Touchdown Tuesday: NFL - das "T" steht für Thriller!

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Und da sind wir auch schon wieder!

Die NFL-Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 9:

Sweet home Carolina, where the skies are so blue! Letzteres vielleicht nicht, wenn man sich an das Monday Night Game gegen die Colts und die Regenschlacht erinnert, aber egal: Carolina hat es nach Woche sechs schon wieder in diese Kategorie geschafft. Womit? Mit Fug und Recht! Wer Green Bay besiegt und das in der ersten Hälfte auch noch überaus souverän spielt, hat es sich absolut verdient, nach nur drei Wochen wieder hier zu stehen: Denn das war ein Statement-Sieg! Der beschert den Panthers in der NFC einen Zwei-Siege-Vorsprung - und das auf Green Bay, gegen das man ja im direkten Duell auch gewonnen hat. Cam Newton befindet sich in absoluter MVP-Form, die Abwehr um Luke Kuechly (der sich verletzte) ist schwer zu knacken. Und wenn man sich den restlichen Spielplan ansieht, muss man sagen: Es gibt vom Papier her keinen stärkeren Gegner als Green Bay. Wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben, aber NFC-Platz 1 nach der Regular Season ist absolut drin und damit das Heimrecht für die Playoffs. Vor der Saison wäre das eine absolute Überraschung gewesen, jetzt wohl nicht mehr!


Vergangene Woche noch Winner und heute Loser? Ja, dürfen wir das? Yes, we DEN! Natürlich fällt jetzt Denver kein Zacken aus der Krone, weil man in Indianapolis verloren und damit die erste Saisonniederlage erlitten hat. Aber gebraucht hätte es die eigentlich nicht. Denn: Erstens, es ging gegen Indianapolis. Ausgerechnet der in dieser Saison bisweilen fehlerhafte Andrew Luck biegt die vermutlich beste Defense der Liga. Zweitens, man hat es alleine vom Spielverlauf nicht notwendig gehabt. Peyton Mannings zweite Interception war aber dann für die Würste, die Strafe von Aqib Talib (der Dwyane Alllen den Finger ins Auge steckte...) sowieso. So konnten die Gäste nicht mehr zurückschlagen. Bitter: Peyton ist so um seinen nächsten NFL-Meilenstein im alten Wohnzimmer gekommen. Zwei (!) Yards fehlten am Ende auf die 71.838 Career Passing Yards von Brett Favre. Mutmaßlich wird er sie nächstes Spiel nachholen, aber eben nicht in "seinem" Indianapolis. Den alleinigen QB-Rekord an Siegen (186) hat er auch noch nicht. Und Denver hängt jetzt New England und Cincinnati im Rennen um die Nr. 1 in der AFC hinterher. Also Gründe genug, um doch Loser zu sein.


Und das nächste gelungene Trainer-Debüt! Miami gewann Spiel 1 unter Dan Campbell und nun auch die Titans unter Mike Mularkey. Unser Play of the Week geht an Marcus Mariota, um dessen Zukunft man in Tennessee ja schon wieder Angst haben musste, war doch Ken Whisenhunt der größte Antreiber hinter diesem Nummer-2-Pick 2015. Nun wie lautete die Antwort von Mariota? 371 Yards, 4 Touchdowns! Darunter jener beim Thriller-Sieg in Overtime in New Orleans (hat sich die Defense eigentlich schon komplett aufgegeben) auf Anthony Fasano. Von Rechtsaußen quer über alle drüber zum Tight End. Ein wunderbarer Play zu einem wunderbaren Sieg für Tennessee nach sechs Niederlagen in Folge. Achtung, er kommt natürlich, der Klassiker an Film-Reminiszenzen: Remember this, Titans!

Ja, gibt's denn sowas? Und schon wieder ist Big Ben out. Wieder für ein paar Spiele. Trotzdem haben die Steelers wieder die Partie, in der er verletzt ausschied, gewonnen. Wie in Woche drei gegen St. Louis. Und was für eine Partie war es dieses Mal? Wäre das ein Playoff-Spiel gewesen, man würde neigen, das Wort "episch" in Erwägung zu ziehen. Das Duell Steelers-Raiders, auch ein potenzielles Duell um eine Wildcard in der AFC, ließ aber auch wirklich gar nichts aus. Touchdowns, Turnovers, Yards um Yards Raumgewinn - einen entfesselten DeAngelo Williams, der nach Bell-Verletzung 170 Yards lief. Einen unglaublichen Antonio Brown, der 284 (!) Yards Raumgewinn erzielte. Spannung pur bis zum Schluss. Nur am Ende war eben Big Ben nicht mehr dabei. Unter der Leitung von Backup Landry Jones, der bei drittem Versuch Brown mit einem 57-Yarder in Szene setzte, wurde das entscheidende Field Goal durch Chris Boswell aufbereitet. Sieg für die Steelers, aber der Pechvogel der Saison fehlt wieder. Man darf gespannt sein, wie die Steelers ohne B(en) und B(ell) nun die nächsten Wochen aussehen.

EIFRIG, DER EIFERT!

NUR NOCH DREI, 72ER DOLPHINS!

Hola! Da ich diese Woche beim ÖFB-Team in Spanien verbringe, muss ich mich leider aus Zeitgründen ein wenig kürzer fassen. Ich hoffe, ihr verzeiht! Zu Beginn möchte ich trotz diverser wegweisender Spiele in Week 9 (siehe oben) mal auf ein Team eingehen, das - nicht nur bei mir - in dieser Saison bislang unter dem Radar flog. Nämlich die Minnesota Vikings. Dabei habe ich durchaus eine gewisse Affinität zu Minneapolis. Ich habe 2004 ein, zwei Wochen dort verbracht, mir bei dieser Gelegenheit eines der ersten Live-NFL-Spiele meines Lebens angeschaut (gegen die Detroit Lions) und das Stadion unmittelbar hinter Randy Moss verlassen. Unvergessen, haha! Auch wenn ich damals einen recht angenehmen November dort erwischt habe, weiß ich, wie "interessant" das Wetter im hohen Norden sein kann. Und das liebe Wetter hatte durchaus Einfluss auf den Overtime-Sieg gegen die St. Louis Rams. Die Eier, trotz gewonnenen Münzwurfs den Ball dem Gegner zu überlassen und lieber bei der Platzwahl den Windvorteil zu nutzen, muss man als Head Coach erst einmal haben - erzielt der Gegner einen TD, ist alles aus und vorbei (wobei man natürlich darüber streiten kann, ob die derzeitige Overtime-Regel das Team im ersten Ballbesitz wirklich enorm bevorteilt). In diesem Sinne, Chapeau Mike Zimmer! Seine Entscheidung erwies sich als Volltreffer. Zimmer ist grundsätzlich ein Coach, dessen Herangehensweise man nicht genug loben kann. Dennoch muss ich ganz ehrlich zugeben: Ich weiß wirklich nicht, was ich mit den Vikings in der 2015er-Edition anfangen soll. Eine 6-2-Bilanz, inzwischen gleichauf mit Green Bay. Alle Achtung! Andererseits: Wie gut ist Minnesota wirklich? Zwei Mal Detroit bzw. ein Mal Chicago, Kansas City, San Diego geschlagen, und nun mit St. Louis ein Team, das fraglos im Kommen ist, aber diverse Unzulänglichkeiten nicht verhehlen kann. Ein schwieriger Schedule schaut anders aus. In voller Länge konnte ich die "Wikinger" bislang nur beim Season Opener in San Francisco sehen und da waren sie richtig, richtig, richtig furchtbar. Seither muss ich von den Red-Zone-Eindrücken leben - und ja, selbst dort fliegen sie unter dem Radar. "Wir sind nicht immer ein perfektes Team", sagt Zimmer selbst und beweist damit angenehmen Realismus. Gleichzeitig sagt er jedoch auch, dass sein Team in allen Bereichen genügend Waffen hätte. Und diese Ausgeglichenheit ist wohl das Erfolgsgeheimnis. Ich werde nicht müde zu betonen, dass gute Defenses den ganz großen Vorteil haben, Spiele eng zu gestalten. Das hilft wenig durchschlagskräftigeren Offenses. Ob Adrian Peterson, der noch zu unkonstante Teddy Bridgewater oder zur Not Überraschungs-Rookie Stefon Diggs - zumindest ein Puzzleteil funktioniert auch im Angriff meistens. Gleichzeitig gelang dies bisher selten. Aber vielleicht steigert man sich mit der Aufgabe. Denn auf dem restlichen Weg kann man nur mehr bedingt von einem gemütlichen Spielplan sprechen. Andererseits fehlen auch nicht mehr übertrieben viele Siege für eine Playoff-Teilnahme.

Na also, geht doch! Ich habe mich in dieser Saison schon so oft negativ über die Indianapolis Colts geäußert (sie haben mich auch richtig angezipft!), da muss ich natürlich auch lobend erwähnen, wenn sie etwas richtig gut machen. Gerade mit der offensiven Darbietung war gegen Denvers Monster-Defense angesichts des bisher Gezeigten nur bedingt zu rechnen. Oder doch? Ich betrachte im  Saisonverlauf vorgenommene Änderungen am Betreuerstab bisweilen skeptisch (Football ist nicht Fußball; für gravierende Änderungen bleibt in diesem Hochpräzisionssport meist zu wenig Zeit). Rob Chudzinski unter der Woche statt Andrew Lucks Vertrauensmann Pep Hamilton als Offensive Coordinator zu installieren, war jedoch vielleicht nicht die schlechteste Idee. Erstens ist Chudzinski kein schlechter offensiver Coach (ich frage mich durchaus, ob er nicht länger als ein Jahr eine Chance als Clevelands HC bekommen hätte sollen), zweitens war er schon im Betreuerstab und somit mit den Stärken und Schwächen der Spieler vertraut. Luck wurde in dieser Saison zu einer Turnover-Maschine. Gegen Denver minimierte er dessen Risiko dank vieler kurzer Pässe exorbitant. Die Zahl der Ballverluste? Null! Zudem standen in der offiziellen Spielstatistik 40 (!) Laufversuche zu Buche. Wir werden die Colts am Ende nicht doch noch als ausgeglichene Offense erleben? Wie schon mehrmals erwähnt: Wichtig ist nicht, wie man im September spielt, sondern im Jänner zählt es. Ich bin bezüglich Indy immer noch mehr als skeptisch, aber das war zumindest einmal ein Statement.

So, da ich ihn eh schon längst mal erwähnen wollte, seine Serie ja irgendwann einmal enden muss und er außerdem nach diesem Wochenende angeschlagen ist, nutze ich mein knappes Zeitbudget und hole meinen derzeitigen Nerd-Lieblings-Receiver vor den Vorhang. Antonio-Brown-Fan sein kann jeder, einen Allen-Hurns-Kult startet indessen nicht jedermann. Man stelle sich vor, der bald 24-Jährige würde für eine erfolgreiche Traditions-Franchise auflaufen und nicht für die vom Erfolg hartnäckig gemiedenen Jacksonville Jaguars. Ich denke, Hurns wäre vielleicht schon am Weg zum Household Name und sein Dress würde die eine oder andere Sammlung zieren. Gegen die New York Jets gelang ihm im sechsten (!) Spiel in Folge ein Touchdown. Auch seine Yardage kann sich in einer Vielzahl an Matches sehen lassen. Und dass er genau wie sein kongenialer Partner Allen Robinson gegen die nicht gänzlich talentfreie Secondary der New Yorker die 120-Yards-Marke knackte, spricht für sich. Tja, wenn die Jags am Ende nicht die Jags wären. Die Jets waren in diesem Spiel in meinen Augen zu erwischen. Aber dazu muss man vor allem in der entscheidenden Phase fehlerfrei agieren. Dabei wäre Jacksonville, so blöd es klingt, vor diesem Wochenende angesichts der inferioren AFC South noch voll im Playoff-Rennen gewesen...

Gleich mal vorweg: Ich mache mir um die Green Bay Packers keine allzu großen Sorgen. Auch wenn sie in Denver richtig schlecht und in Carolina zu lange ziemlich schlecht ausgesehen haben. Dass starke Defenses, die Aaron Rodgers und Co. bei einer gewissen Punkteanzahl halten können, in Kombination mit einer annehmbaren Offense, die Green Bays durchaus vorhandene Schwächen in der Verteidigung nutzen kann, das beste Erfolgsrezept gegen die Packers sind, weiß jeder, der in den letzten Jahren Playoff-Football gesehen hat. Es waren zumeist ähnlich aufgestellte Teams, gegen die Green Bay letztlich scheiterte. Umso wichtiger ist es, dass Eddie Lacy endlich in die Gänge kommt. Fitness hin oder her, aber so wie der vermeintliche Star-Running-Back in dieser Saison agiert, zwingt er die Packers-Offense ja geradezu, eindimensional zu werden. Hier beginnt der Teufelskreis, in dem sich Green Bay derzeit befindet. Aber wie gesagt: Mein Grundvertrauen ist riesig. Die Packers sind jederzeit in der Lage, rechtzeitig wieder in Fahrt zu kommen.

Meiner Skepsis über die wahre Leistungsstärke der Atlanta Falcons habe ich ja schon Ausdruck verliehen, und die vergangenen vier Wochen nach dem glänzenden 5-0-Start lassen nur einen Schluss zu: Höchste Zeit, dass die Bye-Week kommt! Pleiten gegen die Divisions-Rivalen New Orleans und Tampa Bay, dazwischen ein Zittersieg gegen Zach Mettenbergers Tennessee Titans - das war schon nix. Dennoch war die jüngste Pleite gegen San Francisco erst der wahre Tiefpunkt. Kurzum: Gegen ein Team, das aufgrund akuter Verletzungssorgen in einigen Mannschaftsteilen auf Spaziergänger aus dem Football-AMS zurückgreifen musste, als Verlierer vom Platz zu gehen, ist nur schwer zu akzeptieren. Und der neue 49ers-Starter Blaine Gabert versprüht nun wirklich nicht die Aura des Unbezwingbaren. Wenn ich vorher Minnesota-Coach Mike Zimmer für seine Courage gelobt habe, muss ich an dieser Stelle mit Falcons-Coach Dan Quinn wegen seiner ultrakonservativen Feigheit schimpfen. In der Schlussphase bei 13:17 an der 1-Yard-Linie den vierten Versuch nicht auszuspielen und stattdessen ein Field Goal zu kicken, war schlicht und ergreifend dämlich. Auf die eigene Defense vertrauen kann man, wenn man eine vertrauenswürdige Defense hat (guter Kalenderspruch, oder?). Selbst wenn es mit dem TD zur Führung nichts geworden wäre, ist noch längst nicht gesagt, dass sich San Francisco aus dieser unangenehmen Startposition befreit hätte und man nicht noch einmal in guter Feldposition in Ballbesitz gekommen wäre. Jaja, Mut kann man sich nicht kaufen!

Ich nehme an, nach der Lektüre des letztwöchigen Touchdown Tuesdays könnt ihr euch ungefähr vorstellen, was man mit Kollegen Kastler im realen Leben mitmacht. Keine Show, da war nichts gespielt, so ist er wirklich! (Und ja, ich musste auch lachen) Also im Schnitt Gott sei Dank eh nur alle zweieinhalb Jahre, wenn er einen tatsächlich mal in einem unglaublich "wichtigen" Regular-Season-Showdown im Fantasy besiegt - in unserer Keeper League, um genau zu sein, denn meine normale Draft-Liga meidet er leider seit ein, zwei Jahren, sodass ich mich in eine andere hausinerne Liga schummeln musste, um öfter gegen ihn zu spielen. Gewinnt er dann doch einmal wie letzte Woche, kriegt man Nachrichten mit Emoticons, von denen man gar nicht glaubt, dass es sie gibt. Eine Super-Bowl-Siegesfeier kann nicht emotionaler ausfallen. Da bleibt mir echt nur übrig, mich auf meine - ich zitiere - "gute, alte Fantasy-Arroganz" zurückzuziehen und meine Pokale zu polieren, während der gute Herr Kollege seiner ersten Playoff-Teilnahme seit Bestehen der Liga entgegenfiebert (wobei seine gute Aufbauarbeit nicht von der Hand zu weisen ist, wie man an seiner - ich zitiere abermals - "Fantasy Football Hall of Fame" sieht. Eli Manning am besten Tag seiner Karriere aufzustellen, schafft nicht jeder). Gut, diese Zeilen interessierten bislang nur zwei Herren, aber das muss im Saisonverlauf auch mal sein. Fantasy ist ja nicht umsonst ein derartig großartiger Köder, um sich mit diesem wundervollen Sport auseinanderzusetzen. Und ein teilweise frustrierender. Im Wochen-Rhythmus Pittsburgh-Stars zu verlieren, macht langsam keinen Spaß mehr. Aber gut, die meisten von euch werden vermutlich ebenfalls spielen. Vielleicht mag der eine oder andere jetzt zur Saison-Halbzeit ja seine Fantasy-Flames beziehungsweise - Lames der bisherigen Spielzeit verraten. Ich bin gespannt!

Thriller, Thriller, Thriller! Mehr geht echt nicht, oder? NFL - das "T" steht für Thriller! OT in New Orleans, OT in Minnesota, OT in Dallas und auch sonst überall sehr, sehr viel Spannung. Das war mal wieder köstlichste NFL-Unterhaltung. Wir befinden uns leider schon in der zweiten Saisonhälfte (wie schnell kann es eigentlich gehen?), aber ich freue mich auf Hälfte zwei dieser Regular Season. Denn es bleibt geil, auch wenn es schon spannender zuging und einige Divisions schon entschieden sind. Also zur Lage der Liga: Die Patriots werden die AFC East gewinnen, die Bengals die AFC North, Denver die AFC West und Carolina die NFC South. Das traue ich mir mal so zu sagen. Vor allem die NFC East wird noch spannend, wenn Tony Romo bei Dallas zurückkommt. Ja, sie haben aktuell drei Siege Rückstand, aber noch acht Partien Zeit. Vieles drin. In der NFC North führt plötzlich Minnesota gleichauf mit Green Bay. In der NFC West wird Seattle kommen und Arizona noch ein heißes Duell liefern. Und in der AFC South, die schlechteste Division der Liga, kann sich Indianapolis nur selbst schlagen. Aber das haben sie bis zu Spieltag neun auch regelmäßig geschafft. Ich bin gespannt, ob das nur eine Eintagsfliege war, glaube aber ebenfalls nicht. Das hatte Hand und Fuß, vor allem in der Offensive. Ich freue mich auch auf Manning-Brady, das noch folgen wird, wie etwa auch auf die New Yorker Bowl oder natürlich zuvor Thanksgiving. Nächste Woche wird Peyton einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere erreichen... und und und: Ich freue mich!

Ein paar lobende Worte seien diese Woche von mir an Sam Bradford gerichtet. Der Quarterback hat mit den Eagles bei den Cowboys ein wichtiges NFC-East-Matchup gewonnen. So weit, so gut. Gegen Dallas dieser Tage zu gewinnen, ist keine große Kunst, Tony Romo ist ja noch immer verletzt. Aber ich freue mich für ihn hinsichtlich des TD-Drives in der Overtime, der mit einer Strafe begann. Gut, am Ende hatte man auch Glück, dass Ryan Matthews bei seinem Fumble zuvor das Knie und den Ellbogen unten hatte und man das Leder zurückbekam, dann aber ein Sweet-TD-OT-Winning-Pass zu Jordan Matthews zum Sieg. Bradfords einziger TD in diesem Spiel, aber ein ganz wichtiger. Bravo, Bradford!

Haha, danke Kollege Altmann für deine, sagen wir mal, Würdigung! Ja, was soll ich sagen? Es sind einfach immer dieser Duelle, wenn ein charmanter Außenseiter den arroganten Fantasy-Manager niederringt, hehe. Das ist das Salz in der Fantasy-Suppe. Und hey, schon dein Postfach gecheckt heute? Habe dir die aktuelle Tabelle geschickt mit dem ESC-Sieger-Lied von vor zehn Jahren: "My Number One". (Ja, ich bin tatsächlich so..). Also ich nehme die Gratulation zu Platz 1 nächste Woche sehr gerne an. Nachdem ich auch in der anderen Keeper-Liga auf Platz 1 bin, nehme ich auch gerne die Einladung zu dieser anderen Draft-Liga an, von der du immer sprichst. Aber die Einladung dazu habe ich noch nie erhalten. Hat da jemand Angst? Haha, gut, jetzt sollte ich es gut sein lassen und nur noch darauf verweisen, dass ich Platz 1 errungen habe, obwohl ich Sammy Watkins auf der Bank gelassen habe...

Es ist für mich schlicht unfassbar, dass eine Franchise wie San Diego nach neun Spielen bei einer Bilanz von 2-7 halten kann. Das kann und will ich nicht verstehen. Irgendwie verstehe ich es auch bei Clevland nicht, aber da schwingt eben das Loser-Image immer ein wenig mit. Die Chargers haben in dieser Saison Spiele verloren, die nicht zu verlieren waren, haben dann etwa auch in Green Bay den Packers mehr als nur Paroli geboten und unterliegen nun im MNG zu Hause gegen die Bears. Obwohl man unter anderem mit einerm 68-Yard-INT-Return-TD auf 13:0 zu Null stellte. Es war der letzte TD für die Gastgeber in diesem Spiel... Natürlich tut die Verletzung von Keenan Allen weh - Danny Woodhead führte auch die Receiving-Wertung an - aber die Art und Weise wie San Diego am Ende die Partien teilweise verliert ist wirklich ärgerlich. Dieses Mal lag es auch an einer Strafe gegen DJ Fluker, der ineligible war. TD-Pas auf Gates nicht gegeben. Bitter, bitter, bitter!

 Aqib Talib darf kommende Woche zusehen. Und das mit Fug und Recht. Eine der dümmsten Strafen, die ich ihn jüngerer Vergangenheit gesehen habe. Wären die Broncos wenigstens vorne gelegen? Nein, sie waren hinten und der Verteidiger hat nichts Besseres zu tun, als Dwyane Allen ins Auge zu fahren bei einer verbalen Auseinandersetzung, zu der er erst hinzukam. Was für eine saublöde Strafe! Bitter indes: DeMarcus Ware hat sich am Rücken verletzt, fällt einige Wochen aus und könnte möglicherweise Ende November auch gegen die Patriots ausfallen.

Wer hat eigentlich mehr einen an der Waffel? Greg Hardy oder Ndamukong Suh? Mir gehen diese Selbstdarsteller schon so auf den Keks. Klar, sie gehören zu den besten ihrer Zunft, also auf ihren Positionen. Aber wie ich hier ohnehin schon einmal durch die Blume festgehalten habe, halte ich Hardy für einen nicht sehr intelligenten Menschen. Detto Suh. Denn der müsste ja eigentlich wissen, dass man auch auf dem Feld alles hören kann, was man so sagt, so auch seine "Bitte" an die Refs bezüglich Bills-QB Tyrod Taylor, den er nicht zu Boden brachte: "You gotta call that (play) dead or I'm gonna slam the f--- out of him next time." Für ziemlich wenig Leistung in dieser Saison ein ziemlich großes Maul. Freut mich umso mehr, dass die Bills diese Partie für sich entschieden haben.

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl 50, die am 7. Februar kommenden Jahres in Santa Clara, Kalifornien, stattfinden wird.

Das Levi's Stadium der 49ers liegt eine gute Autostunde von San Francisco entfernt, wo auch die Events rund um die Bowl sein werden.

Wir sind in jedem Fall zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 9:

GREEN BAY PACKERS vs. DENVER BRONCOS

Ich entscheide mich für zwei Verlierer dieses Wochenendes. Zum einen, weil diese Niederlage nur bedingt Auswirkungen hat. Ja, vielleicht spielen sie nicht alle Playoff-Spiele zu Hause, aber sowohl Green Bay als auch Denver können auch in der Fremde bestehen. Ja, vielleicht war die Defense-Leistung dieses Mal wenig bis gar nicht berauschend. Aber beide Teams haben das Zeug, das Schiff so auf Kurs zu bringen, das es am Ende in Santa Clara stoppt.

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 9:
 
CAROLINA PANTHERS vs. NEW ENGLAND PATRIOTS

Wenn Kollege Kastler zielsicher meinem letztwöchigen Tipp nacheifert, möchte ich mich nicht lumpen lassen und festhalten, dass er früher als ich ein Auge für die Carolina Panthers hatte. Ich frage mich ehrlich gesagt immer noch, wie man mit dieser Ansammlung an Durchschnitts-Receivern (ich bleibe immer noch höflich!) auch durch die Luft so erfolgreich agieren kann. Cam Newton ist eindeutig in seinen besten Karriere-Jahren angekommen, seine gestiegene Erfahrung macht richtig Spaß. Genau wie mein neuer Lieblings-Cornerback Josh Norman. Und nunja, im Endspiel geht es natürlich gegen die New England Patriots. Da war doch auch einmal etwas...

  • Für viele unglaublich, aber wahr: Jay Cutler hat Sid Luckmans Bears-Rekord von 137 TD-Pässen überboten.
  • Zum ersten Mal in der NFL-Geschichte haben drei Teams eine 8-0-Bilanz zu Buche stehen.
  • Marcus Mariota ist der erste Rookie-QB, der für mehr als 350 Yards, 4 TDs und keine Interception geworfen hat.
  • Für Dallas ist es die erste Sechs-Spiele-Niederlagen-Serie seit 1989.
  • Eli Manning hat Phil Simms überholt: Kein Giants-QB hat nun mehr Siege zu Buche stehen (96).
  • Greg "the Leg" Zuerlein machte gegen die Vikings Field Goals im 30er-, 40er-, 50er- und 60er-Bereich. Herbert Prohaska würde sagen: Eine Quadrofonie. (Oder Quattrofonie...)

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 10 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 10

  • Buffalo zu Gast bei den New York Jets: Richtig, Rex Ryan Bowl I. Hm, ich erwarte mir die höchste Anzahl an Blitzes in der Geschichte der NFL.
  • New England zu Gast bei den New York Giants: Richtig, die Perfect Season ist damit zu Ende, liebe Patriots. Die Giants gewinnen noch dazu durch eine Hail Mary.
  • Detroit zu Gast in Green Bay: Richtig, die Packers siegen. Aber Moment, ich bin's noch nicht. Aufgrund des Laufspiels. Boah.

PETER ALTMANN über Week 10
  • Zwei Carolina-Verteidiger behindern sich gegenseitig bei einer Pflicht-Interception von Marcus Mariota, Delanie Walker sagt artig Danke und trägt den Ball über 61 Yards in die Endzone. Okay, so dumm kann kein Team sein. Dennoch: Tennessee schlägt die Panthers.
  • Wes Welker wird aus dem Stand der Leading Receiver der St. Louis Rams. Welcome back übrigens!
  • Baltimore gegen Jacksonville wird ein interessantes Spiel.

HEUTE NACH WEEK 9

Tom Brady hat einen INT-Return-TD mit seinem Körper verhindert. Das war so nicht zu erwarten. Chapeau!

Week NFC Team AFC Team
1 Seattle Seahawks Indianapolis Colts
2 Dallas Cowboys Denver Broncos
3 Minnesota Vikings Buffalo Bills
4 Green Bay Packers New York Jets
5 Green Bay Packers New England Patriots
6 Carolina Panthers New England Patriots
7 Seattle Seahawks New England Patriots
8 Carolina Panthers Cincinnati Bengals
Week NFC Team AFC Team
1 Seattle Seahawks New England Patriots
2 Green Bay Packers New England Patriots
3 Arizona Cardinals New England Patriots
4 New York Giants New England Patriots
5 Green Bay Packers New England Patriots
6 Green Bay Packers Pittsburgh Steelers
7 Green Bay Packers New York Jets
8 Green Bay Packers Denver Broncos
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