Peyton Mannings Wahl fällt auf die Denver Broncos

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Wenn eine lebende Quarterback-Legende die andere anruft…

Am Montag hat Peyton Manning dem Rätselraten über seine Zukunft eine Ende gesetzt. Der NFL-Superstar wird seine glanzvolle Karriere bei den Denver Broncos fortsetzen.

Der 35-Jährige teilte seine mit Spannung erwartete Entscheidung John Elway in einem Telefonat mit.

Der frühere Star-Spielmacher fungiert beim Team aus Colorado inzwischen als Vizepräsident und war maßgeblich am erfolgreichen Buhlen um Mannings Dienste beteiligt.

Fertig ausgehandelt ist der Deal noch nicht. Aber Tom Condon, der Agent des vierfachen NFL-MVPs, ist damit beauftragt, die letzten Details mit Denver zu klären.

Absage an Tennessee und San Francisco

Allgemein wird erwartet, dass Manning einen Fünfjahres-Vertrag samt Gehalt in der Größenordnung von rund 95 Millionen Dollar bekommt.

Bis zuletzt waren auch die Tennessee Titans und die San Francisco 49ers im Rennen um den zukünftigen Hall of Famer. Letztere werden sich nun wohl bemühen, ihren bisherigen Starter Alex Smith wieder unter Vertrag zu nehmen und das durch das Interesse an Manning möglicherweise beeinträchtigte Vertrauen wiederherzustellen.

Bei Tennesee zeigt man sich von der Absage enttäuscht. „Ich hatte gehofft, wir bekommen den Zuschlag. Ich dachte, wir liegen vor Denver. Peyton hat mich heute angerufen und mich über seine Entscheidung informiert. Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich dachte, wir wären die beste Adresse für ihn“, erklärte Owner Bud Adams.

Routinier Matt Hasselbeck steht bei den Titans noch zwei Jahre unter Vertrag und dürfte weiterhin die Nummer eins bleiben, während dahinter der talentierte Youngster Jake Locker in den Startlöchern scharrt.

Wie geht es mit Tebow weiter?

Wie es in Denver wiederum mit Tim Tebow weiter geht, erscheint zum aktuellen Zeitpunkt unklar. Durch die Verpflichtung Mannings wird der 24-Jährige seine Rolle als Starter der Broncos logischerweise verlieren.

In der abgelaufenen Saison erzeugte der polarisierende Spielmacher, der seine Anhänger durch unbändigen Siegeswillen beeindruckt und seine Kritiker durch seine unausgereifte Wurftechnik und mangelnde Präzision nervt, für eine wahre Tebow-Mania.

Im letzten Abdruck qualifizierte sich Denver trotz magerer Bilanz von acht Siegen und acht Niederlagen für die Playoffs, wo in der Wild-Card-Runde sensationell die Pittsburgh Steelers in der Overtime niedergerungen wurden, ehe es in den Divisional Playoffs eine herbe 10:45-Abfuhr in New England setzte.

Elway konnte seine Skepsis gegenüber Publikumsliebling Tebow nie verbergen und setzt nun auf Manning, um die erste Super Bowl seit 1999 nach Colorado zu holen.

Starkes Laufspiel, gute Defense

Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Die Broncos konnten in der abgelaufenen Saison auf ihr hervorragendes Laufspiel vertrauen, auch die Defense um Jungstar Von Miller verfügt über jede Menge Potenzial.

Was die Passempfänger betrifft, steht Manning in Zukunft mit Demaryius Thomas ein Rohdiamant zur Verfügung. Auch Eric Decker hat seine NFL-Tauglichkeit bereits bewiesen.

Inwieweit der Manning-Deal die weitere Personalplanung der Broncos beeinflusst, wird sich weisen. Als nicht unwahrscheinlich gilt jedoch, dass Peytons langjähriger Center aus Indianapolis, Jeff Saturday, ebenfalls in Denver landen wird.

Keine regelmäßigen Duelle mit Bruder Eli

Manning bleibt damit in der AFC und erspart sich somit die Gefahr regelmäßiger Duelle mit Bruder Eli, der in der NFC bei Super-Bowl-Champion New York Giants tätig ist.

Von den Colts wurde er bekanntlich nach 14 Jahren entlassen. In der abgelaufenen Saison konnte Manning wegen einer Nackenverletzung keine einzige Partie bestreiten, woraufhin Indy eine beispiellose Talfahrt hinlegte.

Im Draft Ende April wird Mannings langjähriger Arbeitgeber mit dem Nummer-1-Pick daher höchstwahrscheinlich das Megatalent Andre Luck von der Stanford University wählen.

Peter Altmann

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