Brady holt sich Playoff-Rekord

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Brady-Rekord bei erneuter Abfuhr für die Texans

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NEW ENGLAND PATRIOTS (2)                          41:28                         HOUSTON TEXANS (3)

Geschichte wiederholt sich, vor allem jene der Patriots.

New England bezwingt zum Abschluss der Divisional Playoffs in der NFL die Houston Texans mit 41:28.

Wie schon in der Regular Season, als die Hausherren damals die Texaner mit 42:14 abgeschossen hatten, stellen die Patriots die Houston-Defense wieder vor letztlich unlösbare Probleme.

Mann des Spiels ist Running Back Shane Vereen, der drei Touchdowns erzielt.

Quarterback Tom Brady gelingen ebenso viele TD-Pässe, der Superstar hat zudem Geschichte geschrieben: Als erster Spielmacher hat der 35-Jährige nun 17 Playoff-Siege zu Buche stehen und lässt 49ers-Legende Joe Montana hinter sich (16).

Die Patriots stehen damit wie 2012 im Championship Game der AFC - und treffen wieder zu Hause auf Baltimore.

Und weil sich Geschichte eben wiederholt, mussten die Texans als Verlierer vom Feld gehen.

Dabei lief es gleich zu Beginn alles andere als schlecht, als Danieal Manning den Kickoff für 94 Yards zurücktrug. Doch wieder einmal offenbarten die Gäste ihre Schwäche: Fehlende Effizienz in der Red Zone, also av 20 Yards vor dem großen Ziel.

Wieder wurde es kein Touchdown, nur ein Field Goal von Shayne Graham zur 3:0-Führung. Immerhin scorte Houston beim dritten Antreten in Foxboro zum erstem Mal im ersten Viertel.

Vereen wollte es wissen

Kurz vor Schluss taten das aber auch die Hausherren und zwar per Touchdown.

Vereen lief für ein Yard in die Endzone und erzielte den ersten seiner drei Touchdowns an diesem Abend.

Brady führte sein Team via Gostkowski-Field-Goal und Vereens Touchdown Nummer zwei zu einer 17:3-Führung, ehe die Texaner binnen einer Minute kurz vor der Halbzeit noch einmal heranschnupperten und auf 17:13 verkürzten.

Running Back Arian Foster, der in seinem vierten Playoff-Spiel erstmals unter 100 Yards blieb (90), lief den ersten seiner beiden Touchdowns zum 10:17, Graham verkürzte zum Pausenstand.

Doch die Patriots wären nicht die Patriots, wenn sie nicht kurz nach der Pause nachlegen würden. So durfte dieses Mal New Englands zweiter Running Back in diesem Spiel, Stevan Ridley, ran und erhöhte auf 24:13.

Houston-Quarterback Matt Schaub war mit 343 Yards bemüht, aber nicht effizient, zudem unterlief ihm eine Interception und da zeigte sich Brady (344 Yards) von seiner eiskalten Seite, bestrafte diesen Fehler umgehend.

Brady durchwirbelte die Houston-Abwehr

Der dreifache Super-Bowl-Champion, der gut beschützt wurde (nur ein Sack durch Season-Leader J.J. Watt gemeinsam mit Brooks Reed), überrumpelte die Houston-Defense immer wieder mit schnell ausgeführten Angriffen und bediente in diesem Fall dann Brandon Lloyd mit seinem zweiten von drei Touchdown-Pässen zum 31:13.

Vereen erhöhte nach Zuspiel aus 33 Yards zum 38:13, das man de facto auch als Vorentscheidung betrachten konnte.

Denn danach kam Houston zwar noch einmal auf, aber richtig brenzlig wurde es nicht. Am Ende siegten die Patriots völlig verdient 41:28.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Tom Brady (Patriots-Quarterback): "Shane (Vereen, Anm.) hatte ein großes Spiel, es war echt eines, in dem er gewachsen ist. Wie er haben viele andere auch gute Plays gemacht, und jetzt geht es nächste Woche weiter. Ich bin ehrlichgesagt müde, wir haben uns gut vorbereitet und heute ging es hin und her. Es war emotional. Es ist immer traurig, wenn einer unserer Jungs sich so verletzt (wie Rob Gronkowksi, Anm.)."

Bill Belichick (Patriots-Head-Coach): "Es ist gut, im AFC-Championship-Game zu stehen. Ich bin stolz auf meine Spieler, die das ganze Jahr über dafür arbeiten. Es war ein großer Sieg für uns. Es war sicherlich nicht perfekt, wir haben sicherlich noch einiges zu tun. Aber es war ein schöner Sieg, ich freue mich für meine Spieler."

Matt Schaub (Texans-Quarterback): "Es ist schwierig zu begreifen, dass unsere Saison jetzt einfach vorbei ist. Sie hatten mehr Plays als wir, das muss man einfach festhalten."

Gary Kubiak (Texans-Head-Coach): "Wir haben in der ersten Hälfte einige Chancen ausgelassen, konnten aber vor der Pause noch aufschließen. Im dritten Viertel haben sie aber einige gute Drives hingelegt und wir waren einfach nicht in der Lage, das zu matchen."

 


Bernhard Kastler

Während für die Texans, die lange Zeit die AFC in der Regular Season angeführt haben, die Playoff-Reise wie im Vorjahr nach den Divisionals nun plötzlich aufhört, geht sie für die Patriots wie vergangene Saison weiter.

Zum siebten Mal in der Ära von Head Coach Bill Belichick und QB Tom Brady geht es ins AFC Championship Game, wie 2012 kommen die Ravens ins Gillette-Stadium.

Damals schafften die Patriots den Aufstieg in die Super Bowl. Gelingt es ihnen erneut, würden sie zum sechsten Mal in zwölf Jahren das "Big Game" spielen.

Sicher nicht da dabei wäre Star-Tight-End Rob Gronkowski, der sich früh im Spiel seinen lädierten Arm wieder bricht und für den die Saison zu Ende ist.

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