Houston: Erstes Playoff-Spiel, erster Sieg

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HOUSTON TEXANS (3)     31:10   CINCINNATI BENGALS (6)


Schöner konnte Houstons erstes Mal nicht sein.

Ihm zehnten Jahr nach ihrer Gründung feierten die Texans ihren NFL-Playoff-Einstand mit einer rauschenden 31:10-Party in der Wild-Card-Runde gegen die Cincinnati Bengals.

Das Premieren-Fieber war im mit 71.725 Fans restlos ausverkauften Reliant Stadium allerorts zu spüren.

Äußerte sich dieses anfangs noch in Nervosität, überpowerten die Texaner ihren Kontrahenten mit Fortdauer des Spiels mit ihren zwei ganz großen Stärken: Dem überragenden Laufspiel und der hammerharten Defense.

Solide Leistung von Yates

Dies kompensierte die vermeintliche Schwäche Houstons. Denn auf der Quarterback-Position musste mit T.J. Yates nach den Verletzungen von Matt Schaub und Matt Leinart die dritte Wahl ran.

Der 24-Jährige machte seine Sache im allerersten Duell zweier Rookie-Spielmacher in der NFL-Playoff-Geschichte letztlich besser als sein höher eingeschätztes Gegenüber Andy Dalton.

Yates konnte sich weitestgehend darauf beschränken, keine Fehler zu machen und lieferte mit 159 Passing-Yards und einem Touchdown-Pass eine solide Vorstellung ab.

Weniger erfreulich die Statistiken von Dalton. Der Cincinnati-Quarterback warf zwar für 257 Yards, leistete sich jedoch auch drei Interceptions – darunter eine enorm kostspielige.

Interception-Return-Touchdown bringt Houston auf Siegerstraße

52 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit wurde nämlich ein Pass des 24-Jährigen von Rookie-Defensive-End J.J. Watt spektakulär abgefangen und in die Endzone zurückgetragen. Ein Rückschlag, von dem sich die Gäste nicht mehr erholen sollten.

Dabei fing die Partie für die Bengals wunschgemäß an. Während die Texans merklich angespannt agierten, sorgte Cedric Benson mit einem 1-Yard-Lauf für die Führung der Truppe von Head Coach Marvin Lewis.

Es lag am Mann des Spiels, Houston ehebaldigst wieder ins Match zurückzubringen. Arian Foster schaffte mit seinem ersten Touchdown in diesem Spiel den Ausgleich zum 7:7, dem beide Teams jeweils ein Field Goal folgen ließen.

Nach der Pause ließ Houston Defense nichts mehr anbrennen, weshalb die Offense der Texaner für die verbleibenden beiden Highlights sorgen konnte.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Gary Kubiak (Head Coach Houston Texans): "Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs und den Job, den sie erledigt haben. Hoffentlich kommen noch einige Spiele. Wir haben zu unserer Art des Footballs zurückgefunden, das war der Schlüssel."

Andre Johnson (Wide Receiver Houston Texans): "Das ist nicht nur für mich ein spezielles Gefühl, sondern für die ganze Franchise. So sehr habe ich wahrscheinlich schon lange nicht mehr gelächelt."

Bob McNair (Owner Houston Texans): "Man hat gesehen, wie stolz die Fans auf ihr Team sind. Wir wollen ein Team, auf das jeder stolz sein kann, und zu dem die Fans eine Verbindung haben. Ich glaube, das haben sie jetzt."

Marvin Lewis (Head Coach Cincinnati Bengals): "Wir müssen darüber hinweg kommen. Wir spielen in einer sehr schwierigen Division. Wir müssen in dieser Division Spiele gewinnen, das ist sehr wichtig. Dann haben wir öfters Möglichkeiten wie diese."


Peter Altmann

Überragende Leistung von Foster

Erst bediente Yates Superstar-Receiver Andre Johnson mit einem schönen 40-Yard-Pass – die Krönung für das Aushängeschild der Texans, das bis ins neunte Karriere-Jahr auf seinen ersten Playoff-Auftritt warten musste.

Gut fünf Minuten vor Schluss besiegelte Foster mit einem 42-Yard-Lauf den Endstand. Der Star-Running-Back lief neben seinen beiden Touchdowns noch für 153 Yards und fing Pässe für deren 29 Yards, womit er die Basis für die souveräne Vorstellung seines Teams legte.

Cincinnati muss damit weiterhin auf seinen ersten Playoff-Sieg seit 1991 warten. Houston kann indes am kommenden Wochenende in den Divisional Playoffs beim Gastspiel in Baltimore versuchen, im zweiten Playoff-Auftritt den zweiten Erfolg zu erringen.

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