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Die Schlacht um die Bucht

Servus zusammen,

während Ihr diesen Blog lest, packe ich wahrscheinlich meine sieben Sachen und mache mich anschließend auf den Weg zum Flughafen nach San Francisco. Denn leider geht unser Abenteuer hier bei den Oakland Raiders zu Ende. Es war eine Zeit, die ich für immer in Erinnerung behalten werde.

Vor allem das Abschluss-Highlight, der Besuch des Spiels der Oakland Raiders bei den San Francisco 49ers, war ein unvergessliches Erlebnis. Bevor wir das Marriott Hotel in Napa verlassen haben, erlebten wir aber noch einen abwechslungsreichen Vormittag. Gleich morgens um 6 Uhr war ich mit Lee Rowland, unserem Offensive Coordinator bei den SWARCO Raiders, eine Runde Golfen. Ich musste ihm ja eine Lektion erteilen…

Nach unserer Rückkehr gab es ein abschließendes Walk-Through-Training. Die Mannschaft ging noch einmal grundlegende Dinge fürs Spiel in San Francisco durch. Ich hatte das Glück, mit Jason Campbell und den anderen Quarterbacks ein paar Bälle werfen zu dürfen.

Nach dem Training ging es per Bus und natürlich wieder mit Polizeieskorte nach Alameda, zur Geschäftsstelle der Raiders. Dort hab ich beim Mittagessen ordentlich zugelangt. Es gab Steak, Lasagne und auch etwas Gemüse. Ich war hungrig, hatte ich doch wegen der Runde Golf auf Frühstück verzichten müssen.

Mit vollem Magen ging es dann in Richtung San Francisco. Und wenn man dann noch weiß, dass mehrere Cops auf ihren Harleys die Straße für einen freihalten, dann kann man auch beruhigt einschlafen.

Pröller im Candlestick Park (Quelle: Raiders)

Am Candlestick Park angekommen, war ich wieder hellwach und bereit, das Stadion der 49ers zu erkunden. Zuerst ging ich aufs Feld. Das ist ebenso wie im O.co Coliseum der Raiders heiliger Rasen. Hier haben Joe Montana, Jerry Rice, Steve Young und andere Football-Ikonen gespielt. Geil!

Dann bin ich losgezogen, um mich umzuschauen. Mit der Kamera bewaffnet habe ich mich auf den Weg gemacht. Ich habe mich mit den Super-Bowl-Trophäen fotografieren lassen und Fotos der Stars der 49ers im Team-Museum gemacht. Cheerleader gab es auch zu bewundern und auf der Party vorm Stadion herrschte eine super Stimmung.

Kurz vorm Spiel ist mir dann noch etwas Witziges passiert. Ich stand an der Seitenlinie, als mich plötzlich jemand auf Deutsch ansprach. Er war auf Urlaub in Kalifornien und kommt aus Wien. Er erzählte mir, dass er vor wenigen Tagen bei den Raiders vorbeigeschaut hat. Und dort hat man ihm gleich eine komplette Tour durchs Gebäude und zwei Sideline-Tickets fürs 49ers-Spiel gegeben. Na wenn das nicht Nähe zum Fan ist! Wenn ihr also mal in Kalifornien seid, schaut einfach in Alameda vorbei. Fans sind dort immer willkommen.

Das Spiel selbst habe ich von der Seitenlinie aus verfolgt. Man fiebert schon mit mit den Raiders, immerhin habe ich da viele tolle Menschen kennengelernt oder wiedergetroffen. Leider gab es nicht viele Highlights zu sehen, da San Francisco an diesem Tag einfach besser war. Aber immerhin hat Matt Shaughnessy genau vor meiner Nase eine Interception gefangen.

Das Ergebnis ist bei einem Vorbereitungsspiel ja zum Glück zweitrangig. Für mich sowieso, denn was zählte, war die Erfahrung an sich. Zum Abschluss unserer Reise haben wir uns in der Sports Bar unseres Hotels noch einen saftigen Bacon-Burger mit Zwiebelringen gegönnt. Typisch amerikanisch halt. Und verdammt lecker.

Das war’s von mir. Ich freue mich jetzt auf ein paar Tage Urlaub und anschließend auf die Rückkehr nach Innsbruck. Danke, dass Ihr meinen Blog gelesen habt.

 

Euer Andi

 

Der Name Andreas Pröller ist jedem Football-Fan in Österreich ein Begriff – und vielen Fans der Oakland Raiders ebenso. Denn der dreifache Super Bowl Champion ist der „große Bruder“ der SWARCO Raiders. Als solcher bekommt Pröller zum zweiten Mal nach 2008 die Chance, die Raiders im Trainingscamp zu begleiten.

Der ehemalige Wide Receiver, der in seiner Abschlusssaison gerade den Eurobowl und den Austrian Bowl mit den Tirolern gewann, ist ab sofort als Strength & Conditioning Coach der SWARCO Raiders tätig. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Camp in Kalifornien berichtet er regelmäßig für die Leser von Laola1.at.

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