Rory McIlroy trennt sich von seinem Manager

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„Enttäuscht und ein wenig geschockt“ sei er gewesen, als ihm Rory McIlroy mitteilte, dass er nicht mehr länger als Manager für den US-Open-Champion aus Nordirland tätig sein würde, meinte Andrew „Chubby“ Chandler, der Boss der Managementfirma ISM.

„Ich dachte, dass wir eine bessere Beziehung zueinander hätten, aber er hatte wohl seine Gründe“, so Chandler weiter.

„Er meinte er wolle die Dinge ein wenig auffrischen. Er ist ein 22-Jähriger mit einem sehr starken Kopf, der gerne seine eigenen Entscheidungen trifft, und eine davon ist nun mal, dass er nicht mehr länger von uns gemanagt werden will.“

Hintergründe der Trennung

McIlroy selbst veröffentlichte folgendes Statement: „Ich danke Andrew ‚Chubby‘ Chandler und seinem Team aufrichtig für die Betreuung in den letzten vier Jahren, seit ich Pro bin. Sie spielten eine sehr wichtige Rolle für meinen bisherigen Erfolg. Ich habe unter ihrem Management große Fortschritte gemacht und dafür werde ich ihnen immer dankbar sein. Ich freue mich aber, nun den nächs­ten Schritt auf der Karriereleiter zu machen und ich denke, dass dies mit einem frischen Blickwinkel und einer neuen Struktur um mich erleichtert wird. Daher bin ich sehr erfreut, Horizon Sports Management beizutreten und kann es kaum erwarten, mit dem neuen Team zu arbeiten.“

McIlroy will zurück auf die US-Tour

Obwohl Rorys Schritt völlig überraschend kam, gab es schon Indizien, die auf eine leichte Spannung mit Chandler hinwiesen. So verblüffte die Ankündigung des Nordiren vor einigen Wochen, nächstes Jahr wieder um eine PGA-Tour-Karte in den USA anzusuchen.

Chubby gilt als extrem US-kritisch und lässt seine Aushängeschilder Lee Westwood und Darren Clarke fast ausschließlich auf der European Tour antreten. Auch Rory musste sich dieser Linie in letzter Zeit – wohl eher unwillig – fügen.

Auch Els kehrt Chandler den Rücken

Dass Rory jetzt der in Dublin beheimateten Agentur Horizon Sports Management, wo auch sein Kumpel Graeme McDowell unter Vertrag ist, beitritt, ist als klares Zeichen in diese Richtung zu werten.

Doch McIlroy ist nicht der Erste, der Chandler den Rücken zukehrte. Erst vor zwei Wochen entschloss sich Südafrikas dreifacher Major-Champion Ernie Els nach sieben Jahren Partnerschaft zu einem Split mit ISM, um zukünftig von einem neu gegründeten Unternehmen unter der Leitung von Vinny Giles und Buddy Marucci vertreten zu werden.

Kein Chubby Slam

Vielleicht lag es aber auch an der Art von Chubby, der sich gerne selbst ein wenig in den Mittelpunkt stellt, die Rory und Ernie nicht geschmeckt haben könnte.

Als nach den ersten drei Majors des Jahres allesamt Schützlinge von Chandler (Charl Schwartzel (Masters), Rory McIlroy (US Open), Darren Clarke (The Open))  den Pokal überreicht bekamen, träumte der selbstverliebte Manager bereits vom „Chubby Slam“, der auch medienwirksam ausgeschlachtet wurde.

Wie dem auch sei, man darf schon gespannt sein, welche neuen Sponsorverträge Horizon für McIlroy an Land ziehen wird, denn eines ist klar: Rory ist nach dem Niedergang von Tiger Woods momentan die wohl heißeste Aktie am Markt.

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