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Brees vergeigt Saison der Saints und seinen Rekord

Ein teuflischer Abend für die „Heiligen“!

Vor allem für Superstar Drew Brees wird die 13:23-Niederlage in Atlanta unvergesslich bleiben – in mehrfach negativer Hinsicht.

Erstens sind die Playoff-Chancen der New Orleans Saints damit auf ein Minimum geschwunden, der Traum von der Teilnahme an der Heim-Super-Bowl ist so gut wie geplatzt.

Zweitens warf der 33-Jährige (341 Passing-Yards) sage und schreibe fünf Interceptions, das ist einem der besten Quarterbacks, der je dieses Spiel gespielt hat, in seiner Karriere zuvor noch nie passiert.

Brees-Rekord bei 54 Spielen gestoppt

Und drittens endet seine Rekordserie von Spielen in Folge mit zumindest einem Touchdown-Pass bei 54. Erst im Laufe dieser Spielzeit hatte Brees den legendären Uralt-Rekord von Johnny Unitas (48 Spiele in Folge) gebrochen.

Während New Orleans (fünf Siege, sieben Niederlagen) nur noch ein kleines Wunder in die Postseason retten kann, revanchierten sich die Falcons (elf Siege, eine Niederlage) gekonnt für die bislang einzige Saison-Pleite, die ihnen die Saints im ersten Aufeinandertreffen der beiden Divisions-Rivalen zugefügt hat.

Verliert Tampa Bay am Sonntag in Denver, ist Atlanta die NFC South nicht mehr zu nehmen. Auch der Heimvorteil während der Playoffs rückt für das Team mit der besten Bilanz der NFC immer näher.

„Das ist extrem enttäuschend“

„Fünf Interceptions gegen einen der größten Quarterbacks aller Zeiten sind ein unglaubliches Gefühl“, jubelte Cornerback Dunta Robinson nach Spielende über das Thema des Abends.

Brees, der schon am Sonntag gegen San Francisco zwei Interceptions, die zu Touchdowns in die Endzone zurückgetragen wurden, fabrizierte, offenbarte ein ungewohnt unpräzises Spiel.

Entsprechend verbittert war er wegen seiner Performance: „Das ist mir das erste Mal überhaupt passiert, das ist extrem enttäuschend. Ich betrachte mich als jemanden, der gute Entscheidungen trifft, und nicht als jemanden, der dem eigenen Spiel einen Schaden zufügt.“

Sein Gegenüber Matt Ryan (165 Passing Yards) erlebte einen vergleichsweise unspektakulären Abend. Nachdem Running Back Michael Turner die Falcons in Führung gebracht hatte, stellte Atlantas Quarterback mit einem Touchdown-Pass auf Tony Gonzalez auf 14:0.

New Orleans hilft nur noch ein Wunder

Ein Field Goal von Matt Bryant vollendete den Traumstart auf 17:0. Ein Rückstand, dem New Orleans vergeblich hinterherlief. Zwar gelang durch RB Mark Ingram noch vor der Pause der einzige Saints-TD der Partie, in Halbzeit zwei folgten auf beiden Seiten nur noch jeweils zwei Field Goals.

New Orleans ist damit wohl gezwungen, einerseits die verbleibenden vier Begegnungen bei Champion New York Giants, gegen Tampa Bay, in Dallas und gegen Carolina zu gewinnen, und andererseits auf Ausrutscher der unmittelbaren Konkurrenz zu hoffen, um noch eine Wild Card für die Playoffs zu ergattern.

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