Revanche oder Wiederholung?

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Rodgers vs. Peterson - wer führt sein Team zum Sieg?

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Start frei für die NFL-Playoffs 2013!

Nach 17 Spieltagen in der Regular Season haben sich zwölf Teams für die Postseason qualifiziert - acht davon sind am Wochenende im Einsatz.

Während die AFC-Teams Denver Broncos (1) und New England Patriots (2) sowie die NFC-Teams Atlanta Falcons (1) und San Francisco 49ers (2) jeweils ein Freilos haben, kämpft der Rest um den Aufstieg in Runde 2.

In den Wildcard-Games treffen in der AFC am Samstag die Houston Texans (3) auf die Cincinnati Bengals (6) sowie am Sonntag die Baltimore Ravens (4) auf die Indianapolis Colts (5).

In der NFC duellieren sich Samstagnacht die Green Bay Packers (3) mit den Minnesota Vikings (6), tags drauf kommt es zum Duell zwischen den Washington Redskins (4) und den Seattle Seahawks (5).

Traditionell stimmt LAOLA1 auf das Playoff-Wochenende mit den Matchups ein - diesmal mit dem Duell Green Bay gegen Minnesota.

 

GREEN BAY PACKERS (3)                                        MINNESOTA VIKINGS (6)

Sonntag, 2 Uhr, Lambeau Field, Green Bay

AUSGANGSLAGE

Man sieht sich immer zwei Mal - so heißt eine Floskel. Im Fall von Minnesota und Green Bay ist das binnen einer Woche der Fall. Am letzten Spieltag der Regular Season konnten die Vikings im Duell der Division-Rivalen zu Hause gegen die Packers etwas überraschend 37:34 gewinnen und das Postseason-Ticket lösen. Nun treffen sie sich wieder, die Green Bay Packers bleiben aber Favorit. Auch weil sich das Heimrecht tauscht und nicht im Metrodome zu Minnesota sondern in der offenen "Eisarena" namens Lambeau Field gespielt wird. Die Packers haben vier der letzten sechs Playoff-Heimspiele verloren, in der Rodgers-Ära ihr einziges. Dass die Packers auf Rache sinnen, ist logisch, bezieht sich aber nicht nur auf den Gegner. Vergangene Saison waren die Packers mit einer 15-1-Bilanz DAS Team der Regular Season, scheiterten aber in ihrem ersten Playoff-Spiel am späteren Champ Giants. Heuer haben sie zwar auch wieder die NFC North gewonnen, mit einer 11-5-Bilanz aber weniger souverän. Diese Saison ähnelt mehr jener 2010, als sich die Packers - wie heuer auch von Verletzungssorgen geplagt (Running Back, Defense) - in die Playoffs wurschelten und sich dort dann souverän den Titel holten. Die Packers sind zwar (defensiv) anfällig, aber (offensiv) überaus gefährlich. Green Bay gehört sicherlich wieder zu den heißesten Titelkandidaten!

Die Minnesota Vikings sind aus aktueller Sicht eher kein Titel-Kandidat, aber Green Bay zeigte es eben vor zwei Jahren vor, wie man am letzten Spieltag (mit einer 10-6-Bilanz) in die Playoffs rutscht und dann die Super Bowl gewinnt. Das geht freilich auch nicht jedes Jahr: Die Vikings sind zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in der Postseason dabei und das haben sie in erster Linie einem Mann zu verdanken: Adrian Peterson. Der Running-Back-Superstar trug seine Mannschaft förmlich in die Playoffs, zu den spektakulären Zahlen kommen wir noch an späterer Stelle. Dass das Team von Head Coach Leslie Frazier gefährlich ist, steht außer Zweifel - so einfach lässt man eine Mannschaft wie Chicago wie in dieser Saison nicht hinter sich. Zweifellos gibt es aber auch Schwächen, auf der Quarterback-Position sind die Wikinger wohl am Schwächsten von allen Playoff-Teams besetzt. Was mit großem Willen möglich ist, haben sie aber vergangene Woche gezeigt. Sie haben trotz vier TD-Pässen von Rodgers dennoch gewonnen, das muss man erst einmal schaffen - also warum nicht noch einmal?

 

SCHLÜSSELSPIELER

QUARTERBACKS

Aaron Rodgers gehört zu dem Besten, was seine Position in der NFL hergibt. Der MVP und Super-Bowl-MVP aus der Saison 2010/11 hat diese Spielzeit erneut mit dem besten Quarterback-Rating abgeschlossen. Mit nur acht Interceptions hat der 29-Jährige die zweitwenigsten von den regelmäßigern Startern geworfen, nur Washingtons RGIII war in dieser Hinsicht besser (5). Der hat aber wiederum keine 39 Touchdowns wie Rodgers zu Buche stehen. Rodgers gehört zu jenen Quarterbacks, die auch die unmöglichen Pässe an den Mann bringen können. Zweifellos lebt der Kalifornier auch von seinem guten Receiver-Corps, doch seine Fähigkeiten sind unwidersprochen. Zudem ist er in der Lage, ein Spiel drehen zu können. Außer die Passempfänger lassen wie vergangene Saison bei der bitteren Niederlage im Playoff gegen die Giants aus.

Christian Ponder wurde im Jahr 2011 gedraftet und hat seit ungefähr Mitte der vergangenen Saison seinen Startplatz sicher. Seither agiert der Spielmacher solide, aber nicht sonderlich auffällig. In den klassischen Kategorien wie Rating, TDs-INTs, oder Yardage ist er nirgendwo vorne zu finden. Er ist auf jeden Fall keine so große Waffe wie sein Running Back. Der 24-Jährige wird in der Nacht auf Sonntag sein Debüt in den Playoffs geben. Dass er sehr wohl mithelfen kann, gegen die Packers zu gewinnen, hat er vergangene Woche bewiesen, auch wenn er sich zwei Interceptions leistete. Wenn er im Lambeau Field seine Fehlerquote ganz tief halten kann, dann ist auf jeden Fall etwas drin. In zu großen Rückstand sollten die Vikings aber nicht geraten, Ponder scheint kein Mann großer Aufholjagden zu sein.

ANDERE SPIELER

Wer von Green Bay spricht, spricht automatisch von einem außerordentlichen Receiver-Corps: Jordy NelsonGreg JenningsJames JonesRandall CobbJermichael Finley (TE), und Altstar Donald Driver gibt es auch noch. Auf der Running-Back-Position sollte eigentlich Cedric Benson zu sehen sein, weil der aber verletzt ist, springt vor allem der 2011 ungedraftete DuJuan Harris ein. Wie vor zwei Jahren, als James Starks sich auf einmal ins Rampenlicht spielte. In der Defensive seien noch Routinier-Cornerback Charles Woodson, der nach Verletzung zurückkehrt und Playmaker-Linebacker Clay Matthews erwähnt.

Adrian Peterson, Adrian Peterson, Adrian Peterson. Kein Spieler, der nicht Quarterback ist, trägt eine Mannschaft so wie der Running Back. Zu Weihnachten 2011 verletzte sich "All Day" am Knie schwer, nun fehlten ihm lächerliche nur neun Yards auf den Alltime-Rekord für Single Season Rushing Yards von Eric Dickerson (2105). Neben Peyton Manning ist Peterson der Top-Favorit auf den Award als MVP. Die Packers liegen ihm in dieser Saison, in beiden Spielen kam er auf 409 Yards! Ein weiterer wichtiger Spieler ist Jared Allen, dem Defensive End gelangen heuer zwölf Sacks, drei Mal stürzte er dabei Aaron Rodgers.

ZAHLENSPIELE

  • Die beiden NFC-North-Rivalen sind in den Playoffs erst einmal aufeinandergetroffen. 2004 gewann Minnesota in der Wildcard-Runde in Green Bay 31:17.
  • Die Packers galten einst in Playoff-Heimspielen als quasi unbesiegbar - den frostigen Bedingungen im Lambeau Field sei Dank. Dieser Ruf wurde in der jüngeren Vergangenheit arg beschädigt. Vier ihrer letzten sechs Postseason-Duelle vor heimischem Publikum haben sie verloren - darunter besagte 2004er-Partie gegen die Vikings. In der Rodgers-Ära (seit 2008) verlor man zu Hause das einzige Heimspiel – jenes gegen die Giants im Vorjahr.

  • Zum siebten Mal treffen zwei Teams binnen sechs Wochen drei Mal aufeinander, wobei sie das Regular-Season-Finale sowie den Playoff-Auftakt bestreiten. Zuletzt war das zwei Mal 2000 der Fall, wo das Postseason-Game an jenes Team ging, das auch das erste Saisonduell für sich entschied. In diesem Fall würden die Packers weiterkommen, unterlagen die Vikings doch im Lambeau Field 14:23.

 

LAOLA1-PROGNOSE

Bernhard Kastler

Nein, Minnesota wird nicht noch einmal gegen die Packers gewinnen. Aus zwei Gründen: Lambeau Field und Aaron Rodgers. 31:10 GB.

Peter Altmann

Keine Diskussion, Grün besiegt Violett klar und deutlich. Adrian Peterson ist einfach nur fantastisch, Christian Ponder weniger - in den Playoffs braucht es aber auch gutes Quarterback-Spiel. 38:17 GB.

 

Bernhard Kastler 

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