Eine schmerzhaft tolle Erfahrung

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Servus zusammen,

Tag 2 und 3 unserer Reise ins Camp der Oakland Raiders liegen hinter uns. Sie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Am Tag nach unserer Ankunft hatten die Spieler frei – und wir dementsprechend auch. Wir haben die Zeit also genutzt und sind nach San Francisco gefahren. Aber nicht in irgendeinem Auto, sondern in einem Dodge Charger. Also volle Power über den Highway. Einer meiner besten Freunde wird verdammt neidisch sein, wenn er das jetzt liest…

Im Gespräch mit Oakland-Head-Coach Jackson (Quelle: SWARCO Raiders)

In San Francisco angekommen, haben wir uns das Pier 39 mit seinen Seelöwen angesehen, waren dort auch in einem NFL-Shop unterwegs und haben uns das San Francisco Aquarium angesehen. Ach ja, und im Houdini-Zauberladen hat mir der einstige Zaubermeister höchst persönlich vorhergesagt, ich solle etwas Neues anfangen. Naja, wo ich doch jetzt meine aktive Karriere beendet habe und als Strength and Conditioning Coach anfange, hat er da wohl den Nagel auf den Kopf getroffen.

Zum Abschluss sind wir dann über die Golden Gate Bridge gefahren und haben von einem der Aussichtspunkte hinter der Brücke Fotos geschossen. Von da oben hätte es uns aufgrund von orkanartigen Winden aber beinahe heruntergefegt. Gott sei Dank, muss ich aber fast sagen. Denn wenn es da oben nicht so windig gewesen wäre, hätte Shuan Fatah (unser Head Coach) wohl noch heute fotografiert.

Aber dann hätten wir den ersten Trainingstag hier in Napa verpasst. Und dazu sind wir doch hergekommen. Wir wollen hier von den Coaches und Spielern lernen, Fragen stellen und so viel aufsaugen und mitnehmen wie irgend möglich. Der Tag hat auch gut angefangen. Schon beim morgendlichen Walk-Through (lockere Trainingseinheit) haben wir Head Coach Hue Jackson kennengelernt. Er hat uns doch tatsächlich zum Gewinn des „Doubles“ gratuliert. Auch viele andere Coaches wissen bereits, wer wir sind. Das macht alles hier sehr viel einfacher.

Notizen beim Camp (Quelle: Swarco Raiders)

Ich habe mich dann sogleich auf Brad Roll gestürzt. Er ist der Strength and Conditioning Coach der Raiders, ein sehr erfahrener Mann. Von ihm will ich hier möglichst viel lernen. Denn der Mann ist seit den 80er-Jahren im Geschäft. Als Einstieg hat er mich erst einmal durch einen mörderischen Parcours geschickt, ein Energy Shock Workout. Und es war wirklich ein Schock. 22 Minuten musste ich durchpowern. Ohne Pause. Immer etwa 30 Sekunden Belastung. Immer Vollgas. Das war unglaublich schwierig. Ich habe dabei aber viele Dinge gelernt. Und nachdem ich damit gequält wurde, kann ich nun selbst in Zukunft andere damit quälen. Da sind viele Dinge dabei, von denen unsere Leute profitieren werden.

Mehr dazu erzähle ich euch beim nächsten Mal. Wenn ihr noch mehr über unseren Trip wissen wollt, geht auf Raiders.com.

Euer Andi

 

Der Name Andreas Pröller ist jedem Football-Fan in Österreich ein Begriff – und vielen Fans der Oakland Raiders ebenso. Denn der dreifache Super Bowl Champion ist der „große Bruder“ der SWARCO Raiders. Als solcher bekommt Pröller zum zweiten Mal nach 2008 die Chance, die Raiders im Trainingscamp zu begleiten.

Der ehemalige Wide Receiver, der in seiner Abschlusssaison gerade den Eurobowl und den Austrian Bowl mit den Tirolern gewann, ist ab sofort als Strength & Conditioning Coach der SWARCO Raiders tätig. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Camp in Kalifornien berichtet er regelmäßig für die Leser von Laola1.at.

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