Doppler/Mellitzer trennen sich vom Erfolgs-Coach

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Es lag schon länger etwas in der Luft, jetzt der Knalleffekt!

Nach einer durchwachsenen Saison mit wenigen Erfolgen ziehen Clemens Doppler und Matthias Mellitzer einen Schlussstrich.

Und zwar unter die Zusammenarbeit mit Coach Marco Solustri.

Die Trennung erfolgte in beiderseitigem Einverständnis und mit sofortiger Wirkung.

Seit 2001 in Österreich tätig

„In unserer festgefahrenen Situation mit den zahlreichen knapp verlorenen Spielen müssen wir etwas ändern, wenn wir noch eine Chance auf die Olympischen Spiele 2012 in London haben wollen“, begründet Matthias Mellitzer den Schritt, der aufgrund von Aussagen des Beachvolleyball-Duos am Rande des Turniers in Klagenfurt nicht überraschend kommt.

Solustri war seit 2001 eng mit dem österreichischen Beachvolleyball verbunden – und das sehr erfolgreich, wie drei EM-Medaillen (zwei Mal Gold und einmal Silber, Anm.) und zwei Olympia-Qualifikationen belegen.

Aber zuletzt war die Luft raus, konnte der Italiener nicht mehr jenes Feuer entfachen, das „DM“ in einer schwierigen Phase gebraucht hätten.

Viele knappe Entscheidungen

Denn in der laufenden Saison konnten Doppler/Mellitzer nicht an die Leistungen von Ende 2010 anschließen.

Zu viele Spiele wurden trotz Führung aus der Hand gegeben oder im Entscheidungssatz knapp verloren.

Die nicht genützten Chancen bei den Open in Aland und Den Haag waren schlussendlich ausschlaggebend für die Trennung mit Ansage.

„Wir waren gezwungen zu reagieren, um genügend Zeit für einen Neuanfang zu haben“, so das Beach-Duo.

"Haben Ziele nicht erreicht"

„Ich habe viel von Marco gelernt und verdanke ihm einen Großteil meines Erfolgs."

"Er hat mich nach den Verletzungen sportlich immer wieder an die Weltspitze geführt“, so Clemens Doppler, der unter Solustri mit drei verschiedenen Partnern (Nik Berger, Peter Gartmayer und Matthias Mellitzer) in der Weltspitze vertreten war.

Zuletzt war aber der Wurm drin: „Leider waren die sportlichen Leistungen in den letzten Saisonen nicht mehr optimal, wir haben unsere Ziele nicht mehr erreicht“, waren dem Oberösterreich „drei gute Turniere in drei Jahren“ zu wenig.

Heimische Kost statt Italien

Deshalb jetzt ein Neuanfang, der noch strukturiert werden muss.

Interimistisch werden Doppler/Mellitzer mit Horst/Müllner und Huber/Seidl trainieren und von den Ex-Profis Nik Berger und Robert Nowotny gecoacht.

Statt monatelanges Training in Rom, wo Solustri sein "Beach-Camp" hat, also Vorbereitung in heimischen Gefilden.

Berger: „Das Team braucht einen neuen Impuls!“

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