NFL Free Agency 2015: Bowe landet bei den Browns

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Die alte Saison ist gerade erst einen guten Monat Vergangenheit, da beginnt die neue schon wieder - das allerdings abseits des Feldes: Die NFL Free Agency 2015 läuft.

Während die neue Spielzeit ihren wirklichen Kickoff erst im September erlebt, sind nun die Funktionäre an der Reihe, geht es doch um zukunftsträchtige Entscheidungen.

Wer schnappt sich die Spieler, die am Markt sind, für die kommende Saison? Wer baut seine Mannschaft kräftig um? Wer kann einen Coup landen?

Viele Fragen, auf die es in den nächsten Tagen Antworten geben wird.

LAOLA1 hält dich wie gewohnt über die wichtigsten Moves am Laufenden.

FREITAG, 20. MÄRZ:

  • Die Miami Dolphins scheinen die Bremse weiter nicht zu finden. Nach Bernard Pierce bekommt auch Running Back LaMichael James, vormals Mitglied der San Francisco 49ers, einen Vertrag. Am selben Tag erledigen die 'Fins auch einen oft unterschätzten Posten: Den des Backup-Quarterbacks. Dieses Amt wird weiterhin Matt Moore ausfüllen.

DONNERSTAG, 19. MÄRZ:

  • Lange musste Bernard Pierce nicht auf einen neuen Arbeitgeber warten. Am Tag nach seiner Entlassung durch die Baltimore Ravens erhält er von den Miami Dolphins ein neues Arbeitspapier für ein Jahr
  • Die Dolphins lassen Charles Clay ziehen. Sie matchen den Offer Sheet der Buffalo Bills nicht, so dürfen diese dem Tight End in den nächsten fünf Jahren nun 38 Millionen Dollar überweisen. Die Offense von Rex Ryans Team sieht auf den Skill Positions ja nun richtig furchteinflößend aus, wenn da nicht hinter "QB" Matt Cassell stehen würde.
  • Auch Dwayne Bowe hat einen neuen Arbeitgeber. Der vergangenes Jahr so oft erfolglose Wide Receiver der Kansas City Chiefs soll seine Karriere bei den Cleveland Browns wiederbeleben. Wie gut das bei der dortigen QB-Situation funktionieren kann? Man darf gespannt sein.

MITTWOCH, 18. MÄRZ:

  • Die Dallas Cowboys haben sich die Dienste von Free Agent Greg Hardy gesichert. Der Defensive End stand zuletzt bei den Carolina Panthers unter Vertrag und unterschreibt nun für ein Jahr in Texas, wo er bis zu 13,1 Millionen Dollar verdienen kann. Die Tampa Bay Buccaneers waren auch interessiert. "Am Ende des Tages haben wir uns dabei nicht gut gefühlt", so Bucs-GM Jason Licht.
  • Die Baltimore Ravens trennen sich indes von Running Back Bernhard Pierce, der zuvor wegen Betrunkenheit am Steuer verhaftet wurde. Dafür bleibt Defensive End Chris Canty den Ravens erhalten und unterschreibt nach seiner Salary-Cap-bezogenen Entlassung einen Zweijahres-Vertrag für 4,65 Millionen Dollar. Auch die New York Jets machten ein Angebot.
  • Apropos New York Jets. Nun ist es hochoffiziell: Antonio Cromartie unterschreibt für vier Jahre bei der "Gang Green", ebenfalls offiziell: Safety Marcus Gilchrist (4 Jahre/22 Mio.).


DIENSTAG, 17. MÄRZ:

  • Irgendwie verläuft die Karriere des Trent Richardson nicht so, wie man das noch vor wenigen Jahren erwartet hätte. Aber immerhin hat der bei den Indianapolis Colts gescheiterte Running Back einen neuen Arbeitgeber gefunden, und zwar die Oakland Raiders. Dort muss er es jedoch verhältnismäßig günstig geben. Sein Zweijahres-Vertrag ist 3,9 Millionen Dollar wert - leistungsbezogen kann er es jedoch auf 4 Millionen pro Jahr bringen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass er sich die Aufgaben im Backfield mit Latavius Murray teilen muss.


  • Der von den San Francisco 49ers entlassene Wide Receiver Stevie Johnson heuert bei den San Diego Chargers an. Sein Dreijahres-Vertrag ist 10,5 Millionen Dollar wert. Schließt der 28-Jährige an seine Form in Buffalo an, sind dies gute Nachrichten für Chargers-QB Philip Rivers. Dies ist übrigens der nächste Korb, den die New England Patriots in dieser Free Agency kassieren. Auch der Champion war an Johnson interessiert.
  • Das Tauziehen zwischen den AFC-East-Rivalen Buffalo Bills und Miami Dolphins um Charles Clay geht in die heiße Phase. Der umworbene Tight End unterschrieb ein Offer Sheet bei den Bills. Der Vertrag würde ihm in fünf Jahren 38 Millionen Dollar einbringen. Sein bisheriger Arbeitgeber Miami hat nun fünf Tage Zeit, dieses Angebot zu matchen oder ihn nach Buffalo ziehen zu lassen. Letzteres ist die höchstwahrscheinliche Variante. Denn Buffalo hat den Vertrag mit Clay so strukturiert, dass er in den ersten beiden Jahren des Vertrags 24,5 Millionen Dollar kassieren würde. Eine Attacke auf die derzeitige Salary-Cap-Situation der Dolphins, die nach dem Mega-Deal mit Ndamukong Suh ein wenig angespannt ist. Mit Jordan Cameron haben die Bills zudem schon einen Ersatz unter Vertrag. Bekommen die Bills zu LeSean McCoy, Percy Harvin, Sammy Watkins und Robert Woods auch noch Clay dazu, wäre eine nominell ohnehin schon beeindruckende Offense noch stärker. Fehlt nur noch ein guter Quarterback...

MONTAG, 16. MÄRZ:

  • Für die Fans der San Francisco 49ers hieß es in den vergangenen Tagen von einigen langjährigen Größen Abschied nehmen, nun machte - völlig überraschend - eine junge "Liebe" Schluss. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Chris Borland erklärt aufgrund von gesundheitlichen Bedenken seinen Rücktritt. "Nach all dem was ich über Kopfverletzungen recherchiert und auch erlebt habe, glaube ich nicht, dass es das Risiko wert ist. Ich will das Beste für meine Gesundheit. Wenn erst mal Symptome da sind, ist es zu spät", erklärt die letztjährige Rookie-Sensation. Das Thema Gehirnerschütterungen ist ein großes in der NFL, Borland hatte bereits deren zwei. Dass ein Spieler bereits nach seiner ersten Saison seinen großen Traum aufgibt, sollte für die Liga jedoch alarmierend sein. Zahlreiche Spieler anderer Teams reagierten, so auch sein Ex-College-Kumpel Russell Wilson. Für die 49ers ist dies natürlich ein schwerer Schlag. Denn Borland sollte der Nachfolger der ebenfalls zurückgetretenen Ikone Patrick Willis werden. Inside Linebacker ist von einer der größten Stärken nun plötzlich eine der größten Schwächen, da man auch nicht genau weiß, wie fit NaVorro Bowman nach einem Jahr Pause sein wird.


  • Dass die lebende Patriots-Legende Vince Wilfork nach seinem Abschied von New England nicht lange ohne Team sein würde, war klar. Der 33-Jährige lässt seine Karriere bei den Houston Texans ausklingen, wo er einen Zweijahres-Vertrag für 9 Millionen Dollar (5 garantiert) unterschreibt. Ein Deal, der aus diversen Gründen Sinn macht. Houston brauchte einen Nose Tackle. Gemeinsam mit dem sensationellen J.J. Watt und möglicherweise auch dem letztjährigen Nummer-1-Pick Jadeveon Clowney entwickelt sich hier eine D-Line mit unglaublichem Potenzial. Zudem sprachen langjährige Weggefährten für diesen Wechsel. Sowohl mit Head Coach Bill O'Brien als auch mit Defensive Coordinator Romeo Crennel hat Wilfork vereits in Boston zusammengearbeitet, mit Mike Vrabel coacht ein ehemaliger Mitspieler die Linebacker.
  • Auch für ihre Offense, die durch den Abgang von Andre Johnson ein wenig ihre Identität verloren hat, haben die Houston Texans etwas getan. Mit Cecil Shorts III verpflichten die Texaner einen interessanten Receiver, der in Jacksonville wegen der Schwäche der Jaguars ein wenig unter dem Radar geflogen ist. Der 27-Jährige bekommt einen Zweijahres-Vertrag für 6 Millionen Dollar.
  • Die Cleveland Browns arbeiten an ihrer Defense, indem sie zwei Veteranen unter Vertrag nehmen. Der langjährige Green-Bay-Cornerback Tramon Williams unterschreibt für drei Jahre und 21 Millionen Dollar. Mit Randy Starks, der von Miami aus Kostengründen entlassen wurde, verstärken die Browns den Pass Rush. Er kann in zwei Jahren bis zu 8 Millionen Dollar verdienen.
  • Achtung, die absolute "Überraschung" des Tages: Die Oakland Raiders haben Matt Schaub entlassen. Das Engagement des Quarterbacks in der Bay Area war ein beiderseitiges Missverständnis. Oakland spart 5,5 Millionen Dollar an Cap Space, mit Christian Ponder ist der neue Backup für Derek Carr längst an Bord.

Michael Johnson: Viel Geld, wenig Leistung

SONNTAG, 15. MÄRZ:

  • So verdient man richtig Geld: 43,75 Millionen Dollar ließen sich die Tampa Bay Buccaneers den Fünfjahres-Vertrag mit Defensive End Michael Johnson vorige Saison vermeintlich kosten. Nach einem verletzungsanfälligem Jahr reicht es der Florida-Franchise wieder. Obwohl Minnesota Interesse zeigte, entschied sich der 28-Jährige nun zur Rückkehr zu den Cincinnati Bengals, die 2013 noch ihren Franchise Tag einsetzten, um seinen Abgang zu verhindern. Johnsons Kontostand schnell durchgerechnet: 16 Millionen Dollar für 14 Spiele in Tampa, 7 Millionen gibt's vom Ex-Team kommende Saison noch an ausständigem Gehalt obendrauf. Dazu wird er für seinen neuen Vierjahres-Vertrag insgesamt 20 Millionen kassieren. Da kann man schon bisschen was auf die Seite legen. Kurios: Die Bengals haben den Drittrunden-Pick, den sie von den Buccaneers als Ablöse bekamen, noch gar nicht eingesetzt.
  • Die Miami Dolphins entlassen Stamm-Center Samson Satele. Mit den Chicago Bears könnte sich schnell ein Interessent gefunden haben.
  • Zweite Chance genutzt: Nach der Entlassung wegen Trunkenheit am Steuer bei den Buffalo Bills durfte Defensive Tackle Alan Branch das entsprechende Loch beim späteren Champion New England stopfen. Dieser dankt ihm nun mit einem neuen Vertrag, der in zwei Jahren bis zu 6,6 Millionen Dollar wert sein könnte.
  • Nicht mehr in Dallas spielen wird Defensive End George Selvie, mit 13 Einsätzen wichtiger Bestandteil der Verteidigung von 2014. Die Minnesota Vikings könnten ihm wieder Beschäftigung verschaffen.
  • Den Dallas Cowboys laufen die Linebacker davon. Neben Bruce Carter und Justin Durant könnte Rolando McClain die Texaner verlassen. Darum sorgt man vor und signed Andrew Gachkar. Special Teams sind seine Spezialität, weswegen er bei den San Diego Chargers immer eine Rolle spielte. Beim NFC-East-Team wird er 5,5 Millionen Dollar für zwei Jahre kassieren. Mit Corey White holen sie noch einen Cornerback von den New Orleans Saints, wo er nach der Verpflichtung von Brandon Browner nicht mehr gebraucht wird.
  • Die San Francisco 49ers behalten Chris Cook. Der Cornerback kam 2014 verletzungsbedingt nur zu sechs Einsätzen.
  • Apropos Cleveland Browns: Die sehen sich gerade auch um einen neuen Cornerback um. Tramon Williams wäre ein Kandidat. Es ist jedoch ebensowenig ausgeschlossen, dass er zu den Green Bay Packers zurückkehrt - oder nach New Orleans geht.
  • Dass ein Spieler nach einigen verstrichenen Free-Agency-Tagen noch das Interesse mehrerer Teams auf sich zieht, ist auffällig. Mit Ex-49er Stevie Johnson ist ein Wide Receiver zwecks Gesprächen momentan auf weiter Reise. Es führt ihn von einer Küste zur anderen: Neben den San Diego Chargers, die den 28-Jährigen am Freitag empfingen, laden am Montag die New England Patriots ein. Auch für die New York Jets könnte er noch eine Option sein. Ein anderer Passempfänger bäckt kleinere Brötchen: Dwayne Bowe, ehemaliger Kansas-City-Einser auf dieser Position. Nach einem ersten Meeting mit den Cleveland Browns scheinen beide Seiten ganz angetan.

Reggie Bush wird Frank Gore in rot-gold ersetzen

SAMSTAG, 14. MÄRZ:

  • Wenn schlechte politische Witze aufgelegt sind: Bush folgt auf Gore! Das erste Wochenende nach dem Start der Free Agency dient den NFL-Teams raditionell ein wenig zum Durchschnaufen, entsprechend konnte die Action bislang nicht mit jenem atemberaubenden Tempo der vergangenen Tage mithalten. Einen besonders interessanten Deal gibt es jedoch zu vermelden. Reggie Bush einigt sich auf eine Zusammenarbeit mit den San Francisco 49ers, wo er indirekt die Nachfolge des nach Indianapolis abgewanderten Fanlieblings Frank Gore antritt. Der 30-Jährige wird ein Running-Back-Duo gemeinsam mit Carlos Hyde bilden. Während der Youngster wohl für die Power sorgen wird, ist Bush prädestiniert dafür, in Pass-Situationen als potenzielle Anspielstation QB Colin Kaepernick zu helfen. Auch Champion New England zeigte großes Interesse am von Detroit nach einer von Verletzungen getrübten Saison entlassenen Routinier. Bei den Pariots wäre er ein guter Ersatz für Shane Vereen gewesen.
  • Ein bisheriger San-Francisco-Spieler findet indes einen neuen Arbeitgeber: CB Perrish Cox münzt seine gute Saison in einen Dreijahres-Vertrag für 15 Millionen Dollar bei den Tennessee Titans um.
  • Da mit Cox und Chris Culliver zwei Cornerbacks die San Francisco 49ers verlassen haben, mussten die Kalifornier reagieren. Mit Shareece Wright, in den vergangenen vier Jahren bei den San Diego Chargers, wird die Kaderdichte in der Secondary erhöht. Der 27-Jährige bekommt einen über ein Jahr laufenden Kontrakt.
  • Ein weiterer Wide Receiver mit guten Namen aber zuletzt eher überschaubaren Leistungen ist auf dem Markt. Einen Tag nach dem Trade für Mike Wallace entlassen die Minnesota VikingsGreg Jennings. Der frühere Packers-Star hätte kommende Saison 8,9 Millionen Dollar verdient, gegen die Salary Cap hätte er gar 11 Millionen gezählt.
  • Die Baltimore Ravens rüsten ihre Secondary mit Kendrick Lewis auf. Der 26-Jährige, der vergangene Saison das Trikot der Houston Texans trug, unterschreibt für drei Jahre.

Miami tradet Mike Wallace nach Minnesota

FREITAG, 13. MÄRZ:

  • Zehn TD-Pässe fing Mike Wallace 2014, eine innige Liebesbeziehung zu den Miami Dolphins entwickelte sich jedoch beiderseits in der zweijährigen Zusammenarbeit kaum. Nun hat das Team aus Florida in den Minnesota Vikings einen Abnehmer für den Star-Receiver gefunden. Gemeinsam mit einen Siebtrunden-Draft-Pick übersiedelt der 28-Jährige im Austausch für einen Fünftrunder in den hohen Norden. Heißt übersetzt: Im Grunde genommen ging es für den Sieger im Wettbieten um Ndamukong Suh lediglich darum, den Großverdiener von der Gehaltsliste zu bekommen. 2015 verdient Wallace 9,85 Millionen Dollar. Der frühere Pittsburgh-Spieler wird von Kenny Stills ersetzt (siehe unten). Die Vikings wiederum bekommen ihr dringend benötigtes Upgrade in der Passempfängerriege.
  • Ein anderes Vikings-Kapitel ist indes beendet. Quarterback Christian Ponder, enttäuschender Erstrunden-Pick des Jahres 2011, unterschreibt bei den Oakland Raiders, wo er als Backup von Derek Carr auf eine Chance hoffen muss, neu durchzustarten.
  • Aller guten Dinge sind...vier? Percy Harvin unterschreibt bei seinem vierten Team in ebensovielen Jahren. Der talentierte Wide Receiver wird für ein Jahr von den Buffalo Bills verpflichtet. Von den NY Jets wurde er nach der Verpflichtung von Brandon Marshall entlassen. Das Schweizer Taschenmesser unter den Offense-Spielern scheiterte bei seinen bisherigen Stationen an Disputen mit Coaches und Mitspielern sowie zahlreichen Verletzungen.
  • Kenny Stills wird von den New Orleans Saints zu den Miami Dolphins getradet. Glaubt man Insider-Quellen, hat Quarterback Drew Brees dabei eine gewichtige Rolle gespielt - der Routinier soll schlicht unzufrieden mit dem jungen Wide Receiver gewesen sein. Im Gegenzug gehen ein Drittrunden-Draftpick und Darnell Ellerbe an die Franchise aus Louisiana. Letzterer kann sich aber entweder auf eine saftige Gehaltskürzung oder eine Entlassung einstellen.
  • Die Fans der Pittsburgh Steelers können sich ihre Uhren weiter nach "Big Ben" Roethlisberger stellen. Der Quarterback verlängert seinen ursprünglich 2016 auslaufenden Vertrag bis 2020. Der Amerikaner mit entfernten Schweizer Vorfahren trägt seit seiner Rookie-Saison das schwarz-gelbe Jersey der Traditionsfranchise. Sein letzter Vertrag - damals über acht Jahre - war der bestdotierte der Steelers-Geschichte. Auch diesmal muss Roethlisberger wohl nicht am Hungertuch nagen, konkrete Zahlen lassen aber noch auf sich warten. 
  • Als Zuckerl zur Vertragsunterzeichnung bekommt Roethlisberger Verstärkung für sein Backfield. Hinter Star-Running-Back LeVeon Bell rackert dort zukünftig Ex-Panther DeAngelo Williams. Der trennte sich von seinem Ex-Team nicht unter den besten Umständen. Nach seiner Entlassung erklärte er in einem Radio-Interview, von der Teamführung enttäuscht gewesen zu sein, da im Mai einzig Greg Hardy zum Begräbnis von Williams' an Brustkrebs verstorbener Mutter kam.
  • Ein Tight End für die New England Patriots: Ex-Bill Scott Chandler ist das neueste Spielzeug von Bill Belichick.
  • Kenny Britt setzt weiterhin darauf, dass die St. Louis Rams und Head Coach Jeff Fisher, der ihn schon in Tennessee betreute, seiner Karriere gut tun. Der Wide Receiver verlängert um zwei Jahre. 2014 brachte es der 26-Jährige immerhin auf 748 Yards und drei TDs.
  • Die Defense Line der Detroit Lions verliert eine weitere gewichtige Stütze. Nach Ndamukong Suh macht auch Nick Fairley einen Abgang. Er darf im kommenden Jahr bei den St. Louis Rams versuchen, sein vor dem Draft vermutetes Potenzial zu verwirklichen. Die vorderste Defense-Front der Rams bereitet Offensive Coordinators quer durch die NFL damit wohl nun schon jetzt schlaflose Nächte. Robert Quinn, Chris Long, Aaron Donald, Michael Brockers und jetzt noch Fairley als dritter Backup neben William Hayes und Eugene Sims - viel Spaß.
  • Running Backs dürften die beliebtesten Exponate der Spieler-Auktion 2015 sein. Mit C.J. Spiller geht einer der besten verbliebenen Ballträger zu den New Orleans Saints. In fünf Jahren mit den Buffalo Bills konnte er sein Talent immer wieder beweisen, die letzte Spielzeit verlief für den 27-jährigen mit einem gebrochenen Schlüsselbein aber unglücklich. Nach dem Wechsel von LeSean McCoy zum AFC-East-Team war klar, dass sich Spiller eine neue Herausforderung suchen würde. Bei seiner neuen Franchise formiert er zusammen mit Mark Ingram und Khiry Robinson eine schlagkräftige Bodentruppe. Zahlen zum Vertrag sind noch nicht bekannt.
  • Höchst interessanter Deal der Dallas Cowboys. Die Texaner geben Darren McFadden einen Kontrakt, der über zwei Jahre läuft und ihm bis zu 5,85 Millionen Dollar einbringen kann. Die negative Seite der Medaille: Kaum ein NFL-Spieler hat den Ruf, verletzungsanfälliger zu sein als der bisherige Running Back der Oakland Raiders - deswegen auch ein Vertrag, der stark Prämien-basiert ist. Die positive Seite der Medaille: Sollte der 28-Jährige fit bleiben, könnte er sich als Schnäppchen erweisen. An Talent hat es ihm nie gemangelt, und in Dallas läuft er auch hinter einer mehr als fähigen O-Line, tendenziell der besten der ganzen Liga. So sollte sein Können besser zur Geltung kommen als in Oakland. Als Starter wäre McFadden in diesem Karrierestadium grenzwertig, aber er kann mithelfen, die von DeMarco Murray hinterlassene Lücke zu schließen. Und das zu einem verhältnismäßig günstigen Preis.
  • Mit Brian Orakpo ist ein weiterer Star-Spieler vom Markt. Der Outside Linebacker verlässt die Washigton Redskins und heuert für vier Jahre und 32 Millionen Dollar (13,5 davon garantiert) bei den Tennessee Titans an. In Vollbesitz seiner Kräfte zählt der 28-Jährige zu den besseren Pass Rushern der Liga. Leider erwies er sich in jüngerer Vergangenheit als sehr velretzungsanfällig, vergangene Saison verpasste er neun Spiele. In topfittem Zustand ist dies jedoch ein guter Move der Titans, die mit Derrick Morgan einen weiteren Pass Rusher halten konnten. Der 26-Jährige unterschreibt für vier weitere Jahre und kann bis zu 30 Millionen Dollar kassieren.
  • Während der Verlust von Orakpo schmerzt, können die ansonsten bislang relativ zurückhaltenden Washington Redskins zumindest ihre Secondary verstärken. Cornerback Chris Culliver unterschreibt einen Vierjahres-Vertrag. Der 26-Jährige verbrachte die vergangenen vier Jahre bei den San Francisco 49ers und hat nach einem Kreuzbandriss 2013 eine gute Saison 2014 hinter sich.

Richardson muss den Hut nehmen

DONNERSTAG, 12. MÄRZ:

  • Die Indianapolis Colts beenden eine schwierige Beziehung und setzen RB Trent Richardson vor die Tür. Der dritte Overall-Pick 2012 wurde bald für einen First-Rounder von Cleveland losgeeist, enttäuschte aber auf voller Linie. In den letzten beiden Jahren brachte er es gerade einmal auf 1.082 Yards und sechs Touchdowns, wobei es auch keine Entschuldigung ist, sich die Einsätze mit Ahmad Bradshaw aufteilen zu müssen. Nun steht die Karriere des 24-Jährigen vollends am Scheideweg. Mit ihm geht Michael Hill, ebenfalls Running Back.
  • Der Deal ist unterschrieben - kein Wunder, bei diesen Konditionen: DeMarco Murray, Offensive Player of the Year 2014, wird zu den Philadelphia Eagles wechseln und in fünf Jahren über 40 Millionen Dollar verdienen, die Hälfte davon garantiert. Damit werden die Dallas Cowboys ausgestochen, denen es sicher nicht schmecken wird, mindestens zwei Mal pro Jahr auf Murray zu treffen. Aber: Er wird die großartige Offensive Line seines Ex-Teams vermissen, und es wird sich erst weisen müssen, ob der Rushing Leader beim NFC-East-Konkurrenten ähnliche Zahlen produzieren können wird.
  • Run, Eagles, Run! Den zuletzt überragenden Mann auf der Running-Back-Position als Konkurrenz um den Stammplatz, na und? Ryan Mathews lässt sich trotzdem nicht von seiner Unterschrift in Philadelphia abbringen. Es bleibt beim kolportierten Deal: 11,5 Millionen für drei Jahre. Und einen gewissen Darren Sproles hätten die Eagles auch noch im Backfield aufzubieten... Die Antithese dazu ist nun Mathews' Ex-Team in San Diego. Dort wird man aktiv werden müssen.
  • So ein DeMarco-Murray-Deal frisst Cap Space, und die Philadelphia Eagles brauchen etwas Luft zum Atmen. Darum bemüht man sich, den zweifachen Pro-Bowl-Guard Evan Mathis anzubringen. 5,5 Millionen Dollar ließen sich so sparen, angesichts der Trennungen von LeSean McCoy, Nick Foles und Jeremy Maclin fast nicht der Rede wert.
  • So schnell konnte man sich eine ansehnliche Secondary basteln. Die New York Jets holen auch Antonio Cromartie (zuletzt Arizona) zurück, womit man das alte Cornerback-Duo mit Darrelle Revis wiedervereint hat. Zahlen zum Deal: 4 Jahre, 32 Millionen Dollar. Mit Marcus Gilchrist konnte zudem ein neuer Safety an Land gezogen werden. Der bisherige San Diego Charger unterschreibt für vier Jahre und wird an der Seite des letztjährigen Erstrunden-Picks Calvin Pryor starten.


  • Wechsel von Cleveland nach Miami freuen Sport-Fans in Cleveland bekanntlich selten, da sind die Browns-Anhänger keine Ausnahme. Mit Tight End Jordan Cameron verlässt eine der wenigen kompententen Offensiv-Optionen das Team in Richtung Miami Dolphins, obwohl man sich angeblich schon einig war mit dem Spieler. Die Konditionen in Florida sollen die gleichen sein, wie sie es in Ohio gewesen wären: ein Zweijahres-Vertrag für 15 Millionen Dollar. Der Reiz bei aufgerüsteten Dolphins zu spielen, ist aber scheinbar größer.
  • Mit Rahim Moore unterschreibt einer der besseren vertragslosen Safetys für drei Jahre und 12 Millionen Dollar bei den Houston Texans. Die denkwürdigste Szene des Ex-Bronco dürfte mittlerweile vergessen sein: Die unglückliche Involvierung in den 70-Yard-TD-Pass von Joe Flacco zu Jacoby Jones, der Denvers Playoff-Weg 2013 beendete.
  • C-C-Combo Breaker? Die New Orleans Saints werden es nicht hoffen. Denn mit Brandon Browner heißen sie einen Cornerback willkommen, der sich zwei Super-Bowl-Ringe anstecken kann. Ein Gefühl, das er vor 14 Monaten noch nicht kannte, stammen die Schmuckstücke doch von den jüngsten Triumphen der Seahawks und Patriots. Währenddessen wird Guard Ben Grubbs für einen Fünftrunden-Pick nach Kansas City getradet.
  • Zukünftig für die Atlanta Falcons verteidigen werden Cornerback Phillip Adams und Defensive End Adrian Clayborn. Ersterer gehört zur Gattung der Wanderfalken, es ist seine siebte Station, seit er 2010 von den 49ers gedraftet wurde. Clayborn verlor seinen Stammplatz in Tampa Bay, nachdem er 2014 verletzungsbedingt nur auf eine Partie kam. Und auch um die Linebacker-Position kümmert man sich, genauer gesagt in Form von O'Brien Schofield. Der hatte vor wenigen Wochen noch kleinen Anteil am Super-Bowl-Einzug von Seattle, verpasste dann jedoch bekannterweise die Chance auf seinen zweiten Ring.
  • Wide Receiver waren zuletzt nicht die herausragende Spielerzunft bei den Kansas City Chiefs. Mit Dwayne Bowe trennt man sich aber trotzdem von einem verdienstvollen Passempfänger, der in den vergangenen acht Jahren in Missouri spielte. In den letzten zwei Seasons fing er durchschnittlich 58 Pässe für 713 Yards. Nur die Touchdown-Stats...
  • Zwei andere bekannte Namen sichern indes einen weiteren Verbleib bei ihren Franchises, jeweils für drei Jahre. Ravens-Running-Back Justin Forsett, der 2014 mehr als beeindruckend für den suspendierten Ray Rice in die Bresche springen konnte (Nummer fünf in Sachen Rushing Yards mit 1.266, sogar Nummer eins bei den Yards per Carry mit durchschnittlich 5,3), bleibt für insgesamt neun Millionen in Baltimore. Wide Receiver Danny Amendola, der in den Playoffs aufzeigte, verzichtet sogar auf Geld, um bei Champion New England zu verbleiben. Er lässt seinen Vertrag umstrukturieren: 12,75 Millionen gibt's sicher, 15 Mio. sind das Maximum.
  • Die Washington Redskins basteln an ihrer D-Line, was eine ausgezeichnete Idee ist. Aus Denver kommt mit Nose Tackle Terrance Knighton einer der besten Laufverteidiger der Liga. Eine relativ risikolose Verpflichtung, er unterschreibt für ein Jahr und vier Millionen Dollar.
  • Die Denver Broncos wiederum rüsten ihre D-Line mit Vance Walker auf, der seinen Streifzug durch die AFC West fortsetzt. 2014 spielte er für Kansas City, 2013 bei den Oakland Raiders. Er bekommt einen Zweijahres-Vertrag, der bis zu 12 Millionen Dollar wert sein kann. Nächster Arbeitgeber? Die Wetten auf San Diego stehen wohl nicht schlecht, um die AFC West zu komplettieren...
  • Zwei Quarterbacks versuchen ihr Glück bei Teams, bei denen die Starterrolle offen ist: Tyrod Taylor wird von Rex Ryan zu den Bills gelotst. Der Neo-Head-Coach hält große Stücke auf den bisherigen Flacco-Backup in Baltimore und streicht besonders dessen Schnelligkeit heraus. Bei den Cleveland Browns holt man Thaddeus Lewis zurück, seines Zeichens in der Zwischenzeit auch kurz in Buffalo engagiert, zuletzt aber etwas über zwei Monate lang Randnotiz im Houston-Roster.
  • Die Oakland Raiders werden langsam aktiver. Mit Nate Allen holen sie einen Starting Safety von den Philadelphia Eagles ins Boot. Der 27-Jährige verzeichnete letztes Jahr vier Interceptions, seine Karriere-Höchstmarke. Die Eagles-Fans erscheinen trotzdem nicht zu unglücklich. Auch interessant: Damit wäre DeMarco Murrays Rückennummer 29 offiziell frei...
  • Der bisherige New-England-Linebacker Akeem Ayers schließt sich den St. Louis Rams an. Sein Zweijahres-Vertrag ist sechs Millionen Dollar wert, drei davon garantiert.
  • Wer auch immer den Ballträger-Job bei den Dallas Cowboys erfüllen wird, derjenige bekommt einen neuen, unmittelbaren Vordermann. Mit Jed Collins, zuletzt eine Saison im Detroiter Löwengewand gekleidet, unterschreibt ein Fullback für ein Jahr in Texas.
  • Die Jacksonville Jaguars entlassen Defensive End Red Bryant nach einer Saison aus seinem eigentlichen Vierjahres-Vertrag.
  • Nach Verpflichtung des Linebackers Bruce Carter verstärken die Tampa Bay Buccaneers auch die anderen Defense-Ebenen. Dabei greift Head Coach Lovie Smith auf alte Bekannte zurück, denn sowohl mit Safety Chris Conte, als auch mit Defensive Tackle Henry Melton arbeitete er bei den Chicago Bears zusammen. Letzterer trug nach langem Verletzungspech in der vergangenen Saison in drei Spielen das Trikot von Dallas und brachte es dabei immerhin auf fünf Sacks und zwei Fumble Recoverys. Beide unterschreiben für ein Jahr. Von Defensive End Michael Johnson trennt sich die schlechteste NFL-Franchise 2014. Bevor er nun zu Gesprächen nach Minnesota fährt, wird schnell der Abschluss an der Georgia Tech gemacht. Löblich!

Ndamukong Suh stellt seine Talente in Zukunft Miami zur Verfügung

MITTWOCH, 11. MÄRZ:

  • DeMarco Murray fliegt nach Philadelphia, um sich nun auch offiziell mit den Eagles zu treffen. Auch die Oakland Raiders sind hinter dem Leading Rusher 2014 her. C.J. Spiller, ebenfalls ein FA-Running-Back, fliegt nach New Orleans, um selbiges mit den Verantwortlichen der Saints zu tun. Gut möglich, dass Tag drei weitere große Deals mit sich bringt... 
  • Die Chicago Bears haben zwei Spieler verpflichtet. Auf der einen Seite Safety Antrel Rolle (32), zuletzt bei den NY Giants, für drei Jahre und 11,25 Millionen Dollar, davon fünf garantiert. Auf der anderen Seite mussten die Bears nach dem Trade von Brandon Marshall zu den Jets handeln und holten Receiver Eddie Royal, zuletzt San Diego Chargers. Auch dieser Kontrakt läuft über drei Jahre, Zahlen sind keine bekannt.
  • Super-Bowl-Champion New England nimmt den früheren Brown LB/DE Jabaal Sheard unter Vertrag (zwei Jahre, 11 Millionen Dollar, 5,5 garantiert) und verstärkt damit seine Front Seven. Eine Liga-Quelle spricht davon, dass das "eine der Top-5-Verpflichtungen in der Free Agency" sein wird. "Garantiert". Die Patriots nehmen auch Cornerback Chimdi Chekwa, zuletzt Oakland, für ein Jahr unter Vertrag.
  • Die San Francisco 49ers entlassen wie erwartet Receiver Stevie Johnson, nachdem dieser vor einem Jahr aus Buffalo kam.
  • Die Arizona Cardinals verstärken ihre Defensive mit Defensive End Cory Redding, der die letzten drei Saisonen in Indianapolis spielte. Der Vertrag geht über zwei Jahre, Zahlen sind keine bekannt. Dazu verpflichten die Cardinals Inside Linebacker Sean Wheaterspoon, zuletzt Atlanta, für ein Jahr.
  • Linebacker Bruce Carter, zuletzt bei den Dallas Cowboys, unterschreibt einen Vierjahres-Vertrag bei den Tampa Bay Buccaneers. Der Verteidiger fing bei den Cowboys die meisten Interceptions (5) 2014.
  • Der Top-Running-Back der Free Agency, Dallas' NFL-Leading-Rusher 2014 DeMarco Murray, soll sich persönlich bei Eagles Head Coach Chip Kelly ins Spiel gebracht haben. Zumal Philadelphia auch Murrays früheren Oklahoma-Teamkollegen, QB Sam Bradford, verpflichtet hat. Auch wenn die Eagles Ryan Mathews (siehe unten) verpflichtet haben, ist Murray natürlich mehr als eine Überlegung wert. Freilich ist es aber eine Frage des Geldes - jeden Betrag zahlen die Eagles Murray gewiss nicht...
  • Top-Receiver Andre Johnson, der von den Houston Texans nach zwölf Jahren entlassen wurde (hätte 2015 16,1 Mio. Dollar gekostet), hat sich entschieden: Der Passempfänger unterschreibt einen Dreijahres-Deal bei den Indianapolis Colts. Der Deal ist 21 Millionen wert und QB Andrew Luck darf sich über eine neue, routinierte Anspielstation freuen. Zuvor verstärkten die Colts schon ihr Laufspiel mit dem langjährigen 49ers-RB Frank Gore. Beide spielten übrigens für die University of Miami.

 

  • Kurz und knackig: Jay Cutler wird auch 2015 Starting Quarterback der Chicago Bears sein. Das verkündet Neo-GM Ryan Pace. Mangels Alternativen und eines Vertrages, der bis 2020 läuft, blieb keine andere Wahl.
  • Apropos Miami: Das "Geheimnis" ist keines mehr. Die Dolphins sichern sich einen der Top-Free-Agents in diesem Jahr, nämlich Defensive Tackle Ndamukong Suh, der die ersten fünf Jahre in Detroit spielte und dort seine - im wahrsten Sinne des Wortes - Spuren hinterließ. Auf der einen Seite einer der besten Verteidiger der Liga, auf der anderen Seite überspannt er manchmal den Bogen, stieg etwa vergangene Saison Green Bays Quarterback Aaron Rodgers auf das Bein. Nun bekommt er für sechs Jahre die stolze Summe von 114 Millionen Dollar, 60 sind davon garantiert. Damit ist Suh der teuerste Verteidiger der Liga. Die Frage wird sein: Ist er auch so viel wert? Auf der anderen Seite könnte er gemeinsam mit Cameron Wake die Miami-Defensive zu glorreicheren Zeiten als zuletzt führen. 
  • Der nächste Rücktritt in der NFL: Cornerback Cortland Finnegan, zuletzt bei den Miami Dolphins unter Vertrag und davor unter anderem jahrelang in der Secondary der Tennessee Titans am Werk, hängt die Football-Schuhe an den Nagel. Via Instagram verabschiedete sich der 31-Jährige, nicht ohne dabei auf einen Seitenhieb in Richtung Receiver Andre Johnson zu vergessen. Mit dem hatte sich Finnegan 2010 auf dem Feld geprügelt. "Er schlägt wie ein Mädchen"...ließ er nun in seinem Post wissen. Und "Mädchen" ist dabei noch die höfliche Übersetzungsform...
  • Und wieder die Eagles: Philadelphia verpflichtet Running Back Ryan Mathews, zuletzt San Diego Chargers, für drei Jahre und 11,5 Millionen Dollar. Davon fünf Jahre garantiert. Die Eagles hatten zuvor ihren Top-Rusher LeSean McCoy zu den Bills getradet, für ihn kam Linebacker Kiko Alonso nach Philadelphia.
  • Nun ist es offiziell: Wide Receiver Jeremy Maclin wechselt von den Philadelphia Eagles zu den Kansas City Chiefs und ist auf diese Weise mit seinem früheren Head Coach Andy Reid wiedervereint. Der Deal geht über fünf Jahre und ist 55 Millionen Dollar wert. Damit haben die Eagles ihren Top-Receiver und Top-Rusher (LeSean McCoy per Trade nach Buffalo) der vorangegangen Saison verloren - ein Novum in einer Free Agency. Die Chiefs könnten indes Dwyane Bowe ais Kostengründen entlassen, zumal A.J. Jenkins und Donnie Avery an Bord bleiben.
  • Nach Darrelle Revis könnte auch Cornerback-Kollege Antonio Cromartie nach New York zurückkehren. Die Jets zeigen Interesse am Verteidiger, der vergangene Saison unter Neo-Head-Coach Todd Bowles in Arizona auflief.
  • Die New York Jets machen munter weiter. Nach Brandon Marshall, der per Trade aus Chicago geholt wurde, sowie der Rückkehr von Star-Cornerback Darrelle Revis hat die "Gang Green" auch auf der problematischen Quarterback-Position gehandelt und sich Ryan Fitzpatrick per Trade (Siebtrunden-Draft-Pick 2016, der nach einer gewissen Anzahl von Einsätzen zum Sechstrunder werden könnte) aus Houston gesichert. Der Spielmacher hat schon in Buffalo unter Neo-Jets-OC Chan Gailey gespielt und soll Geno Smith mehr fordern, als es Michael Vick (nun Free Agent) in der vergangen Saison je tat. Smith zeigte sich in seinen ersten beiden Saisonen (11-18) in der NFL äußerst unkonstant. Die Frage des QB-Starters 2015 ist deswegen bei den Jets offen. Fitzpatrick stellte vergangene Saison mit 6 TD-Pässen im Spiel gegen die Tennessee Titans einen Franchise-Rekord auf, verletzte sich aber wenig später. Zuvor musste der Havard-Absolvent für Ryan Mallett (bleibt in Houston) seinen Platz räumen. Die Jets übernehmen den noch ein Jahr laufenden Vertrag Fitzpatricks, der ihnen 3,25 Mio. Dollar kostet.
  • Und weiter geht es mit der Free Agency in der NFL. Tag 2 ist den USA angelaufen und eine der ersten Neuverpflichtungen haben wiederum die Philadelphia Eagles getätigt. Nach Byron Maxwell kommt mit Walter Thurmond ein weiterer Cornerback in die Stadt der brüderlichen Liebe. Die beiden hatten schon in Seattle gemeinsam gespielt und 2014 die Super Bowl gewonnen, Thurmond wechselte allerdings vergangene Saison zu den NY Giants. Dort unterschrieb er ein Jahr, verpasste aber nach einem Muskelriss 14 von 16 Spielen und so ging sein Plan nicht auf, nach dieser Saison ordentlich abzucashen. Immerhin trifft er auf einen alten Bekannten. Interessant: Thurmond ist der zehnte frühere Ducks-Spieler, den Ex-Oregon-Und-Nun-Philly-HC Chip Kelly unter seine Fittiche nimmt. Die Vertragsverlängerung von Quarterback Mark Sanchez über zwei Jahre wurde indes offiziell bestätigt.

Jimmy Graham könnte auch für Seattle ein Difference Maker sein

DIENSTAG, 10 MÄRZ:

  • In der Free Agency gehen für gewöhnlich vertragslose Spieler über den Ladentisch, aus aktuellem Anlass starten wir jedoch mit einem absoluten Blockbuster-Trade. Jimmy Graham trägt in Zukunft das Trikot der Seattle Seahawks. Dafür schickt der Super-Bowl-Verlierer einen Erstrunden-Draftpick beziehungsweise Center Max Unger zu den New Orleans Saints und bekommt neben dem Superstar-Tight-End einen Viertrunden-Pick. Für New Orleans ist dies natürlich ein extrem schmerzlicher Verlust, immerhin fing der 28-Jährige in fünf Saisonen bei den Saints 51 Touchdown-Pässe. Einen Difference Maker wie Graham gibt man nur ungerne her. Andererseits verschaffen sich die Saints dringend benötigten Salary-Cap-Spielraum und können mit dem zusätzlichen Erstrunden-Pick ein weiteres der zahlreichen Löcher im Roster stopfen - und ein Center wie Unger bürgt zudem für Qualität. Seattle wiederum bekommt eine der besten Anspielstationen der NFL, die vor allem in der Red Zone kaum zu stoppen ist. In der jüngeren Vergangenheit erwies sich Graham allerdings als verletzungsanfällig. Dennoch symbolisiert dieser Move wohl, dass - Verlängerung mit RB Marshawn Lynch hin oder her - über kurz oder lang Russell Wilson mehr Verantwortung übertragen wird. Immerhin steht auch eine teure Vertragsverlängerung mit dem QB an.

 

  • Die NFL-Teams präsentieren sich zum Auftakt der Free Agency auch abseits des Graham-Deals Trade-freudig. Die Philadelphia Eagles und St. Louis Rams tauschen ihre Quarterbacks. Sam Bradford, der die vergangene Saison mit einem Kreuzbandriss verpasste, ist in Zukunft ein "Adler". Im Gegenzug übersiedelt Nick Foles nach St. Louis. Ein überraschendes Geschäft, das jedoch beiderseits Sinn machen könnte. Wobei Philly-Head-Coach Chip Kelly, der ab dieser Saison das letzte Wort bei Personalfragen hat, einiges riskiert. Neben seiner Verletzungsanfälligkeit stehen hinter dem früheren Nummer-1-Pick Bradford auch sportliche Fragezeichen. Vollends überzeugen konnte er in St. Louis nie. Das QB-freundliche System Kellys könnte seiner Karriere jedoch einen Turnaround verschaffen. Davon profitierte auch Foles, dem jedoch schon vor seinem Schlüsselbeinbruch, der die Saison 2014 vorzeitig beendete, immer weniger Vertrauen entgegengebracht wurde. Möglicherweise ist er nun die lange gesuchte Antwort auf die Spielmacher-Frage bei den Rams.
  • Und gleich noch ein Trade! Ihren Superstar-DT Ndamukong Suh haben die Detroit Lions nicht halten können, doch der Ersatz kann sich definitiv sehen lassen. Die Lions eisen den fünffachen Pro Bowler Haloti Ngata für einen Viert- und einen Fünftrunden-Pick von den Baltimore Ravens los. Die Ravens ersparen sich damit 16 Millionen Dollar gegen die Salary Cap, da Ngata nicht bereit war, seinen Vertrag neu zu strukturieren.
  • Ja, die NFL hat auch klassische Free-Agent-Deals im Angebot - hier zum Beispiel einen besonders spektakulären: Mit Superstar-Cornerback Darrelle Revis ist der "verlorene Sohn" zurück bei den New York Jets - nachdem er mit Erzfeind New England Patriots seinen ersehnten Super-Bowl-Ring abgestaubt hat. Dennoch ist dem Team aus dem "Big Apple" ein bemerkenswerter Move für das eigene Ego gelungen. Einerseits hat man den erbitterten Rivalen geschwächt und zweitens eine eigene Problem-Position mit einem der besten Vertreter seiner Generation besetzt. Dies ist allerdings ein kostspieliges Vergnügen. Für einen Fünfjahres-Vertrag blättert die "Gang Green" 70 Millionen Dollar hin, die stolze Summe von 39 Millionen ist dabei garantiert (16 in der ersten, 17 in der zweiten Saison; 6 der 17 Millionen in der dritten Saison sind ebenfalls garantiert) - ein gewisses Risiko bei einem bereits 29-Jährigen. Aber die Klasse von Revis spricht für sich. Bereits von 2007 bis 2012 überzeugte er bei den Jets, fiel jedoch auch immer wieder mit hohen Gehaltsforderungen auf. Vor zwei Jahren entschloss man sich daher, ihn nach Tampa Bay zu traden, wo der Cornerback jedoch nicht glücklich und bereits nach einer Saison entlassen wurde. Letztlich ein Glücksfall, denn so konnte er in New England unterschreiben und sich zum Champion krönen. Die Patriots verzichteten darauf, eine 20-Millionen-Dollar-Option auf Revis einzulösen, weshalb er wieder am freien Markt landete. Der Champion hätte "Revis Island" gerne mit einem neuen Deal weiterverpflichtet, der folgte jedoch dem Ruf seines Herzens zurück zum neuen, alten Arbeitgeber.

 

  • Denver-QB Peyton Manning verliert eine seiner bevorzugten Anspielstationen. Das war schon längst klar, und auch der neue Arbeitgeber ist keine Überraschung. Tight End Julius Thomas unterschreibt wie erwartet bei den Jacksonville Jaguars. In den kommenden fünf Jahren verdient der 26-Jährige im Schnitt 9,2 Millionen Dollar - 24 Mio. sind ihm garantiert. Für den jungen Jaguars-QB Blake Bortles sind dies natürlich hervorragende Nachrichten. Wie es sich überhaupt abzeichnet, dass die Jaguars, die über jede Menge Salary-Cap-Spielraum verfügen, zu den Big Spendern dieser Free Agency zählen werden. GM David Caldwell und Head Coach Gus Bradley stehen in Jahr drei ihrer Rebuilding-Phase auch langsam unter Erfolgsdruck...
  • Die Denver Broncos haben flotten Ersatz für Thomas parat und den hat man erraten können, handelt es sich doch um Owen Daniels, der schon in Houston und Baltimore seine komplette neunjährige NFL-Karriere für Neo-Broncos-Coach Gary Kubiak spielte. Der 32-Jährige bekommt einen Dreijahres-Vertrag. Mit Virgil Green hat ein anderer Tight End seinen Vertrag bei den Broncos um drei Jahre verlängert. Im Idealfall kann er bis zu 11,25 Millionen Dollar verdienen, 4,2 sind ihm garantiert.
  • Neben Ngata und Daniels heißt es für die Fans der Baltimore Ravens auch von Torrey Smith Abschied zu nehmen. Der Wide Receiver unterschreibt für fünf Jahre und 40 Millionen Dollar (22 davon garantiert) bei den San Francisco 49ers, die damit ihre dringend benötigte Deep Threat bekommen. Smith ist zudem mit seinem ehemaligen Ravens-Kumpel Anquan Boldin wiedervereint. 2013 gewann das Receiver-Duo gemeinsam die Super Bowl - ironischerweise gegen San Francisco.

Frank Gore übersiedelt von San Francisco nach Indianapolis

  • Dafür müssen die 49ers-Anhänger, die schon vom überraschenden Rücktritt von Patrick Willis auf dem falschen Fuß erwischt wurden, endgültig den Abgang eines langjährigen Publikumslieblings verschmerzen. Running Back Frank Gore hat sich letztendlich doch noch für einen neuen Arbeitgeber durchringen können. Nachdem er bezüglich des Angebots der Philadelphia Eagles kalte Füße bekommen hat, unterzeichnet er - wie bereits im Laufe des Tages durchgesickert - bei den Indianapolis Colts einen Vertrag für drei Jahre und 12 Millionen Dollar (8,5 davon garantiert). Nach zehn erfolgreichen Jahren in San Francisco soll der Routinier nun das wenig berauschende Laufspiel der Colts beleben. Auch Gores Kumpel aus College-Zeiten in Miami, Andre Johnson, soll nach seiner Ära in Houston bekanntlich seine Karriere in Indianapolis ausklingen lassen. Hier steht die Bestätigung derzeit noch aus.
  • Die Indianapolis Colts verschwenden zudem keine Zeit, sich um ihre durchaus verbesserungswürdige Defense zu kümmern. Aus St. Louis kommt Defensive End Kendall Langford, dem bei den Rams von Defensive Rookie of the Year Aaron Donald der Rang abgelaufen wurde. Nach zehn Jahren bei den Philadelphia Eagles heuert Trent Cole bei den Colts an. Der Outside Linebacker bekommt einen Vertrag für zwei Jahre und 16 Millionen Dollar, acht davon sind garantiert.
  • Ein weiterer Abgang bei den San Francisco 49ers, der sich schon länger angekündigt hat: Mit Left Guard Mike Iupati hat sich Division-Rivale Arizona Cardinals einen der begehrtesten Free Agents gesichert. Der 27-Jährige bekommt einen Fünfjahres-Vertrag für 40 Millionen Dollar, 22,5 davon sind garantiert. Iupati zählt zu den besten Laufblockern der Liga, ist jedoch in Passsituationen nicht immer sattelfest. Dennoch ist er ein beachtlicher Upgrade, und ein Jahr nach der Verpflichtung von Left Tackle Jared Veldheer verfügen die Cardinals über eine beeindruckende linke Seite der O-Line.
  • Auch an die Defense denken die Arizona Cardinals. Nach einer enttäuschenden Saison in Oakland geben die Cards dem früheren Pittsburgh-Linebacker LaMarr Woodley eine Chance. Der Routinier bekommt einen Einjahres-Vertrag.
  • Keinen Trade, aber einen interessanten Jobtausch haben die beiden Cornerbacks Byron Maxwell und Cary Williams vollzogen. Maxwell lässt Seattle und die "Legion of Boom" hinter sich und übersiedelt zu den Philadelphia Eagles, die ihn mit einem Sechsjahres-Vertrag für 60 Millionen Dollar (25 sind in den ersten drei Saisonen garantiert) locken. Dafür haben die Eagles Williams entlassen, der seinerseits Maxwells alten Job bei den Seattle Seahawks bekommt - für drei Jahre und 18 Millionen Dollar. Diesbezüglich sei festgehalten, dass Phillys Secondary zuletzt nicht das Gelbe vom Ei war und Williams wiederum in den vergangenen beiden Jahren zu den am meisten ins Visier genommenen Cornerbacks gehörte. Dies wiederum zeugt nicht von übertrieben viel Respekt der Gegner. Gegen Seattle wiederum vermeiden es gegnerische QBs bekanntlich tunlichst, allzu oft in Richtung Richard Sherman zu werfen. Klingt nach viel Arbeit für Williams. Aber vielleicht helfen ihm seine durchaus begabten Neo-Mitspieler und das Defense-Schema der Seahawks, das in den vergangenen Jahren brillant funktionierte.
  • Die New York Giants haben sich Running Back Shane Vereen von Champion New England Patriots geschnappt, was angesichts dessen Stärke als Passempfänger sehr gute Nachrichten für QB Eli Manning sind. Gemeinsam mit Rashad Jennings und Andre Williams könnte er für ein interessantes Backfield sorgen. Ebenfalls von den Patriots kommt Linebacker Jonathan Casillas, der in drei Jahren bis zu 10,5 Millionen Dollar verdienen kann. Zudem wird aus Jacksonville mit J.T. Thomas ein weiterer solider Linebacker in den "Big Apple" gelotst. Der bekommt einen Dreijahres-Vertrag für 12 Millionen Dollar, 4,5 davon garantiert.
  • Die Chicago Bears könnten ein wichtiges Puzzleteil für ihre löchrige Defense gefunden haben. Aus Baltimore kommt Linebacker Pernell McPhee, der einen Fünfjahres-Vertrag für 40 Millionen Dollar bekommt.
  • Neben Revis haben die New York Jets zwei weitere Spieler verpflichtet. Zum einen überraschen sie mit einem etwas hoch dotierten Vertrag für James Carpenter von den Seattle Seahawks, bei denen der frühere Erstrunden-Pick nur bedingt überzeugen konnte. Der Guard bekommt für einen Vierjahres-Vertrag rund 20 Millionen Dollar. Mit Buster Skrine kommt ein weiterer Cornerback von den Cleveland Browns. Er unterschreibt für vier Jahre und 25 Millionen Dollar, 13 davon garantiert.
  • Vor einem Jahr hielten die Oakland Raiders die NFL in Atem, weil sie zu Beginn der Free Agency so ziemlich jeden Routinier verpflichteten, der nicht niet- und nagelfest war. Auch diesmal haben die Kalifornier wieder jede Menge Salary-Cap-Spielraum zur Verfügung und waren im Wettbieten um zahlreiche Superstars mit von der Partie - bloß: Irgendwie wollte bislang keiner bei den Raiders anheuern. Das bisherige Trostpflaster, Washingtons Backup-RB Roy Helu, der für zwei Jahre und vier Millionen Dollar unterschreibt, ist eher kein Ticketseller. Spannender ist da schon die Einigung mit Malcolm Smith, dem Super-Bowl-MVP von 2014. Der war in Seattle allerdings nur ein Backup, sollte die Linebacker-Riege aber dennoch verstärken.
  • Die Atlanta Falcons verpflichten als Ersatz für Sean Weatherspoon den bisherigen Houston-Linebacker Brooks Reed, der einen Fünfjahres-Vertrag für 22 Millionen Dollar bekommt. Zudem wechselt mit Justin Durant von den Dallas Cowboys ein weiterer Linebacker nach Atlanta.
  • Die Cincinnati Bengals verstärken ihre Defense mit dem langjährigen Green-Bay-Linebacker A.J. Hawk, der kürzlich von den Packers entlassen wurde.


  • Die St. Louis Rams können Tight End Lance Kendricks halten. Der 27-Jährige, der es 2014 auf fünf Touchdowns brachte, bekommt einen Vierjahres-Vertrag, der ihm bis zu 18,5 Millionen Dollar einbringen kann.
  • Apropos St. Louis: Dort sprang Shaun Hill vergangene Saison phasenweise für Neo-Eagle Sam Bradford ein. In der kommenden Saison wird der QB-Routinier Backup von Teddy Bridgewater bei den Minnesota Vikings.
  • Den potenziellen "neuen" Backup von Nick Foles bei den St. Louis Rams kennen wir inzwischen praktischerweise auch. Für einen Siebtrunden-Pick holen die Rams Case Keenum aus Houston zurück. Dies ist kurioserweise bereits der zweite Wechsel des Spielmachers von den Texans nach St. Louis binnen kürzester Zeit. 2013 spielte er für Houston, 2014 verbrachte er große Teile der Saison am Practice Squad der Rams, von wo ihn die Texans aufgrund ihrer Verletzungsmisere auf der QB-Position zurück nach Houston lotsten. Nun also wieder St. Louis. Wann es wohl wieder in die andere Richtung geht...? Vorher geht es wohl gegen Austin Davis um den Backup-Job.
  • Und noch eine News vom Backup-QB-Markt: Blaine Gabbert kehrt für zwei Jahre und zwei Millionen Dollar zu den San Francisco 49ers zurück. Das Angebot an vertragslosen Quarterbacks ist diesmal wirklich sehr, sehr überschaubar.
  • Was macht eigentlich der Champion? Die New England Patriots geben wieder einmal einen No-Name-Reveiver eine Chance. Brandon Gibson kommt aus Miami, wo er die vergangenen zwei Jahre tätig war. Zuvor spielte er für die St. Louis Rams - 2011 unter Patriots-Offensive-Coordinator Josh McDaniels. Sein Einjahres-Vertrag kann ihm 825.000 Dollar einbringen, garantiert sind jedoch nur 40.000.
  • Ein wenig ein Bein gestellt hat sich die NFL mit ihrer dreitägigen Verhandlungszeit vor dem offiziellen Auftakt der Free Agency. Über das Wetter haben sich Teams mit den Beratern der Spieler nämlich nicht unterhalten, weswegen einige Deals schon im Vorfeld durchsickerten, was am Dienstag zu einer scharfen Reaktion der Liga führte. Dies führt auch zur Verwirrung, dass man zwar weiß, dass etwa mit Ndamukong Suh der Hauptpreis dieser Transferzeit bei den Miami Dolphins landen wird, eine offizielle Bestätigung steht jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch aus. WR Jeremy Maclin wird von Philadelphia zu den Kansas City Chiefs übersideln, wieder unter seinem früheren Eagles-Coach Andy Reid arbeiten und rund elf Millionen Dollar im Jahr verdienen - die Bestätigung der Chiefs fehlt jedoch noch. Bekanntgegeben haben sie bislang nur die Verpflichtung des routinierten Safetys Tyvon Branch von den Oakland Raiders. Wie wir seit Frank Gore und Philadelphia wissen: Endgültig fix ist ein Deal erst, wenn die Tinte trocken ist...
  • Spannender Neuzugang auf dem Free-Agents-Markt: Nach dem Trade für Chicago-WR Brandon Marshall haben die New York Jets Percy Harvin offiziell entlassen. Damit ist ein weiterer starker, wenngleich nicht ganz pflegeleichter Receiver zu haben.
  • Und auch für die Vermeldung eines Abschieds aus der NFL sollte an Tag eins der Transferzeit Zeit bleiben: Tennessee-QB Jake Locker erklärt im Alter von 26 Jahren nach nur vier NFL-Saisonen seinen Rücktritt. Der Nummer-8-Pick des Jahres 2011 zollt damit wohl seinen zahlreichen Verletzungen Tribut. Er begründet diesen Schritt damit, dass er nicht mehr den "brennenden Wunsch" verspüre, in der NFL zu spielen: "Trotzdem weiterzumachen, wäre unfair gegenüber der nächsten Franchise, bei der ich vielleicht unterschrieben hätte. Ich verstehe, dass diese Entscheidung viele überrascht, aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist."
  • War schon mit Locker nicht zu rechnen, kam einige Stunden später der nächste Rücktritts-Schocker nach Patrick Willis. Free-Agent-Pass-Rusher Jason Worilds beendete an dem Tag, der sein großer Zahltag hätte werden können, im Alter von 27 Jahren seine Karriere. Zum besseren Verständnis: Der bisherige Pittsburgh-Spieler wurde von der NFL-Homepage auf Rang zehn aller Free Agents geführt, hätte also mit Sicherheit einen Vertrag mit einem Gehalt von sieben, acht Millionen pro Jahr abschließen können. Er möchte nun "anderen Interessen" nachgehen. Überraschend, aber irgendwie auch schön zu sehen, dass Geld nicht alles ist.


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