Neue Vorzeichen in der AFL

Aufmacherbild
 

AFL startet mit neuen Vorzeichen in die Saison

Aufmacherbild
 

Die Austrian Football League (AFL) beginnt am Samstag in einer Woche nicht nur mit einer Neuauflage des Vorjahresfinales, sondern auch mit neuen Vorzeichen.

Titelverteidiger Vienna Vikings befindet sich nach dem Abgang mehrerer Stammspieler im Umbruch. Der erste Herausforderer, Vizemeister Raiders Tirol, tanzt 2015 mit dem Einladungsturnier "BATTLE4TIROL" gleich auf drei verschiedenen Hochzeiten.

Start mit Vorjahresfinale

Am 22. März kommt es in Wien zum ersten direkten Duell. "Die Vikings sind vielleicht angeschlagen, aber gerade das macht sie gefährlich. Nach drei Meistertiteln ist man schon der Favorit", meinte Raiders-Trainer Shuan Fatah.

Auf der Rechnung müsse man auch das AFL-Gastteam Prag Black Panthers haben. Komplettiert wird die Liga von den Danube Dragons und den Graz Giants. Eine Erweiterung auf acht Teams wurde auf frühestens 2016 verschoben.

Dafür gibt es für die Amateurvereine erstmals ein kleines Antrittsgeld. Der Verband AFBÖ übernimmt etwa die Kosten für Schiedsrichter und Statistik. Das Finale, die Austrian Bowl, steigt in den kommenden drei Jahren im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt - in dieser Saison am 11. Juli.

Schmerzhafte Abgänge bei den Vikings

Sie ist auch für den Serienmeister aus Wien das Ziel. Dabei stehen zahlreiche Leistungsträger aus der Vorsaison nicht mehr zur Verfügung. Nationalteam-Quarterback Christoph Gross hat seine Karrieree beendet. Jungstar Laurinho Walch (Frankfurt Galaxy) ist ebenso ins Ausland gewechselt wie Dustin Illetschko und Dominik Bubik (beide Helsinki Roosters).

Auf Legionäre - in der AFL ist ohnehin nur einer pro Team erlaubt - verzichten die Vikings dennoch weiterhin. "Wir bleiben unserer Philosophie treu", versicherte Chefcoach Chris Calaycay. "Dieses Jahr ist ein großer Schritt in unserer Entwicklung." Ähnlich wie 2009, als die Wiener erstmals mit einem österreichischen Quarterback erfolgreich waren.

Als Spielmacher folgt Alexander Thury seinem Nationalteam-Kollegen Gross nach. "Ich erwarte viel von ihm. Er hat Potenzial, ist physisch und mental stark", sagte Calaycay über den 20-Jährigen. "Er ist aber auch noch jung, er wird seine Fehler machen." Wie das gesamte Team soll sich Thury im Lauf der Saison entwickeln. Calaycay, seit 2004 in Wien: "Wir wollen an dieser Aufgabe wachsen. Am Ende ist schon der Titel das Ziel."

Raiders mit vier US-Amerikanern

Im internationalen Geschäft könnte es aber schwierig werden, sind in Europas Topliga "BIG6" doch fünf Profis im Kader bzw. drei auf dem Feld erlaubt. Die Raiders verfügen daher neben Quarterback Sean Shelton über drei weitere US-Imports.

Coach Fatah forderte eine Vereinheitlichung des Regulativs. "Dabei geht es nicht um mehr oder weniger Amerikaner", betonte der Deutsche. "Was ich will, sind gleiche Voraussetzungen in Europa."

BATTLE4Tirol ins Leben gerufen

Vorerst sind die Tiroler mit ihrem geringeren Einzugsgebiet als die Vikings auf kreative Konzepte angewiesen, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Als zusätzlicher Anreiz für Spieler und Fans riefen sie die "BATTLE4Tirol" ins Leben, in der es ab dem Ostersonntag (5. April) jeweils zu Hause gegen die Stuttgart Scorpions, Düsseldorf Panther, Basel Gladiators und London Warriors geht.

"Man braucht mehr als vier Heimspiele pro Saison, um den Sport nach vorne zu bringen", meinte Fatah. Das Einladungsturnier, das er selbst mitinitiiert hat, stehe und falle mit der Akzeptanz.

"Wir werden sehen, wie die Mannschaft die zusätzliche Belastung verkraftet. Aber wir sind Wettkämpfer, wir haben keine Angst vor dem Risiko." Im Vorjahr mussten sich die Raiders den Vikings in der Austrian Bowl XXX erst nach Verlängerung geschlagen geben.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen