Roethlisberger hinkt zum Sieg

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Tough, tougher, Ben Roethlisberger.

Der Quarterback der Pittsburgh Steelers machte im Donnerstagsspiel der NFL seinem Ruf, einer der härtesten Spieler der Liga zu sein, wieder einmal alle Ehre.

Sichtbar unter Schmerzen führte er sein Team zu einem 14:3-Erfolg gegen den AFC-North-Rivalen Cleveland Browns.

Damit halten die Steelers bei einer Bilanz von zehn Siegen und drei Niederlagen, weshalb ihnen der Einzug in die Playoffs – zumindest als Wild-Card-Team – kaum mehr zu nehmen ist.

Kein Beinbruch

Die Geschichte des Duells mit Cleveland schrieben weniger spektakuläre Spielzüge oder zahlreiche Scores, sondern vielmehr zwei angeschlagene Quarterbacks.

Als Erstes erwischte es Roethlisberger. Nachdem der 29-Jährige Pittsburgh mit einem 11-Yard-Touchdown-Pass auf Jerricho Cotchery 7:3 in Führung gebracht hatte, schien die Partie im zweiten Viertel nach einem Sack von Scott Paxson für ihn gelaufen zu sein.

Roethlisberger selbst glaubte, einen Bruch des linken Beins erlitten zu haben: „Ich habe noch selten solche Schmerzen erlebt. Es hat sich angefühlt, als wär das Bein in der Mitte auseinandergebrochen, als würde mein Fuß neben meinem Bein liegen.“

Nun gehört der zweifache Super-Bowl-Champion bekanntlich nicht gerade zu den wehleidigsten Vertretern seiner Zunft. So spielte er unter anderem in dieser Saison schon mit einem gebrochenen Daumen.

Nach dieser fürchterlich anzuschauenden Szene musste er jedoch in die Kabine gebracht werden, wo eine Röntgen-Untersuchung ergab, dass seine Knochen heil geblieben sind.

79-Yard-Touchdown-Pass auf Brown

Also kehrte „Big Ben“ zu Beginn der zweiten Halbzeit unter dem tosenden Applaus der Steelers-Fans auf das Feld zurück. Merklich angeschlagen brachte er acht seiner zwölf Passversuche nach der Pause an, darunter kurz vor Schluss einen 79-Yard-Touchdown-Pass auf Antonio Brown, der die Partie endgültig zu Gunsten Pittsburghs entschied.

„Ich bin stolz auf Antonio, dass er gescort hat. Denn hätten sie ihn früher gestoppt, wäre ich nicht in der Lage gewesen, schnell genug zur Anspiellinie zu laufen, um den nächsten Spielzug zu starten“, grinste Roethlisberger.

Ob Pittsburghs Spielmacher tatsächlich verletzungsfrei geblieben ist, sollen genauere Untersuchungen am Freitag ergeben. Ein Ausfall des Spielmachers wäre für die schwarz-gelben Titelambitionen ein herber Rückschlag.

Zum Glück für die Steelers haben sie nun elf Tage spielfrei. Ihr nächstes Match steigt erst in Woche 15 im Monday Night Game in San Francisco.

Cleveland-Offense nicht effizient genug

Cleveland wiederum hält nach der 15. Niederlage gegen Pittsburgh in den letzten 16 Aufeinandertreffen bei einer Bilanz von 4-8. Dieses Kräftemessen zeigte warum.

Erneut vermochte es die Offense um Quarterback Colt McCoy nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Running Back Peyton Hillis enttäuschte mit nur 25 Rushing-Yards in zehn Laufversuchen.

McCoy selbst hatte es in der Schlussphase in seinen Händen, die Browns beim Stand von 3:7 in Führung zu bringen. Sein Pass in die Endzone wurde jedoch von William Gay abgefangen – seine zweite Interception an diesem Abend.

Zu diesem Zeitpunkt spielte jedoch auch der 25-Jährige bereits bedient. Nach einem brutalen Hit von Steelers-Linebacker James Harrison gegen seinen Kopf musste McCoy kurzzeitig von Ersatz Seneca Wallace ersetzt werden. Nach seiner Rückkehr wirkte McCoy etwas benommen.

Pittsburgh legt vor

Zudem schaffte es Cleveland nicht, aus insgesamt drei Turnovern der Steelers (eine Roethlisberger-Interception plus Fumbles von Hines Ward und Heath Miller) Kapital zu schlagen.

Pittsburgh hat damit als erstes Team der AFC die Marke von zehn Saisonsiegen erreicht. Am Sonntag können New England, Houston und Baltimore nachziehen.

Um die AFC North zu gewinnen, müssten die Steelers einen Sieg vor Baltimore bleiben, da sie beide Saison-Duelle mit den Ravens verloren haben.

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