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Packers schlagen gegen den Erzrivalen zurück

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Das wäre eine bittere Pille zu schlucken gewesen. Ein 0-2-Start, für den auch noch der Erzrivale aus Chicago mitverantwortlich gewesen wäre.

So weit haben es die Packers aber nicht kommen lassen: Green Bay schlägt nach der Auftaktniederlage gegen San Francisco zurück und gewinnt zum Auftakt der Woche 2 gegen die Bears mit 23:10.

Vor 70.000 Zuschauern im Lambeau Field führen zwei Packers-Schlüssel zum Erfolg. Allen voran die oftmals kritisierte Defense der Hausherren.

GB-Defense entnervt Cutler

Chicago-Quarterback Jay Cutler wird gleich vier Mal intercepted, zwei Mal von Cornerback Tramon Williams, sowie sieben Mal gesackt.

Linebacker-Star Clay Matthews hat dabei mit 3,5 Sacks seinen Löwenanteil. Zudem wird Brandon Marshall an der kurzen Leine gehalten, der Bears-Receiver kommt nur auf zwei Catches und 24 Yards.

Auf der anderen Seite punkten die Packers kurz vor der Pause mit einem äußerst sehenswert gefakten Field Goal per Touchdown.

Faked Field Goal zum Touchdown

Punter Tim Masthay, der rund 30 Yards vor der Endzone den Snap für Kicker Mason Crosby entgegennimmt, passt kurz zu Tight-End-Backup Tom Crabtree, der die Lücke findet und zum 10:0 erhöhen kann.

Packers-Head-Coach Mike McCarthy hatte zwei, drei Jahre diese Situation im Kopf, die ideale Ausgangslage für die Exekution sieht anders aus.

"Ich habe versucht, meinem Team eine Message zu senden, wie ich diesen Spielzug angesagt habe", begründet der Coach.

Rodgers traut Augen nicht

Packers-Quarterback Rodgers, der mit 22 Pässen bei 32 Versuchen 219 Yards sowie je einen Touchdown und eine Interception wirft, steht während dem Spielzug ungläubig an der Seitenlinie.

"Als ich Crabby aus der Backside heraus laufen sah, konnte ich es nicht glauben. Das ist eine mutige Ansage, da musst du scoren", so der Super-Bowl-MVP 2011, der im vierten Viertel Donald Driver mit einem 26-Yards-Pass für die Endzone bedient.

Ein wichtiger Sieg für die Packers, zwei Heimniederlagen zum Start wären ein kleiner Albtraum gewesen.

"Sollen sie sich einen anderen suchen"

"Wir wurden vier Tage zuvor in den Hintern getreten. Wir waren motiviert", zeigt sich McCarthy glücklich.

Auf der anderen Seite sind die Bears nach dem Auftaktsieg gegen Indianapolis auf den Boden der Realität zurückgeholt worden.

"Vielleicht sind wir doch nicht so gut, wie wir dachten", hält Bears-Linebacker Brian Urlacher fest.

Cutler, der neben seinen vier Interceptions nur für 126 Yards werfen kann, zeigt sich nach der Partie völlig verärgert: "Wenn sie einen Quarterback wollen, dem es egal ist, dann sollen sie sich einen anderen suchen."

Neu gewonnene Euphorie und Frustration - das Duell der Erzrivalen, ein aufregender Auftakt für die zweite Woche.

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