John Daly droht nach Abgang eine Strafe

Aufmacherbild

Nach der Aufgabe in Runde zwei ging der Samstag bei den Austrian GolfOpen in Atzenbrugg ohne John Daly in Szene.

Der umstrittene US-Star verbrachte den strahlend schönen Herbsttag mit seiner Lebensgefährtin und dem kleinen Sohn John Patrick Jr., statt wie erhofft noch mehr Zuschauer anzulocken.

Dem "enfant terrible" der Golfszene droht wegen seiner Unsportlichkeit nun sogar eine Strafe.

Aufgabe nach Strafschlägen

Daly hatte am Freitag nach einigen misslungenen Schlägen zunächst wütend einen Schläger in den See geschleudert.

Danach hatte er einen unter einem Fernsehturm zum liegen gekommenen Ball falsch gedroppt und sich über die dafür verhängten zwei Strafschläge so geärgert, dass er nach Loch 15 zusammenpackte und aufgab.

Jimenez verteidigt Flight-Partner

Verdutzt zurückgelassen wurden dabei nicht nur viele Fans sondern auch Dalys Flightpartner Miguel Angel Jimenez und Martin Wiegele.

Der Spanier hatte Daly beim platzieren des Balles sogar noch beraten und Daly gegenüber dem Referee verteidigt. Oberschiedsrichter Andy McFee entschied aber richtiger Weise auf - leichten - Regelverstoß und verhängte zwei Strafschläge, um eine Disqualifikation zu vermeiden.

Das akzeptierte Daly aber nicht und stieg aus dem Turnier aus.

Veranstalter wollen Daly wieder holen

Bei den österreichischen Turnierveranstaltern war man über den unerwarteten Abgang des Ticketsellers natürlich traurig.

"Böse sind wir aber nicht", versicherte  Edwin Weindorfer von der Agentur e|motion.

"Ganz im Gegenteil Wir wollen ihn wiederhaben und ihm die Chance geben zu cutten und damit diesen Fehler wieder gutzumachen", sagte Weindorfer nach einem morgendlichen Telefonat mit dem zweifachen Majorsieger aus den USA.

Der in St. Pölten logierende Daly versprach dabei sogar, nochmals zum Turnier zurückzukehren.

Er sollte ohnehin erst Sonntagabend zusammen mit Padraig Harrington im Privatjet nach Dundee bzw. zum hoch dotierten Dunhill-Turnier in St. Andrews düsen.

Daly droht Strafe

Im Mekka des Golfsports soll am Dienstag über eine eventuelle Strafe gegen den Amerikaner beraten werden. Der 45-Jährige ist wegen seiner diversen Eskapaden bereits mehrfach vorbelastet, war schon mehrmals auch längere Zeit gesperrt.

Ihm sei so etwas in den vergangenen 24 Jahren nicht passiert, hatte Daly am Freitagabend im Clubhaus zunächst geklagt. Gleichzeitig stellte der Exzentriker aber klar, er habe nur aufgehört, um seine Mitspieler nicht noch länger aufzuhalten.

Vereinstaucher "rettet" Schläger

Zumindest ein "Gutes" hatte Dalys neuerlicher Ausraster für den Diamond Country Club.

Der Vereinstaucher, ein ehemaliger Feuerwehrmann, holte nach mehreren Versuchen in Unterhose den in drei Metern Tiefe liegenden Schläger Dalys wieder an die Oberfläche.

Das Achter-Eisen von "Big John" wird künftig das Clubhaus zieren.

Daly ist sein Geld wert

Die Veranstalter wollen dennoch alles versuchen, um Daly schon kommendes Jahr wieder nach Österreich zu bringen.

Trotz seines Kurzauftrittes war der eigenwillige Star offenbar sein Geld wert und in der Tat bekamen die Austrian Open durch Dalys Entgleisung weltweit enorme Aufmerksamkeit.

"Ein Typ wie McEnroe"

"Er ist ein Typ, wie es John McEnroe im Tennis war. Und auch der hat Schläger geschmissen", meinte Weindorfer schmunzelnd.

"Von 60 Zuschauern tragen 30 Dalys bunte Hosen. Er muss einfach wiederkommen." Was man außerdem nicht vergessen dürfe: "Alle sagen, dass er nach wie vor einer der genialsten Golfer überhaupt ist."

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen