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Olympia-Quali - die Brennpunkte

Es wird heiß am Beach! Noch ist es zwar fast ein Jahr bis zum Beginn der Olympischen Spiele in London, das Feld im Beachvolleyball-Bewerb nimmt aber bereits konkrete Formen an.

LAOLA1 mit den internationalen Brennpunkten:

Kampf um die Nummer 1

Es ist nur Prestige-Kampf, aber der hat es in sich. Wer wird die Nummer 1 der Olympia-Quali? Im Moment haben Emanuel/Alison die Nase vorne – allerdings nur knapp mit 40 Punkten Vorsprung auf Rogers/Dalhausser. Die Olympiasieger aus den USA haben dabei ein Turnier mehr gespielt als die regierenden Weltmeister. Der Abstand zu den Drittplatzierten Brink/Reckermann ist mit 1400 Punkten bereits deutlich.

 

Kampf um Nummer 1

Bei den Damen ist die Nummer-1-Position hingegen härter umkämpft. Fünf Teams sind nur durch 780 Punkte voneinander getrennt. Beste Karten auf die Top-Position haben Larissa/Juliana. Die brasilianischen Weltmeisterinnen führen aktuell die Quali-Liste an – und das, obwohl sie mit 9 Turnieren zwei weniger als ihre ersten Verfolgerinnen Talita/Antonelli gespielt haben. May-Treanor/Walsh liegen aktuell nur auf Rang 5, haben aber mit 8 Turnieren bisher am wenigsten gespielt.

 Brasilien – Emanuel/Alison und ???

Besonders spannend ist immer der Kampf um die Olympia-Tickets in Brasilien. 2008 fiel die Entscheidung zwischen Harley/Pedro und Marcio/Fabio erst beim letzten Turnier in einem direkten Duell. Für 2012 ist ein Startplatz in Brasilien bereits vergeben – Emanuel/Alison haben mit dem WM-Titel und drei Siegen bei Grand Slams längst alles klar gemacht. Auch das zweite Ticket schien vergeben. Doch die Vize-Weltmeister Ricardo/Marcio gehen überraschend getrennte Wege. Ricardo nimmt mit Cunha einen neuen Anlauf. Den Quotenplatz hat er mit Marcio bereits erspielt. Ob tatsächlich der Olympiasieger von 2004 vom brasilianischen Verband nach London entsandt wird, wird sich aber erst weisen.

 

Brasilien – Nummer 8 muss zuhause bleiben

Bei Brasiliens Damen dürfte alles klar sein. Larissa/Juliana und Talita/Antonelli führen die Quali-Rangliste an. Bitter für die Salgado-Sisters Maria Clara/Carolina, die als aktuelle Nummer 8 Olympia wohl nur als Zuschauerinnen erleben werden.

 

USA – Quali-Modus noch offen

Kurios die Situation im US-Team. Nach Olympia 2008 hat sich der US-Verband beim Weltverband dafür stark gemacht, dass man eigene Quali-Richtlinie erlassen darf. Durch den Wegfall der US-eigenen AVP-Tour haben sich die Voraussetzung allerdings gravierend geändert. Dennoch gibt es vom Verband noch keine Festlegung, wie die Tickets für London vergeben werden. Egal, wie die Entscheidung ausfallen wird, Todd Rogers und Phi Dalhausser werden ihren Startplatz sicher haben. Im Kampf ums zweite Ticket liefern sich Gibb/Rosenthal und Fuerbringer/Lucena ein Duell, vorerst mit Vorteilen für Gibb/Rosenthal. Der Vorsprung (bei einem Turnier mehr) beträgt allerdings nur 620 Punkte.

 

USA – zwei Top-Teams als Zuschauer

Bei den US-Damen ist die Quali-Situation in diesem Jahr besonders prekär. Klar ist, dass zwei Weltklasse-Teams Olympia als Zuschauer erleben. In der aktuellen Quali-Rangliste würden vier US-Damen-Team in den Top 16 liegen. Derzeit läuft es Startplätze für die zweifachen Olympiasiegerinnen Misty May-Treanor/Kerri Walsh und die Ex-Weltmeisterinnen Ross/Kessy hinaus.

 

Deutschland – Überraschung liegt in der Luft

Keine Überraschung ist, dass Julius Brink und Jonas Reckermann voll auf Kurs Richtung London liegen. Die Weltmeister von 2009 sind Nummer 3 der Quali-Rangliste und damit klare Nummer 1 in Deutschland. Im Kampf um den zweiten Startplatz galten Eric Koreng und David Klemperer als klare Favoriten. Spätestens seit dem Grand Slam in Stare Jablonki haben sie in Kay Matysik und Jonathan Erdmann aber harte Konkurrenz bekommen. Im Moment haben Matysik/Erdmann sogar um 600 Punkte die Nase vorne – allerdings haben sie auch drei Turniere mehr am Konto.

 

Europa gibt den Ton an

Von den 16 Startplätzen, die über die Quali-Rangliste vergeben werden, würden aktuell 11 an europäische Teams gehen. Dahinter folgen fünf weitere Duos vom alten Kontinent. Wie erwartet trifft die Umstellung des Quali-Modus (neben der Quali-Rangliste werden 7 weitere Plätze über den Conti-Cup ausgespielt) die europäischen Teams am härtesten. Im besten Fall können Europas Teams noch drei Startplätze über den zweiten Weg erspielen.

 

Kampf um Rang 16

Der ist besonders bei den Damen spannend . Bei den Damen liegen nach 11 Saison-Turnieren acht Teams innerhalb von 500 Punkten. Darunter mit Sara Montagnolli und Barbara Hansel auch ein rot-weiß-rotes Team. Spannend macht die Situation zusätzlich die unterschiedliche Anzahl an gespielten Turnieren. So haben Huang/Yue – aktuell Nummer 16 bei den Damen – bereits 11 Turniere absolviert. Arvantini/Tsiartsiani, erste Verfolgerinnen der Chinesinnen, haben bei 50 Punkten Rückstand hingegen erst 6 Turniere gespielt und sind damit klar im Vorteil.

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