NFL-Vorschau 2011: AFC NORTH

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In der AFC North finden sich zwei Playoff-Teilnehmer der vergangenen Saison. Zum einen die Baltimore Ravens, die als Zweite eine Wild Card ergattern konnten.

Und zum anderen die Pittburgh Steelers, die erst in der Super Bowl XLV von den Green Bay Packers gestoppt werden konnten. Weit abgeschlagen hinter den beiden landeten vergangene Saison die Cleveland Browns und die Cincinnati Bengals.

LAOLA1 wirft einen genauen Blick auf die vier Teams der AFC North:

 

PITTSBURGH STEELERS



 

Ausgangslage

Den dritten Super-Bowl-Triumph binnen fünf Jahren verpassten die Steelers im Cowboys Stadium - mit 25:31 musste sich die Mannschaft rund um Quarterback-Superstar Ben Roethlisberger den Green Bay Packers geschlagen geben. Diese Saison gehört die Franchise aus Pennsylvania wieder zum erlauchten Kreis der Favoriten.

Vielleicht auch deshalb, weil Pittsburgh nach den vorangegangen beiden Super-Bowl-Triumphen (2006, 2009) immer die Postseason in der Spielzeit darauf verpasste. Vor allem die Defensive, der so genannte "Steel Curtain" wurde wieder aufgezogen, ist das Prunkstück - in der vergangenen Saison war sie mit 4429 zugelassenen Yards Raumgewinn die zweitbeste der Liga. Und die Offensive steht um nichts nach.

Prognose

Der erste Vorteil gegenüber der Vorsaison: "Big Ben" Roethlisberger wird gleich von Beginn an dabei sein, nicht erst im fünften Spiel - so wie es aufgrund einer Sperre 2010 der Fall war. Der zweite Vorteil: Die Mannschaft hat sich gegenüber der Vorsaison kaum verändert. Es mussten nur ausgelaufene Verträge verlängert werden. Die aufgrund des Lockouts verkürzte Offseason spielt dem Team von Head Coach Mike Tomlin in die Karten.

Quarterback Ben Roethlisberger, Running Back Rashard Mendenhall, die Receiver Mike Wallace, Emmanuel Sanders und Hines Ward in der Offensive sowie Safety Troy Polamalu, die Linebacker James Harrison und Lawrence Timmons in der Defensive - hinter all diesen Stars steckt noch eine jede Menge weitere Qualität. Die Steelers gilt es nicht nur in der AFC North zu schlagen, sondern in der ganzen Conference.

LAOLA1-Tipp

Platz 1 in der AFC North.

BALTIMORE RAVENS



 

Ausgangslage

Die Ravens werden wieder der größte Herausforderer der Steelers in der AFC North sein. Vergangene Saison hätten sie Pittsburgh beinahe den Titel abspenstig geschafft, zumindest aber konnte die selbe Bilanz aufgewiesen werden - 12-4.

Bei einem derartigen Sieg-Niederlagen-Verhältnis ist es kein Wunder, dass in der Offseason nicht viel am Team verändert werden musste. Die Defensive ist sehr gut, die Offensive braucht sich nicht verstecken. Die wohl wichtigste Verstärkung ist Vonta Leach. Der Fullback half vergangene Saison mit, dass Arian Foster von den Houston Texans zum besten Rusher der Liga avancierte. Bei den Ravens agiert mit Ray Rice ein Star-Running-Back, der ebenso Ambitionen auf solch eine Saison hat.

Prognose

Das Team von Head Coach John Harbaugh, der am 25. November im Duell mit den 49ers auf seinen Bruder Jim als Pendant treffen wird, hat das Zeug für eine äußerst starke Saison. In der Division steht zwar mit dem Erzrivalen aus Pittsburgh ein großer Brocken im Weg, was allerdings nicht bedeutet, dass der AFC-North-Titel dieses Mal nicht in Baltimore landet.

Wichtig ist, dass sich Quarterback Joe Flacco nicht verletzt. Denn einen Routinier als Backup gibt es nicht. Ansonsten kann man sich auf die Offensive verlassen, noch mehr aber auf die Defensive rund um den emotionalen Leader Ray Lewis. Der Linebacker gewann mit den Ravens schon einmal die Super Bowl. Und es ist überhaupt nicht auszuschließen, dass das noch einmal passiert...

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Platz zwei in der AFC North.


CLEVELAND BROWNS



 

Ausgangslage

Die Browns mussten sich in der vergangenen Saison in der Division mit einer 5-11-Bilanz deutlich hinter den beiden Größen Pittsburgh und Baltimore anstellen. Die Hälfte der Saison spielte dabei Rookie-Quarterback Colt McCoy, der sechs Touchdowns warf, allerdings auch neun Interceptions. Dieses Jahr wird der frischgebackene 25-Jährige (5.9.) Starter sein, zumal Jake Delhomme auch nicht mehr zugegen ist. Ein Quarterback wurde nicht gedraftet.

Die Ära von Head Coach Eric Mangini war nach nur zwei Saisonen vorbei, der neue Mann auf der Kommandobrücke heißt Pat Shurmur. Für den 46-Jährigen ist es seine erste Station als Head Coach. Zuletzt arbeitete Shurmur als Offensive Coordinator bei den St. Louis Rams.

Prognose

Viel haben auch die Browns in der Offseason nicht verändert. Mit Brandon Jackson wurde ein aktueller Super-Bowl-Champ verpflichtet, der Running Back musste aber gegen Ende der so erfolgreichen vergangenen Packers-Saison James Starks den Vortritt lassen. Zudem scheint es so, als würde Jackson mit einer Fußverletzung in die Saison gehen. Sein Positions-Kollege Peyton Hillis sollte sich nicht verletzen.

Was ist für die Browns drin? Die Chance auf die Playoffs ist nicht nur ob der Konkurrenz in der Divison verschwindend klein. Für McCoy geht es in erster Linie darum, eine gute zweite Saison hinzulegen und sein Team zumindest zu einer ausgeglichenen Bilanz zu führen. Mit Shurmur hat er nicht nur einen neuen Head Coach, der Offensive Coordinator war, sondern auch mit Mark Whipple einen eben solchen neu an der Seite. In der Defensive ist mit Dick Jauron ebenso ein neuer Coordinator dabei, der Ex-Bears- und Bills-Head-Coach. Es gilt einen Schritt nach vorne zu machen, die Bengals werden definitiv in Schach gehalten.

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Platz 3 in der AFC North.

 

CINCINATI BENGALS

 

Ausgangslage

Das Gesicht der Franchise, das die vergangene Saison mit einer bescheidenen Bilanz von 4-12 als Letzter der AFC North beendete, ist von dannen gezogen: Chad Ochocinco hat die Bengals gen New England Patriots verlassen. Wie sehr der Abgang schmerzen wird, oder gar helfen - der Receiver zieht die Aufmerksamkeit nur allzu gerne auf sich - wird, gilt abzuwarten.

Auf der Schlüsselposition des Quarterbacks hat sich einiges getan. Denn Carson Palmer ist tatsächlich nicht spielbereit und steht nur auf der Reserve List. Der 31-Jährige wollte per Trade zu einer anderen Franchise wechseln, das ließ Eigentümer Mike Brown nicht zu und weil Palmer lieber in sportliche Pension geht, als für die Bengals zu spielen, hat Cincinnati nun Andy Dalton. Der Spielmacher wurde heuer an Position 35 im Draft gezogen. Sollte der Rookie nicht überzeugen, wartet mit Bruce Gradkowski ein Backup, der von den Oakland Raiders kam.

Prognose

Es wird eine ganz schwierige Saison für die Bengals. Head Coach ist nach wie vor Marvin Lewis, der seit 2003 im Amt ist und nur wenige nennenswerte Erfolge verbuchen konnte. Sein Spielmacher sieht sich mit jungen Passempfängern konfrontiert - der 37-jährige Terrell Owens wurde nicht weiterverpflichtet. Bleibt für Cinci zu hoffen, dass Running Back Cedric Benson wieder in Form kommt und Last von den jungen Schultern Daltons nimmt.

Die Defensive war in der vergangenen Saison bedingt solide, das zumindest braucht es auch heuer, um nicht ganz ins Hintertreffen zu geraten. Von der Postseason brauchen wir hier gar nicht sprechen, Platz vier in der Division dürfte für das Team aus Ohio reserviert sein.

LAOLA1-Tipp

Platz 4 in der AFC North.

 

Bernhard Kastler

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