Touchdown Tuesday: Am Weg zum "Finale daham"

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Da sind wir auch schon wieder.

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 9:

Ja, natürlich war das Spiel der Spiele Tom Brady und seine New England Patriots gegen Peyton Manning und die Denver Broncos. Auch die 16. Ausgabe dieses Quarterback-Giganten-Duells war sehenswert. Doch jetzt gibt es ein Mal ein Hoch auf die Arizona Cardinals, die Nummer 1 der NFL. Im NFC-Spitzenspiel setzten sich die Cards auswärts gegen die Dallas Cowboys - ohne Romo, aber trotzdem - durch und untermauern ihren Anspruch, diese Saison Großes zu leisten. Und das Große heißt: Als erstes Team überhaupt in die Heim-Super-Bowl einzuziehen. Das hat noch niemand geschafft. Warum nicht die Cards in dieser Saison? Sie haben ein kompaktes Team mit sehr guter Offense, Defense und Head Coach Bruce Arians, der aus seinen Spielern offensichtlich alles herauskitzeln kann. Go fo it!

Immer diese Vorahnungen! Unser Baltimore-Korrespondent "04gruenp" schrieb im letzten Touchdown Tuesday im Hinblick auf das Treffen mit Erzfeind Pittsburgh: "Die AFC North verzeiht heuer gar keine Fehler: Sie ist die einzige Division, in der alle Teams einen winning record vorweisen können. Mit einer Niederlage in Pittsburgh (gut möglich) und einem Heimsieg der Browns gegen die Bucs (sehr wahrscheinlich) würden die Ravens in 2 Wochen vom ersten auf den letzten Platz zurückfallen." So kam es dann auch. Vor zwei Wochen hätte es wohl nur wenig Widerspruch gegeben, wenn wir in der AFC North unser Geld auf Baltimore gesetzt hätten. Zwei Niederlagen gegen die Division-Rivalen Cincinnati und Pittsburgh später schaut die Sache ein wenig anders aus. Nun gilt es Pleiten gegen die direkte Konkurrenz grundsätzlich zu vermeiden, aber in der engen AFC North schmerzen sie doppelt. Gegen die Steelers vor allem die Art und Weise. Ben "Sixpack" Roethlisberger durfte seine Traumform fortsetzen - im entscheidenden zweiten Quarter begünstigt durch zwei Ravens-Turnover. Ohne Cornerback Jimmy Smith war gegen den Passangriff der Steelers wenig auszurichten. 43 Gegenpunkte sind für ein Team, das sich auch über eine starke Defense definiert, nur schwer zu verkraften - vor allem, wenn beim Gegner alles klappt, wie die zwei Punkte durch den Pass von Holder Brad Wing bei einem eigentlich verpatzten Extrapunkt-Versuch zeigen. Aber auch die Offense fand nie wirklich in den Rhythmus, und das ist in dieser Saison keine Neuigkeit. Will man in die Playoffs, muss QB Joe Flacco konstanter auf Touren kommen.

Peinlich! Peinlich! Peinlich! Beim 10:13 gegen St. Louis haben die San Francisco 49ers mal einen richtigen offensiven "Stinker" hingelegt. Das Titel-Gen haben in der Bay Area offenbar ohnehin nur die Baseball-Giants, und viel katastrophaler hätte gegen die Rams vielleicht auch deren Superstar Madison Bumgarner nicht ausgesehen. Okay, das ist natürlich eine haltlose Behauptung, aber Ex-Baseball-Pitcher Colin Kaepernick stand zumindest beim entscheidenden Play im Mittelpunkt. Nachdem er im Spielverlauf ob des Totalversagens der O-Line acht (!) Mal gesackt wurde, hätte er die Niners beinahe doch noch zu einem schmeichelhaften Sieg geführt. Sekunden vor Schluss versuchte er den Ball von der 1-Yard-Linie in die Endzone zu hechten, fumbelte dabei jedoch. "Kap" selbst behauptete zwar, dass der Ball bereits über der Goalline gewesen sei, dafür ließ sich jedoch wegen des Getümmels kein stichhaltiger Videobeweis finden. Aus Rams-Sicht ist es wiederum sensationell, aus dieser schwierigen Situation mit diesem Wahnsinns-Play der Defense ohne Niederlage oder zumindest Verlängerung, sondern mit einem Sieg davonzukommen. Aus 49ers-Sicht kann man es nicht oft genug wiederholen: Peinlich, peinlich, peinlich!

Man muss die Spielzüge fertigspielen. Oder sie überhaupt ordentlich spielen. Oder wie man das bei Dominique Rodgers-Cromartie von den NY Giants auch immer bezeichnen will, also diesen Nicht-Spielzug. Denn der Cornerback hätte gegen Indy locker die Interception vor dem Hilton-Touchdown hinbekommen können. Aber weil Letzterer den Ball nicht aufgab und sich diesen mit einfach herauskrallte, gab es Punkte für die Gäste zum vorentscheidenden 23:3 der Indianapolis Colts. Grundsätzlich ohnehin eine klare Angelegenheit, aber bei DRC hat man immer mal so das Gefühl, die letzte Konsequenz fehlt. Böse Zungen behaupten, die Initialen stehen für "Doesn't Really Care"... Oh Boy!

RGIII: BACK @ WORK

Nein, es bleibt mir und vor allem euch nicht erspart. Da muss ich die "User"-Post doch glatt mit meinem geschätzten Kollegen und lieben Freund Bernhard Kastler beginnen. Er ist mir nicht entgangen, der kleine, freche Insider zum Thema "Movember". Erstens lasse ich nach dem #OctoBEAR die Finger von Monatsaktionen, zweitens geht sich das auch bis Ende November nimma aus. Aber ich bin zuversichtlich, dass das noch etwas wird mit dem Bartwuchs, wenn ich dann irgendwann einmal voljährig bin... Nein, im Ernst: Das ist eine großartige Aktion und es können gar nicht genügend Ressourcen in den Kampf gegen den fucking cancer gehen. Sehr cool finden wir, dass der eine oder andere von euch seine Analysen offenbar schon vorbereitet, bevor der "TT" online geht. Saustark! Mein spezielles Service an "04gruenp" ist, dass ich diese Partie nicht einmal erwähne, außer dass meine Big-Ben-Prediction vielleicht doch bold war (Und hey, wer soll das mit dem Schlaf verstehen, wenn nicht wir?!? "Touchdown Friday" ist der erste Schritt zum täglichen Magazin, hehe). Und euch ist vermutlich aufgefallen, dass wir - nach längerer Beratung - mit New England gegen Denver den Schlager schlechthin in den oberen vier Rubriken gar nicht gewürdigt haben. Keine Sorge, wir sind nicht komplett geisteskrank. Aber erstens gönnen wir User "dellione" das Rampenlicht und gehen davon aus, dass er bereits auf seine Analyse brennt. Zweitens hatten wir zuletzt ohnehin sehr viel Tom und Peyton, und ich tippe, das wird sich im Saisonverlauf nicht ändern. Drittens war Arizona als Winner echt überfällig. Viertens gehts auch hier im persönlichen Bereich. Aus Broncos-Sicht würde ich diese Niederlage nicht überbewerten - ich glaube nach wie vor, dass Denver alles in allem das stärkere Team hat. Außer, und das ist ein gewichtiger Hinweis: Manning muss in Foxboro ran. Das kann er einfach nicht. Seine Bilanz im Gillette Stadium lautet nun 2-7. Der Kampf um die Playoff-Setzliste in der AFC (lassen wir auch Indy und den Sieger im Norden nicht außer Acht) wird umso entscheidender. Die Patriots haben schon mal den Tiebreaker gegenüber den Broncos, das kann im Jänner noch sehr entscheidend sein. Und nur so nebenbei: Nach der nächsten großartigen Performance ist es höchste Zeit, Tom Brady offiziell in die MVP-Debatte aufzunehmen, oder? #KeinAlleingangPeytons.

Meine Lieblings-Nerd-Statistik dieser Woche? Brian Hoyer ist der erste Cleveland-QB seit Brian Sipe 1983, der in jedem der ersten acht Saison-Spiele auf über 200-Passing-Yards kam. Na bravo! Wenn ich nicht gerade so bequem sitzen würde, täte ich mich zu Standing Ovations hinreißen lassen... Gut, in erster Linie verdeutlicht dieser Stat, dass die Browns-Fans in den letzten 30 Jahren viele, viele richtig, richtig schlechte Spielmacher ertragen mussten. Gegen Tampa Bay hat Hoyer erstmals in dieser Saison die 300-Yard-Grenze erreicht - und zwar genau 300 Yards. Das reichte zu einem wenig überzeugenden Sieg, aber "winning ugly" bringt mehr als in Schönheit zu sterben. Ihr erinnert euch: Ich habe von den Browns vor einigen Wochen ob des einfachen Schedules eine Siegesserie gefordert. Bis auf die schwer verzeihliche Niederlage gegen Jacksonville gab es auch ausschließlich Siege. So weit, so gut. Jetzt wird es nämlich ernst. Im November stehen die drei Auswärtsspiele in Cincinnati, Atlanta und Buffalo bzw. das Heimspiel gegen Houston am Programm. Anspruchsvoller als zuletzt, aber jeweils nicht unlösbar. Jetzt wird sich zeigen, aus welchem Holz die Browns im Jahr 2014 geschnitzt sind. Geht's schief, erleben wir bald wohl doch noch den Beginn der Johnny-Manziel-Ära...

Darf man die New Orleans Saints offiziell "back on track" begrüßen? Definitiv! Ich lege mich fest und behaupte, dass ihnen die NFC South nicht mehr zu nehmen ist. Mutig, gell? Angesichts der schwächelnden Konkurrenz in dieser Division sollte der Playoff-Einzug kein großes Problem darstellen - vor allem, weil im restlichen Saisonverlauf nur noch drei Auswärtsspiele anstehen und wir alle wissen, wie gut die Saints in ihrem Superdome sind. Die wichtigste und unterschätzteste Erkenntnis ist jedoch, dass die Defense seit der Bye-Week einen besseren Eindruck hinterlässt. Das war schon in Detroit bis zum kapitalen Einbruch in der Schlussphase zu beobachten, auch gegen Green Bay schlug man sich verhältnismäßig gut (wenngleich durch Rodgers' Auah begünstigt) und gegen erschreckend harmlose Carolina Panthers ließ man ebenfalls wenig zu. Rob Ryans Defense hat zu Saisonbeginn fürchterlich ausgesehen. Hat er den Turnaround, der vom Personal her durchaus machbar ist, hingekriegt, könnte New Orleans ein unangenehmer Playoff-Gegner werden. Denn über die Qualität der Offense, wo Drew Brees weiter hervorragend von RB Mark Ingram unterstützt wird, brauchen wir eh nicht zu diskutieren...

Ouch, liebe Philadelphia Eagles, dieser Sieg gegen Houston tut weh! Und nein, damit meine ich weniger Nick Foles. Das Offensiv-System von Head Coach Chip Kelly ist sehr Quarterback-freundlich, Mark Sanchez wird das besser hinkriegen, als viele glauben. Ich meine den Achillessehnenriss von DeMeco Ryans. Der Linebacker ist der absolute Chef der Defense, ein Leader, wie er im Buche steht. Mal abgesehen davon, dass es extrem bitter ist, dass er sich diese Verletzung beim Wiedersehen mit Ex-Arbeitgeber Houston zuzog, wird es eine ganz entscheidende Frage im Hinblick auf das Rennen um einen Playoff-Platz, wie die Eagles diesen Verlust kompensieren. Vor allem für die Laufverteidigung wird das Fehlen des 30-Jährigen eine Challenge. Und da geht es in dieser Saison - unter anderem - noch zwei Mal gegen einen gewissen DeMarco Murray. Beim Blick auf die potenziellen Ersatzleute bin ich ein wenig skeptisch, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Ich habe im letzten Powerranking behauptet, dass Miami besser ist, als viele glauben, und zuletzt lag ich nicht falsch. Jetzt, wo Head Coach Joe Philbin bemerkt hat, dass man mit Ryan Tannehill in Read-Option-Spielzügen laufen kann, kann das auch in Richtung Playoffs gehen. Dort hätte ich eher die San Diego Chargers erwartet, aber da habe ich mich wohl wie viele andere durch den starken Saison-Start täuschen lassen. Denn, liebe Chargers, ein 0:37 ist einfach nicht tolerierbar! Ja, verletzte Spieler wie Ryan Mathews, Jason Verrett oder Manti Te'o (keine eingebildete Blessur) fehlen - gerade das Laufspiel litt zuletzt, da es Rookie Branden Oliver doch nicht so gut hinbekam, wie anfangs erhofft. Auch die O-Line ist in einem problematischen Zustand. Aber eine derartige Selbstaufgabe geht trotzdem nicht. Punkt.

Haben wir eigentlich schon mal unsere Verwunderung ausgesprochen, dass viele Teams in der NFL - auch einige an der Spitze - über einen zweifelhaften Plan B verfügen, wenn es um die Quarterback-Situation geht? Bestimmt noch nie! Auch nicht, als Green Bay im Vorjahr nicht auf das Fehlen von Aaron Rodgers vorbereitet war... Nun lässt sich das rational schon einigermaßen erklären. Erstens spielt die Salary Cap eine Rolle (niemand gibt Unsummen für einen Ersatzmann aus), zweitens sind die Besten der Besten auf einem Niveau, das man nicht mit links erreicht. Dennoch bleibe ich dabei, dass der Position des Backups vielerorts ein wenig mehr Liebe entgegengebracht werden muss. Denn eine Performance wie jene von Brandon Weeden gegen Arizona geht einfach nicht - starke Defense hin oder her. Das war nicht anzuschauen! Noch dazu, wenn man durch Tony Romos regelmäßige Trainingspausen unter der Woche ohnehin verhältnismäßig viele Reps mit den Startern bekommt. Dass sich der Starter verletzt, soll in diesem Vollkontakt-Sport vorkommen. Es kann nicht sein, dass man im Falle einer Verletzung die Gefahr besteht, dass man eine hoffnungsvolle Saison kübeln muss. Der Vollständigkeit halber sei jedoch darauf hingewiesen, dass es auch positive Gegenbeispiele gibt. Man frage nach bei Arizona, wo man für den Ausfall von Carson Palmer mit Drew Stanton gut gerüstet war...

Man muss die Chancen nutzen, wenn sie sich einem bieten. Während Brandon Weeden und Michael Vick diese weniger erfolgreich verwandelten, durfte sich Mark Sanchez nach langer Zeit wieder einmal als Sieger fühlen. Philly-QB Nick Foles verletzte sich und wird mit einem Schlüsselbeinbruch wohl einen Monat fehlen, Sanchez sprang ein und brachte den Sieg mit zwei Touchdown-Pässen (und klassischerweise zwei Interceptions, die gehören einfach zu ihm dazu) nach Hause. Gutes Comeback nach fast zwei Jahren Pause in der NFL!

Hut ab vor Miami! Nein, ich traute dem Team trotz grundsätzlichem Potenzial nicht zu, dass sie wirklich um die Playoffs mitspielen würden, aber dieser 37:0-Sieg gegen einen direkten Gegner um eine mögliche Wildcard, San Diego, lässt keine Zweifel mehr zu. The Heat is on in Miami, auch bei den Delfinen! QB Ryan Tannehill zeigte sich überhaupt zuletzt ohne ganz grobe Fehler und führte seine Fins zum dritten Sieg en suite. Das wird in der AFC East überhaupt noch sehr spannend zu verfolgen.

Schön, dass Robert Griffin III. wieder zurück auf der NFL-Bühne ist! Auch wenn es bei den Minnesota Vikings nicht ganz gereicht hat, das ist für diese Saison sowieso schon egal. RGIII soll einfach schauen, fit zu bleiben und sich jaaaaaaaaaa nicht bald wieder zu verletzen. Denn die NFL braucht solche Typen wie ihn. Der Heisman-Trophy-Winner besitzt einfach eine besondere Aura und kann auch mit dem Ei zu Luft und Boden einiges anfangen. Wirklich, einfach nur gesund bleiben!

Ich weile dieser Tage in Leipzig und habe mich auch mit Terrence Boyd über die NY Giants, seinem Lieblingsteam in der NFL, unterhalten. Er meinte, er werde sich das Monday Night Game aufnehmen und es sich später zu Gemüte führen. Tu es nicht Terrence. Ein Lowlight wurde oben schon beschrieben, ein weiteres für dich: HC Tom Coughlin wollte den Fleener-TD challengen, bekam aber seinen roten Fetzen nicht rechtzeitig aus dem Socken... Terrence, schau es niiiiiicht!

Oakland (0-8), Jacksonville (1-8), New York Jets (1-8) - nur in der AFC haben Teams acht Niederlagen zu Buche stehen und da gleich drei. Den besten Winning Record in der gesamten NFL haben die Arizona Cardinals mit 7-1 - aus der NFC. Viele schätzen die NFC als stärkere Conference ein - und das grundsätzlich mit Recht. Denn sogar auf die Pferde aus Denver kann man nicht immer hundertprozentig setzen. Aber, aber, aber, zugegeben: Der Unterschied ist nicht so eklatant, wie vor der Saison angenommen. Und mit Pats, Broncos, Colts und Steelers gäbe es da schon vier Teams, die aktuell heiß sind. Also Frage an euch: Welche Conference holt die Super Bowl? Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das in der zweiten Saisonhälfte noch entwickelt, was mich zum nächsten führt...

Die Tatsache, dass schon die Hälfte der Regular Season bereits wieder vorbei ist, ist natürlich awful. Aber das ist eben so bei 17 Spieltagen. Und es soll auch immer so bleiben. Es gibt sie ja immer wieder diese Spielplans-Diskussionen, ob es nicht sogar mehr Partien geben soll und etwa weniger in der Preseason. Ich sage euch, so wie es jetzt ist, ist es perfekt. 32 Teams sind perfekt. 17 Spieltage bzw. 16 Spiele pro Team sind perfekt. Die Playoffs sind perfekt. Never change a winning team (but give Los Angeles one).

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl XLIX, die am 1. Februar kommenden Jahres in Arizona stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 9:

NEW ENGLAND PATRIOTS vs. PHILADELPHIA EAGLES

Die Pats haben den Test für das wahrscheinliche AFC-Conference-Final gegen die Broncos bestanden, nicht auszuschließen, dass sie auch im tatsächlichen Fall der Fälle Heimrecht haben. Aktuell wäre es so. Und wie schon öfters an dieser Stelle erwähnt, man darf dieses Team nie, aber auch wirklich nie, abschreiben. B(elichick) und B(rady) können alles schaffen. Und wen haben wir da auf der anderen Seite? Die Eagles! Ja, Mark Sanchez wird Philly in die Super Bowl führen - und die Pats in den Playoffs zu schlagen, das hat er schon 2010 mit den Jets geschafft. Dieses Endspiel wäre auch eine nette Wiederauflage von 2005.

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 9:
 
DENVER BRONCOS vs. ARIZONA CARDINALS
 
Jetzt erst recht Denver! Eine Manning-Saison ohne Brady-Watsch'n geht schon alleine der Tradition wegen nicht - besser jetzt als in den Playoffs. Denver holt sich noch das Postseason-Heimrecht und im Mile High kann das ganz anders aussehen. Denver gegen Arizona wäre schon vergangene Woche mein Tipp gewesen, aber da ist Kollege Kastler ausnahmsweise mal früher dran gewesen. Da er, und das trau ich mich nach Woche 9 nun endgültig zu diagnostizieren, auch in dieser Saison voll und ganz auf Abwechslung setzt und keine Paarung zwei Mal tippt (wenigstens gibt es heuer anders als im Vorjahr 17 realistische Varianten), muss ich wohl nachziehen. Aber gut, mehrere Eisen im Feuer schaden bisweilen net - und Arizona ist mal so richtig heiß! Apropos früher aufstehen: Hiermit ist für Woche 10 New England gegen Arizona reserviert, hehehe.

  • Nur zwei Quarterbacks hatten in einer NFL-Saison jeweils zwei Spiele mit sechs TD-Pässen: Y.A. Tittle (1962) und nun "Big Ben" Roethlisberger. Letzterer ist überhaupt der erste Spielmacher, der in zwei Spielen hintereinander auf zwölf Touchdown-Pässe kam.

  • Die San Diego Chargers mussten sich zum ersten Mal seit 1999 zu Null geschlagen geben. Die Serie von 241 Spielen war die drittlängste in der NFL. Der letzte Chargers-QB, der wie Philip Rivers am Sonntag 0 TDs und 3 INTs warf, war 2005 Drew Brees.
  • Die Arizona Cardinals können zum ersten Mal seit 1974 auf eine  7-1-Bilanz verweisen. Die Cards sind auch das einzige NFC-Team, das diese Saison in Conference Games ungeschlagen ist.
  • Die St. Louis Rams konnten zum ersten Mal seit 2007 in San Francisco gewinnen, damaliger Niners-QB war ein gewisser Trent Dilfer.
  • Chiefs-Receiver Dwyane Bowe freut sich über seine 500. Career-Reception, nur TE-Legende Tony Gonzalez hatte in Kanas City mehr.
  • Die Jets sind am besten Weg ihre längste Negativserie aufzustellen. 1995/96 kamen sie auf zwölf Niederlagen en suite, nun sind es bereits acht.
  • Patriots-Wunderwuzzi Tom Brady hat seine letzten 41 Heimspiele gegen Konkurrenten aus der AFC allesamt gewonnen.

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 10 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 10

  • London calling III - zum dritten und letzten Mal gastiert die NFL in dieser Saison im Wembley Stadium. Zwei Mal gewann bislang die Auswärtsmannschaft (Miami "bei" Oakland 38:14 und Detroit "bei" Atlanta 22:21). Schafft das Dallas gegen Jacksonville auch? Nein! Die Boys verlieren ihr drittes Spiel en suite, weil Romo nicht rechtzeitig fit wird. Dezember ist nicht mehr weit...
  • "Big Ben" warf gegen gute Verteidigungen (Indy und Baltimore) zuletzt jeweils sechs Touchdowns - jetzt kommt das Passverteidigungs-Irgendwas der Jets - 10 Roethlisberger-TDs!
  • Oakland gegen Denver. Hmmmm, na sicher holen die Raiders gegen Manning und Co. den ersten Sieg. Oakland hat ja im Gegensatz zu den Broncos die Pats fast geschlagen...

PETER ALTMANN über Week 10
  • Da mir hier nicht mal mehr Münzwürfe helfen, versuche ich es eben traditionell: Brian Hoyer wird in Cincinnati als erster Cleveland-QB seit gefühlten 50 Jahren die Grenze von 400 Passing Yards durchbrechen und die Browns zu einem wichtigen Auswärtssieg führen.
  • Wer hätte gedacht, dass Detroit gegen Miami ein derart wichtiges Matchup für beide Teams wird? Nachdem es das jüngste Hobby der seit Jahrzehnten für ihre Nervenstärke berüchtigten Lions ist, verloren geglaubte Partien noch zu drehen (man denke an New Orleans und Atlanta), gewinnen sie diesmal nach 28 Punkten Rückstand.
  • Green Bay gegen Chicago. 38:41. (Aber Brandon Marshall schafft trotzdem keine 40 Receiving Yards).

HEUTE NACH WEEK 9

Die Hälfte der Regular Season ist schon wieder vorbei. (Waruuuuuuum???)

Woche AFC NFC
Week 8 Denver Broncos Arizona Cardinals
Week 7 Indianapolis Colts Dallas Cowboys
Week 6 San Diego Chargers San Francisco 49ers
Week 5 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 4 Cincinnati Bengals Arizona Cardinals
Week 3 San Diego Chargers Arizona Cardinals
Week 2 Denver Broncos Philaldelphia Eagles
Week 1 New England Patriots New Orleans Saints
Woche AFC NFC
Week 8 Indianapolis Colts Arizona Cardinals
Week 7 Denver Broncos Green Bay Packers
Week 6 Denver Broncos Dallas Cowboys
Week 5 Denver Broncos Seattle Seahawks
Week 4 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 3 Cincinnati Bengals Seattle Seahawks
Week 2 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 1 Denver Broncos Seattle Seahawks
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