe in den letzten Wochen gesehen, wie sich die Teile zu einem Ganzen zusammenfügen. Sean (Foley) und ich haben hart gearbeitet, und wir erkannten, dass Konstanz eben nur eine Frage der Zeit war.“

Der Tiger-Effekt

Also, ist er nun zurück oder nicht? Das „being back“ liegt wohl offen gesagt ganz stark im Blickwinkel des jeweiligen Betrachters. Eines ist aber auf jeden Fall zurück: die Tigermania.

Nicht nur die Fans strömten wieder in Massen auf den Congressional Country Club, auch die TV-Ratings von Broadcaster CBS stiegen in der Finalrunde um unglaubliche 188% im Vergleich zur Finalrunde vom letzten Jahr und waren überhaupt die höchsten seit 2007, als das Turnier erstmals ausgetragen wurde.

Der Tiger-Effekt hat also nach wie vor Bestand. Fragt sich nur, wann er wieder mal ein Major gewinnt. Dann wäre er mit Sicherheit „zurück“!

Markus J. Scheck

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