50 Shades of Gray - großes Kino!

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50 Shades of Gray - großes Kino!

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Da sind wir auch schon wieder.

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 11:

Jetzt einmal Hand aufs Herz: Bitte aufzeigen, wer vor drei Wochen eine echte Chance sah, dass die Denver Broncos in dieser Saison nur ein Wild-Card-Team sein könnten? Niemand? Kein Wunder, diesen Gedanken hätten wir uns auch nicht erlaubt. Gut, so recht glauben wir nach wie vor noch nicht an dieses Szenario, aber was die Kansas City Chiefs derzeit aufführen, kann gar nicht genügend gewürdigt werden. Das 24:20 gegen Champion Seattle war nicht nur der fünfte Sieg in Folge, sondern auch ein erfolgreich bestandener Test der Playoff-Tauglichkeit, nachdem in den Wochen davor mitunter schlagbare Konkurrenz gebogen wurde. Nach ihrem 0-2-Fehlstart sind die Chiefs jedenfalls voll im Rennen um die Division-Krone. Das Heimspiel gegen Denver in zwei Wochen verspricht ein richtig heißes Matchup zu werden. Man muss einfach den Hut vor der Arbeit von Head Coach Andy Reid ziehen. Dieses Team hat eine klare Handschrift. Gute Defense kombiniert mit unwiderstehlichem Laufspiel um Jamaal Charles - ein Rezept, das bekanntlich auch beim Jänner-Football nicht fehl am Platz ist. Und derzeit schaut es gut aus, dass Kansas City dann noch mitspielen darf. Sogar mit einem Heimspiel?

Dieser Manning-Clan! Ein bisschen wie die Bushs in der Politik, nur in ihrem Fachgebiet halt ungleich fähiger. Schon Papa Archie war eine große Nummer, über Peyton und Eli Manning muss man nicht mehr viel erzählen. Auch dass es eine historische Ungerechtigkeit ist, dass Eli mehr Super-Bowl-Ringe als Peyton sein Eigen nennt, ist keine große Neuigkeit. Derart verkorkste Wochenenden wie dieses hat es in der Familien-Geschichte aber vermutlich noch nicht soooo oft gegeben. Damit, dass die Defense der St. Louis Rams Peytons Offense-Werkl bei mageren sieben Punkten hält, war nun wirklich nicht zu rechnen. So hilflos hat man Denver zuletzt selten gesehen. Dass die Broncos mit Emmanuel Sanders, Julius Thomas und Montee Ball drei Schlüsselarbeitskräfte verloren, war auch nicht gerade hilfreich - ebenso wie Peytons zwei Interceptions. Eli verpasste die Chance, positiver als sein Bruderherz besprochen zu werden, und das nicht gerade knapp. Gleich fünf Mal warf er den Ball San-Francisco-Verteidigern in die Arme. Ein bisschen dämlich, denn angesichts des Offdays der 49ers-Offense hätte vermutlich eine durchschnittliche QB-Performance zu einem Sieg für die New York Giants gereicht. Es sind Blackouts wie diese, die am Ende des Tages Elis Aufnahme in die Hall of Fame verhindern dürften/könnten - zwei Super-Bowl-Ringe hin oder her...

Es war ein Fotofinish: Sollten es die Touchdown-Pässe von Drew Stanton zu Michael Floyd in Arizona oder doch die vier Touchdowns von Jonas Gray für die Patriots in Indianapolis werden? Wir haben uns für Grays Plays entschieden. Weil es einmal mehr so ein Patriot Act war - nämlich aus einem No Name einen Star für zumindest einen Abend werden zu lassen. Wer zum Geier ist Jonas Gray? Ja, das fragten sich wohl viele beim Sunday-Night-Showdown. Der Running Back hatte zwar schon etwa gegen die Chicago Bears einen gelungenen Auftritt, aber die vier Touchdowns hob er sich für diese Prime Time auf. Der 24-Jährige war vor etwas mehr als einem Monat noch im Practice Squad - nun ein gefeierter Held in einem wichtigen AFC-Clash. Wie im Divisional-Playoff-Game vergangene Saison liefen die Patriots Indy nieder, damals verbuchte LeGarette Blount vier Touchdowns. Dieses Mal eben Gray, der übrigens auch ein lustiger Kauz sein soll. In seiner Zeit als Fighting Irish bei Notre Dame stand Gray in einem Comedy Club auf der Bühne - ihm folgte Dustin Diamond aka Screech, der schrullige Außenseiter aus "California High School" oder im Original "Saved by the Bell". Eine der noch vielen "Schatten"seiten von Gray. Großes Kino!

"Wir waren so schlecht, sogar die Oakland Raiders hätten uns geschlagen." Wowowowowowo. Jeremy Maclin fand keine schönen Worte für das Abschneiden seiner Philadelphia Eagles bei den Green Bay Packers, die erstmals in ihrer Franchise-Geschichte zwei Mal hintereinander in einem Spiel 50+ Punkte erzielten. Gut für Philly, dass es nicht die Raiders waren. Das ist ja bekanntlich das Team, das noch immer auf einen Sieg in dieser Saison wartet. Das schon über ein Jahr nicht mehr gewonnen hat. Die Raiders eben. Nach einem Viertel war die Partie im Lambeau Field de facto schon entschieden. Offense, Defense, Special Teams - Green Bay ließ den Gästen keine Chance und brachte die Partie locker nach Hause.  Gut für die Eagles, dass dies nicht schon die Playoffs waren. Oder wie Maclin sagen würde: "Wir hätten heute niemanden geschlagen."

J.J. GOTT

Screech im Touchdown Tuesday - oh boy, lange steht die Welt nimma! Danke Jonas Gray dafür! Alle unter, sagen wir mal, 30 können die folgenden paar Zeilen überspringen, für uns alten Säcke dafür etwas zu lachen: Man gebe bei Youtube "jim harbaugh saved by the bell" ein und erlebe den heutigen 49ers-Coach und damaligen Colts-QB im Jahr 1994 in der Rolle seines Lebens als Cousin von Screech - ganz großer Sport! Vielleicht engagiert ihn ein großes Network ja in Bälde für die Hit-Sitcom "How I Met My New Franchise"... Ich schätze, San-Francisco-Experte "go49ers" wird sie sich zu Gemüte führen. Und unser Dank natürlich auch an "Kalkbrenner" für diese sensationelle Wochenzusammenfassung - ich hoffe, die Freundin muss während der NFL-Saison nicht jedes Wochenende nach Berlin fahren! Denn die nächsten Wochen werden spannend, verdammt spannend sogar! Wobei das Playoff-Rennen in der NFC inzwischen recht übersichtlich ist. Aus Arizona, Seattle, San Francisco, Detroit, Green Bay, Philadelphia und Dallas werden fünf Teams die Postseason erreichen, zwei müssen zuschauen - eines auf Kosten des NFC-South-"Champions". So sind eben die Regeln... Und ich sage jetzt einfach einmal "Go, Tampa Bay, go!" Denn irgendwie hätte es einen Reiz Zeitzeuge zu sein, wenn ein Team, das nach Week 11 bei einer Bilanz von 2-8 hält, die Playoffs erreicht. Das wäre dann wohl historisch...! Und zumindest dieser fantastische Mike Evans (gegen Washington für 209 der 288 Receiving-Yards im Alleingang verantwortlich) hätte es sich verdient.

Haben wir eigentlich Miami-Fans unter unseren Lesern? Könnten ja aus Dan-Marino-Zeiten einige übrig geblieben sein. Oder Cineasten, die Ace Ventura mochten. (Und wenn wir heute schon so viel 90er-Jahre-Hollywood im Programm haben: Die Schocker-Nachricht schlechthin der letzten Wochen war zweifelsohne, dass Brett Favre für seinen legendären Auftritt an der Seite von Cameron Diaz in Verrückt nach Mary nur dritte Wahl war - hinter Drew Bledsoe (ja wirklich) und Steve Young). In den letzten Jahren gab es ja eher wenig Anlass, eine Fan-Liebe zu den Dolphins zu entwickeln. Das könnte sich ändern. Das wichtige Donnerstags-Spiel gegen Division-Rivale Buffalo war zwar kein Feuerwerk, sagte aber einiges über die für den Gegner unangenehme Spielweise des Teams aus Florida aus. Die Defense gehört zweifelsohne zu den besseren der Liga, und nach längerer Anlaufzeit scheint der Coaching Staff unter Joe Philbin endlich auch einen Weg gefunden zu haben, das Potenzial von Ryan Tannehill sinnvoll auszunutzen. Der ist kein neuer Aaron Rodgers oder Peyton Manning, aber ein solider und vor allem beweglicher Spielmacher. Im richtigen System funktionieren Quarterbacks auf seinem Talentlevel. Ich bin schon richtig gespannt auf Miamis Performance in Denver am kommenden Sonntag. Ich will nicht unbedingt einen Upset Alert ausrufen, Favorit bleiben natürlich die Broncos. Aber sagen wir mal, die Sensation gelingt: Dann - schau an, schau an - würden die ein wenig unter dem Radar fliegenden Dolphins von der Bilanz her mit Denver gleichziehen.

Manchmal müssen wir auch weg von den knallharten Zahlen und Fakten und beinhart den Weg in Richtung Boulevard-Magazin einschlagen. Samma doch ehrlich, natürlich sind die Fehlwürfe der Mannings ein Thema, aber DIE Interception der Woche, über die in der NFL wirklich jeder redet, fand doch in New Orleans statt. Seither weiß Christa Barrett nämlich, wie schnell man auch als Fan ein Star werden kann, der Interviews geben muss. Was war geschehen? Cincinnati-TE Jermaine Gresham entdeckt nach seinem Touchdown mit Frau Barrett eine Bengals-Anhängerin in Mitten all der Saints-Fans und will sie mit dem TD-Ball belohnen. Blöderweise reagiert ein New-Orleans-Sympathisant geschickter, als er es von seiner eigenen Defense gewohnt ist, und fängt das Ei ab - zum Entsetzen der armen Christa. Doch, Achtung jetzt kommt der Herzschmerz, Ende gut alles gut - und zwar doppelt. Erstens sind die Saints nicht zu Unrecht eine sympathische Organisation, sie ließen Barrett noch während der Partie einen Ball zukommen. Zweitens wartet in den kommenden Tagen erfreuliche Post zwischen all den Rechnungen: Ein von Gresham unterschriebener Football.



Die St. Louis Rams haben die Denver Broncos geschlagen. Um ganz sicher zu gehen noch einmal: Die St. Louis Rams haben die Denver Broncos geschlagen. Sie haben Peyton Mannings Offensiv-Feuerwerk so schlecht wie schon länger nichts aussehen lassen. Bravo! Dennoch bekommen sie von mir ein ganz fettes "Awful"! Natürlich nicht für diese Partie. Aber liebe Rams, mal ehrlich: Ihr besiegt in dieser Saison Denver, San Francisco und Seattle und steht trotzdem bei 4-6? Nicht euer ernst, oder? 1-6 in den restlichen sieben Partien? Jaja, schon klar, schwieriger Schedule, das QB-Dilemma und so weiter und so fort. Aber das passt trotzdem nicht zusammen...

Ouch, Robert Griffin III, das war dann wohl ein klassisches Eigentor - und aus der Nummer kommt man auch mit einem Facebook-Dementi (siehe unten) nicht mehr wirklich raus. Nach der peinlichen Performance gegen Tampa Bay, bei der Washingtons Jungstar eine schreckliche Figur abgab, übte er zwar Selbstkritik, ließ sich jedoch auch zu folgendem Sager hinreißen: "Einer allein reicht nicht. Man schaue sich nur die guten Teams in der Liga und ihre Quarterbacks an, die Peytons und Aaron Rodgers. Auch diese Leute spielen nicht gut, wenn ihre Mitspieler nicht gut spielen." Mehr hat es nicht gebraucht, um Schlagzeilen wie "RG3 throws Redskins teammates under bus after his own bad game" zu produzieren und vor allem seinen eigenen Head Coach Jay Gruden auf die Palme zu bringen. Der rechnete öffentlich mit Griffin III ab, wie man das selten bei einer Coach-QB-Combo erlebt, indem er nicht nur alle fundamentalen Fehler des Spielmachers aufzählte, sondern auch folgendes meinte: "Es ist nicht einmal ansatzweise gut genug für das, was wir von der Quarterback-Position erwarten." Das ist natürlich unglücklich, wenn es das Franchise-Investment des Jahrzehnts betrifft... Gruden: "Robert muss verstehen, dass er sich ausschließlich über sich Gedanken machen sollte und nicht über irgendjemand anderen. Es ist mein Job, mir über alle anderen Gedanken zu machen. Ja, alle anderen müssen sich verbessern, aber das ist nicht seine Sache." Das nennt man dann wohl dicke Luft. Aber vielleicht hat es gerade diese öffentliche Abrechnung gebraucht, um die Redskins aufzuwecken...

 



Arme Detroit Lions, das war's wohl mit der Krone in der NFC North. Voreilig von diesem Journalisten-Fuzzi? Kann man natürlich sagen, und vielleicht täusche ich mich auch. Ich denke jedoch, dass Green Bay die Division gewinnen wird, nicht nur weil sie momentan kaum zu stoppen sind und Detroits Bilanz durch einige verdammt knappe, aber definitiv verdiente Siege geschönt ist. Beide Teams haben einen relativen leichten verbleibenden Schedule - bis auf das Kräftemessen mit New England (Lions auswärts, Packers daheim) und das direkte Duell. Dieses findet in Woche 17 in Green Bay statt und dort gewinnt Detroit nie. Nie. Nie. Nie. Seit 1991 nicht, und damals wusste man in Wisconsin noch nicht einmal, dass dieser Jungspund namens Brett Favre bald Packers-QB wird. Und sollte es jemandem nicht klar sein: Die Lions reisen jedes Jahr ins Lambeau Field. Gut, das fällt alles ins Reich der Spekulation und Prognose. Was mir aber weiterhin Sorge bereitet, ist das Spiel von Matthew Stafford, und das bekrittle ich heuer nicht zum ersten Mal. Verglichen mit den letzten Jahren, als Detroit blöderweise noch nicht eine solch gute Defense hatte, bewegt er den Ball in dieser Saison weniger gekonnt, tut sich in der Red Zone schwer (keine Partie mit mehr als zwei TD-Pässen), hat sich jedoch seine Fehleranfälligkeit bewahrt. Auch in Arizona war das nix. Ja, die Cardinals-Defense spielt gerade auf sensationellem Niveau, aber so viele Punkte wären nicht notwendig gewesen, Calvin Johnson ist längst wieder fit und mit Golden Tate hat er endlich einen verlässlichen Zweier-Receiver. Will man mit den ganz großen Jungs mitspielen, sollte die Offense auf Touren kommen.

Habe ich schon einmal hier erwähnt, dass ich Aaron Rodgers sehr cool finde? Ja! Gut, dann mache ich es wieder einmal. Der Quarterback der Green Bay Packers ist einfach eine coole Socke, nicht nur wegen seiner kultigen Auftritte in diversen Commercials ("Discount Double Check"). Auch wenn es nicht läuft. Als die Packers bei 1-2 standen, gab er den Fans via Radio fünf Buchstaben auf den Weg: R-E-L-A-X. Und der Champ von 2011 behielt aber so etwas von Recht, seither steht die Bilanz bei 6-1. Man musste sich nur in New Orleans geschlagen geben, wo Rodgers sich verletzte. Bei der Abfuhr der Bears vor einer Woche warf er sechs Touchdowns in einer Hälfte, dieses Mal reichten drei gegen die Eagles, um wieder auf mehr als 50 Punkte zu kommen. Und ich hatte beim Zuschauen das Gefühl, als würde er vor dem Snap immer Grinsen. Rodgers, bleib' die coole Socke, die du bist!

Weil es oben im Foto-Finish nicht reichte, kommt der gute alte Drew Stanton hier zu seinen Zeilen Ruhm. Seine beiden Touchdown-Pässe zu Michael Floyd sorgten für die 14 Punkte, die zum Sieg gegen Detroit reichten. Bekanntlich ist der Quarterback Backup für Carson Palmer, doch das macht ebenso nichts wie seine beiden Interceptions in dieser Partie gegen Detroit. Stanton war übrigens selbst einmal ein Lion, wurde 2007 in Runde zwei gedraftet. 2012 wechselte er nach New York und unterschrieb bei den Jets. Fünf Tage später bat er um einen Release oder Trade, weil - Achtung - Tim Tebow verpflichtet wurde. Via Indy landete der 30-Jährige dann vergangene Saison in Arizona. Tebow sei Dank!

Wow, das spricht für die Football-Community in diesem Land! Vergangene Woche verwies ich bei einer Bold Prediction auf einen namentlich nicht genannten Green-Bay-Experten - und "enzo_karroti" wusste trotz unglaublicher Geheimniskrämerei sofort, um wen es sich handelt. Ich sehe, "Pickings" (auf youtube "pickings" eingeben, u.a. das erste von oben) hat Weltberühmtheit erlangt. Oder: Die Show kennen mehr Leute als die beiden, die sie machen. Danke dafür. Und, um deine Frage zu beantworten, lieber "enzo_karroti", ein LIVE-Kommentar ist für diese Saison noch in Planung. Könnte schneller gehen, als man denkt... Apropos Meisterwerke der bewegten Bilder: Der Gamepass ist auch geil, geil ist aber auch das Mehrangebot. Etwa kann man sich fast alle Super Bowls noch einmal reinziehen, vor allem aber die sensationell schönen "A Football Life-"Dokus. Das habe ich kürzlich erst wieder gemacht. Meine bisherigen Top 3: "Houston '93", "Cleveland '95" und "Warren Sapp" bzw. für sich alleinstehend "Vince Lombardi 1 und 2". Großes Kino! Und ganz großes Kino: Jimmy Fallon und seine Superlatives vergangene Woche!

"Im Superdome kann man auswärts nicht gewinnen. Der Superdome ist so super, da gewinnen nur die Saints." Tja, das war einmal vielleicht so. Aber wenn sogar Andy Dalton mit einem Passer-Rating von 143.9 dort siegt, dann kann man getrost sagen: Der Superdome ist aktuell einnehmbar. Zumal Andy "Hey, mal bin ich super, mal spiele ich wie in den Playoffs" Dalton zuletzt noch ein Rating von 2.0 gegen Cleveland hatte. Gut, den Saints kann das ja jetzt mal passieren. Denn auch mit der zweiten Heimniederlage en suite ist in der NFC South noch alles möglich, wahrscheinlich kommt man da auch mit 6-10 in die Playoffs...

Ja, so schnell geht's hier im Touchdown Tuesday. Vergangene Woche war Ahmad Brooks zurecht noch "awesome", diese Woche ist er wohl nicht weniger zurecht "awful". Sich über das Team zu stellen, das geht einfach nicht. Das hat der Niner in New York aber "eindrucksvoll" gemacht. Er hat sich - Achtung - selbst gebenched. Weil er mit seiner Einsatzzeit nicht zufrieden war. Er wollte jeden Snap spielen und nicht seine Zeit mit Rookie Aaron Lynch teilen. Sei froh, dass du in der NFL spielen darfst, lieber Ahmad, und sei bitte nicht so ein Kind. Ich hoffe, die 49ers bekommen ihre hausgemachten Probleme hin, wäre schade um dieses talentierte Team. Lichtblick: Aldon Smith ist zurück und bereits Eli Manning spürte wieder, wie nervig dieser sein kann...

Zum Abschluss noch ein Wort zu LeBron James. Richtig erkannt, der ist in einer anderen US-Sportart zu Hause. Aber er hatte zuletzt etwas über Football zu sagen. Das hat er ja als Jungspund (Wide Receiver) auch gespielt. Nämlich, seine Kinder dürften diese Sportart nicht spielen. Ich verstehe seine Beweggründe, jeder Vater will seine Kinder schützen und Football ist nunmal gefährlich. Aber als ein absoluter Superstar des US-Sports das zu sagen? Ich weiß nicht. Man kann ja helfen, dass Football noch sicherer wird, als mit solchen Messages die Sportart zu verunglimpfen. Noch dazu, wo der König sich gerne mal bei den Cowboys oder im Manziel-Jersey blicken lässt. "Together we make Football", ich finde das Motto schön und gemeinsam kann man den Sport auch sicherer machen.

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl XLIX, die am 1. Februar kommenden Jahres in Arizona stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 11:

NEW ENGLAND PATRIOTS vs. ARIZONA CARDINALS

Da war Kollege Altmann schneller. Guter Pick. Aber das macht mir überhaupt nichts, denn auch die Arizona Cardinals kann man nach dieser Woche (und auch den Wochen zuvor) getrost nehmen. Die Patriots sowieso. Die wurden ja seit der Abfuhr in Kansas City stärker und stärker und haben nach den Broncos nun auch den Colts einmal mehr das Fürchten gelehrt. Im Gegensatz zu den Broncos lassen die Patriots den Ball nämlich auch über die Maßen laufen und mit Erfolg. Arizona soll's mit Drew "Danke Tim Tebow" Stanton schaffen und als erste die Heim-Super-Bowl spielen. Die Pats waren dort 2008 im Endspiel - war das nicht die einzige Partie, die man in dieser Saison verlor...?

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 11:
 
NEW ENGLAND PATRIOTS vs. GREEN BAY PACKERS
 
Wow, Arizona, ich bin beeindruckt! Mit dieser Defense ist wirklich verdammt viel möglich, wie das "NFC-Gipfeltreffen" mit Detroit bewiesen hat. Ich lege mich fest: Der Super-Bowl-Vertreter der NFC kommt entweder aus der West oder heißt Green Bay (In Dallas, Philly und auch Detroit fehlt mir das letzte Grundvertrauen und die South - naja...). Und da ich diesen kleinen, feinen Wettbewerb hier natürlich gewinnen will, rücke ich vorerst von den Cardinals ab und gehe auf die Packers. Und in der AFC muss man derzeit ja fast auf New England setzen...

  • J.J. Watt hat nun schon vier Touchdowns in dieser Saison verbucht. Das hat zuletzt ein Defensive Lineman anno 1948 geschafft.
  • Aaron Rodgers ist mit seinen Green Bay Packers eine Macht im Lambeau Field. 29 TD-Pässe bzw. 322 Passing Attempts ist es her, seit der Quarterback vor eigenem Publikum die letzte Interception warf. Das sind die längsten aktiven NFL-Serien in diesem Kontext.
  • Apropos Packers: Zum ersten Mal in der Franchise-Geschichte gelangen "Pack-to-Pack"-Spiele mit zumindest 50 Punkten.
  • Peyton Manning warf zum dritten Mal en suite mehrere Interceptions in einem Spiel, das war das letzte Mal 2010 der Fall.
  • Und Bruder Eli Manning ist nicht allein: Er und Tony Romo sind die einzigen beiden aktiven QBs, die schon in zwei Spielen jeweils fünf Interceptions geworfen haben.
  • Russell Wilson ist Nummer 14 hinsichtlich Rushing Yards (571), Eddie Lacy (547) etwa ist hinter ihm.

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 12 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 12

  • Der Superdome der Saints ist also offiziell einnehmbar, das macht Baltimore Hoffnung. Die gewannen dort 2013 die Super Bowl. Ihr früherer Running Back Ricky Williams war damals als Fotograf zugegen - "A Football Life", ich kann es wirklich nur ans Herz legen, meine liebe Football-Freunde. Und: Er ist dieses Mal als Stadionsprecher dort...
  • So, die New England Patriots schaffen keine 30 Punkte gegen die Lions! Doch ihr Platzwart fängt drei TD-Pässe....
  • Die Atlanta Falcons verteidigen die Spitze der NFC South - mit einer lockern 6:13-Heimniederlage gegen Cleveland.

PETER ALTMANN über Week 12
  • Ja, nächste Woche gibt es auch interessante Football-Spiele. Aber die Heimkehr von Tampa-Bay-Coach Lovie Smith nach Chicago muss gewürdigt werden. Gibt es die Sensation und die Bears stoppen die auf dem Weg in die Playoffs befindlichen Bucs? Nein, natürlich nicht. Diesmal übertrifft jedoch Vincent Jackson die 200 Receiving Yards und nicht Mike Evans.
  • Haltet euch fest, in Woche 12 kommt es zur absoluten Sensation: Ein Heimsieg der Seattle Seahawks! Gegen Arizona wäre das in Zeiten wie diesen tatsächlich zumindest eine kleine Überraschung.
  • Ich kann den Truthahn schon riechen! Vorher müssen die Dallas Cowboys jedoch nach New York zu ihren Giants-Freunden. Selbstverständlich gewinnen sie, gegen diese Lauf-Defense gelingen DeMarco Murray vorsichtig prognostizierte 175 Rushing Yards. Die wahrhaft kühne Prognose ist eine andere: Eli Manning wirft keine Interception. Ja, richtig gelesen: Keine.

HEUTE NACH WEEK 11

Die Oakland Raiders sind als erstes Team offiziell nicht mehr im Playoff-Rennen.

Woche AFC NFC
Week 10 Denver Broncos San Francisco 49ers
Week 9 New England Patriots Philadelphia Eagles
Week 8 Denver Broncos Arizona Cardinals
Week 7 Indianapolis Colts Dallas Cowboys
Week 6 San Diego Chargers San Francisco 49ers
Week 5 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 4 Cincinnati Bengals Arizona Cardinals
Week 3 San Diego Chargers Arizona Cardinals
Week 2 Denver Broncos Philaldelphia Eagles
Week 1 New England Patriots New Orleans Saints
Woche AFC NFC
Week 10 New England Patriots Arizona Cardinals
Week 9 Denver Broncos Arizona Cardinals
Week 8 Indianapolis Colts Arizona Cardinals
Week 7 Denver Broncos Green Bay Packers
Week 6 Denver Broncos Dallas Cowboys
Week 5 Denver Broncos Seattle Seahawks
Week 4 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 3 Cincinnati Bengals Seattle Seahawks
Week 2 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 1 Denver Broncos Seattle Seahawks
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