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Millionen-Investition für Atzenbrugg

Vergangenes Jahr "rettete" er die Austrian GolfOpen, bis 2014 will Christian Guzy zehn bis elf Millionen Euro in den Diamond Country Club bei Atzenbrugg in Niederösterreich investieren.

Das gab der niederösterreichische Immobilien-Entwickler am Mittwochabend bei einem Pressegespräch bekannt.

Zum bestehenden Championship-Kurs, auf dem im September erneut die Austrian GolfOpen stattfinden, kommt eine weiterer 18-Loch-Platz sowie eine Hotel-Appartmentanlage.

Guzy rettet Austrian Open

Guzy hatte im Herbst 2009 den bestehenden Country Club im Tullnerfeld übernommen, nachdem dieser arg durch Überschwemmungen gelitten hatte.

Trotz anhaltender Wasser-Probleme schaffte es der 49-jährige St. Pöltener, den Platz in kürzester Zeit in einen so guten Zustand zu bringen, dass die in Fontana abgesagten Open auf seiner Anlage stattfinden konnten.

Der Sieg ging an den Spanier Jose Manuel Lara, der österreichische Amateur Matthias Schwab sorgte als 32. für die beste Platzierung eines 15-Jährigen auf der Tour überhaupt.

Guzy investiert in Diamond Country Club

Vom 22. bis 25. September 2011 gehen auf dem mit 6.736 Metern mittlerweile längsten Platz Österreichs die mit einer Million Dollar dotierten Open zum zweiten Mal im Tullnerfeld in Szene.

Einer Region, die prosperiert, was auch Grund für Guzys Investitionen sind. Über 40 Golfclubs stehen großräumig in Konkurrenz.

Trotzdem will der Unternehmer, der auch in die Shopping-Zentren Graz-Seiersberg und Wels involviert ist und das Kloster Und in Krems besitzt, ausbauen.

"Das Einzugsgebiet umfasst in der reichsten Region Österreichs mit 2,5 Millionen Menschen fast ein Drittel des Landes. Der Speckgürtel Wiens wandert vom Süden hierher und mit ihm die Mitglieder", ist Guzy überzeugt.

Tulln schnellst wachsende Stadt

Dazu komme, dass Tulln die am schnellsten wachsende Stadt Niederösterreichs sei und zudem die neue Hochleistungs-Bahn demnächst durch das Tullnerfeld fahren werde.

"Auch Tschechien wird immer wichtiger. Ich glaube an den Aufschwung dieser Region", betonte der Club-Präsident, der selbst leidenschaftlicher Golfer (derzeit Handicap -19) ist.

"Dadurch kann man seine Kernkompetenz auch stärker wahrnehmen", hält Guzy dies für wichtig. Rund um eine Top-Golfanlage soll daher ein Zentrum mit hohem Freizeitcharakter, auch für Familien, entstehen.

Urlaub vor den Toren Wiens mit staufreier Rückfahrt in 30 Minuten, lautet das Motto.

"Zuerst investieren, dann ernten"

Natürlich soll sich das auch rechnen. Guzy: "Man muss aber zuerst investieren, ehe man erntet."

Trotz Finanzkrise und der aktuellen Stagnation glaubt Guzy an eine Steigerung der bei knapp 100.000 haltenden ÖGV-Mitgliederzahl.

"Derzeit spielen nur zwei bis drei Prozent der Österreicher Golf. 120.000 bis 130.000 sind drin", ist der Niederösterreicher überzeugt.

"Können uns mit dem Turnier präsentieren"

Aushängeschild sind natürlich die GolfOpen, für die man heuer auch den US-Ticketseller John Daly engagiert hat.

Guzy: "Das im Vorjahr war noch ein Harakiri-Akt. Das Turnier ist für uns das, was ein Formel-1-Rennen für eine Stadt oder ein Skirennen für einen Wintersportort ist. Wir können uns damit nach außen präsentieren."

Der spanische Top-Star Miguel Angel Jimenez hat nicht nur Loch acht selbst neu gestaltet, sondern wird auch wieder selbst antreten.

Mit Markus Brier und Jürgen Maurer haben zwei österreichische Top-Profis den DCC mittlerweile zum neuen Heimatclub erkoren.

Und obwohl die Akademie-Pläne durch den tragischen Unfalltod von Golfdirektor John Carnegie vergangenen Mai zurückgeworfen wurden, soll bald ein Nachwuchsteam entstehen.

Mit dem Ziel, dass Österreichs künftige Golf-Stars ihre Heimat in Atzenbrugg haben.

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