Das olympische Comeback

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Das olympische Comeback

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Man kann wohl getrost behaupten, dass niemand derer, die heute auf der Welt sind, je ein olympisches Golfturnier gesehen hat – schließlich gab es bislang nur zwei: 1900 in Paris und 1904 in St. Louis, wo es sogleich wieder aus der Disziplinen-Liste gestrichen wurde.

Kürzlich hat das Internationale Olympische Komitee beschlossen, Golf in das Programm der Spiele 2016 in Rio (5. bis 21. August) aufzunehmen.

Golfstars zu Gast in London

LPGA-Spielerin Michelle Wie und Golflegende Greg Norman gaben bei einer Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Olympischen Spiele im Omega-Haus in London-Soho schon einen Vorgeschmack auf das sportliche Highlight.

Omega wurde 1932 die alleinige Verantwortung für die Zeitnehmung sämtlicher Wettkämpfe bei Olympia übertragen. Die Beziehung zwischen Omega und dem prestigeträchtigsten Sport­ereignis der Welt ist bis heute lebendig geblieben.

Win-win-Situation

„Ich habe Golf noch nie in einer besseren Performance gesehen, und es ist wirklich ein weltumfassender Sport. Endlich hat es die Anerkennung und den ihm zustehenden Platz gefunden“, sagte Omega-Testimonial Greg Norman.

Der ehemalige Weltranglistenerste und zweifache British-Open-Sieger (wegen seiner weißblonden Haare und der Vorliebe fürs Hochseefischen auch als „weißer Hai“ bekannt) konnte in seiner glänzenden Karriere 20 PGA-Tour-Titel und 70 weitere internationale Siege erringen.

Vor über 20 Jahren gründete er seine Firma Greg Norman Golf Design mit Büros in Palm Beach, Florida und Sydney. Derzeit gibt es rund 75 Golfplätze in 30 Ländern aus seiner Planung.

Dass der weltweit von 60 Millionen Menschen auf über 35.000 Plätzen betriebene Sport nun unter den fünf Ringen ein Comeback feiert, ist für Norman nur eine logische Konsequenz. So sieht es auch Michelle Wie, die ebenso als Omega-Werbegesicht im Einsatz ist:„Golf und Olympia profitieren voneinander. Das ist eine Win-win-Situation.“

Zwei Spieler pro Nation

Fest steht bereits, dass Damen und Herren in Rio jeweils ein Zählwettspiel über vier Runden auf einem Par-72-Kurs spielen werden.

Teilnahmeberechtigt sind die Top 60 der Weltranglis­te, wobei pro Nation nicht mehr als zwei Spieler abschlagen dürfen (die Top 15 der Weltrangliste sind davon ausgenommen). Wahrlich eine Regelung im olympischen Geiste, aber wohl eine harte Nuss für die großen Golfnationen.

Julia Emma Weninger

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