Lange Pause für Martin Wiegele

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Lange Pause für Martin Wiegele

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Hiobsbotschaft für Martin Wiegele.

Der steirische Golf-Profi (33) muss sich an beiden Hüften operieren lassen und fällt mindestens sieben Monate aus.

Sollte alles gut verlaufen, kann der Grazer ab Oktober wieder auf der Tour abschlagen.

Wiegele darf dank des Verletzungsschutzes zwölf Turniere spielen, ohne seine Kategorie zu verlieren. Bisher hat er vier Turniere gespielt und dabei zweimal gecuttet.

Schmerzen seit Dezember

Bereits vergangenen Dezember in Hongkong waren im linken Bein Schmerzen aufgetreten.

Der folgende Gesundheitscheck ergab, dass aufgrund der Hüftstellung nicht nur eine Bewegungseinschränkung gegeben ist, sondern ohne entsprechende Gegenmaßnahmen auch gesundheitliche Probleme entstehen könnten.

"Martin leidet an einem komplexen Impingement beider Hüften", erklärte der zunächst konsultierte Arzt, Dr. Bernhard Zwick. Die Hüftköpfe können sich in den Hüftpfannen aufgrund von entstandenen Knochenanlagerungen nicht frei bewegen, dazu kommt eine Schädigung des Gelenksknorpels.

Zudem ist zumindest auf der rechten Seite auch eine Knorpel-Lippe an der Hüftpfanne komplex gerissen.

Operation im März

Eigentlich wollte der für den GC Erzherzog Johann in Maria Lankowitz golfende Wiegele diese Saison noch zu Ende spielen und in der Winterpause die Operation durchführen lassen.

Der eingeschaltete Spezialist Dr. Christoph Gebhart empfahl aber wegen der abgewetzten Knorpelschicht einen dringenden Eingriff. Anderenfalls hätten sogar ein künstliches Hüftgelenk und ein Karriere-Ende gedroht.

Wiegele wird nun bereits im März in Wien-Döbling operiert, nach vier bis sechs Wochen auf Krücken kommt vier Monate später die andere Hüfte dran.

In Europas Golf-Eliteklasse kann Wiegele in der heurigen Saison insgesamt bis zu zwölf Turniere spielen, ohne seine Medical Exemption für die Saison 2013 zu gefährden.

"In Ruhe wieder an die Spitze herantasten"

"Mit meiner aktuellen Kategorie 8 könnte ich dann im Jahr 2013 fast alle großen Turniere spielen und mich in Ruhe wieder an die Spitze herantasten", so der Plan des Steirers, der hinter Bernd Wiesberger Österreichs zweitbester Profigolfer in der Weltrangliste ist und in seiner Karriere bisher rund eine Million Euro Preisgeld erspielt hat.

Das Gute am Schlechten ist, dass die Operation sogar zu einer Verbesserung der Bewegungsfreiheit führen dürfte. "Konkret würden sich die Eingriffe positiv auf die Innendrehung meiner Hüften auswirken", so Wiegele.

Zusätzliche Unterstützung bei der Rehabilitation wird Wiegele von seiner Ehefrau Claudia erhalten, sie ist ausgebildete Fitness- und Wirbelsäulentrainerin.

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