Touchdown Monday: Black Monday

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Da sind wir auch schon wieder.

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday, der sich diesmal als Touchdown Monday verkleidet - die Endzone von LAOLA1 - Episode 17:

Nein, nein, ohne ausgelutschte Floskel kommen wir auch in der letzten Ausgabe dieser Saison nicht aus. Deswegen: Wie heißt es so schön? "Du musst da sein, wenn es drauf ankommt!" Man frage nach bei Joe Flacco und seinen Baltimore Ravens. Ganz ehrlich: Was der Champion von 2013 gegen Cleveland drei Viertel lang abgeliefert hat, hat mit Playoff-Würdigkeit so viel zu tun wie der SC Wiener Neustadt mit dem Glamour-Faktor von Champions-League-Fußball. Mit einem 3:10-Rückstand startete Baltimore gegen die stark ersatzgeschwächten Browns, bei denen der dritte QB Connor Shaw erstmals NFL-Luft schnupperte, ins Schlussviertel. In den finalen 15 Minuten bewies Flacco jedoch, warum man ihm unglaubliche Nervenstärke nachsagt. Mit einem 53-Yard-Pass auf Torrey Smith läutete er die Aufholjagd ein, mit zwei TD-Pässen rettete er sowohl Arbeitstag, als auch Sieg, als auch die Playoff-Teilnahme. Denn da San Diego in Kansas City den Kürzeren zog, lösten die Ravens das letzte AFC-Ticket. Und zu welchen Heldentaten vor allem Flacco in der Postseason in der Lage ist, wissen wir. Im "Turnier" um den Titel steht Baltimore. Ab jetzt gilt umso mehr: "Du musst da sein, wenn es drauf ankommt."

Are you ready for some football?!? Ähhh, nö! Die Atlanta Falcons waren an diesem Wochenende alles, nur nicht ready. Endspiel um die Playoff-Teilnahme in der NFC South. In Atlanta. Gegen Carolina. Ein Sieg und du bist dank der inferioren Division trotz Horror-Saison in der Postseason. Rund um Weihnachten nennt man diese Chance mitunter: Geschenk. Normalerweise sagt man artig Danke und tut so, als ob nichts gewesen wäre. Was machen die Falcons? Man kann diese Gelegenheit nicht erbärmlicher und beschämender auslassen. 3:34. In Worten: Drei zu Vierunddreißig! Eine Selbstaufgabe, wie sie im Buche steht. Head Coach Mike Smith kostete dieser Fail den Job, was angesichts seines guten Starts in Atlanta durchaus bitter ist. Und Matt Ryan? Dessen Karriere hat Schrammen abbekommen. Denn auch er war gegen Carolina alles, nur nicht ready...

Es gab in dieser Saison spektakulärere Plays. Viele spektakulärere Plays. Ganz viele. Aber es sind Momente wie diese, die sich im Hirn einprägen, die irgendwie für sich selbst sprechen, die Aaron Rodgers auch abseits seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten zu einer Allzeitgröße machen. Kurz vor der Pause im NFC-North-"Endspiel" gegen Detroit verletzte sich Green Bays Superstar während eines Plays, humpelte ein paar Schritte, gab den Spielzug jedoch nicht auf, sondern beförderte den Ball noch in Richtung Endzone zu Randall Cobb. Touchdown. 14:0. Dass Rodgers in Halbzeit zwei merklich lädiert auf die Zähne biss und den letzten TD sogar noch selbst erlief, spricht zudem für seine Toughness. Der Lohn? Eine Bye-Week während der Wild Cards, also mehr Zeit zum Auskurieren sämtlicher Wehwehchen. In diesem Sinne: Gute Besserung und guten Rutsch und so!

Verletzungen stehen in der NFL an der Tagesordnung. Keine Breaking-News-verdächtige Feststellung. Bei manchen Spielern hat ein etwaiges Fehlen jedoch eine größte Auswirkung als bei anderen. Ohne Le'Veon Bell beispielsweise würden die Titel-Hoffnungen der Pittsburgh Steelers einen schweren Rückschlag erleiden. Neben Dallas-Star DeMarco Murray war der 22-Jährige in dieser Saison ligaweit wohl der beste Running Back. Gegen Cincinnati musste er mit einer Knieverletzung vom Feld. Die erwies sich laut ersten Diagnosen zwar nicht als schwerwiegend, sein Playoff-Debüt im Wild-Card-Duell mit Erzrivale Baltimore ist dennoch gefährdet. Richtig herzzerreißend war jedoch die Verzweiflung in Bells Augen, als ihn an der Seitenlinie noch die Ungewissheit über den Schweregrad der Verletzung plagte. Alleine dafür gibt es schon ein Mitleids-Oh-Boy!

ARE YOU READY 4 PLAYOFF FOOTBALL?

Schade, schade, das war's dann auch schon wieder... Liebe Leute, wir bereiten jetzt schon das eine oder andere Jahr im Touchdown Tuesday NFL-Woche für NFL-Woche das Geschehen in der geilsten Liga der Welt auf, aber so viel Spaß wie in dieser Saison hat es definitiv noch nie gemacht. Das lag - und yeah, jetzt wird mal richtig und völlig zurecht geschleimt - an euch, sprich euren fabelhaften Beiträgen, die unser Blabla erst so richtig genial veredeln. Und natürlich an eurem Zuspruch, der uns definitiv motiviert, mitunter die eine oder andere Stunde Freizeit zu investieren. Danke, danke, danke dafür. Ja, es wird kommenden Montag natürlich auch wieder unser Playoff-Format geben, aber das schaut erstens ein wenig anders aus, und 20 Teams sind ja auch nicht mehr dabei, also deswegen schon diese kleine Abschiedsrede. Anregungen für 2015? Nur her damit! Auf einen Punkt haben wir zudem nicht vergessen, nämlich die Sache mit dem MVP. Wir haben ja schon vor einigen Wochen angekündigt, dass wir nach Week 17 gerne den für euch wertvollsten Spieler erfahren würden. An hervorragenden Kandidaten mangelt es weiterhin nicht. Ich bleibe, nicht nur wegen der Eindrücke des Detroit-Spiels, bei Aaron Rodgers. Wobei ich zugebe, dass J.J. Watt als MVP fraglos Charme hätte. Und achja, unsere inoffiziellen LAOLA1-Awards können wir auch vergeben. Derzeit führen in unseren Trendsettern folgende Herrschaften: QB Tom Brady, RB DeMarco Murray, WR Dez Bryant. Würdige Sieger, aber ihr könnt natürlich weiter abstimmen - ihr findet die Trendsetter in der rechten Spalte.

Vielleicht erinnert ihr euch, vor einigen Wochen habe ich mal das Thema Backup-Quarterbacks aufgebracht. Mein damaliger Standpunkt: Ich habe kritisiert, dass dieser Rolle - im Schnitt - zu wenig Bedeutung beigemessen wird. An meiner Haltung hat sich diesbezüglich nur wenig geändert, auch wenn positive Ausnahmen die Regel bestätigen, und Woche 17 gibt durchaus Anlass auch einmal die "Helden der zweiten Reihe" vor den Vorhang zu holen. Und nein, nicht weil ich mit Mark Sanchez anstelle meines eigentlichen QBs Nick Foles erstmals seit acht Jahren meine Draft-Liga gewonnen habe (mit Mark Sanchez!!!! Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass so etwas möglich ist? Da sieht man, wie schnelllebig die NFL ist), und ich mit diesem Nebensatz möglichst unauffällig für Kollegen Kastler das Thema Fantasy unterbringen will (meine Keeper League habe ich auch gewonnen, erstes Double meiner Fantasy-Karriere. Oh yeah!!!). Nein, ernsthaft, da gab es schon einige Lichtblicke. Zum Beispiel Ryan Lindley, trotz der Niederlage in San Francisco und trotz seiner drei Interceptions. Bis Sonntag war Arizona für mich in jedem Playoff-Spiel der Außenseiter. Wegen Lindley. In dieser Partie warf er nicht nur die ersten beiden TD-Pässe seines NFL-Lebens, sondern verstand es auch sonst bisweilen recht ordentlich, den Ball zu bewegen. Bringt die Nummer drei der Cardinals zumindest das Mindestmaß dessen, was man auf dieser Schlüssel-Position erwartet, sollte ein Sieg in Carolina möglich sein. Es wäre Arizona nach dieser lange Zeit famosen Saison zu gönnen! Chase Daniel wiederum führte Kansas City in seinem zweiten Karriere-Start zum Sieg gegen San Diego. Mit Case Keenum hat auch die Notlösung der Houston Texans zuletzt einen okayen Job abgeliefert. Und darüber, wie Nobody Connor Shaw in seinem ersten Start für Cleveland aussah, sollte sich ein gewisser Herr Johnny Manziel dringend Gedanken machen. Shaw war alles andere als gut, aber verglichen mit "Johnny Football"...

"It was the time of my life!" So gelöst, entspannt und - ja sogar - witzig wie auf seiner Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Arizona hat man Jim Harbaugh in seinen vier Jahren als Head Coach der San Francisco 49ers nur selten erlebt. Irgendwie passend, dass er sich mit seinem 49. Sieg (44 Regular Season plus fünf in den Playoffs) würdig verabschiedete. Reichlich unwürdig war die Schmierenkömödie, die sich Harbaugh und sein nunmehriger Ex-Arbeitgeber in diesem Jahr lieferten. Der 51-Jährige mag eine schwierige Persönlichkeit sein, eines kann man ihm jedoch nicht vorwerfen: Dass er sich in der Öffentlichkeit falsch verhielt. In kleinem Kreis verriet er nach besagter PK den Beat-Writern der 49ers, dass er stolz darauf sei, sich nie an diesem Spielchen, als anonyme Quelle hinter dem Rücken anderer Informationen weiterzugeben, beteiligt habe. Diesbezüglich dürften Owner Jed York und GM Trent Baalke weniger gute Figur abgeliefert haben, wie inzwischen langsam durchsickert. Selbst bei seinem allerletzten Auftritt versuchte Harbaugh, korrekt rüberzukommen. Auch wenn er zwischen den Zeilen ohnehin Bilanz über seine Ära in der Bay Area zog, verhinderte er es trotz aller bohrenden und geschickten Fragen zu bestätigen, dass seine Amtszeit in San Francisco beendet ist und er an der University of Michigan, für die er einst als Quarterback agierte, anheuert. Es sei nicht seine Angelegenheit, dies zu bestätigen. Dies machten die 49ers via Presseaussendung - lediglich ein paar Minuten nach dem Ende der PK. So unnötig kompliziert - und mit Verlaub deppert - funktioniert nunmal die heutige PR-Welt... Ob er denn die NFL vermissen werde, wurde Harbaugh gefragt? "Is the NFL going somewhere?", lautete seine launige Antwort. Da verlor selbst Harbaugh die Contenance und bekam einen kleinen Lachanfall. Fest steht: Die NFL wird Harbaughs Charisma vermissen. Er mag nicht der größte Sympathieträger gewesen sein, aber einer, der kaum jemanden kalt ließ. Solche Figuren kann es nicht genug geben.

  Heute ist "Black Monday". Nicht gerade der favorisierte Arbeitstag von NFL-Head-Coaches, ist es doch oft genug ihr letzter. Ein kurzer Überblick: Fix weg ist Rex Ryan bei den New York Jets und in meinen Augen kommt dieser Schritt mindestens ein Jahr zu spät, eher zwei. Es war ein Fehler des ebenfalls gefeuerten GMs John Idzik, nicht mit seinem eigenen Coach sein Glück zu versuchen. Ich halte Ryan für einen tollen Coach, aber leider nur auf der defensiven Seite des Balls. Wenn einem die Offense über Jahre derart wurscht ist, kann sich das auf Dauer nicht ausgehen. Ich wünsche Ryan, dass er aus diesem Fehler gelernt hat. Denn auch er ist ein Charismatiker, der der NFL in der ersten Reihe gut tut. Alles andere als ein Charismatiker ist Mike Smith, den ich für einen guten Coach halte. Man sollte nicht vergessen, in welch trostlosem Zustand er die Atlanta Falcons übernommen und gemeinsam mit Matt Ryan wieder auf Vordermann gebracht hat. Eine derartige Selbstaufgabe wie beim 3:34 gegen Carolina lässt mich jedoch zur Einsicht kommen, dass ein frischer Wind dringend notwendig und seine Entlassung richtig ist. Auch wenn es mir persönlich Leid tut, kann ich auch den Wechsel in Chicago nachvollziehen. Marc Trestman ist in meinen Augen ein gutes offensives Hirn, aber sein Krisen-Management in dieser Saison war wenig Head-Coach-like. Mit ihm muss auch GM Phil Emery gehen. Und sonst? Ich glaube nicht, dass der Head Coach der Oakland Raiders 2015 Tony Sparano heißen wird, auch wenn das Urteil knapper ist, als ich gedacht hätte. Ich finde, die Interims-Lösung hat einen hervorragenden Job gemacht und wäre ich in der Verantwortung, würde ich überlegen, mir das noch ein Jahr anzuschauen. Aber die Raiders sind auf der Suche nach einem "Big Name". Keinesfalls entlassen würde ich Tom Coughlin bei den New York Giants. Ich bin zwar nicht sein größter Fan, aber die Giants sind eine Franchise, die für Beständigkeit steht und die Geduld für zwei, drei Jahre des Rebuildings aufbringt. Alleine mit Odell Beckham jr. ist man wieder auf einem vernünftigen Weg. Und dass Coughlin Titel nach Hause bringen kann, hat er ja hinlänglich bewiesen. So weit zu den logischen Kandidaten. Bei den Nachzügler-Teams sind durchwegs Head Coaches am Werk, die erst am Beginn ihrer Amtszeit stehen und sich weitere Chancen verdienen - auch Lovie Smith, den ich sehr schätze, der mich in seinem ersten Jahr in Tampa Bay jedoch sehr enttäuscht hat. Die eine oder andere Überraschung am Trainer-Markt gibt es jedoch fast jedes Jahr. Ich schiele diesbezüglich ein bisschen in Richtung Carolina Panthers und Ron Rivera. Denn trotz Playoff-Qualifikation war das natürlich ein mieses Jahr. Aber gut, schauen wir einmal, was die Postseason bringt. Eine schlaue Weisheit, die ich unter der Woche gelesen habe, möchte ich hier jedoch anbringen: "Jedes Team sucht entweder ein Genie als Head Coach oder ein Genie als Quarterback. Hat man beides, ist man die New England Patriots..."

Ich habe mich an dieser Stelle in der Vorwoche maßlos über Dominic Raiola aufgeregt, der Chicagos Ego Ferguson absichtlich auf den Fuß stieg und völlig zurecht für ein Spiel gesperrt wurde. Was fällt nur eine Woche später mit Ndamukong Suh dem nächsten Detroit-Star ein? Er steigt Aaron Rodgers absichtlich auf den Fuß!!! So ein... (denkt euch selbst, was hier stehen könnte!). Bei aller Liebe zur sportlichen Extraklasse von Suh, aber ihm persönlich wünsche ich, dass dies sein letztes Spiel für die Lions war. Soll heißen: Eine Sperre für die Playoff-Partie gegen Dallas und meinetwegen auch darüber hinaus. Solche Dummheiten gehen einfach nicht. No way! Football ist ohnehin gefährlich genug. Wenn sich Superstars wie Rodgers in Zukunft auch noch vor wahnsinnigen Heißläufern fürchten müssen, stimmt irgendetwas gravierend nicht. Suhs Vertrag in Detroit läuft aus. Dass sich die Lions sein anvisiertes Monster-Gehalt leisten wollen, ist mehr als fraglich. Als neuer Arbeitgeber (in der Gerüchteküche wird unter anderem Cleveland genannt) würde ich mir aber gut überlegen, ob ich einen hohen Prozentsatz meiner Salary Cap in einen derartigen Risikofaktor investieren würde...

So, mit den Playoff-Teams beschäftigen wir uns in den nächsten Tagen und Wochen genügend, also noch schnell ein paar Gedanken zu zwei Teams, für die der Urlaub bereits begonnen hat. Einerseits die Chicago Bears: Jay Cutler behalten oder mit einem anderen QB neu durchstarten? Wohlwissend, wie schwierig es ist, vernünftige Sielmacher zu finden, würde ich dem neuen Regime eher den Weg der Dallas Cowboys vorschlagen und erst einmal andere Löcher stopfen. Cutler wird man in zwei Jahren billiger los. Vor allem wenn ich den blanken Unsinn lese, dass man bei einem Trade zu Cutler sogar noch einen höheren Draft-Pick dazulegen könnte, um sein Gehalt einem neuen Arbeitgeber schmackhaft zu machen. Ginge es noch dümmer? Aber schon klar: Ein neuer Coach und ein neuer GM bedeuten wohl auch einen neuen QB. Andererseits zu den Cleveland Browns: Boah, was für eine bescheidene Woche! Tun wir mal nicht so, als hätten NFL-Spieler kein Leben abseits des Feldes. Aber es ist nicht gerade ein Zeichen von Intelligenz, wenn man in der Situation von Johnny Manziel eine Party schmeißt, Josh Gordon in der Folge dieser Feier ein Training verpasst und suspendiert wird - beide wandeln ohnehin auf sehr dünnem Eis. Mit Justin Gilbert wurde ein weiterer Erstrunden-Rookie deaktiviert, er verspätete sich bei einem Meeting. Begrüßenswert, dass die Browns konsequent durchgreifen (und dann gegen Baltimore eine nicht mal so schlechte Figur abgeben), aber über das team-interne Klima sagt das wenig Gutes. Wie dem auch sei: Cleveland und Chicago befinden sich wie 18 andere Teams in der Offseason und dürfen die kommenden Monate mit Gedankenspielen verbringen, wie in Zukunft alles ganz super wird. Zur Einstimmung darauf hier schon einmal die 20 bislang feststehenden Draft-Positionen (zwischen Kansas City und San Diego wird wegen des gleichen "Strength of Schedule" ein Münzwurf entscheiden):

 So wird man einfach MVP! Aaron Rodgers ließ sich auch von einer Waden-Verletzung nicht behindern, kehrte auf Seiten der Green Bay Packers auf das Feld zurück und führte diese zum Sieg gegen die Detroit Lions - und damit zum vierten Division-Titel en suite in der NFC North sowie zur First-Round-Bye in der Postseason. Well done! Rodgers blieb r-e-l-a-x-e-d, als die Packers bei 1-2 standen und ist es ebenso nun bei 12-4. Der Quarterback warf in der abgelaufenen Regular Season 36 Touchdowns und nur fünf Interceptions. Es sieht sehr gut für seinen zweiten MVP-Titel nach 2011 aus, zumal einer seiner Haupt-Rivalen und mein persönlicher Favorit, J.J. Watt, "nur" Verteidiger ist und nicht in den Playoffs steht. Der hat übrigens back-to-back +20-Sacks-Seasons zu Buche stehen. Klar ist aber auch: Rodgers hat sich diesen Titel ebenfalls mehr als verdient! 

 Give it up for the Carolina Panthers! Eigentlich wollte ich sie ja schon während der Saison aufgeben, aber man kann Head Coach Ron Rivera und seinem Team nur gratulieren. Back-to-back-NFC-South-Champions! Das hat es ja noch nie gegeben! Wirklich nicht! Seit 2002 gibt es diese Division und die Panthers haben dieses "Kunststück" erstmals fertiggebracht - und dann noch mit einem 7-8-1-Record. Das liest sich dann auch am Ende gar nicht mehr so negativ, wie etwa der 7-9-Record, mit dem die Seattle Seahawks 2010/11 die NFC West für sich entscheiden konnten. Long story short: Auch die Panthers haben nun das Zeug dazu, im Gegensatz zum Vorjahr eine Runde zu überstehen, spielen sie doch diesmal schon in den Wildcards und steigen nicht "erst" in den Divisionals ein. Nun treffen sie kommende Woche auf Arizona und gegen die "QB-losen" Cardinals ist alles drin!

 Das habe ich auch noch selten gesehen: Nämlich einen Head Coach, der bei seinem letzten Spiel bei einer 4-12-Bilanz per Gatorade-Dusche verabschiedet wird. Man kann über Rex Ryan sagen, was man will, aber zwei Dinge sind wohl nicht zu leugnen. Erstens: Er ist einer der besten Defensiv-Coaches der Liga. Zweitens: Seine Spieler lieben es, für ihn zu spielen. Gut, das 37:24 bei den Miami Dolphins war auch für die New York Jets eher ein Exhibition-Game, aber egal schien es den Jets-Spielern (im Gegensatz zur Miami-Diva Mike Wallace, der sich selbst aus dem Spiel nahm) auch nicht, wie sich ihr Head Coach nach sechs Saisonen verabschieden sollte. Der sagte auch, er wolle Head Coach bleiben und nicht wieder zurück auf der DC-Position arbeiten. Gut möglich, dass das passiert. Gibt man ihm eine halbwegs funktionierende Offense mit gefestigtem Quarterback, kann er aus der Defensive alles herausholen. Und die Spieler geben ohnehin alles für ihn. Vielleicht wird's ja doch noch etwas mit der "echten" Gatorade-Dusche. 


 "Win and you're in", hieß das Motto für die San Diego Chargers vor dem Gastspiel bei den Kansas City Chiefs. Nun lautet es: "Lost and out of season". Vergangene Saison waren die Südkalifornier noch dabei, dieses Mal reichte es nicht. Und das gegen die Chiefs, die mit QB Chase Daniel antraten. Auch das sagt einiges aus. Allerdings muss man auch genauer hinsehen. Die Chargers konnten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Zahlreiche Ausfälle, etwa startete man mit dem fünften (!) Center in dieser Saison, sowie solche auf Schlüsselpositionen (Ryan Mathews, Keenan Allen) machen einem das NFL-Leben nicht gerade leicht. Auf der anderen Seite könnte man in so einer Situation auch über sich hinauswachsen. Man hatte es in der eigenen Hand, in die Playoffs einzuziehen und vergab diese bei einem Gegner, der keine realistische Chance mehr hatte. Schade für die Chargers, schön für die Ravens, die ihre Chance doch noch nutzen konnten. Es zählt nur, drin zu sein!

 Sie haben es geschafft! Gut, normalerweise klingt das recht positiv und somit sollte hier links eigentlich ein grüner Pfeil stehen, doch wenn man "erfolgreich" Letzter wird, ist er eben rot und zeigt nach unten. Rot sind ja auch die Tampa Bay Buccaneers, die beim NFL Draft 2015 als Erste wählen dürfen, weil sie offiziell und endgültig das schlechteste Team der Saison 2014 in der NFL waren. Die Bucs sind "on the clock", weil sie es noch zuwege gebracht haben, gegen die Negativ-Überraschung der Saison, den New Orleans Saints, eine 20:7-Halbzeit-Führung zu vergeigen. Ein Schelm, wer Böses denkt... Spannend wird es allemal. Schießlich werden die Bucs einen Quarterback draften und dann kann es mit Super-Rookie Mike Evans und Routinier Vincent Jackson schnell in die andere Richtung gehen. Hach, freue ich mich schon wieder auf die neue Regular Season. Was mich zu meinem letzten Awful führt...

 Nein, es war kein (Alb)Traum, die Regular Season ist schon wieder vorbei. Schluchz. Heul. Seufz. Keine Spiele mehr am Sonntag um 19 Uhr, 22:25 Uhr und 02:30 Uhr. Keine Red Zone via NFL Gamepass mehr. Keine Matches mehr am Donnerstag oder am Montag. (Das war leider schon vor Week 17 der Fall.) Keine Big Plays (von Odell Beckham Jr.) mehr, keine wahre Fantasy League mehr (gut, in meinem Fall besser so). Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, die Saison neigt sich dem Ende zu. Natürlich ist Playoff-Football das Beste an jeder Spielzeit, aber das betrifft auch nur noch zwölf der 32 Teams. Die anderen sind in der Pause und können sich geistig schon einmal auf die neue Saison einstellen und ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Besserung setzen. Erst in acht Monaten startet die Regular Season wieder aufs Neue. Ich denke, der Black Monday hat nicht nur wegen der Personalentscheidungen seinen Namen verdient. Mach's gut, Regular Season, we will miss you!

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl XLIX, die am 1. Februar kommenden Jahres in Arizona stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 17:

BALTIMORE RAVENS vs. DETROIT LIONS

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die beiden Super-Bowl-Teilnehmer kommendes Wochenende noch frei haben werden, aber um auch am letzten Spieltag der Regular Season meiner Linie hier treu zu bleiben, gibt es wieder eine neue Paarung: Natürlich könnte ich jetzt auch Denver gegen Green Bay nehmen, aber Ravens gegen Lions macht mir gerade mehr Spaß. Baltimore weiß, wie es geht, vor allem in der Postseason zu überzeugen. 2013 gelang ihnen das sensationell gut, Joe "Cool" Flacco war heißer als die Sonne. Und die Lions? Warum nicht auch auswärts? Gut, das wäre in der NFC wohl noch der sensationellere Lauf, aber träumen darf erlaubt sein. Mit einem Megatron kann man überall gewinnen. Und hey, es sind die Playoffs. In jedem Spiel ist sowieso alles möglich. Sogar diese Paarung. Wobei mir jene aus Week 14 immer noch am wahrscheinlichsten scheint...

Draft-Position Team Bilanz 2014
1. Tampa Bay Buccaneers 2-14
2. Tennessee Titans 2-14
3. Jacksonville Jaguars 3-13
4. Oakland Raiders 3-13
5. Washington Redskins 4-12
6. New York Jets 4-12
7. Chicago Bears 5-11
8. Atlanta Falcons 6-10
9. New York Giants 6-10
10. St. Louis Rams 6-10
11. Minesota Vikings 7-9
12. Cleveland Browns 7-9
13. New Orleans Saints 7-9
14. Miami Dolphins 8-8
15. San Francisco 49ers 8-8
16. Houston Texans 9-7
17. Kansas City Chiefs 9-7
. San Diego Chargers 9-7
19. Cleveland Browns 7-9 (von Buffalo)
20. Philadelphia Eagles 10-6

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 17:
 
NEW ENGLAND PATRIOTS vs. SEATTLE SEAHAWKS
 
Historisches Pech für Kollegen Kastler, dass ich seine Paarung aus Week 14 wchon nach Week 12 hatte. Und nach Woche 15. Und jetzt wieder. Wobei: Sooooo oft matchen sich die beiden erstgereihten Teams beider Conferences gar nicht in der Super Bowl. Gut, letzte Saison war es der Fall, und ich denke, heuer wird es wieder so kommen. Zu schwer wiegt in beiden Fällen letztlich der Heimvorteil, auch wenn ich etwa Seattle derzeit nicht unknackbar halte und ein etwaiges NFC-Finale gegen Green Bay ein episches Duell verspricht. New England wiederum soll ja schon das eine oder andere Playoff-Spiel zu Hause verloren haben, aber derzeit stehen die Patriots für mich eine Ebene über der AFC-Konkurrenz. In diesem Sinne: Home sweet home!

  • Die Dallas Cowboys beenden die Saison ohne Auswärts-Niederlage. Das ist zuvor seit der Fusion von NFL und AFL 1970 sieben Teams gelungen, sechs davon erreichten die Super Bowl.
  • Die 1845 Rushing Yads von DeMarco Murray sind neuer Dallas-Franchise-Rekord, er löst Emmitt Smith ab. Die 16 TD-Catches von Dez Bryant sind ebenfalls neue Cowboys-Bestleistung. Die hielt bisher Terrell Owens.
  • Mit 102 Catches hat Chicago-Star Matt Forte einen neuen NFL-Rekord für Running Backs aufgestellt. Er übertraf die Bestmarke von Larry Centers (101) aus der Saison 1995.
  • Spät, aber doch: Miami-RB Lamar Miller legt mit 97 Yards den längsten TD-Lauf der Saison hin. Es war der längste Rushing-TD seit den 98 Yards von Packers-RB Ahman Green in der Saison 2003.
  • Kein Receiver hatte in der NFL-Geschichte nach seinen ersten zwölf Karriere-Spielen mehr als die 1305 Receiving Yards von Odell Beckham jr. Seine Serie von neun aufeinanderfolgenden Spielen mit zumindest 90 Receiving Yards innerhalb einer Saison stellt den Rekord von Dallas-Legende Michael Irvin ein.
  • Aaron Rodgers warf in dieser Saison in Heimspielen 25 Touchdown-Pässe, aber keine Interception.
  • Mike Smith verlässt die Atlanta mit den meisten Siegen der Franchise-Geschichte der Falcons, nämlich 66. Dan Reeves rangiert mit 49 auf Platz zwei.
  • Die 129 Catches von Pittsburgh-Receiver Antonio Brown in dieser Saison wurden in der NFL-Geschichte nur von Colts-Legende Marvin Harrison übertroffen. Der brachte es 2002 auf 143.
  • Die Carolina Panthers sind das erste Team der NFL-Geschichte, das nach einer Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg noch die Playoffs erreicht.
  • Ein anderer Chief hat dafür Grund zur Freude. Auf 22 Sacks brachte es Justin Houston letztendlich, womit er den NFL-Rekord von Michael Strahan aus der Saison 2001 nur um einen halben Sack verfehlte.
  • Die Niederlage gegen die Buffalo Bills hatte für die New England Patriots keine Bedeutung, aber statistisch fällt sie ins Gewicht: Damit ist die Serie von 35 Heimsiegen in Folge gegen AFC-Teams gerissen. Die Bills wiederum siegten erstmals nach 13 Pleiten wieder in Foxborough.
  • Eric Decker ist der erste Jets-Receiver seit Rich Caster 1972, der die Schallmauer von 200 Receiving-Yards durchbricht.

UNSERE NFL-AWARDS DER SAISON 2014:

Week 18 gibt es leider keine, deswegen entfallen die Bold Predictions. Wir haben uns dafür entschlossen, unsere eigenen Awards für diese Saison zu vergeben. Ihr kennt uns, nicht jede Kategorie ist komplett ernst gemeint. Aber die meisten schon...

HEUTE NACH WEEK 17

Happy new year - and welcome to the playoffs!

Woche
AFC NFC
Week 16 New England Patriots Dallas Cowboys
Week 15 Pittsburgh Steelers Arizona Cardinals
Week 14 New England Patriots Seattle Seahawks
Week 13 New England Patriots Green Bay Packers
Week 12 Denver Broncos Seattle Seahawks
Week 11 New England Patriots Arizona Cardinals
Week 10 Denver Broncos San Francisco 49ers
Week 9 New England Patriots Philadelphia Eagles
Week 8 Denver Broncos Arizona Cardinals
Week 7 Indianapolis Colts Dallas Cowboys
Week 6 San Diego Chargers San Francisco 49ers
Week 5 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 4 Cincinnati Bengals Arizona Cardinals
Week 3 San Diego Chargers Arizona Cardinals
Week 2 Denver Broncos Philaldelphia Eagles
Week 1 New England Patriots New Orleans Saints
Woche AFC NFC
Week 16 New England Patriots Detroit Lions
Week 15 New England Patriots Seattle Seahawks
Week 14 Indianapolis Colts Seattle Seahawks
Week 13 Denver Broncos Green Bay Packers
Week 12 New England Patriots Seattle Seahawks
Week 11 New England Patriots Green Bay Packers
Week 10 New England Patriots Arizona Cardinals
Week 9 Denver Broncos Arizona Cardinals
Week 8 Indianapolis Colts Arizona Cardinals
Week 7 Denver Broncos Green Bay Packers
Week 6 Denver Broncos Dallas Cowboys
Week 5 Denver Broncos Seattle Seahawks
Week 4 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 3 Cincinnati Bengals Seattle Seahawks
Week 2 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 1 Denver Broncos Seattle Seahawks
Kategorie Peter Altmann Bernhard Kastler
MVP Aaron Rodgers (Green Bay) J.J. Watt (Houston)
Bester Quarterback Aaron Rodgers (Green Bay) Aaron Rodgers (Green Bay)
Bester Running Back DeMarco Murray (Dallas) Le\'Veon Bell (Pittsburgh)
Bester Wide Receiver Odell Beckham jr. (NY Giants) Jordy Nelson (Green Bay)
Bester Tight End Rob Gronkowski (New England) Rob Gronkowski (New England)
Bester Kicker Adam Vinatieri (Indianapolis) Nick Folk (NY Jets)
Bester Defense-Spieler J.J. Watt (Houston) J.J. Watt (Houston)
Beste Defense Seattle Seahawks Seattle Seahawks
Beste Unit O-Line Dallas O-Line Dallas
Bester Head Coach Bruce Arians (Arizona) Bill Belichick (New Egland)
Schwächster Head Coach Lovie Smith (Tampa Bay) Jay Gruden (Washington)
Bester Offensive Coordinator Adam Gase (Denver) Joe Lombardi (Detroit)
Bester Defensive Coordinator Todd Bowles (Arizona) Dan Quinn (Seattle)
Offensive Rookie Odell Beckham jr. (NY Giants) Odell Beckham jr. (NY Giants)
Defensive Rookie Aaron Donald (St. Louis) Khalil Mack (Oakland)
Überraschungsteam Dallas Cowboys Dallas Cowboys
Enttäuschendstes Team New Orleans Saints Chicago Bears
Bester Owner Robert Kraft (New England) Bürger von Green Bay
Schlechtester Owner Woody Johnson (NY Jets) Dan Snyder (Washington)
Beste Division AFC North NFC West
Beste Fans Seattle Seahawks Arizona Cardinals
Bestes Spiel Seattle-Dallas 23:30 Green Bay-New England 26:21
Bester Neuzugang Justin Forsett (Baltimore) Emmanuel Sanders (Denver)
Bitterste Verletzung Patrick Willis (San Francisco) Carson Palmer (Arizona)
Coolste Frisur Peyton Manning (Denver) Odell Beckham jr. (NY Giants)
Bester TV-Experte Chris Collinsworth Jon Gruden
Größte Fantasy-Enttäuschung Cordarelle Patterson (Minnesota) Ich
Beste Pressekonferenz Marshawn Lynch Jay Cutler
Bester Oakland-Moment Jubel gefährdet 1. Sieg Führung in New England
\'Bester\' Redskins-QB Kirk Cousins Colt McCoy
Bester Touchdown Tuesday Week 7 Week 15
Bester Ort, TT zu schreiben Valencia Leipzig
Bold Prediction für 2015 Minnesota gewinnt NFC North NY Jets in den Playoffs
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