Österreich wird EM-Veranstalter

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Football-EM wohl in Österreich - Dieplinger übernimmt

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Österreichs Football-Szene bleibt dem rot-weiß-roten Weg treu.

Mit Hinblick auf die Europameisterschaft 2014 führt mit Jakob Dieplinger erstmals ein klassisches Eigenbaugewächs das Trainer-Team an.

Der 28-Jährige übernahm im Dezember die Junioren-Auswahl des AFBÖ, die bei der diesjährigen WM in den USA mit dem vierten Platz aufgezeigt hat.

Inoffizieller Zuschlag für Heim-EM

Die EM in zwei Jahren wird dabei aller Voraussicht nach zum Heim-Event.

Nach der WM-Endrunde 2011 steht Österreich erneut vor der Ausrichtung eines Großturniers.

"Inoffiziell" hat der AFBÖ laut Präsident Michael Eschlböck den Zuschlag bereits erhalten, eine definitive Entscheidung wird bald erwartet.

Als Austragungsorte für das im Mai 2014 anvisierte Event stehen Wien, Graz und Salzburg parat, wobei die Mozartstadt aufgrund der aktuellen finanziellen Turbulenzen noch kleine Sorgen bereitet.

"Welche Bedeutung das haben könnte, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten herausstellen. Wir haben jedenfalls mit Förderungen gerechnet", sagte Eschlböck im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Football-EM vor Fußball-WM

Für die Football-EM soll jedenfalls der Zeitraum vor der Fußball-WM in Brasilien genutzt werden. Anvisiert wird eine Veranstaltung zwischen Ende Mai und Anfang Juni.

Bis dahin soll auch das heimische Nationalteam bestens gerüstet sein. Hoffnungsträger ist dabei jener Stamm, der das aktuelle "Team Future" bildet.

Österreichs Junioren holten 2011 den EM-Titel und bewiesen auch bei der Nachwuchs-WM in Austin/Texas Anfang Juli ihr Talent.

Dieplinger de facto auch A-Teamchef

Als Nachfolger von Horst Obermayer soll Dieplinger die Arbeit mit dem Team nun weiter forcieren.

Der in San Francisco geborene langjährige Spieler der Swarco Raiders Tirol durchlief in seiner Karriere alle Stationen als Teamspieler.

Vor einem Jahr stand Dieplinger auch im Aufgebot jener Mannschaft, die bei der Heim-WM Platz sieben holte. Danach beendete er seine aktive Karriere, um sich vermehrt dem Coaching zu widmen.

Als Head Coach der Junioren bekleidet er praktisch auch den nach dem Rücktritt des US-Amerikaners Rick Rhoades vakanten Posten als Teamchef der Herren-Auswahl.

Erste Bewährungsprobe kommendes Jahr

"Das bedeutet nicht, dass sich die älteren Leistungsträger auf dem Abstellgleis befinden. Aber wir wollen ein junges, hungriges Team für die EM formen", erklärte Dieplinger, dem Mitstreiter vergangener Tage zur Seite stehen.

"Fast alle Trainer sind ehemalige Junioren-Teamspieler. Wir haben den Coaching-Staff auch auf zehn Personen aufgestockt. Das ermöglicht uns, noch professioneller zu arbeiten", sagte Dieplinger.

Als erste Bewährungsprobe wartet im kommenden Jahr die Nachwuchs-EM im russischen Tscheljabinsk.

Weiterer Aufschwung geortet

Des Geldes wegen stehen Dieplinger und Co jedenfalls nicht an der Seitenlinie. Football ist in Österreich weiter eine auf Amateur-Basis aufbauende Sportart. Trotzdem ortet Präsident Eschlböck einen weiteren Aufschwung.

Insgesamt 85.000 Zuschauer besuchten 2012 die Spiele der Austrian Football League (AFL) und European Football League (EFL) in den österreichischen Stadien. Auch Cheerleading scheint in Mode, Kurse freuen sich immer größer werdender Beliebtheit.

Am Modus mit zehn Spielen im Grunddurchgang der AFL wird der AFBÖ auch weiter festhalten. Dass seit diesem Jahr nur noch zwei statt wie zuvor vier Import-Spieler, also Legionäre, erlaubt sind, habe sich ebenfalls bewährt.

"Im europäischen Club-Bewerb ist es dadurch durchaus schwieriger geworden. Aber mit Blick auf ein starkes Nationalteam muss unser Fokus auf heimischen Spielern liegen. Diesen Weg müssen wir eisern weiterverfolgen", meinte Eschlböck.

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