Schwaigers setzen auf deutschen Trainer

Aufmacherbild

Alles neu bei Doris Schwaiger-Robl (hat im Dezember geheiratet) und Stefanie Schwaiger.

Das Duo will mit dem deutschen Trainer Dirk Severloh auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio losgehen.

Der 43-Jährige löst Martin Olejnak ab, der Slowake war acht Saisonen lang Schwaiger-Coach.

Die Suche nach dem neuen Mann auf der Kommandobrücke der Olympia-Fünften von London 2012 gestaltete sich allerdings recht mühsam.

Abschied von Olejnak

Olejnak hatte den Niederösterreicherinnen schon zu Beginn der vergangenen Spieljahres mitgeteilt, dass er danach ein Engagement beim polnischen Verband annehmen würde.

"Während der Saison haben wir uns aber noch nicht um einen neuen Trainer umgesehen", erklärte Stefanie Schwaiger, "da hätten wir unseren Fokus verloren."

Versuch mit Dobeiner

Schließlich gab es den Tipp von Olejnak, es doch mit einer österreichischen Lösung bzw. Harald Dobeiner zu versuchen.

Demgemäß begann die Kooperation mit dem Trainer von Clemens Doppler/Alexander Horst im Dezember, wurde aber im Februar beendet.

Die Chemie zwischen Dobeiner und den Geschwistern passte nicht.

Montagnolli als Option

Mit der 2012 zurückgetretenen Sara Montagnolli hätte es vielleicht funktioniert, doch die Tirolerin entschied sich letztlich für Job und Studium.

Schwaiger-Robl: "Wir haben auch Trainer aus Spanien und der Schweiz ausprobiert."

Kontakt über Facebook

Severloh trat erst spät in der Vorbereitung in das sportliche Leben der Schwaigers.

Nach mehreren erfolglosen Anrufen kam der erste Kontakt per Facebook zustande, eine Test-Trainingswoche vor Ostern brachte den Familienvater aus Kiel und die Waldviertlerinnen letztlich zusammen.

Die Reise zu den ersten Turnieren der langen World-Tour-Saison ab 21. April nach China (Fuzhou und Shanghai/Grand Slam) macht Severloh aber nicht mit.

Trainings in Deutschland

Terminlich lässt sich das für ihn so kurzfristig nicht machen, u.a. wegen seiner drei Söhne im Alter von sieben Monaten, zwei und sieben Jahren.

Deshalb wird auch so mancher Trainingsaufenthalt der Schwaigers in Deutschland stattfinden. Severloh: "Wir haben in Schleswig-Holstein gute Möglichkeiten und einen Olympia-Stützpunkt."

Wie die Saisonplanung mit Turnier- und Trainingsschwerpunkten exakt aussehen soll, ist noch offen.

"Unbekannter" Co-Trainer

Zu den China-Turnieren wird Co-Trainer Kersten Holthausen mitreisen.

Severloh hat noch nicht selbst mit seinem Landsmann gearbeitet, bekam aber eine Empfehlung für ihn.

Die Schwaigers sollten Holthausen erst am (heutigen) Mittwoch kennenlernen und die verbleibende Zeit bis zum Abflug nach Asien mit ihm arbeiten.

"Wir werden sehen, wie es funktioniert", sagte Schwaiger. Im positiven Fall wären weitere Einsätze von ihm geplant.

"Struktur bis zur EM reinbringen"

Den Weg gibt aber Severloh vor. Er vertritt eine andere Trainingsphilosophie als Olejnak.

"Ich will eine Struktur bis zur EM (Anm.: Ende Juli in Klagenfurt) hineinbringen und bestimmte Abläufe stabilisieren", sagte der Ex-Coach der Deutschen Sara Goller/Laura Ludwig und Katrin Holtwick/Ilka Semmler.

Als bisher letztes Beach-Team hat er bis 2011 Jana Köhler/Julia Sude betreut - aber im Mentalbereich, wofür er eine Ausbildung hat.

Anderer Zugang

Die Schwaigers selbst haben nach nur wenigen Trainingstagen den anderen Zugang zum Training schon erkannt.

In engen Spielsituationen soll lösungsorientierter agiert werden. "Wir konzentrieren uns viel auf die Bewegungsabläufe, arbeiten auch mit Tennisbällen", erläuterte Schwaiger.

Die Basis für die Saison hatte Konditionscoach Erwin Reiterer schon im ersten Jahres-Viertel mit Kraft- und Ausdauertraining gelegt.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen