Bengals müssen weiter warten

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Colts weiter - Bengals-Durststrecke hält an

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INDIANAPOLIS COLTS (4)        26:10      CINCINNATI BENGALS (5)

Am Ende macht in der NFL eben doch der bessere Quarterback oftmals den Unterschied aus.

Wohl dem so gesehen, der einen Spielmacher vom Kaliber eines Andrew Luck zur Verfügung hat.

Der Jungstar führte die Indianapolis Colts in der Wild-Card-Runde der NFL-Playoffs zu einem 26:10-Favoritensieg gegen die Cincinnati Bengals, die damit weiterhin auf ihren ersten Postseason-Erfolg seit 1991 warten müssen und im vierten Jahr in Folge zum Playoff-Auftakt rausflogen.

In den Divisional Playoffs kommt es für Indy nun zum ebenso brisanten wie emotionalen Aufeinandertreffen mit Colts-Legende Peyton Manning und seinen Denver Broncos.

Traumstart für die Colts

Das Team von Head Coach Chuck Pagano erwischte einen Auftakt nach Maß. RB Dan Herron schloss den Eröffnungs-Driver mit einem 2-Yard-Lauf ab - interessanterweise erst zu diesem Zeitpunkt der Saison der erste Touchdown im ersten Ballbesitz eines Spiels für die explosive Indianapolis-Offense.

Youngster Herron bekam den Start, da Trent Richardson unter der Woche an einer Grippe laborierte.

Man kann Cincinnati jedoch nicht vorwerfen, dass der Gameplan nicht funktioniert hätte, zumindest in der ersten Halbzeit.

Das Laufspiel um Jeremy Hill und Giovani Bernard machte anfangs keine schlechte Figur. Hill war es auch, der kurz vor Ende des ersten Viertels aus 1 Yard Entfernung für den Ausgleich verantwortlich zeichnete.

Herron mit guter Partie

Alles in allem gelang es den ersatzgeschwächten Bengals, die ohne Superstar-WR A.J. Green und TE Jermaine Gresham auskommen mussten, die Partie wie geplant eng zu halten.

Dank zweier Field Goals von Colts-Kicker Adam Vinatieri und des zweitlängsten Field Goals der Playoff-Geschichte von Bengals-Kicker Mike Nugent (57 Yards) stand es zur Pause 13:10 für Indianapolis.

Letztere Score resultierte aus einem Fumble von Herron, der ansonsten seine Sache gut machte und vor allem im Passspiel als wertvolle Anspielstation für Luck diente. Er schloss seinen Arbeitstag mit 56 Rushing- bzw. 85 Receiving-Yards ab.

Spätestens in Halbzeit zwei wurde jedoch der Unterschied zwischen beiden Quarterbacks überdeutlich. Während Cincinnati unter der Anleitung von Andy Dalton nichts mehr zu melden hatte und ein Three and Out an das andere reihte, entschied Luck die Partie zu Gunsten der Hausherren.

Schöner Luck-TD-Pass auf Moncrief

Schon in Halbzeit eins bewegte Luck den Ball gut, im dritten Viertel konnte er dies auch in einen Touchdown ummünzen, indem er Donte Moncrief mit einem herrlichen 36-Yard-Pass in der Endzone bediente.

Insgesamt kam der 25-Jährige auf gute 376 Passing Yards, und das ohne in der Schlussphase sonderlich gefordert zu sein.

Dank zweier weiterer Field Goals von Vinatieri, dem erfolgreichsten Scorer der NFL-Playoff-Geschichte, zog Indianapolis auf 26:10 davon. Eine potenzielle Cincinnati-Aufholjagd wurde spätestens durch ein Fumble von Dalton rund drei Minuten vor Schluss gestoppt.

Nachdem die Colts das Laufspiel der Bengals mit Fortdauer der Partie in den Griff bekommen haben, war für den Cincinnati-QB ohne zwei seiner bevorzugten Anspielstationen schlicht und einfach kein Kraut mehr gewachsen.

"Duell der Generationen" mit Manning

Auf die Colts und natürlich speziell auf Luck wartet nun die Reifeprüfung in Denver. Interessanter als das "Duell der Generationen" zwischen dem Jungstar und seinem Vorgänger Manning geht es kaum.

Für Luck ist dies die perfekte Gelegenheit, durch seinen ersten Playoff-Sieg über eine Allzeit-Größe in der Hackordnung der NFL-Quarterbacks den nächsten Schritt nach oben zu machen.

Cincinnati indes muss mindestens ein weiteres Jahr warten, um die längste aktive Postseason-Durststrecke eines NFL-Teams zu beenden.

Head Coach Marvin Lewis hält nun bei einem Playoff-Bilanz von 0-6, womit er den NFL-Negativrekord von Jim Mora Sr. einstellt.


Peter Altmann

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