Mannings triumphale Rückkehr - Griffins Stern geht auf

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Ein glorreiches Comeback, ein sensationelles Debüt, ein intensiver Schlagabtausch im Top-Spiel!

Das "Ei" fliegt wieder, und die NFL hat wie gewohnt bereits am Kickoff-Weekend jede Menge spannender Storys zu bieten.

Die größten Schlagzeilen schreiben diesmal jedoch Oldie Peyton Manning, Youngster Robert Griffin III und die San Francisco 49ers, die Green Bays Power-Offense entzaubern.

Die wichtigsten Partien von Woche 1 der NFL im Überblick:

DENVER BRONCOS vs. PITTSBURGH STEELERS 31:19

Triumphale Rückkehr von Peyton Manning auf die NFL-Bühne! Wer nach einjähriger Verletzungspause Zweifel an der Verfassung der lebenden Quarterback-Legende hatte, darf sich getrost eines Besseren belehrt fühlen. Gegen eine der tougheren Defenses der Liga präsentierte sich der 36-Jährige, der alle Karriere-Spiele zuvor im Dress der Indianapolis Colts absolviert hatte, bei seinem Einstand für seinen neuen Arbeitgeber Denver in guter Form. Manning warf für 253 Yards und bediente Demaryius Thomas (71-Yards-Pass) beziehungsweise Jacob Tamme in der Endzone. Sein Debüt-Score war so nebenbei der insgesamt 400. Regular-Season-Touchdown-Pass seiner grandiosen Karriere. Den ersten Broncos-Touchdown des Abends erlief Knowshon Moreno. Pittsburgh gestaltete die Partie über weite Strecken offen und musste erst im Schlussabschnitt klein bei geben. Quarterback Ben Roethlisberger beendete die Partie mit 245 Passing-Yards und zwei Touchdown-Pässen. Seine einzige Interception trug Tracy Porter 118 Sekunden vor Schluss zur endgültigen Entscheidung in die Endzone zurück.

GREEN BAY PACKERS vs SAN FRANCISCO 49ERS 22:30

Lange mussten die Fans der San Francisco 49ers auf einen Sieg in der "Höhle des Löwen", dem altehrwürdigen Lambeau Field, warten - seit 4. November 1990, um ganz genau zu sein. Im Schlager des Auftakt-Spieltages war es wieder soweit. Auch wenn das Team aus Kalifornien in der Vorsaison nur hauchdünn an der Super Bowl vorbeischrammte, kann man von einer Überraschung sprechen: Green Bay beendete die vergangene Spielzeit mit einer Bilanz von 15-1 und gilt als einer der heißesten Titelanwärter. Gegen die bärenstarke Defense der Niners fand die berüchtige Offense um Quarterback Aaron Rodgers jedoch lange kein Mittel. Sein Gegenüber Alex Smith lieferte, gestützt auf ein effizientes Laufspiel um Frank Gore (112 Rushing Yards, ein Touchdown), indes eine gute und vor allem fehlerlose Partie ab. San Franciscos Spielmacher kam auf 211 Passing Yards und bediente NFL-Rückkehrer Randy Moss und Vernon Davis in der Endzone. Die Hausherren liefen meist einem beträchtlichen Rückstand hinterher. Nach einem sehenswerten Punt-Return-TD von Randall Cobb drohte die Partie im Schlussbaschnitt zu kippen. Doch Navorro Bowman fing einen Pass von Rodgers (303 Passings Yards, zwei TDs, eine Interception) ab und bereitete so Gores Score vor. Green Bay vermochte nur noch durch James Jones zu verkürzen. Ein Highlight der Begegnung: 49ers-Kicker David Akers versenkte am Ende der ersten Halbzeit ein Field Goal aus 63 Yards, womit er den NFL-Rekord einstellte.

NEW ORLEANS SAINTS vs. WASHINGTON REDSKINS 32:40

Was für ein Debüt, was für eine Überraschung! Dass die Redskins mit Robert Griffin III das große Los gezogen haben könnten, wurde bereits vermutet. Damit, dass sich der an Nummer zwei gedraftete Quarterback bei seinem NFL-Einstand derart spektakulär präsentieren würde, war nicht zu rechnen. 320 Passing Yards, 42 Rushing Yards und zwei Touchdown-Pässe standen am Ende für"RG3" zu Buche. Vor allem in der ersten Halbzeit zog der Youngster eine Show ab. Sein 88-Yard-Touchdown-Pass auf Pierre Garcon war der längste eines Rookies am ersten NFL-Spieltag seit zumindest 1940 (über die Zeit davor ließen sich bis dato keine genauen Aufzeichnungen finden). Ebenfalls voll zu überzeugen wusste mit Running Back Alfred Morris (96 Rushing Yards, zwei Touchdowns) ein weiterer Rookie, der den Sieg nach der Pause nach Hause lief. Noch nicht wie geschmierte lief die Angriffs-Maschinerie der Saints. Superstar-Quarterback Drew Brees kam zwar auf 339 Passing-Yards und drei Touchdown-Pässe, warf jedoch auch zwei Interceptions. Das Laufspiel war mit insgesamt 32 Rushing Yards im Prinzip nicht existent.

49ers-Quarterback Alex Smith spielte eine fehlerlose Partie

CHICAGO BEARS vs. INDIANAPOLIS COLTS 41:21

Wo Griffin III auftaucht, ist der Vergleich zu Jahrgangskollege Andrew Luck nicht weit. Während der "Zweier-Pick" nun das Rampenlicht genießen darf, präsentierte sich der an Nummer eins gedraftete Colts-Quarterback schon eher wie ein Rookie. Wobei 309 Passing-Yards gegen die starke Bears-Defense aller Ehren wert sind. Seinem einzigen TD-Pass stehen jedoch gleich drei Interceptions gegenüber. Chicago-Quarterback Jay Cutler (333 Passing-Yards, zwei TD-Pässe, eine Interception) genoss es indes sichtlich, endlich fähige Receiver zur Verfügung zu haben. Neuzugang Brandon Marshall (119 Yards), mit dem er einst schon in Denver blendend harmonierte, und Rookie Alshon Jeffery bediente er jeweils in der Endzone. Running Back Matt Forte (120 Total Yards, ein Touchdown) war von der überforderten Colts-Defense ebenfalls nicht zu stoppen.

DETROIT LIONS vs. ST. LOUIS RAMS 27:23

Das war aber knapp - Teil 1! Nur hauchdünn schrammten die Lions gegen stark verbesserte Rams an einer Blamage vorbei. Erst zehn Sekunden vor Spielende stellte Quarterback Matthew Stafford mit einem Touchdown-Pass auf Running Back Kevin Smith den Sieg sicher. Detroits Spielmacher erwischte ansonsten trotz 355 Passing-Yards einen unglücklichen Tag - einerseits war dies sein einziger Score, andererseits unterliefen ihm bereits früh drei Interceptions, eine davon trug Rams-Neuzugang Cortland Finnegan in die Endzone zurück.

CLEVELAND BROWNS vs. PHILADELPHIA EAGLES 16:17

Das war aber knapp - Teil 2! Erst 78 Sekunden vor Schluss bogen die Eagles bei Underdog Cleveland dank eines TD-Passes von Michael Vick auf Clay Harbor auf die Siegerstraße ein. Bis dahin lieferten sich die beiden Quarterbacks ein "Interception-Festival". Während die vier Fehlpässe von Rookie Brandon Weeden noch mit dessen Unerfahrenheit zu erklären sind, wird sich Vick für seine vier Picks einiges anhören müssen. Phillys Star besann sich wenigstens bei seinen beiden TD-Pässen seiner Qualitäten.

NEW YORK JETS vs. BUFFALO BILLS 48:28

Na also, es geht doch! Viele Jets-Fans wussten nach der - freilich überbewerteten - Preseason schon gar nicht mehr, was ein Touchdown ist - dort gelang nämlich insgesamt nur einer, und der durch den dritten Quarterback. Gegen erschreckend schwache Bills schoss sich die "Gang Green" eindrucksvoll den Frust von der Seele. Quarterback Mark Sanchez (266 Passing-Yards, drei Touchdown-Pässe, eine Interception) hat sich zumindest eine Woche Ruhe vor der kritischen New Yorker Presse erspielt. Ebenfalls positive Erscheinungen: Rookie-Receiver Stephen Hill (89 Yards) überzeugte mit zwei Touchdowns, der junge Passempfänger Jeremy Kerley wusste mit einem Catch in der Endzone beziehungsweise einem Punt-Return-Tochdown zu gefallen. Die inferioren Bills verloren zu allem Überdruss Running Back Fred Jackson verletzungbedingt. Dass sein Ersatzmann C.J. Spiller für grandiose 169 Yards plus Touchdown lief, war nur ein schwacher Trost.

Weitere Ergebnisse:

Houston Texans vs. Miami Dolphins 30:10

Kansas City Chiefs vs. Atlanta Falcons 24:40

Minnesota Vikings vs. Jacksonville Jaguars 26:23 n. OT

Tennessee Titans vs. New England Patriots 13:34

Arizona Cardinals vs. Seattle Seahawks 20:16

Tampa Bay Buccaneers vs. Carolina Panthers 16:10

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