"Einfach nur Raiders-Football"

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"Wir wollen zurück ins Finale um den Eurobowl"

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Am Sonntag ist es genau 365 Tage her, dass die SWARCO Raiders im Halbfinale der Champions League des American Football im eigenen "Wohnzimmer" von den Calanda Broncos vorgeführt wurden.

Nun haben die Tiroler an selber Stelle die Chance auf Revanche.

Für Kyle Callahan war die 3:35-Niederlage im Halbfinale des Eurobowl-Wettbewerbs besonders schmerzhaft, denn der Quarterback der Tiroler schied im zweiten Viertel mit einer Schulterverletzung aus. In dieser Saison ist er topfit und vor allem in Topform.

Im Interview mit LAOLA1 spricht Callahan über die Gründe für seine tolle Saison, über das System von Offensive Coordinator Lee Rowland, über die Bedeutung des "Rückspiels" gegen die Broncos und die Saisonziele der SWARCO Raiders.

LAOLA1: Mr. Callahan, dies ist Ihre dritte Saison in Innsbruck. Fühlen Sie sich in Innsbruck und Tirol so wohl?

Kyle Callahan: Ich fühle mich tatsächlich sehr wohl in Innsbruck. Jeder hier hilft dir dabei, dich heimisch zu fühlen. Am meisten gefallen mir an Innsbruck die Berge. Keine Frage, das ist etwas Besonderes.

LAOLA1: Sie spielen eine tolle Saison dieses Jahr, haben in der Liga 23 Touchdowns bei nur 4 Interceptions geworfen. Erklären Sie uns, warum es für Sie momentan so gut läuft?

Callahan: Meine Offensive Line und ich sind wirklich auf einer Wellenlänge und sie spielen sehr gut zusammen. Zudem entwickeln sich unsere Receiver zu einen echt ordentlichen Gruppe. Ich nehme einfach nur, was mir die gegnerische Defensive gibt. Und ich vertraue meinen Teamkollegen.

LAOLA1: Sie haben zwei talentierte Imports an Ihrer Seite, aber auch einige junge Österreicher gehören zu ihrem Arsenal. Was macht die Gruppe zu etwas Besonderem?

Callahan: Diese Jungs sind etwas Besonderes, weil wir als Team zusammenspielen, einander vertrauen und uns sehr gut miteinander verstehen.

LAOLA1: Was mögen Sie an der Offense der SWARCO Raiders und an Offensive Coordinator Lee Rowland?

Callahan: Coach Rowland weiß, was er will und er erwartet Perfektion. Das zeigt er einem auch sehr deutlich. Ich liebe die Philosophie seiner Offensive und fühle mich in dem System nach vier Jahren sehr wohl. Er treibt mich an, ein besserer Spieler zu sein und diese Art hilft doch jedem Spieler.

LAOLA1: Die Defensive der SWARCO Raiders ist sehr jung in diesem Jahr. Zudem spielen einige der erfahrenen Spieler neue Positionen. Haben Sie das Gefühl, dass die Offensive manchmal mehr punkten muss, um zu gewinnen?

Callahan: Auf keinen Fall. Wir müssen nicht mehr Punkte erzielen, um Spiele zu gewinnen. Wir müssen nur genug Punkte erzielen, um am Ende des Spiels vorn zu liegen. Scherz beiseite. Wir spielen als eine Einheit zusammen – Offensive, Defensive und auch die Special Teams. Und wenn die Offensive mal mehr Punkte erzielen muss, dann tun wir das. Umgekehrt funktioniert es genauso. Wenn wir mal nicht in Fahrt kommen, hält uns unsere Defensive den Rücken frei.

LAOLA1: Am Sonntag spielen Sie gegen die Calanada Broncos. Im Vorjahr setzte es eine deutliche Niederlage im Halbfinale der Champions League gegen dieses Team und Sie schieden zudem mit einer Schulterverletzung aus. Wie wichtig ist die Partie für Sie?

Callahan: Selbstverständlich ist das Spiel am Sonntag enorm wichtig für uns. Wir wollen zurück ins Finale um den Eurobowl. Für mich ist es aber nur ein weiteres Spiel und ein weiteres Hindernis, das es zu beseitigen gilt, um eines unserer Ziele zu erreichen. Es ist wichtig für unser Team, dieses Spiel wie jedes andere zu behandeln. Wir müssen einfach nur Raiders-Football spielen.

LAOLA1: Im Vorjahr hieß es am Ende 3:35. Warum wird es diesmal anders laufen?

Callahan: Natürlich hoffen wir, dass das Ergebnis diesmal zu unseren Gunsten ausfallen wird. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und uns nur um uns kümmern und nicht um all das Drumherum. Ich habe das Gefühl, dass wir dasselbe erreichen können wie 2011, wenn wir uns wie damals nicht selbst schlagen. Wir müssen von Spiel zu Spiel und von Spielzug zu Spielzug denken, dann wird der Rest schon von selbst ergeben.

Das Gespräch führte Peter Altmann

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