New Orleans' Abend der Rekorde gegen Detroit

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NEW ORLEANS SAINTS (3)      45:28      DETROIT LIONS (6)


Versprechen gehalten.

New Orleans gegen Detroit hatte alle Zutaten für einen wahren Football-Leckerbissen und schmeckte auch dementsprechend köstlich.

In einem Offensiv-Feuerwerk konnte der Außenseiter aus der Motown das Tempo der Saints letztlich nicht mithalten, weshalb sich der Super-Bowl-Champion von 2010 am Ende souverän mit 45:28 durchsetzte.

Brees erneut rekordverdächtig

Als „Löwen-Bändiger“ Nummer eins entpuppte sich wenig überraschend Superstar-Quarterback Drew Brees. Und wo Brees draufsteht, sind in dieser Saison Rekorde drinnen.

Nachdem der Spielmacher, der kommenden Sonntag seinen 33. Geburtstag feiert, in der Regular Season mit 5476 Passing-Yards bereits den Uraltrekord von Dan Marino aus dem Jahr 1984 (5084 Yards) auslöschte, brachte ihm auch der Playoff-Auftakt einen Eintrag in die Rekordbücher.

Seine 466 Passing-Yards (plus drei Touchdown-Pässe) sind der höchste Wert in einem Postseason-Match, das nicht in die Verlängerung ging. Mit imposanten 626 Total Yards brachen die Saints zudem einen 49 Jahre alten NFL-Rekord.

Gemeinsam kamen beide Teams auf 1083 Yards, was den Playoff-Rekord aus dem Jahr 1995 (Buffalo gegen Miami) einstellte.

Lions schnuppern lange an Sensation

Diese Zahl symbolisiert, dass Detroit beim munteren Wettwerfen durchaus eine gute Rolle spielte. Lange Zeit witterten die Lions sogar eine Sensation.

Bei seinem lange ersehnten ersten Playoff-Auftritt seit zwölf Jahren führte der Underdog zur Halbzeit sogar mit 14:10.

Detroits Defense konnte das Angriffsfurioso der Gastgeber zwei Mal durch Fumbles – jeweils erobert von Justin Durant – stoppen. Erst verlor Marques Colston den Ball, dann Brees höchstpersönlich.

Detroit-Quarterback Matthew Stafford wiederum fand Will Heller und Calvin Johnson in der Endzone. Dem konnte New Orleans „nur“ einen Touchdown von Darren Sproles und ein Field Goal von John Kasey entgegen halten.

211 Receiving-Yards von Calvin Johnson

Das Duo Stafford/Johnson prägte auf Seiten der Lions überhaupt die Partie. Stafford passte insgesamt für 380 Yards – für unglaubliche 211 davon sorgte Johnson, gegen den die Saints-Defense kein Gegenmittel fand. „Megatron“ fing auch zwei der drei Touchdown-Pässe seines Spielmachers.

Nach der Pause gab es für die Angriffs-Maschinerie der Saints kein Halten mehr. Brees fand Devery Henderson und Jimmy Graham zur zwischenzeitlichen 24:14-Führung in der Endzone.

STIMMEN ZUM SPIEL:


Sean Payton (Head Coach New Orleans): "Wir fokussieren uns auf Siege und sind nicht auf Yards oder Rekorde fokussiert. Ich meine es ernst, wenn ich das sage."

Drew Brees (Quarterback New Orleans Saints): "Als wir mit einem Rückstand in die Halbzeit gegangen sind, wussten wir, dass wir uns am Riemen reißen und uns auf einen Spielzug nach dem anderen konzentrieren müssen. Mehr, als dass man in jedem Drive nach der Pause scort, kann man sich nicht erhoffen."

Jim Schwartz (Head Coach Detroit Lions): "Es liegt auf der Hand, dass die Niederlage im Moment schmerzt. Das ist ein Lernprozess für das ganze Team. Wir werden besser werden, und wir werden zurückkommen."

Calvin Johnson (Wide Receiver Detroit Lions): "Wir haben es dieses Jahr in die Playoffs geschafft, das ist eine großartige Leistung. Wir haben an einigen Dingen zu arbeiten, und das werden wir auch tun. Wir wissen, was wir machen müssen, um den nächsten Schritt zu machen."


Peter Altmann

Ein Touchdown-Lauf von Stafford am Ende des dritten Viertels verkürzte den Abstand noch einmal auf drei Punkte, ehe der zweite Rushing-Touchdown von Sproles sowie ein Touchdown-Pass von Brees auf Robert Meachem für klare Verhältnisse sorgten.

Der zweite Score des Duos Stafford/Johnson war ebenso nur noch Ergebniskosmetik wie der abschließende Touchdown von Saints-Running-Back Pierre Thomas.

New Orleans reist nun nach San Francisco

In seinem Bemühen, den Rückstand mit viel Risiko aufzuholen, wurden im Schlussviertel zwei Pässe Staffords von Cornerback Jabari Greer interceptet.

Detroit bleibt somit seit 1992 ohne Playoff-Sieg, insgesamt war es das siebte verlorene Postseason-Spiel in Folge. Unter dem Strich ist die Saison mit der Rückkehr ins Rennen um die Super Bowl dennoch als Erfolg zu werten.

Noch dazu, weil man gegen einen der heißesten Titel-Kandidaten gescheitert ist. New Orleans hat in dieser Saison im heimischen Superdome keine Partie verloren und will seinen Traum von der Vince-Lombardi-Trophy am kommenden Samstag in San Francisco aufrechterhalten.

In der aktuellen Traumform alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit. Bei einem Sieg in den Divisional Playoffs winkt das NFL-Traumfinale gegen Champion Green Bay Packers, der auf den Sieger des sonntäglichen Wild-Card-Duells New York Giants gegen Atlanta Falcons trifft.

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