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Houston gelingt Machtdemonstration

Angesagte "Revolutionen" finden selten statt. Diesmal zumindest fast.

Wie gewohnt prophezeiten die New York Jets einen Sieg beim Erzrivalen aus New England, wie gewohnt gingen die Patriots als Sieger vom Platz. Um diese "Tradition" aufrecht zu erhalten, mussten sie diesmal jedoch in die Verlängerung gehen.

Damit ist das Team aus Boston das dritte Team der AFC mit positiver Bilanz - die anderen beiden, Houston und Baltimore, standen sich im direkten Duell gegenüber. Der Schlager entwickelte sich jedoch nicht gerade zum Krimi.

Anders als New York Giants gegen Washington, wo "RGIII" beinahe eine Heldentat gelang, der sensationelle Redskins-Rookie aber in Eli Manning doch noch seinen Meister fand:

Die wichtigsten Spiele von Woche 7 der NFL im Überblick:

HOUSTON TEXANS (6-1) vs. BALTIMORE RAVENS (5-2) 43:13

Der mit Spannung erwartete Showdown der beiden besten Teams in der AFC wird zu einer klaren Angelegenheit für die in allen Belagenen überlegenen Hausherren. Quarterback Matt Schaub wirft für 256 Yards und zwei Touchdowns, Star-Running-Back Arian Foster entscheidet die Partie nach der Pause mit zwei Scores endgültig. Die Ravens standen in Spiel eins nach Ray Lewis (Saisonende nach Trizepsverletzung) auf verlorenem Posten.

NEW ENGLAND PATRIOTS (4-3) vs. NEW YORK JETS (3-4) 29:26 OT

Der vorlaute Jets-Coach Rex Ryan kündigte wieder einmal einen Sieg beim Erzrivalen an, diesmal hätte er beinahe Wort gehalten. Die "Gang Green" brachte Tom Brady und Co. an den Rand einer Niederlage, brachte die Sensation jedoch nicht zu Ende. In einem starken vierten Viertel verwandelten die New Yorker ein 13:23 in eine 26:23-Führung, kassierten jedoch bei auslaufender Uhr noch den Ausgleich. In der Verlängerung gelang den Patriots erst ein Field Goal durch Stephen Gostkowski, anschließend beendete Rob Ninkovich die Partie, indem er ein Fumble von Mark Sanchez eroberte. Der viel kritisierte Jets-QB spielte ansonsten mit 328 Passing Yards (1 Touchdown, 1 Interception) eine weitestgehend gute Partie. Brady gelangen zwei Touchdown-Pässe, beide auf Tight End Rob Gronkowski.

NEW YORK GIANTS (5-2) vs. WASHINGTON REDSKINS (3-4) 27:23

Wow, diese Schlussphase hatte es in sich! 92 Sekunden vor dem Ende ging Washington durch einen TD-Pass von Robert Griffin III auf Santana Moss in Führung - das erfolgreiche Ende eines Drives, dessen Highlight ein sensationell verwerteter vierter Versuch war. "RGIII" fand nach einem unglaublichen Scramble Logan Paulsen mit einem 19-Yard-Pass. Die Hauptstädter freuten sich jedoh zu früh, denn wie so oft blühte Giants-QB Eli Manning in dieser Drucksituation auf. Mit einem 77-Yard-Touchdown-Pass auf Victor Gruz gelang ihm die Wende - zum 22. Mal in seiner Karriere führte der zweifache Super-Bowl-Champ sein Team im Schlussviertel oder in der Overtime nach einem Rückstand noch zum Sieg.

ST. LOUIS RAMS (3-4) vs. GREEN BAY PACKERS (4-3) 20:30

Die Packers und vor allem Aaron Rodgers kommen immer besser in Form. Mit 342 Passing-Yards und drei TD-Pässen, zwei davon auf Randall Cobb, stellte Green Bays Superstar-QB den letztlich nie gefährdeten Erfolg in diesem unangenehmen Auswärtsspiel sicher. Für die Rams war es die erste Heimniederlage dieser Saison.

TAMPA BAY BUCCANEERS (2-4) vs. NEW ORLEANS SAINTS (2-4) 28:35

Die Saints-Defense zwang ihren Superstar-QB Drew Brees wieder einmal zu Heldentaten. Früh 7:21 zurück, drehte der Spielmacher so richtig auf und brachte sein Team noch vor der Pause mit vier Touchdown-Pässen auf die Siegerstraße. Auch sein Gegenüber Josh Freeman lieferte mit 420 Passings-Yards und drei TD-Pässen eine hervorragende Leistung ab. In den Schlusssekunden gelang ihm mit einem Pass auf Mike Williams sogar der vermeintliche Ausgleich - der Touchdown wurde jedoch zurecht aberkannt, da der Bucs-Receiver vor seinem Catch kurz außerhalb des Spielfelds war.

CINCINNATI BENGALS (3-4) vs. PITTSBURGH STEELERS (3-3) 17:24

Enorm wichtiger Sieg für Pittsburgh! Die Steelers trotzten allen Verletzungssorgen und rangen den AFC-Rivalen nach 3:14-Rückstand noch nieder. Ben Roethlisberger erfing sich nach holprigem Start (Interception und Fumble), warf für 278 Yards und fand Tight End Heath Miller in der Endzone. Jonathan Dwyer, eigentlich nur dritte Wahl als Running Back, erlief 122 Yards. Zudem entschärfte Pittsburghs Defense Cincinnatis Star-Receiver A.J. Green, dem zwar ein Touchdown gelang - dieser Catch für acht Yards blieb jedoch auch sein einziger.

Weitere Ergebnisse:

BUFFALO BILLS (3-4) vs. TENNESSEE TITANS (3-4) 34:35

CAROLINA PANTHERS (1-5) vs. DALLAS COWBOYS (3-3) 14:19

INDIANAPOLIS COLTS (3-3) vs. CLVELAND BROWNS (1-6) 17:13

MINNESOTA VIKINGS (5-2) vs. ARIZONA CARDINALS (4-3) 21:14

OAKLAND RAIDERS (2-4) vs. JACKSONVILLE JAGUARS (1-5) 26:23 OT

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