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"Wir haben uns selbst in den Fuß geschossen"

Die New York Giants dürfen im Monday Night Game des zweiten Spieltags erstmals jubeln. Die Gäste aus St. Louis wurden mit 28:16 (7:6, 14:0, 7:10, 0:0) wieder nach Hause geschickt.

Der Sieg war aber nicht der starken Darbietung des Teams aus dem Big Apple geschuldet, sondern den Geschenken der Rams. Alle vier Touchdowns der Giants resultierten aus Fehlern des Super-Bowl-Champions von 1999.

Schlechter Start

Gleich im ersten Drive fabrizierte Eli Manning zwar eine Interception, doch nach kurzer Schocküberwindung schlugen die Giants schon zu.

Hakeem Nicks schloss den Angriff der Giants nach einem verpatzten Punt mit einem Catch nach einem Drei-Yard-Pass von Eli Manning ab.

Dem noch nicht genug, scheiterten die Rams auch noch an der eigenen Durchschlagskraft. Trotz zweimaliger hervorragender Position in der Red Zone mussten sich die Rams jeweils nur mit Field Goals begnügen.

Im ersten Drive scheiterte man gar an einem First-and-Goal an der gegnerischen Ein-Yard-Linie, obwohl noch alle vier Downs zur Verfügung standen. In diese Spitzenposition gebracht hat die Rams Wide Receiver Danario Alexander mit einem spektakulären Catch für 68 Yards.

Fehler über Fehler

Mit 7:6 war das erste Viertel noch relativ eng. Im zweiten Viertel stellte dann aber Michael Boley schnell auf 14:6. Der Linebacker nutzte ein Fumble und rannte 65 Yards weit in die Endzone.

Kurz vor der Pause stellte Domenik Hixon noch die komfortable 21:6-Führung her. Der gebürtige Deutsche konnte den Pass über 22 Yards nach dreimaligem Straucheln gerade noch festhalten. „Es geschah so schnell, ich weiß nicht, ob mich der Ball zuerst am Arm oder an der Schulter traf“, meinte der Wide Receiver.

Ausgangspunkt des dritten TDs war jedoch wieder ein Fehler. Cornerback Al Harris vernachlässigte Mario Manningham bei einem Pass gröblich und ließ ihn einfach passieren.

Nachdem Danario Alexander (insgesamt 122 Yards) nach 19-Yard-Pass von Quarterback Sam Bradford verkürzen konnte stellte Brandon Jacobs mit einem Run den schließlich 28:16-Endstand her.

Einsichtige Verlierer

Damit gewann Giants-Head-Coach Tom Coughlin den Prestige-Kampf gegen seinen ehemaligen Defensive Coordinator Steve Spagnuolo. „Es ist ein bisschen wie letzte Woche, wir haben uns selbst in den Fuß geschossen“, so Spagnuolo nach der zweiten Rams-Niederlage im zweiten Spiel.

Giants-Quarterback Eli Manning war naturgemäß über die Geschenke erfreut: „Jedesmal wenn sie uns eine kleine Öffnung aufmachten sprangen wir hinein und scorten Touchdowns anstatt nur Field Goals.“

Der NFL-Champ von 2007 kann nun mit einer Bilanz von je einem Sieg und einer Niederlage etwas entspannter in die Zukunft blicken, bevor es nächstes Wochenende nach Philadelphia zu den Eagles geht. St. Louis hingegen steht nach zwei Niederlagen sonntags zuhause im Edward Jones Dome gegen die Baltimore Ravens schon unter Zugzwang.

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