"The Hawk" - Ben Hogan

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"The Hawk" - Ben Hogan im Porträt

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William Ben Hogan wurde am 13. August 1912 im kleinen texanischen Ort Stephensville geboren. Er war das dritte und jüngste Kind von Clara und Chester Hogan.

Sein Vater war Schmied und beging im Familienhaus, als Ben gerade mal neun Jahre alt war, Selbstmord. Gerüchten zufolge habe sich Chester mit einem Gewehr vor den Augen des Jungen in die Brust geschossen.

Viele, u.a. auch der Hogan-Biograf James Dodson, sahen darin den Grund für Hogans spätere sehr introvertierte Persönlichkeit.

Anfänge als Caddy

Nach dem Selbstmord des Vaters mussten die Kinder mithelfen, die Familie zu ernähren. Nach einem Tipp eines Freundes begann der elfjährige Ben im Glen Garden Golf Club als Caddy zu arbeiten, wo er u.a. seinen späteren Rivalen Byron Nelson kennenlernte, mit dem er sich schon in Juniorenjahren erbitterte Duelle lieferte.

Im Januar 1930, mehr als sechs Monate vor seinem 18. Geburtstag, verließ Ben die High School und wechselte bei den Texas Open in San Antonio ins Profilager.

Schwerer Start

Ben Hogans ers­te Jahre als Profi gestalteten sich sehr zäh und so war er mehr als nur einmal völlig pleite. Erst im März 1940 gewann er sein erstes Profiturnier, dafür dann gleich drei in Serie im US-Bundesstaat North Carolina.

Hogans Frau Valerie, die er in den 20er- Jahren in der Schule kennengelernt hatte und 1935 in ihrem Elternhaus ehelichte, hielt ihm stets die Stange und war Bens wichtigste Stütze in all den erfolglosen Anfangsjahren.

"The Wee Ice Man"

Doch Ben Hogan lernte von klein auf, Rückschläge einzustecken und sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Mit eisernem Willen und Nerven aus Stahl eroberte "The Hawk" in der Folge die Golfwelt und galt als bester Golfer seiner Ära.

Sein bedingsloser Wille gepaart mit den unzweifelhaften Golffähigkeiten, die sich in seinem makellosen Golfschwung äußerten, verliehen ihm eine Aura, die bei der Konkurrenz einen richtiggehenden Einschüchterungsfaktor zur Folge hatte.

In Schottland nannte man ihn ob seiner kühlen Art "The Wee Ice Man", als er 1953 in Carnoustie den Sieg bei der British Open davontrug.

Schweiger am Platz

Während Wettbewerben sprach Hogan fast gar nichts und wenn, kamen ihm nur spärliche, dafür markante Sager über die Lippen.

"The Hawk" wurde aber von der Konkurrenz auch vor allem für seine superben Course-Management-Fähigkeiten gewürdigt.

Während seiner Blütezeit überließ er nichts dem Zufall und machte nie auch nur einen Schlag, den er nicht zuvor ausreichend geübt hatte.

The Hogan Slam

Der Sieg in Carnoustie war Teil  einer grandiosen Saison 1953, als er alle drei Major-Championships, die er bestritt, auch gewinnen konnte (bis heute bekannt als „Hogan Slam“).

Zwischen den Jahren 1938 und 1959 gewann „The Hawk“ 63 Profigolfturniere, obwohl seine Karriere durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde, als er von 1942 bis 1945 in der US Army als Sergeant diente.

Nach seiner erfolgreichsten Saison 1953 startete Hogan auch seine eigene Golfschlägerfirma, die sich immer an den „besseren Spieler“ richtete.

Nach mehreren Besitzerwechseln, der letzte 2003, als Callaway Golf von Spalding Top-Flite übernahm, wurde die Produktion der Hogan-Linie im Jahr 2008 eingestellt.

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