Touchdown Tuesday: Catch It Like Beckham

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Da sind wir auch schon wieder.

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 12:



Just win, baby! Selten war das legendäre Motto von Al Davis - Gott, hab' ihn selig - zutreffender als dieser Tage. Gut, der Gründer und einstige Alleinherrscher im Reich der Oakland Raiders hatte diese Formel ein bisschen anders ausgelegt, als dies in der Gegenwart geschieht. In den Glanzzeiten hätte er am liebsten jede Partie gewonnen. Mittlerweile löst schon ein Sieg ungeahnte Emotionen aus. Die aktuelle Devise lautet offenbar ein Sieg pro Jahr. 368 Tage nach dem letzten Triumph ist dem Team aus Kalifornien gegen AFC-West-Rivale Kansas City tatsächlich die Sensation gelungen. Nach Spielende wurde derart herzzerreißend gefeiert, dass wir uns anstecken ließen und diesen durchaus begehrten Spot einfach nicht dem Gewinner eines wichtigeren Spiels zur Verfügung stellen können. Man muss Feste feiern, wie sie fallen, und das Vertreiben des Schreckgespensts einer 0-16-Saison ist fraglos ein Grund zur Party. Das Motto? "Just win, maybe!"

Natürlich kann man in Denver verlieren, aber warum die Chance auf den Sieg nicht vollends ergreifen, wenn man sie hat? Und gewiss, die Miami Dolphins in ihrer aktuellen Form hatten die Möglichkeiten gegen nicht unbedingt sattelfeste Broncos. Die Gäste konnten in diesem AFC-Battle den Super-Bowl-Mitfavoriten gehörig unter Druck setzen, Peyton Manning das Leben gehörig schwer machen und auch die Punkte auf das Board bringen. Doch am Ende reichte es nicht ganz. Die unglückliche Interception von QB Ryan Tannehill führte letztlich zum Sieg der Hausherren. Weniger als vier Minuten vor Schluss hätte es noch einmal in die ganz andere Richtung gehen können. Da muss man dann einfach da sein und eiskalt sein. Auch als Miami. Schade drum.

Mittlerweile kennt ihr uns schon ein bisschen und wisst, dass wir nicht zur Übertreibung neigen. Von unserem eigenen Anspruch her sind wie eher Ö1 als Ö3, eher Arte als RTL und eher Bravo als Rennbahn Express. Deswegen gehen wir das ein wenig vorsichtiger an als unsere US-Kollegen und sagen: Das war der Catch des Jahrzehnts!!!!! Ihr wisst inzwischen längst, wovon wir sprechen. Einen NFL-Interessierten, der am Dienstag dieses einhändige (konkret dreifingerige) Wunderwerk von Giants-Rookie-Receiver Odell Beckham jr. noch nicht gesehen hat, gibt es wohl nicht. Es hat ohnehin dieses Internet lahmgelegt, genau dafür wurde Twitter erfunden. TV-Kommentator Cris Collinsworth flippte jedenfalls in der Sekunde aus: "The greatest catch I've seen in my life!" Und in den USA wird auch tatsächlich eifrig diskutiert, ob dieser Catch, der auch noch trotz Fouls des Dallas-Defenders gelang, der beste aller Zeiten ist. Vielleicht. Mag sein. Wissen wir nicht. Vermutlich Geschmackssache. Fest steht nur: Auch für uns überzeugte Übertreibungs-Verweigerer gab es während der Live-Übertragung nur eine Reaktion: Ein spontaner Herzkasperl vor grenzenloser Entzückung und anbetungswürdiger Bewunderung für eine an Magie nur selten übertroffene Einzelleistung! Aber gut, wir sind ja nur die "Hofnarren", was sagt der "König" dazu?


Ja, so fühlt es sich bei den Atlanta Falcons dieser Tage an. Die Siege, die einem doch noch entgleiten. Jetzt ist die NFC South eh schon ein einziges Oh Boy und es wird wohl reichen, mit einer Negativ-Bilanz in die Playoffs zu kommen. Aber den einen oder anderen Sieg sollte man dann halt schon einfahren. Vor allem zu Hause. Vor allem gegen Teams, deren QB drei Interceptions in diesem Spiel wirft. Vor allem, wenn man 44 Sekunden vor Schluss in Führung geht. Nein, natürlich verlieren die Falcons das noch. Und das auch noch gegen Billy "Ich habe schon kurz vor Schluss aus 32 Yards im AFC Championship Game verschossen" Cundiff. Wie schon gegen Detroit im Wembley gibt es für die Falcons Last-Second-Herzschmerz. Oh boy...

SNOWEMBER

(Zur Erklärung: Sanders war nach dem brutalen Hit gegen ihn im Spiel gegen St. Louis auf Wikipedia von besonders witzigen Zeitgenossen für tot erklärt worden. Dies seine humorvolle Reaktion)

So, da gibt es einiges aufzuarbeiten aus dem letztwöchigen Touchdown Tuesday und Powerranking. Ich mache das ausnahmsweise in Punkten:

  • Oakland! Danke! Wobei ich mit meiner Sieg-Ansage ehrlicherweise nicht die Chiefs-Partie im Auge hatte, sondern ein wenig in Richtung Buffalo geschielt habe, das dann möglicherweise schon aus dem Playoff-Rennen ist. Aber in dieser Überform werden die Raiders gach auch noch anderen Gegnern gefährlich, hehe.
  • Ein bisschen Spaß muss hin und wieder sein, und da kann man auch mal sehr eindringlich veranschaulichen, dass Mike Evans sich zum Um und Auf in Tampa Bay entwickelt hat. Aber ich kann versichern: Ich war stocknüchtern und wusste, was ich tue. Solche Untergriffe wie "Häää, ist der Autor besoffen?" verkneifen wir uns hier übrigens, geschätzter Sportsfreund "xXPLAYERXx". Ich frage ja auch nicht, ob statt des einen oder anderen X nicht ein "I" oder "Q" Sinn machen täte. Nicht lustig? Genau...!
  • Lieber "04gruenp": Nö, das wird nix mit einem Outing als Flacco-Hater! Bevor wir die restliche TT-Gemeinde noch 100 Mal mit diesem Thema langweilen, einigen wir uns einfach darauf, dass wir uns hier nicht mehr so schnell einig werden, okay? Ich habe übrigens auch mit dem Argument "Ground Game nix gut = Flacco nix gut" so meine Probleme. Gut, Kubiaks System kennen wir aus Denver und Houston, aber meinem Verständnis nach hat Flacco den Stellenwert, dass der gute Herr auch unabhängig von der Tagesform von Justin Forsett und Co. funktionieren sollte. Plan B und so. Aber gut, so lange man die Gegner so überlaufen kann wie die Saints im MNG, ist die Diskussion ohnehin irrelevant!
  • Fantasy! Ein bisschen haben wir diese Anfrage schon befürchtet, haha. Aber klar, natürlich spielen wir Fantasy - und ohne die jeweilige Identität zu lüften: Der eine spielt es, der andere kann es auch halbwegs. Wir spielen drei Arten: Einerseits Salary-Cap-Football, andererseits eine "normale" Draft-Liga und andererseits Keeper-Draft-Liga, in der wir 13 von 18 Spielern in die neue Saison mitnehmen. In besagter Keeper-League haben Kollege Kastler und ich dieses Wochenende zufälligerweise gegeneinander gespielt. Das Ergebnis bleibt selbstverständlich geheim (außer Kollege Kastler besteht darauf, es zu veröffentlichen). Bezüglich Tipps: Da halten wir uns lieber zurück, sonst sind wir am Ende noch Schuld an einer Niederlage! Mal abgesehen davon, dass es ja viel zu viele verschiedene Scoring-Systeme gibt, und ich persönlich zum Beispiel mit jenem auf der NFL-Seite kaum vertraut bin...

Tja, wer hätte das gedacht?! So einfach lassen sich Champions eben doch nicht vom Thron stürzen. Die Seattle Seahawks gewinnen gegen die Arizona Cardinals eine echte Defense-Schlacht (ja, auch die Cardinals-Defense war stark, die Offense "eher" weniger) und verleihen somit der NFC West noch mehr Würze. Wer es gedacht hätte? Garantiert Marshawn Lynch. Ob er es uns auch mitgeteilt hätte? Garantiert nicht. Denn seine "Pressekonferenz" nach dem Sieg ist jetzt schon Kult. Die Vorgeschichte: Der Star-RB schwänzt gerne Medientermine. Blöd nur, dass diese in der NFL für Spieler verpflichtet sind, und Geldstrafen in der Höhe von 100.000 Dollar sind auch für ein Kaliber wie Lynch kein Spaß. Also stellte er sich nach dem Spiel ausnahmsweise der neugierigen Medienschar, und tat dies auf seine ganz eigene Art und Weise. Der Begriff "einsilbig" bekam eine ganz neue Bedeutung. Auf zwölf der 22 Fragen antwortete er mit einem schlichten "Yeah", hin und wieder schlichen sich dann doch ein "Maybe", "Boosie" oder "Yes" ein. Zwei Mal hatte er Mitteilungsbedarf und erhöhte die Wortanzahl auf "I don't know" beziehungsweise "no juice". Unbezahlbar! Also aus Sicht des NFL-Fans und nicht des Journalisten! Apropos unbezahlbar: Dass Lynch unter der Woche die Geldbörse von Namensvetter Jason Lynch (!) fand und retournierte, sagt wiederum einiges über "Beast Mode" aus...

Wer rastet, der rostet? Nicht wirklich, wenn man Josh Gordon heißt. Nach seiner Sperre von zehn Spielen war der Star-Receiver der Cleveland Browns gegen Atlanta sofort wieder voll da und fing acht Bälle für 120 Yards. Oder war das erst das Aufwärmprogramm? Fakt ist: Mit Gordon verfügen die Browns für das Saison-Finish über einen dringend benötigten Trumpf im Passangriff. Das freut mich für Cleveland - egal wie man zu seiner Sperre steht. Dass QB Brian Hoyer auch jede Hilfe benötigt, zeigte das Kräftemessen mit den Falcons abermals. Denn drei Interceptions (ohne TD-Pass ) sind nicht unbedingt eine Bewerbung für größere Aufgaben. Zumindest als es im letzten Drive drauf ankam, war der Local Hero aber voll da. Und ich bin echt gespannt, was Cleveland aus der 7-4-Bilanz in den restlichen Begegnungen noch macht.

Man könnte hier jetzt viel über die Kansas City Chiefs schreiben - von wegen den Gegner zu unterschätzen oder sich bereits zu sehr auf den vermeintlichen Showdown mit Denver zu konzentrieren. Aber ganz ehrlich, das ist alles ein bisserl wurscht, wenn man an Eric Berry denkt. Beim dreifachen Pro Bowler besteht der Verdacht auf eine Lymphknotenerkrankung, die genaue Diagnose steht noch aus. Ich bin kein Arzt, aber das klingt bislang überschaubar gut. Die Saison des Star-Safetys ist jedenfalls vorbei - wichtiger ist aber ohnehin, dass er so schnell wie möglich gesund wird. Und wieder mal ist es die Erinnerung daran, dass wir uns hier zwar zurecht über Siege freuen, über Niederlagen ärgern und über diesen fantastischen Sport diskutieren, es im Leben aber Wichtigeres gibt.

Noch Anfang November hat die Festung Superdorme in New Orleans als uneinnehmbar gegolten, drei Niederlagen gegen San Francisco, Cincinnati und Baltimore später ist von diesem Mythos nicht mehr viel über. In meinen Augen sind die Saints vom Spielplan her nach wie vor der Favorit in der NFC South und somit auf die Playoff-Teilnahme, aber diese Saison wird so oder so gewaltige Fragezeichen hinterlassen. Ja, man hatte auch Verletzungspech, aber die Löcher, die dieser Kader derzeit aufweist (vor allem in der Defense), sind nur schwer tolerierbar. Aber auch die Offense ist nicht mehr dieselbe, und ich kann mich nur wiederholen: Darren Sproles wegzutraden, war ein schwerer Fehler. Er war Drew Brees' Rettungsanker im Passspiel. Das Element des pässefangenden RBs, der dann auch etwas daraus macht, fehlt dem Saints-Angriff enorm. Das Ärgerlichste ist jedoch das Gefühl, dass ein Jahr der ohnehin nicht mehr lange dauernden Karriere von Brees verschwendet wird.

Das war gar nicht mal so schlecht, was die Minnesota Vikings gegen ihren Rivalen aus Green Bay abgeliefert haben, eine Niederlage mit nur drei Punkten Unterschied ist in Zeiten wie diesen fast schon eine Überraschung. Eine Frage bezüglich der Vikings quält mich jetzt jedoch schon seit Wochen, und nein, sie hat nichts mit dem Theater um Adrian Peterson zu tun. Warum gelingt es nicht, Cordarrelle Patterson auch nur ansatzweise in die Gänge zu bekommen? In seiner zweiten NFL-Saison war der Receiver für mich eine heiße Aktie für den großen Durchbruch. Dass mit Norv Turner einer der besseren Offensiv-Coaches in Minneapolis angeheuert hat, schien zudem dafür zu sprechen. Man liest immer wieder von Beschwerden, dass Patterson die Routen schlecht läuft, das System nicht vollends intus hat. Okay, das ist natürlich mies. Vielleicht müssten aber auch die Coaches das ihre dazu beitragen und manches vereinfachen, um Patterson effizienter einzubauen. Denn ein Akteur mit derart freakigen körperlichen Fähigkeiten steht einem auch nicht aller Tage zur Verfügung. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Wäre jedoch schade, wenn dieses riesige Talent längerfristig nicht wie erhofft zündet. Mit Carolina und den New York Jets warten jetzt zwei Defenses, gegen die man Schaden anrichten kann. Vielleicht erfolgt der erste Schritt in die richtige Richtung.

 Patriots I: LeGarrette Blount, du hast wirklich alles richtig gemacht! Wirklich alles! Alles, alles, alles! Unter der Woche von den Pittsburgh Steelers entlassen zu werden und dann zum heißesten Team der NFL zurückzukehren. Du Genie! Der Running Back steuerte auch gleich zwei Touchdowns zum Sieg gegen die Detroit Lions bei und wenn er nicht verschläft, werden weitere folgen. Vielleicht sogar der Super-Bowl-Ring! Genie! Genie! Genie!

 Ein allgemeines Hoch auf Division-Spiele: Sie sind so herrlich unberechenbar! Man glaubt, Kansas City fegt Oakland weg: Nope! Man glaubt, Green Bay fegt Minnesota weg: Nope (aber sie gewinnen zumindest)! Hey, sogar Jacksonville hat es gegen Indy einige Zeit offen halten können. Und die zuletzt nicht immer sattelfesten Seattle Seahawks schlagen eiskalt gegen Arizona, das bis dahin beste Team in der NFL, zurück. Sie sind das Salz in der Suppe, diese Division-Spiele, deswegen kommt Freude hinsichtlich Thanksgiving auf! Danke dafür!

 So jetzt ist es auch offiziell: Katy Perry wird die Halftime-Show der Super Bowl anführen. Wäre cool, wenn es die Bengals schaffen und sie dann doch noch "Roar" hören würden. Sie wären auch irgendwo als "Dark Horse" im Endspiel, nachdem es für sie diese Saison ziemlich "Hot'n'cold" war... Wie auch immer, ausgezeichnete Wahl und allen Augen- und Ohrenzeugen schon mal viel Spaß!

 Natürlich habe ich kein Problem damit, meine dieswöchige Fantasy-Niederlage gegenüber Kollegen Altmann zuzugeben. Habe ja das erste Saison-Duell gewonnen - Können ist scheinbar auch relativ... *grins* Wie auch immer, ich kämpfe in dieser Keeper League um meinen erstmaligen Playoff-Einzug, in einer anderen Keeper-League führe ich das Feld an, in der Salary-Cap-Liga halte ich es wie Oakland... So werde auch ich keine Fantasy-Tipps abgeben. Außer sich die Serie "The League" anzusehen, wo dies süffisant thematisiert wird...

 Patriots II: Ärger im Paradies? Da stand der Jonas Gray gegen die Lions einfach nur da und konnte zuschauen, wie seine Teamkollegen ohne ihn die Partie locker für sich entschieden. Der 4-TD-Mann von Indy? Kein Snap? Keine Sekunde Einsatz? Tja, Bill Belichick mag es nicht, wenn man verschläft. Schon gar nicht, wenn es um das Training am Freitag geht. Lieber Comedy-Held Jonas, da versteht der Bill keinen Spaß. Oder eigentlich: Bill versteht gar keinen Spaß! KEINEN!

 Oh, Titans, Titans, Titans. Oh Titans, Titans, Titans. Gegen die Eagles muss man eines bedenken: Sie können auch ohne Offense Touchdowns erzielen. Mit ihrer Defense oder mit ihren Special Teams. Deswegen wäre das Rezept gewesen, solche TDs eher auszulassen. Was macht ihr? Erstes Play, Kickoff-Return-Touchdown, 0:7. Einer genau in die Magengrube... Oh, Titans, Titans, Titans...

 Okay, Eigentümer haben ja so ihre Rechte. Ihnen gehört schließlich der Laden. Aber muss es sein, dass man sich etwa während des Spiels an der Seitenlinie ins Rampenlicht jubelt oder - und das ist eigentlich das Ding - sich die Pressekonferenz seines eigenen Trainers nach der siebten Niederlage im elften Spiel live vor dessen Augen gibt? Finde ich nicht, Arthur Blank, Owner der Atlanta Falcons. Come on, etwas Klasse zeigen!

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl XLIX, die am 1. Februar kommenden Jahres in Arizona stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 12:

DENVER BRONCOS vs. SEATTLE SEAHAWKS

SUPER-BOWL-NEUAUFLAGE! Den regierenden Champ kann man nach dieser Glanzleistung gegen die Cardinals wieder einmal aus der Versenkung holen. Gut, dass Drew Stanton und seine Offense (ohne Larry Fitzgerald) einmal an ihre Grenzen stoßen würden, kam nicht überraschend. Vor allem in Seattle nicht. Die Legion of Boom hat sich zurückgemeldet, mit Bobby Wagner kam zudem der Middle Linebacker zurück und so hatte die gesamte Defense wieder ihren Swagger. Und die Broncos? Hey, die haben ihre Kämpferqulitäten unter Beweis gestellt. Die werden schon wieder rechtzeitig in Top-Form kommen.

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 12:
 
NEW ENGLAND PATRIOTS vs. SEATTLE SEAHAWKS
 
Tja, das war dann wohl die nächste Machtdemonstration der Patriots. Halten sie ihre Überform bis in den Jänner, wird es schwer, sie zu stoppen. Und in der NFC bleibe ich dabei: Entweder Green Bay oder ein Vertreter aus der West. Nach dieser Woche verdient sich wieder einmal Seattle eine Nennung.

  • Die New England Patriots haben 14 Siege en suite gegen die NFC North - das ist ein Rekord. Macht das Duell mit Green Bay kommende Woche umso interessanter...
  • Wir bleiben bei der Zahl 14 und New England. Außergewöhnlicher Zufall: Tom Brady besiegte Detroit genau am 14. Jahrestag seines NFL-Debüts. Jetzt wird es mysteriös: Auch damals ging es gegen die Lions. Auch damals endete die Partie 34:9.
  • Achja, apropos 14 und New England: Die 14. Winning Season in Folge kann den Patriots niemand mehr nehmen.
  • Einfach nur wow, AFC North! Alle vier Teams sind mit zumindest drei Siegen im Plus. Das gab es noch nie.
  • Drew Brees hat eine riesige Chance verpasst! Mit einem Sieg gegen Baltimore wäre er nach Brett Favre und Peyton Manning der erst dritte QB geworden, der alle 32 Teams besiegt hat. Das nächste Duell mit den Ravens steigt erst in vier Jahren. Bei 31 in die Knie gezwungenen Teams hält übrigens auch Tom Brady. Einen Sieg GEGEN New England wird er aber eher nicht mehr erleben...
  • Die New Orleans Saints haben erst zum dritten Mal nach 1967 und 1997 eine Serie von drei Heimspielen verloren.
  • Odell Beckham ist erst der dritte Rookie-Receiver seit 1960, dem zehn Catches und zwei TDs in einer Partie gelangen. Der Letzte war Anquan Boldin 2003 für Arizona.
  • Josh Huffs 107-Yards-Kickoff-Return-TD für Philadelphia hat auch statistische Relevanz. Einerseits sind zehn TDs von Special Teams und Defense ein Franchise-Rekord Philadelphias. Andererseits sind die Eagles erst das zweite Team nach Green Bay 1970, das in einer Saison zwei Spieler mit Kickoff-Return-TDs über 100 Yards aufweist. Chris Polk gelang einer in Woche 3 gegen Washington.
  • Andrew Luck kommt gegen Jacksonville "nur" auf 253 Passing Yards. Damit endet seine Serie an 300-Yard-Spielen bei acht, womit er es verpasst, den NFL-Rekord von Drew Brees einzustellen.
  • Colin Kaepernick hat im 18. Spiel in Folge einen TD-Pass geworfen und damit San Franciscos Franchise-Rekord von Steve Young eingestellt. Glaubt man angesichts der QB-Legenden der 49ers gar nicht, dass der so niedrig lag.
  • Solche Serien können nämlich auch länger sein: Peyton Manning ist seit diesem Wochenende der dritte QB der NFL-Geschichte, der in 50 Spielen in Folge zumindest einen TD-Pass geworfen hat. Damit nähert er sich Drew Brees (54) und Tom Brady (52.).

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 13 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 13

  • Happy Thanksgiving everybody! Drei Spiele am Donnerstag und vor allem die beiden späteren Partien haben es voll in sich. Ich lass mal Kollegen Altmann Dallas gegen Philly und sag bei San Francisco gegen Seattle: Die Offense-Leistung der 49ers wird gegen L.O.B. knapp nicht reichen...
  • Green Bay gegen New England - werden die Patriots nach sieben Siegen en suite wieder verlieren? Ja, und Matt Flynn gehört der letzte Snap und Jonas Gray steht wieder nicht am Feld - er räusperte sich bei einem Team-Meeting verdächtig laut, die Konsquenzen kamen nicht überraschend...
  • Jacksonville gegen NY Giants - oder die "Tom Coughlin Bowl", vielleicht die letzte. Es gibt aber auf alle Fälle eine erfolgreiche NYG-Challenge, weil sich der Coach dieses Mal den roten Fetzen in die Hosentasche und nicht in die Socke stülpt.

PETER ALTMANN über Week 13
  • Hui, ich kann den Truthahn schon riechen und freue mich bereits darauf, einer lieb gewordenen Tradition gemäß im Kreis von Freunden stundenlang Football zu genießen. Es ist fraglos einer der speziellsten NFL-Feiertage, also habt alle Spaß dabei! In diesem Jahr können auch die Matchups einiges. Danke Kollege Kastler, dass mir die Ehre zuteil wird, Dallas gegen Philadelphia zu tippen. Da kann ich nur verlieren, weil ich am Donnerstag sowohl einen Cowboys- als auch Eagles-Fan neben mir sitzen habe, und die verstehen da keinen Spaß, haha. Aber ich will mal nicht feige sein: Ich setze auf Dallas. Besonders denkwürdig wird der NFC-East-Showdown jedoch, weil Dez Bryant von Odell Beckham gelernt hat, einen TD-Pass mit zwei Fingern fängt, Owner Jerry Jones noch in der Pause seinen Vertrag verlängert und ihn zum bestbezahlten Receiver aller Zeiten macht.
  • Baltimore gegen San Diego - Duell zweier 7-4-Teams aus der AFC. Das wird ein großer Spaß! Als Geste der Versöhnung in Richung "04gruenp" sage ich einfach mal vier TD-Pässe von Joe Flacco an. Diese Partie gewinnt er im Alleingang, weil das Laufspiel überraschend nicht wie erhofft funktionieren wird.
  • Kansas City gegen Denver 34:31. In der NFL ist auch nach einer Pleite gegen Oakland alles möglich.

HEUTE NACH WEEK 12

Frei nach Marshawn Lynch: YEAH!

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