Design-Wettbewerb für Rio

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Die Olympischen Sommerspiele 2016 werfen bereits ihre Schatten voraus.

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass ein komplett neuer Platz zu bauen ist, auf dem in etwa viereinhalb Jahren die bes­ten Golfer der Welt ihren ersten Olympiasieger seit 1904 küren werden, brachten sich die Architekten reihenweise in Stellung.

Hochkarätige Bewerber

Der Erste war Jack Nicklaus, der schon kurz nach dem Beschluss, dass Golf nach mehr als 100 Jahren wieder olympisch werden würde, sein Interesse am Bau eines Olympia-Golfplatzes bekundete.

Um seine Chancen noch zu steigern, schnappte sich der US-Amerikaner die schwedische Damen-Golflegende Annika Sörenstam, mit der er nun auch hochoffiziell gemeinsam ein Angebot abgab.

Das rief den Australier Greg Norman auf den Plan, der sich mit Mexikos Langzeit-Nummer-eins Lorena Ochoa zusammentat und damit auch den Trumpf der lateinamerikanischen Karte ausspielen kann.

Doch mittlerweile haben so ziemlich alle renommierten Designer ihren Hut in den Ring geworfen, auch Robert Trent Jones Jr. und Colin Montgomerie bestätigten erst kürzlich gegenüber Golf Week ihre Bewerbungen.

Ausleseprozess

Mittlerweile hat das Olympische Organisationskomitee von Rio 2016 den Ausleseprozess, um einen Platzdesigner zu finden, präzisiert. Bis heute, 28. Oktober, können Kandidaten ihre Bewerbungen abgeben.

Voraussetzung ist eine „Compliance mit den internationalen Rio-2016-Regeln“ und ein „Beleg über die Qualifikationen, die bei der Entwicklung eines solchen Projekts vonnöten sind“.

„Die Bewerber müssen aufzeigen, dass ihr Design in der Lage ist, aus dem Platz ein internationales Center of Excellence für den Golfsport, sowohl für die Profis als auch danach für Rios Bevölkerung, zu machen“, heißt es in den offiziellen Richtlinien.

Entscheidung zu Weihnachten

Am 8. November werden auf jeden Fall dann jene Unternehmen veröffentlicht, die den „Cut schaffen“ und in die Phase II eintreten dürfen.

Von 17. bis 18. November gibt es ein Projektbriefing, bevor die Phase-II-Kandidaten ihre Vorschläge im Detail ausarbeiten und bis zum 16. Dezember vorlegen werden. Von 17. Dezember bis 23. Dezember setzt sich die Jury dann zusammen und wird die Angebote akribisch überprüfen.

Am 23. Dezember schließlich ist es dann so weit, wenn als eine Art vorweihnachtliches Geschenk der große Sieger des Design Contests für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro verkündet wird.

Für den Glücklichen, der den Zuschlag erhalten wird, wartet neben dem Prestige und der Ehre auch noch ein zusätzliches monetäres Goodie in der Höhe von 300.000 US-Dollar.

Nähe zum Athletendorf

Der Ort, an dem der olympische Golfplatz gebaut soll, steht mittlerweile auch schon fest. Auf dem Gelände des Riserva de Marapendi in Barra da Tijuca soll auf rund 86 Hektar Land zwischen einem Strand und der großen Autobahn der 18-Loch-Golfplatz entstehen, auf dem 2016 jeweils 60 Damen und Herren um olympische Golf-Medaillen rittern werden.

Im Bezirk Barra de Tijuca werden 2016 übrigens die meisten olympischen Bewerbe ausgetragen, wodurch Golf mitten ins Rampenlicht der öffentlichen Wahrnehmung rücken wird. Und auch das Athletendorf ist gerade mal fünf Kilometer entfernt.

Man darf also schon jetzt gespannt sein, wer am 23. Dezember das Rennen machen wird.

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