Willkommen im Klub, Mr. Brady!

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Touchdown Tuesday: Willkommen im Klub!

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Und da sind wir auch schon wieder!

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 3:

Die Zahl der ungeschlagenen Teams wird naturgemäß von Spieltag zu Spieltag geringer. Die einzige Division, die noch zwei davon hat, ist bizarrerweise die NFC South. Die war vergangene Saison noch so grottenschlecht, dass Carolina mit einer Negativ-Bilanz in die Postseason einzog. Neben den Panthers haben nun auch die Atlanta Falcons ein 3-0 stehen - nach Philadelphia und den Giants bezwang Atlanta auch den dritten Kontrahenten aus der NFC East: Dallas. Die Cowboys ohne Tony Romo und Dez Bryant führten kurz vor der Pause noch 28:14, doch am Ende lachten die Falcons. Dank eines bärenstarken Laufspiels durch Devonta Freeman (141 Yds, 3 TDs) und eines sensationellen Julio Jones, der auch am dritten Spieltag rockte: 164 Yards, zwei Touchdowns. Was für ein Einstand von Neo-Head-Coach Dan Quinn!

Wer dachte, eine totale Mondfinsternis sei selten, der irrt. Zumindest im Vergleich zum "Jahrhundertereignis", das Colin Kaepernick am Sonntag abgeliefert hat. Zwei Pick-Sixes in den ersten 5:57 Minuten des Gastspiels der San Francisco 49ers in Arizona - so schnell ist das keinem NFL-Quarterback seit 1925 "gelungen". Der Auftakt einer Demütigung, wie sie im Handbuch für gebrauchte Tage steht. Zwei weitere Kaepernick-Interceptions (und diese Fehlwürfe waren mal so richtig üble Pässe) und ganze 67 Passing-Yards später gingen die Niners als 7:47-Verlierer vom Feld. Da half es auch wenig, dass der Spielmacher recht gut zu Fuß war und wenigstens den einzigen TD der Kalifornier an diesem Abend erlief. "Es war zu 100 Prozent meine Verantwortung", zeigte sich Kaepernick zumindest schuldbewusst. Gut, die absolute Mehrheit seiner Kollegen machte ihre Sache auch nicht besser, also sagen wir 90 Prozent. Aber fest steht: Nach dem Verlust zahlreicher Führungsspieler muss "Kap" in dieser Saison noch viel mehr die Last tragen. Gerade bei einem Gegner in der Traumform der Cardinals braucht es einen mehr oder weniger fehlerfreien QB, um mit diesem verjüngten Kader überhaupt eine Chance zu haben. Davon war der 27-Jährige an diesem Abend so weit entfernt wie die Erde vom Mond.

Ja, was sollen wir noch sagen? Uns gehen ja seit geraumer Zeit die Superlative aus. In jedem Fall können wir seit diesem Wochenende behaupten: Willkommen im Klub, Mr. Tom Brady! Der QB-Superstar der New England Patriots warf beim Blowout-Sieg gegen die Jacksonville Jaguars den 400. Touchdown-Pass seiner NFL-Karriere. Nur drei andere Spielmacher schafften das vor ihm. Sein Dauer-Rivale Peyton Manning (535), Green-Bay-Legende Brett Favre (508) und das ungekrönte Genie der Miami Dolphins, Dan Marino (420). Keiner brauchte dafür allerdings weniger Versuche. Seinen ersten warf er zu Terry Glenn am 14. Oktober 2001, seinen 400. zu Danny Amendola, der den historischen Ball umgehend einem Fan schenkte, anstatt ihn für Brady aufzubewahren oder einem Museum zu stiften. Bradys typische Reaktion: "Mir egal. Es ist nur ein Ball." Die meisten Pässe des Großmeisters in die Endzone gingen zu Rob Gronkowski (57). Brady hält aktuell bei 401, alsbald sollte sich ein Fünfter in die Riege der 400er einbringen: Drew Brees hält bei 398.

Also jetzt reicht es dann aber! Der nächste Quarterback-Star, der sich verletzt hat und wochenlang ausfällt. Oh Boy! Dieses Mal handelt es sich um Big Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers, die ob seiner Knieverletzung einen Pyrrhussieg bei den St. Louis Rams feierten. Mit Tony Romo, Drew Brees, Jay Cutler und Geno Smith (na gut, das hat andere Gründe, wenn auch mit einer Verletzung zu tun...) sind einige vermeintliche Starting Quarterbacks außer Gefecht. Und vor allem Dallas und die Steelers trifft das nun richtig hart. Bei den Cowboys hat man das schon gesehen, wobei Brandon Weeden seinen Job nicht so schlecht gemacht hat - in Hälfte eins. Bei den Steelers tritt nun Michael Vick auf den Plan. Seine Geschichte muss man nicht mehr erzählen, aber die Fans hoffen auf einen Wau-Effekt. Schließlich hat der Backup immer noch eine Mega-Offensive um sich. Man darf gespannt sein!

SIMS-ALABIM!

 

 

ES IST DIESER TAGE NICHT EINFACH, BÄR ZU SEIN

Ich glaube, es muss gefühlt rund um 1997 gewesen sein, als ich den Text über die Cincinnati Bengals verfasst habe, den ihr alljährlich im ersten "Playoff Monday" des Jahres lesen könnt. Es ist wirklich nicht unpraktisch: Erstes Postseason-Wochenende, man muss nur Gegner und Ergebnis tauschen, der restliche Inhalt bleibt. Spart ungemein Zeit! Nein ernsthaft, wir bringen natürlich "erst" seit drei Saisonen Jahr für Jahr den gleichen Text, der mit Andy Dalton einen Hauptschuldigen benennt. Und das völlig zurecht. Jeder kennt die Story: Vier Karriere-Jahre, vier Playoff-Teilnahmen, vier trostlose Darbietungen - die Playoff-Bilanz des Bengals-QBs: 1 Touchdown, 6 Interceptions. Fakt ist: Dalton kann in dieser Regular Season machen, was er will. Gemessen wird er an genau einer Partie: der ersten in den kommenden Playoffs. Was er in dieser Saison bisher macht, ist jedoch aller Ehren wert. Wie er die Bengals gegen die Baltimore Ravens in einem wichtigen AFC-North-Duell im Schlussviertel in Kombination mit dem famosen A.J. Green zwei Mal zurück brachte (ein Mal davon nach einem Pick-Six), war beeindruckend. Erste Kommentatoren sehen in Cincinnati nach der Verletzung von Ben Roethlisberger und ob der Fragezeichen hinter Denver und Indianapolis bereits den ernsthaftesten Herausforderer von New England in der AFC. In punkto Defense, Laufspiel (Jeremy Hill wird sich wohl noch steigern) und Passempfänger kann man das auch so sehen - gerade die Genesung von TE Tyler Eifert ist eine weitere Hilfe. Aber auch in punkto Spielmacher? Ein guter Regular-Season-QB war Dalton schon immer, also kaufe ich die Wende zum Guten frühestens im Jänner ab. Aber zwei Punkte stimmen mich vorsichtig zuversichtlich: Erstens verfügt er im fünften Karriere-Jahr natürlich über mehr Erfahrung, und zweitens ringt es mir definitiv Respekt ab, wenn sich jemand von derartigen Prügeln, wie er sie einstecken musste, nicht unterkriegen lässt. Das erfordert mentale Toughness. So jemand kann auch seinen Playoff-Fluch überwinden.

Ach du meine Güte, was für einen Topfen haben die Indianapolis Colts in Tennessee phasenweise zusammengespielt?!? Unfassbar! Man darf nie ein Team zu früh abschreiben (New England! 2014!), aber ich bleibe dabei, dass ich den vermeintlichen Titelanwärter derzeit nicht erkennen kann. So vielversprechend Titans-Rookie Marcus Mariota auch ist, aber wie in Nashville aus einer 14:0-Führung ein 14:27 wurde, war nicht schön mitanzusehen. Aber eines haben diese Colts: Herz! Und das ist in der NFL-Küche keine unwichtige Zutat. Die Aufholjagd war vom Feinsten, wenngleich ein wenig vom etwas dümmlich-vorhersehbaren Playcalling von Titans-Coach Ken Whisenhunt bei der entscheidenden Two-Point-Conversion begünstigt. Meine Sorgen bleiben, die Meldungen über Spannungen zwischen Head Coach Chuck Pagano und dem Front Office, erinnern ein wenig an den Beginn des San-Francisco-49ers-Dramas in der Vorsaison, aber in dieser Woche stelle ich einmal die Moral der Colts in den Mittelpunkt. Dieses Team lebt die Emotion Paganos, der immer wieder für Gänsehaut-Speeches in der Kabine zu haben ist. Auch diesmal ließ er sich nicht lumpen (VIDEO) und sprach von einem der größten Siege, an denen er in seinem Leben beteiligt war. Sollte es im letzten Abdruck die Trendwende zur Rettung einer verkorkst gestarteten Saison gewesen sein, könnte er sogar recht haben.

Zwei wenig besungene Helden dieses Spielstags waren Rashad Jennings und Richie Incognito. Also, dass der Starting-RB eines Teams einen Punt blockt und damit ein Safety provoziert, habe ich tendenziell auch noch nicht oft gesehen. Jennings brachte damit die ersten beiden Punkte für die New York Giants gegen Washington aufs Board. Bei der Personalie Incognito habe ich ein bisschen mehr Bauchweh. Der eine oder andere erinnert sich bestimmt, der Mobbing-Skandal bei den Miami Dolphins wurde auch hier in der Saison 2013 intensiv besprochen. Incognito stand damals im Mittelpunkt der Affäre und wurde entlassen. Nach über einem Jahr Arbeitslosigkeit kam er bei den Buffalo Bills unter und spielt bislang eine famose Saison. In 196 Snaps ließ er bislang nur einen QB-Hit zu und ist damit laut Pro Football Focus der bislang beste Guard der noch jungen NFL-Saison. Am Sonntag half er somit bei seiner Rückkehr nach Miami mit, die Dolphins vor eigenem Publikum vorzuführen. Ich habe mich vor zwei Saisonen recht deutlich zu Incognito geäußert, aber ich halte es ähnlich wie einst bei Michael Vick: Eine zweite Chance ist natürlich okay. Incognito war nie gesperrt, trotzdem wollte ihn über ein Jahr lang kein Team, bis sich Rex Ryan und die Bills meldeten. Sieht man sich die aktuellen Leistungen an, kann man vermuten, dass der 32-Jährige seine Lektion gelernt hat und sich voll auf das Geschehen auf dem Platz konzentriert. Apropos zweite Chance: Hut ab Adrian Peterson vor dieser Leistung gegen San Diego! Dass dies ausgerechnet an jenem Tag gelang, an dem seine Frau Ashley den jüngsten Nachwuchs der Familie zur Welt brachte, sei hier völlig wertfrei (wirklich!) als kurioses Timing erwähnt.

Ich brauche ausnahmsweise noch schnell einen vierten Pfeil, um den "NFL-Mitarbeiter-der-Woche" zu ehren. Die Auszeichnung geht an Patriots-Punter Ryan Allen. Und zwar für... Ja, wofür eigentlich? Der gute Herr musste gegen Jacksonville nicht ein einziges Mal punten, so gut waren Tom Brady und Co. Was für ein Arbeitstag! Ich tät sofort tauschen! Seinen Game-Check von 34.441 Dollar (Ich tät sofort tauschen!) hat er sich dennoch redlich verdient. Denn immerhin ist er nebenberuflich der Holder von Kicker Stephen Gostkowski, und als solcher musste er ja relativ oft aufs Feld.

Verletzungen nerven, sind jedoch part of the game. In meinen Augen besteht die Kunst in der NFL darin, auf Verletzungen von Protagonisten so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Wobei es natürlich so etwas wie unersetzbare Spieler gibt, keine Frage. Ich fürchte, dass Ben Roethlisberger zu dieser Kategorie zählt. Dieser Ausfall schmerzt nicht nur mich persönlich, weil ich ihn in meiner Draft-Liga nun vorerst nicht zur Verfügung habe, sondern könnte Pittsburgh zwar vielleicht nicht aus dem Playoff-Rennen werfen, aber gegen einen offenkundig starken Rivalen aus Cincinnati einen Nachteil im Kampf um die Krone in der AFC North verschaffen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hemmt es jedoch eine Offense, die zu den Aushängeschildern dieser NFL-Saison hätte gehören können. Le'Veon Bell ist gegen St. Louis stark zurückgekehrt, auch ohne ihn waren die Steelers nicht gerade laufschwach (DeAngelo Williams!). Zudem hat man in Bälde auch Martavis Bryant wieder zur Verfügung. Man darf gespannt sein, was Roethlisbrger-Ersatz Michael Vick aus diesem Arsenal an Offensiv-Waffen macht - Antonio Brown fängt zur Not eh alles, was in seine Nähe kommt. In der Vergangenheit rettete sich Pittsburgh bei Verletzungspausen von "Big Ben" bisweilen sogar mit Spielmachern wie Charlie Batch oder Dennis Dixon halbwegs drüber. Der große Unterschied: Damals konnte man auf eine hammerharte Defense zählen. Vick ist natürlich besser als die beiden Herren und Mike Tomlin wird froh sein, das er auf seine Verpflichtung drängte, aber der Alte ist der Nummer-1-Pick des NFL-Drafts 2001 natürlich auch nicht mehr. Für Pittsburgh gilt Ähnliches wie für Dallas, wo man Tony Romo und Dez Bryant schmerzlich vermisst: Die Gefahr, eine Saison trotz hoffnungsvollen Personals herzuschenken, ist gegeben. Bei den Cowboys ging Spiel 1 nach Romo ja trotz exzellenten Gameplans in die Hose. Ich will mein "Lieblingsthema" Qualität von Backup-QBs gar nicht aufmachen, dennoch: Schön, wenn Brandon Weeden 22 seiner 26 großteils sehr einfach choreographierten Pässe an den Mann bringt, wenn sich seine einzige Interception als Killer erweist und er im Falle einer notwendigen Aufholjagd unbrauchbar ist.

Das hat man davon, wenn man seinen Part am Montag vorproduziert und sich diesen Spot hier für das Monday Night Game Green Bay gegen Kansas City aufbewahrt. Vielleicht hätte ich doch die große Kyle Brindza-Story recherchieren sollen. Der Kicker der Tampa Bay Buccaneers kostete seinem Team gegen Houston zehn (!) Punkte und somit im Alleingang die Verlängerung, und das kurioserweise nachdem er einen 58-Yarder (!) verwandelt hatte. Aber gut, zurück zum MNG: Aaron Rodgers vs. Alex Smith verdient einfach eine Erwähnung - und beide sind auf ihre typische Art und Weise "Gewinner". Ersterer nach einem gewöhnlichen Arbeitstag, also 5 TD-Pässe, sowieso. Und Smith hat mit Neuzugang Jeremy Maclin tatsächlich einmal einen Receiver in der Endzone getroffen. Immerhin! So passabel sich Smith über die Jahre entwickelt hat, der Unterschied zwischen beiden wurde aber erneut sichtbar. Ob Eli Manning/Rivers oder ab dieser Saison Winston/Mariota, um nur zwei Beispiele zu nennen: Es gibt QB-Pärchen, die alleine wegen des Drafts in alle Ewigkeit miteinander verbunden sind. Seit 2005 sind dies auch Rodgers und Smith, der damals von den San Francisco 49ers an Nummer 1 gepickt wurde, während Rodgers nach unten rasselte und den Packers in den Schoß fiel. Letztlich ein Glücksfall. Es war übrigens in zehn Jahren gemeinsamer NFL-Geschichte und vielen Saisonen in derselben Conference erst das dritte direkte Aufeinandertreffen als Starter. Rodgers führt im Head-to-Head nun 2:1. Wen wundert's, dass er auch hier die Nase vorne hat?

Danke User "towe_"! Der Begriff "Was-läuft-schief?-Journalisten" gefällt mir. Sollten wir uns auf die Visitenkarte drucken lassen! Der Hinweis, dass die Detroit Lions im letzten "TT" zu kurz gekommen sind, stimmt natürlich (Kollege Kastler holt es diesmal nach, siehe unten). Aber vor diesem Problem stehen wir ohnehin Woche für Woche. 32 Teams liefern interessante Storys, alle werden wir nicht hier unterbringen. Das geht schon alleine aus Platzgründen nicht. Aber im Saisonverlauf kommt jede Franchise mehr als einmal zum Handkuss, versprochen! Außerdem können, sollen und vor allem wollen wir den Platz hier auch mal mit Nerd-Geschichten füllen, die vielleicht nur eine Fußnote des jeweiligen Spieltags sind. Und da komme ich diesmal nicht am Thema "Brüderpaar als NFL-Quarterback" vorbei. Und nein, jetzt kommt nicht "Manning - Kapitel 164". Viel besser: Die McCowns! Erstmals seit 9. Dezember 2007 haben die Gebrüder McCown am selben Spieltag ein Spiel für ihr jeweiliges Team gestartet - Josh nach seiner Verletzungspause für die Cleveland Browns, Luke als Drew-Brees-Ersatz für die New Orleans Saints. Beide haben verloren (deswegen stehen sie trotz des Charmes dieser Story im Awful-Bereich), und irgendwie haben auch beide gezeigt, warum sie zwar seit vielen Jahren immer wieder irgendwo einen (Backup-)Job in der NFL bekommen, aber nur im Ausnahmefall als Starter. Um ihr Team zum Sieg zu führen, reicht es nicht, aber den Ball bewegen können sie halt doch so halbwegs - beide warfen für über 300 Yards. Auf der nach unten geschlossenen Jimmy-Clausen-Skala (anybody missing Jay Cutler?!?) sind dies sehr respektable Werte.

Und die McCowns bringen mich auch zu einer - zugegeben nicht ganz einfachen - Quizfrage: Wer war das erste Quarterback-Brüderpaar der NFL-Geschichte, das am selben Wochenende für sein jeweiliges Team gestartet ist? Kleine Hilfestellung inklusive zeitlicher Einschränkung: Es waren NICHT die Mannings, Peyton war jedoch schon in der Liga. Zu gewinnen gibt es nichts, außer jeder Menge Ruhm und Ehre - und einer lobenden Erwähnung im nächsten TT. Wenn überhaupt jemand draufkommt! Aber Google wird's schon richten. Kennt Kollege Kastler die Antwort?

Anschließend an Kollegen Altmanns Frage: Natürlich weiß ich die Antwort - NICHT! Ich bin ja auch noch jünger. Und auch wenn ich diese knifflige Kniffligkeit zu beantworten wüsste, würde ich es nicht sagen, um unseren treuen Lesern den Ratespaß nicht zu verderben. Mir scheint allerdings, das könnte zu einer neuen Rubrik hier werden - alleine dafür gibt es von mir schon einen Pfeil nach oben. Für wen oder was noch? Natürlich für meinen guten, alten Freund Julio Jones! Halleluja, fängt der irgendwas auch nicht? Scheinbar nicht! Denn der Atlanta-Star hat einen Rekord aufgestellt: Noch nie hat ein Receiver 34 Receptions in drei Spielen zusammengebracht. Wundert mich ganz und gar nicht, dass "JJ" der Erste ist. Seine Steigerung von Jahr zu Jahr ist bemerkenswert und im Normalfall sollte der 26-Jährige diese Liga noch für Jahre rocken!

Weil der Play eigentlich schlimm war, sollte Brandon Marshall von den Jets eigentlich mit einem roten Pfeil bedacht werden. Doch weil der gute Mann so herrlich über sich selbst urteilen kann, gibt es trotz erster Saison-Niederlage den grünen Jets-Pfeil nach oben. Also was war passiert? Marshall fing einen Pass von Ryan Fitzpatrick, lief damit etwas und kam dann auf die selten glorreiche Idee, den Ball weiterzupassen - nur, dass da um die elf Eagles-Verteidiger herumstanden. Man konnte den Augen nicht wirklich trauen. Aber der Neuzugang hat es wirklich gemacht. "Das war wahrscheinlich...der schlimmste Play in der NFL-Geschichte", sagte Marshall nach der Niederlage gegen Philadelphia. Dafür gebührt ihm Respekt! Aber wir sagen es dir, Brandon, er war es nicht. Dachte sich wohl auch Mark Sanchez an der Eagles-Seitenlinie, der in diesem Stadion schon zweifelhaften Ruhm erlangte: #buttfumble. Ansonsten bravo Eagles, erster Sieg! Ohne DeMarco Murray, aber mit Laufspiel (Matthews, Sproles) und guter Defensive. Darauf lässt sich aufbauen!

Reden wir über Krisen-Team Nummer 1: Die Detroit Lions. Gut, gegen Denver kann man verlieren, aber die Niederlagen zuvor bei den Chargers und Vikings taten weh. Es tut generell weh, weil die Offense einfach mehr drauf hat, als sie bislang gezeigt hat. Matthew Stafford hält bereits bei fünf Interceptions, gleich viele Touchdowns hat der Einser-Pick von 2009 geworfen. Das Receiver-Duo mit einem gewissen Herrn Megatron Calvin Johnson und Golden Tate befindet sich noch zu weit unter der Wahrnehmungsgrenze. RB Joique Bell? 1,1 Yards pro Carry... Einziger Lichtblick dieser Offense bislang ist Rookie-RB Ameer Abdullah. Was tun? Playcalling abgeben? Soll Head Coach Jim Caldwell von OC Joe Lombardi übernehmen, wie manche sich gar wünschen? Das Potenzial wäre offensiv da, das zeigte auch die erste Hälfte gegen San Diego. Aber es hilft nichts, wenn man es mit diesem Material nicht auf den Platz bringt. Und es wird nicht leichter: Seattle (a), Arizona (h) sind die nächsten Gegner. Und nur fünf Teams haben es bei 0-3 noch in die Playoffs geschafft. Dafür wird es heuer nicht reichen, aber die Geschichte von 2008 wird sich bestimmt auch nicht wiederholen.

Reden wir über Krisen-Team Nummer 2: Noch nie starteten die Baltimore Ravens mit 0-3 in die Saison. Ich wiederhole: Noch nie! Gut, es gibt sie auch erst seit 1996, aber das ist ja leider doch auch schon eine Weile her. Warum ist das denn nun so? In Denver konnte man von den offensichtlichen Offensiv-Problemen der Broncos profitieren, verlor aber am Ende dennoch die Partie. In Oakland stellte man sich nach geglückter Aufholjagd im Finish ähnlich unfähig an wie gegen die Bengals an diesem Wochenende. A.J. Green sollte Baltimore eigentlich besser kennen... Gut, die Elite-Frage bei Joe Flacco stellt sich aktuell eher nicht, auch wenn der Draht zu Steve Smith Jr. (186 Yards/2 TDs) am Sonntag ein guter war. Doch die Ravens-Defensive bereitet größere Sorgen, denn sie finished nicht. Nicht in Denver, nicht in Oakland, nicht gegen die Bengals. Es wird überlegt zu einer 4-3-Formation zurückzukehren. Warum nicht? In Zeiten wie diesen muss was geändert werden. Plus: Strafen! Viel zu viele Strafen! 13 für 116 Yards am Sonntag. Terrell Suggs fehlt als Leader, Flacco ist offensiv keiner. Schon am Donnerstag geht es gegen die Steelers ohne Big Ben. Man darf gespannt sein...

So, es ist amtlich! Die Chicago Bears haben diese Saison schon aufgegeben. Wurde auch Zeit. Nein, nein, nein, nein! So schlimm war es dann bislang nicht. Nein, doch, es war so schlimm. Gut, bei den Seahawks kann man schon einmal verlieren, aber zu Null auch nicht wirklich - auch wenn Cutler-Backup Jimmy Clausen ohne Alshon Jeffery und Rookie Kevin White auskommen musste. Die ersten beiden Niederlagen zu Hause gegen Green Bay und Arizona ließen mitunter schon erahnen, wohin die Reise diese Saison gehen würde. Übrigens auch schon vergangene. Und davor, als man Jay Cutler warum auch immer einen Sechsjahres-Vertrag unterschreiben ließ. Jedenfalls wurde LB-Star Jared Allen wurde für einen Sechstrunden-Pick 2016 nach Carolina getradet. Das sagt so ziemlich alles. Sommerschluss-Verkauf!

Ausnahmsweise ein vierter Pfeil nach unten, weil mich das in der Sekunde, wo ich es gelesen hat, doch aufgeregt hat. Denn Carlos "Ich bin erst am Anfang meiner zweiten Saison" Hyde, meinte nach dem Kaepernick-Debakel: "Man kann solche Turnover nicht machen." Da mag der gute Running Back inhaltlich Recht haben, doch von einem kollegialen Standpunkt muss ich schon fragen: Geht's noch? Keiner sollte sich herausnehmen, den Quarterback so unter den Bus zu werfen. Vor allem nicht, wenn man selbst erst weniger als eine handvoll Spiele registriert wurde. Kaepernick stand schon in einer Super Bowl. Bitte ein wenig mehr Respekt!

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl 50, die am 7. Februar kommenden Jahres in Santa Clara, Kalifornien, stattfinden wird.

Das Levi's Stadium der 49ers liegt eine gute Autostunde von San Francisco entfernt, wo auch die Events rund um die Bowl sein werden.

Wir sind in jedem Fall zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 3:

MINNESOTA VIKINGS vs. BUFFALO BILLS

Ich mag charmante Außenseiter.

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 3:
 
ARIZONA CARDINALS vs. NEW ENGLAND PATRIOTS

Ein Blick in den Kalender verrät, dass wir noch September haben. Woche 3. Erst. Dennoch sind sie bereits zu hören, die ersten "U"-Kommentare. U für undefeated. Bisschen früh vielleicht, aber erstens ist die Frühform der Patriots mehr als beachtlich und zweitens war da ja mal etwas. 2007 und so. Er wird es nie im Leben zugegen, aber man kann davon ausgehen, dass Tom Brady diese schicksalhafte Saison noch im Hinterkopf hat und sie diesmal auch vollenden will. Irgendwie erinnert die derzeitige Dominanz auch an damals. In der NFC arbeite ich mal weiter brav meine in Wahrheit eh nicht vorhandene Liste ab. Nach Seattle und Green Bay ist Arizona für mich die Nummer drei unter den Kandidaten auf eine Endspiel-Teilnahme. Gerade User "mundafinga" würde ich den Nervenkitzel einer Super Bowl gönnen. Kader und Coaching sind nach wie vor toll. Die Sorge bezüglich der Verletzungsanfälligkeit von Carson Palmer bleibt jedoch. Und diese Form muss man erst einmal fünf Monate halten. Denn: Wir haben ja noch September. Trotzdem: Das bisher Gezeigte kann sich sehen lassen.

  • Einmal geht es noch Peyton Manning (535), Brett Favre (508), Dan Marino (420) und nun Tom Brady (401) - New Englands Superstar warf als erst vierter Spieler seinen 400. TD-Pass in der NFL!
  • Peyton Manning I: Als erst zweiter Spieler hat der Denver-QB seinen 6000. Pass in der NFL angebracht. Nur Brett Favre hat mehr (6300).
  • Peyton Manning II: Vier Siege entfernt von Brett Favre (186)!
  • Die Eagles haben noch nie gegen die Jets verloren. Noch nie. 10-0.
  • Rookie-Receiver Amari Cooper hat zwei 100-Yard-Games hintereinander zusammengebract. Der letzte Raider vor ihm war ein gewisser Randy Moss.

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 4 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 4

  • Michael Vick wirft sieben TD-Pässe und alle fragen sich nur: Warum geht es den Ravens wirklich so hundselendig?
  • London calling! Miami gewinnt ohne Gegenwehr, denn die Jets haben sich verflogen und wollen in London, Ohio, antreten!
  • Und jetzt mal ernsthaft: Saints feiern ihren ersten Saisonsieg, Brees wirft TD Nummer 400 und das ZU HAUSE!

PETER ALTMANN über Week 4
  • Der Referee sagt bei Tampa Bay gegen Carolina zu Cam Newton, er sei "zu schön, zu jung und zu intelligent", um einen Call zu bekommen. Liebe Grüße an Ed Hochuli!
  • Oakland gewinnt in Chicago und steht nach Woche 4 mit einer nicht für möglich gehaltenen 3-1-Bilanz da. Das ist weder bold, mutig noch gewagt. Aber ich muss ganz einfach meine erste Chance in der TT-Geschichte nutzen, ernsthaft auf die Raiders zu setzen.
  • Bei San Francisco gegen Green Bay gibt es erstmals Alex-Smith-Sprechchöre bei einem 49ers-Heimspiel. Aaron Rodgers denkt in diesem Moment an 2005 und findet endgültig seinen inneren Frieden. Amen.

HEUTE NACH WEEK 3

Tom Brady ist (wie Peyton Manning) eine spielende Legende!

Week NFC Team AFC Team
1 Seattle Seahawks Indianapolis Colts
2 Dallas Cowboys Denver Broncos
Week NFC Team AFC Team
1 Seattle Seahawks New England Patriots
2 Green Bay Packers New England Patriots
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