"Nicht gezeigt, was wir können"

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Doppler nach Viertelfinal-Aus: "Nichts hat funktioniert"

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#scheißpartie

Posted by Clemens Doppler on Samstag, 30. Mai 2015

Das Resümee von Clemens Doppler nach dem Viertelfinal-Aus beim Grand Slam in Moskau ist eindeutig.

Gemeinsam mit Partner Alex Horst muss sich der Oberösterreicher den Spaniern Pablo Herrera und Adrian Gavira mit 14:21, 18:21 geschlagen geben.

"Nicht gezeigt, was wir können"

"Ich habe mich heute am Platz nicht wohl gefühlt, nie den Rhythmus gefunden, weder am Service noch im Side-Out. Es hat einfach nichts funktioniert", ist der 34-Jährige danach sauer.

Trainer Robert Nowotny bringt es in der ersten Analyse des Spiels auf den Punkt: "Wir haben heute nicht gezeigt was wir können – 11 Fehler am Service sind einfach zu viel. Zusätzlich waren die Spanier heute sehr stark und haben uns von Beginn an unter Druck gesetzt!"

Eine mögliche Erklärung sieht Horst auch in den äußeren Umständen: "Durch den starken Regen in der Nacht war der Court „brettlhart“, das hat ihnen in die Karten gespielt." Als Ausrede soll das aber nicht verstanden werden. Denn: "Sie waren heute besser."

Gelungener Start in die Olympia-Quali

Dennoch kann das Team Moskau zufrieden verlassen. Mit Rang 5 haben Doppler/Horst gleich beim ersten Turnier im Olympia-Quali-Zeitraum "big points" - nämlich 480 - abgestaubt.

Das sieht auch Nowotny so: "Mit Platz 5 bei einem Grand Slam in die Olympiaqualifikation einzusteigen, ist aber sehr erfreulich und zeigt was möglich ist, wenn wir unsere Stärken abrufen können!“

Klarer Sieg im Achtelfinale

Clemens Doppler und Alexander Horst starten mit einem Erfolgslauf in die neue Beach-Saison. Nach einem klaren Zweisatz-Sieg (21:16, 21:15) über Mariusz Prudel und Gregorz Fijalek (POL/3) steht Österreichs Nummer 1 beim Grand Slam in Moskau im Viertelfinale.

Positiver Nebeneffekt: Gleich beim ersten Turnier der Olympia-Quali hamstert das Duo "big points“ am Weg nach Rio.

Block entscheidet

Im Achtelfinal-Duell mit den an drei gesetzten Polen geben Doppler/Horst von Beginn weg den Ton an. Nur Mitte des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes liegt das Duo kurz in Rückstand.

Schlüssel zum Erfolg über die Trainings-Partner ist nicht wie gewohnt das Service (ein Ass), sondern der Block. Sechs Mal ist Doppler im Netz-Duell erfolgreich – unter anderem holt er mit einem erfolgreichen Block sieben Satzbälle im ersten Satz. Drei können die Polen abwehren, beim vierten macht Horst den Sack zu.

Das Bild ändert sich im zweiten Satz nicht. Mit sicherem Side-Out-Spiel und druckvollen Angriffen lassen sich Doppler/Horst den vierten Sieg im sechsten Duell der beiden Teams nicht mehr nehmen.

"Bin selbst überrascht"

Im Team herrscht nach dem Erfolg in der noch so jungen Saison Zufriedenheit.

Clemens Doppler: "Alle Teams sind so eng beisammen, die Spiele sind auf Messers Schneide. Ich bin von unserer ruhigen abgebrühten Leistung selbst ein bisschen überrascht. Das ist es schon fein im Olympia-Ranking einmal ordentlich anzuschreiben!“

Alex Horst: "Moskau ist definitiv ein guter Boden für uns! Wir haben uns hier für die Spiele in London qualifiziert, im Jahr darauf war ich mit Petutschnig im Semifinale und jetzt zumindest wieder ein Top 5 Ergebnis!"

Coach Robert Nowotny: "Im Side-Out wirken die Jungs sehr solide und gegen unsere langjährigen Trainingspartner aus Polen ist durch das druckvolle Service die Taktik voll aufgegangen! Eine mannschaftliche tolle Leistung! Die Nummer 3 der Welt nun zum vierten Mal in Serie zu schlagen ist schon was Besonderes!"

Ex-Europameister als nächste Hürde

Gegner im Viertelfinale (am Samstag) sind Pablo Herrera und Adrian Gavira. Die Spanier, Europameister 2013, setzen sich im Achtelfinale gegen Hyden/Bourne (USA/6) mit 21:17, 21:18 durch.

Im Head-2-head führen Doppler/Horst mit 3:0. Das bisher letzte Duell im September 2014 konnten die Österreicher mit 21:17, 21:15 glatt für sich entscheiden.

 

 

GrandSlam-Viertelfinale, Baby!!! #moscowgs #rio2016 #verleihtflügel

Posted by Clemens Doppler on Freitag, 29. Mai 2015

 

Gruppenphase:

Doppler/Horst starten mit einem Zweisatz-Sieg über Walkenhorst/Windscheif (GER) ins Turnier. „Das war ein Sieg für den Kopf! Nach der vergebenen Führung sind sie ruhig geblieben und haben dagegen gehalten, das zeigt ihre Routine und Siegeswillen“, ist Coach Nowotny zufrieden. Der Sieg sollte im Turnierverlauf noch wertvoller werden.

Nach einer 0:2-Niederlage gegen Dalhausser/Rosenthal (Doppler: "Sie haben uns mit dem Service zerlegt“) fixieren die Österreicher mit einem 21:19, 21:19-Sieg über die Jugend-Olympiasieger Stoyanovskiy/Yarzutkin (RUS) den Aufstieg.

Da im Parallelspiel Walkenhorst/Windscheif gegen Dalhausser/Rosenthal (Dalhausser ab Satz zwei angeschlagen) gewinnen, sichern sich Doppler/Horst durch den Sieg im direkten Duell mit Walkenhorst/Windscheif den Gruppensieg und direkten Achtelfinal-Einzug.

"Das Ergebnis ist natürlich zum Auftakt der Olympia-Qualifikation fein“, war Horst nach dem Einzug in die Top 10 zufrieden. "Spielerisch können wir sicher noch mehr, vor allem das Service geht noch besser!“

Trainer Nowotny analysiert die Gruppenphase: "Die Dichte ist im Moment extrem hoch, alle Teams sind ganz eng beisammen, da tut der direkte Aufstieg ins Achtelfinale gut. Die Jungs haben heute mit dem Sieg über die Russen ihre Pflicht erfüllt und danach von der Verletzung von Dalhausser profitiert - so ist das im Sport!“

 

Gruppensieger-Selfie! Top10 beim GrandSlam in Moskau! Morgen geht's weiter. #moscowgs

Posted by Clemens Doppler on Donnerstag, 28. Mai 2015

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