Seahawks fliegen auch zum Auftakt wieder hoch

Aufmacherbild
 

Als hätte es keine siebenmonatige Offseason gegeben.

Die Seattle Seahawks setzen zum Auftakt der NFL-Saison 2014 nahtlos dort fort, wo sie am 2. Februar beim 43:8 in Super Bowl XLVIII gegen die Denver Broncos aufgehört haben - mit einem klaren Sieg.

Dank einer ganz starken zweiten Hälfte setzt sich der Titelverteidiger im seit 2002 ausgetragenen Kickoff-Game gegen die Green Bay Packers mit 36:16 durch.

Damit bestätigt das Team von Head Coach Pete Carroll auch am Feld, das es wie vergangene Saison zu den Titelkandidaten gehört und möglicherweise zum ersten Mal seit den New England Patriots vor zehn Jahren den Titel verteidigen kann.

Seit zehn Jahren wird auch der Season Opener im Stadion des Champions ausgetragen, mit einer Ausnahme: Vergangene Spielzeit mussten die Ravens aufgrund von Termin-Problemen mit dem hiesigen MLB-Team zu Gast sein.

Als solches verloren sie in Denver, wie auch die New York Giants vor zwei Jahren als Titelverteidiger den Dallas Cowboys unterlagen. Ansonsten blieb immer der Champion auch im ersten Spiel erfolgreich - so eben auch die Seahawks.

Green Bay führte nur im ersten Viertel

Green Bay ging zwar im ausverkauften - und tradtionell sehr lauten - Century Link Field im ersten Viertel durch ein 2-Yards-Laufspiel von John Kuhn mit 7:3 in Führung, danach drehten die Hausherren aber auf und auch nicht mehr ab.

Quarterback Russell Wilson, der letzlich auf 191 Yards kam und mit Percy Harvin blendend harmonierte, bediente Ricardo Lockette, der für 33 Yards in die Endzone der Gäste lief.

Nachdem Green-Bay-Kicker Mason Crosby per Field Goal noch einmal ausgleichen konnte, schaltete der gefürchtete Marshawn Lynch erstmals auf "Beast Mode" und erlief einen Touchdown für neun Yards zum Halbzeit-Stand von 17:10.

Nach der Pause war Seattle nicht mehr zu bremsen, profitierte dabei auch von Fehlern der Gäste. Packers-QB Aaron Rodgers warf eine Interception, Byron Maxwell war dabei der Abnehmer. Das reichte dann für ein Field Goal zum 20:10.

Defense machte Green Bay den Gar aus

Wie in der Super Bowl zeigte sich die beste Defense der vergangenen Saison einmal mehr in bester Laune und erzwang - ebenfalls wie im Endspiel - einen Safety nach Fumble der Gäste.

Das brachte weitere zwei Punkte auf das Scoreboard.

Und weil Green Bay seinen verletzten Nose Tackle B.J. Raji offensichtlich schwer vermisste, kam der physisch so starke und ballsichere Lynch am Ende nicht nur auf 110 Yards, sondern auch auf seinen zweiten Touchdown zum 29:10.

Damit war die Partie am Anfang des Schlussviertels vorentschieden.

Nur Sherman langweilte sich

Rodgers (189 Yards) warf zwar noch einen Touchdown (auf Cobb), doch die Two-Point-Conversion wurde verpatzt und die Seattle-Defense um die so genannte Legion of Boom, in der sich Cornerback-Superstar Richard Sherman mangels eines einzigen Passes in seine Richtung langweilte, ließ danach nichts mehr zu.  

Auf der anderen Seite durfte auch noch Wilson (auf Coleman) noch einmal einen Touchdown-Pass zum Endstand von 36:16 bejubeln. Dieses Mal brauchte es keine "Fail Mary", die im letzten Duell 2012 zum umstrittenen Sieg Seattle führte.

Die Seahawks feierten ganz im Gegenteil mit ihren Fans einen mehr als würdigen Einstand in die neue Saison. Noch vor Kickoff wurde das erstmalige Hissen der Super-Bowl-Champions-Flagge unter dem Stadiondach laustark bejubelt. 

Nicht auszuschließen, dass in einem Jahr die zweite folgt. Denn das knallharte Defense- und offensive Offense-Werkl scheint bereits wieder toll zu laufen.

 

Bernhard Kastler

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen