Der US-Open-Spezialist Lee Janzen

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Nächste Woche findet bekanntlich die 112. Auflage der US Open im Olympic Golf Club statt.

Bereits viermal war der Club im Südwesten der US-Metropole San Francisco Austragungsort des zweiten Major des Jahres. 1955 besiegte Jack Fleck den legendären Ben Hogan in einem 18-Loch-Playoff.

Auch 1966 war ein 18-Loch-Stechen notwendig, bevor Billy CasperArnold Palmer niederrang. 1987 genügte Scott Simpson dann ein Schlag Vorsprung auf Tom Watson.

Und auch 1998 kam es wieder zu einem legendären Duell, nämlich zwischen Lee Janzen und dem unvergessenen Payne Stewart.

Stewart war der sentimentale Favorit der Fans und mit vier Schlägen Vorsprung auf Tom Lehman in die Finalrunde gegangen.

Lee Janzen hatte eigentlich keiner wirklich auf der Rechnung, doch während Stewart mit seinem Spiel haderte, spielte sich Janzen „in contention“ und holte tatsächlich hauchdünn seinen zweiten US-Open-Titel.

Die Anfänge

Doch werfen wir einen Blick zurück auf die Anfänge der Karriere des „US-Open-Spezialisten“ Lee Janzen.

1964 in Austin, Minnesota, geboren, verbrachte Janzen jedoch den Großteil seiner Kindheit in Baltimore, Maryland, wo er in der „Little League“ Baseball spielte.

Im Alter von zwölf Jahren übersiedelte die Familie wegen eines Jobwechsels des Vaters in den US-Bundesstaat Florida. Dort brachten ihn seine Eltern erstmals mit Golf und Tennis in Kontakt.

Dem kleinen Lee gefiel Golf am besten, und so konzentrierte er sich fortan ganz auf seine Golfkarriere. Mit 15 Jahren gewann er sein erstes Turnier als Mitglied der Greater Tampa Junior Golf Association.

Anders als viele seiner späteren Kollegen entschloss sich Janzen für ein kleines College, die Florida Southern University, wo er Marketing studierte.

1985 und 1986 holte sein Team die Division II National Team Championship, wobei Janzen 1986 zusätzlich den Einzeltitel holte.

Acht Siege

Noch im selben Jahr wechselte er ins Profilager, und drei Jahre später (1989) schaffte das Talent den Sprung auf die PGA Tour. Insgesamt acht Siege feierte der Amerikaner, der vor allem für sein Leben nach christlichen Werten bekannt ist.

Vor allem die beiden US-Open-Siege stechen in der Karriere hervor. 1993 gelang in Baltusrol sein erster Streich, als er wie fünf Jahre später auch Payne Stewart hauchdünn auf den zweiten Platz verwies.

Janzen, der noch bei weiteren US Opens und der PGA Championship 1997 große Siegchancen hatte, vertrat in zwei Ryder Cups (1993 und 1997) die „Stars und Stripes“ seines Landes.

Nach einem Formverlust in der letzten Dekade spielt der mittlerweile 47-Jährige nun abwechselnd auf der PGA Tour und der Nationwide Tour.

Ein wenig mehr als zwei Jahre muss Janzen noch warten, dann darf er auf die Champions Tour, wo man ihm durchaus noch einiges zutrauen kann.

Markus J. Scheck

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