Foster-Show gegen Cincinnati

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Foster lässt Houston weiter vom Titel träumen

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HOUSTON TEXANS (3)                                       19:13                    CINCINNATI BENGALS (6)

Der Super-GAU ist verhindert, vielmehr ist den Houston Texans Teil eins ihrer Wiedergutmachung gelungen.

Das Team von Head Coach Gary Kubiak feiert zum Auftakt der NFL-Playoffs einen 19:13-Heimsieg gegen die Cincinnati Bengals und zieht damit in die Divisional Playoffs der AFC ein.

Nächster Gegner sind am kommenden Wochenende auswärts die New England Patriots.

Wäre es nach den Plänen der Texans gegangen, würde diese Partie in Houston über die Bühne gehen. Doch in der Schlussphase der Regular Season gaben sie den sicher geglaubten Postseason-Heimvorteil noch aus der Hand und rutschen sogar auf Rang drei im AFC-Ranking zurück.

Foster überragend

Dadurch mussten sie bereits in der Wildcard-Runde ran, wo sie gegen Cincinnati jedoch ihre über weite Strecken der Saison unter Beweis gestellten Stärken ausspielen konnten.

Die Defense hielt die Bengals in Schach, den Rest erledigte Arian Foster. Der Running Back erlief 140 Yards und einen Touchdown, zudem steuerte er noch 34 Receiving Yards bei.

Der Texans-Star ist damit der erste Spieler der NFL-Geschichte, der in jedem seiner ersten drei Playoff-Auftritte die Schallmauer von 100 Rushing Yards durchbrach.

Dalton vor der Pause mit nur drei Passing-Yards

Houston diktierte die Partie von Beginn an, erwies sich sich jedoch offensiv als nicht effektiv genug. Mehr als drei Field Goals durch Shayne Graham - der Kicker verfügt über langjährige Cincinnati-Vergangenheit - schauten in der ersten Halbzeit trotz einiger gelungener Drives nicht heraus.

Umso dominanter agierte die Texans-Defense. Bis zur Pause kam Cincinnatis Quarterback Andy Dalton auf mickrige drei (!) Passing-Yards, Star-Receiver A.J. Green wurde in den ersten 30 Minuten gar ohne Catch gehalten.

Dass die Bengals den zweiten Abschnitt trotzdem mit allen Chancen in Angriff nahmen, war einem Blackout von Texans-Quarterback Matt Schaub geschuldet. Leon Hall fing einen Pass des Spielmachers ab und trug ihn in die Endzone zurück - zur Pause führte Houston 9:7.

Bengals verwerten keinen einzigen dritten Versuch

In der zweiten Halbzeit erhöhte Foster früh mit einem 1-Yard-Lauf auf 16:7.

Die Bengals waren gezwungen, vermehrt auf den Pass zu setzen. Dalton brachte zwar Green (letztlich fünf Catches für 80 Yards) in die Gänge, vermochte sein Team jedoch nicht zu einem Touchdown zu führen - vielmehr unterlief dem 25-Jährigen, der unweit von Houston aufgewachsen ist, eine Interception.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Matt Schaub (Quarterback Houston Texans): "Es war zu keinem Zeitpunkt einfach. Cincinnati hat ein großartiges Team. Ich habe einen Turnover produziert und ihnen damit Punkte geschenkt. Wir mussten uns wirklich am Riemen reißen."

Arian Foster (Running Back Houston Texans): "Wir lieben das Laufspiel und gute Defense. Für eine Trendwende braucht man in der NFL nur eine Woche, das ist uns gelungen."

Gary Kubiak (Head Coach Houston Texans): "Aus Arian ist ein sehr feiner Spieler geworden. Es scheint, je größer die Aufgabe, desto besser ist er."

J.J. Watt (Defensive End Houston Texans): "Das ist ein Schritt. Wir wissen ihn einzuschätzen, wir haben jedoch größere Ziele als das. Die Patriots wissen, was sie in den Playoffs tun müssen, sie waren schon oft genug mit dabei. Wir müssen alles, was wir haben geben. Wir fiebern dieser Herausforderung entgegen."

Andy Dalton (Quarterback Cincinnati Bengals): "Die Offense hat nicht so gut gespielt, wie wir das könnten. Man kann immer zurückblicken und sich fragen: 'Was wäre gewesen wenn?'"


Peter Altmann

Mehr als zwei Field Goals durch Josh Brown waren für Cincinnati nicht mehr drinnen.

Insgesamt konnten die Bengals keinen einzigen ihrer neun dritten Versuche verwerten - ein Mitgrund, warum die Franchise aus Ohio wie im Vorjahr in der Wildcard-Runde in Houston die Segel streichen musste.

Revanche für Debakel in New England?

Schaub wiederum warf für 262 Yards - auch wenn es letzlich nicht zu einem Touchdown reichte, konnte er sich nach der heftigen Kritik der vergangenen Wochen weitestgehend rehabilitieren.

In New England wartet nun mit Tom Brady und Co. eine hohe Hürde auf die Texans. In Woche 14 setzte es bei den Patriots ein 14:42-Debakel.

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