Tebow Magic! Denver gewinnt Overtime-Thriller

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DENVER BRONCOS  29:23 (OT)  PITTSBURGH STEELERS

„Tebow Magic“, das „Tebow-Wunder“, „Tim, der Messias“ - oder gar der endgültige Gottesbeweis?

Man muss wahrlich kein Prophet sein, um vorherzusagen: Die Schlagzeilen-Maschinerie rund um den polarisierenden Quarterback der Denver Broncos wird in den kommenden Tagen ungeahnte Dimensionen erreichen.

Mit einem 29:23-Triumph nach Overtime gegen die favorisierten Pittsburgh Steelers bastelte Tim Tebow nämlich weiter an seinem eigenem Mythos.

Ein 80-Yard-Touchdown-Pass des 24-Jährigen auf Receiver Demaryius Thomas entschied bereits nach elf Sekunden mit dem ersten Spielzug der Verlängerung eine an Spannung kaum zu überbietende Partie – erstens das schnellste Overtime-Ende der NFL-Geschichte, zweitens das längste Play der Playoff-Historie.

Überragendes zweites Viertel von Tebow

Es war eine Begegnung, in der Tebow anfangs die zahlreichen Zweifler an seinen Quarterback-Fähigkeiten zu bestätigen schien, letztlich jedoch seiner fanatischen Anhänger-Schar eine unvergessliche Sternstunde bescherte.

Mit 316 Passing-Yards, zwei Touchdown-Pässen, 50 Rushing-Yards und einem erlaufenen Touchdown standen für den strenggläubigen Vorzeigeathleten unterm Strich beeindruckende Statistiken zu Buche – vor allem dank eines überragenden zweiten Viertels.

Denn der erste Spielabschnitt stand klar im Zeichen der Steelers, die aus ihrer Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen konnten und nur zwei Field Goals von Shaun Suisham aufs Scoreboard brachten.

Mit 20 Punkten in den zweiten 15 Minuten legte die Truppe von Head Coach John Fox schließlich die Basis für ihren Erfolg. Vor allem Tebow wirkte plötzlich wie ausgewechselt. So packte er nicht nur zwei Pässe über 50 Yards zu Thomas aus, sondern auch einen präzisen 30-Yard-Wurf in die Endzone zu Eddie Royal.

Roethlisberger führt Steelers in die Overtime

Für den zweiten Touchdown der Partie sorgte er per 8-Yard-Lauf selbst. Kicker Matt Prater stellte mit zwei Field Goals den Pausenstand von 20:6 sicher.

Tebows Performance in der zweiten Halbzeit war abgesehen von einigen gelungenen Läufen wieder weniger magic. Den Vorsprung zu verwalten, genügte auch gegen von einem merklich angeschlagenen Ben Roethlisberger angeführte Steelers nicht.

Einem 1-Yard-Tochdown-Lauf von Mike Wallace und einem weiteren Field Goal Suishams konnten die Broncos nur ein Field Goal von Prater entgegenhalten. Ein Fumble von Running Back Willis McGahee spielte den Gästen zusätzlich in die Karten.

3:48 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war es Pittsburghs am Knöchel verletzten Quarterback vorbehalten, mit einem wunderbaren Touchdown-Pass auf Jerricho Cotchery für den Ausgleich zu sorgen.

Thomas mit 204 Receiving Yards

Der Rest ist Geschichte. Denver gewann den Münzwurf vor der Overtime und schlug schnellstmöglich zu. Thomas fing Tebows Pass und ließ die Secondy der Steelers einmal mehr schlecht aussehen.

Insgesamt kam der Passempfänger, übrigens wie sein Quarterback ein Erstrunden-Draftpick des Jahres 2010, mit nur vier Catches auf sage und schreibe 204 Receiving Yards.

STIMMEN ZUM SPIEL:


Tim Tebow (Quarterback Denver Broncos): "Als ich Demaryius scoren sah, war mein erster Gedanke: 'Danke Gott!' Dann bin ich schnell zu ihm gerannt und danach bin ich auf die Tribüne gesprungen - das erste Mal, das ich das getan habe, das war lustig. Dann bin ich auf meine Knie gesunken und habe noch einmal dem Herrn gedankt. Danach habe ich mit meinen Teamkollegen und Fans gefeiert."

Willis McGahee (Running Back Denver Broncos): "Tim hat gezeigt, dass er ein NFL-Quarterback ist. Dieser Fall kann zu den Akten gelegt werden. Sie haben gesagt, er kann nicht werfen. Sie haben gesagt, dass wir gegen die Steelers nicht in der Lage sein würden, zu laufen. Wir haben all das gemacht. Ich frage mich, was sie nächste Woche sagen werden."

Peter Altmann

Denvers Playoff-Abenteuer findet am kommenden Wochenende in New England seine Fortsetzung. Auswärts gegen die von Star-Quarterback Tom Brady angeführten Patriots zu gewinnen, wird eine schwierige Aufgabe.

Vor drei Wochen mussten sich die Broncos vor eigenem Publikum gegen das Team von Head Coach Bill Belichick klar mit 23:41 geschlagen geben.

Welche Schlagzeilen gibt es erst, wenn Tebow auch in Foxborough eine Sensation gelingt…?

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