US-Duo reißt Doppler/Horst aus WM-Träumen

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Die Beachvolleyball-WM geht ohne rot-weiß-rote Beteiligung in die entscheidende Phase.

Mit Clemens Doppler und Alex Horst muss sich das letzte verbliebene ÖVV-Duo in der 1. K.o.-Runde verabschieden.

Schwacher Trost: Die Österreicher sind mit dem frühen Aus nicht alleine - auch die Titelverteidiger und die Europameister müssen die Segel streichen.

Gibb/Patterson (USA) vs. Doppler/Horst 2:0

Nach den bisherigen Saisonergebnissen einer der Schlager des Achtelfinales. Auf der einen Seite Gibb/Patterson - Sieger des Grand Slams in St. Petersburg. Auf der anderen Seiten Doppler/Horst, eines der konstantesten Duos des jungen Beach-Jahres.

Am Court sieht dann aber zunächst alles nach einer klaren Sache aus. Die US-Amerikaner setzen sich mit einem frühen Punktelauf ab, gehen 10:6 in Führung. Die Antwort folgt postwendend, mit einem Ass und einem Block kommen Doppler/Horst nochmals heran. Nach dem Ausgleich zum 12:12 geben die Österreicher allerdings sechs Punkte in Serie und in der Folge den Satz ab.

Mit dem Schwung des Satzgewinnes enteilen Gibb/Patterson auch im zweiten Satz. Bei 6:12-Rückstand scheint aus rot-weiß-roter Sicht alles gelaufen. Doch dann beweisen Dopper/Horst Kampfgeist, knabbern sukszessive am Rückstand und können bei 18:20 zwei Matchbälle abwehren. Die Hoffnungen auf eine Verlängerung zerschlagen sich aber nach einer ungenauen Annahme, Patterson hat in der Folge leichtes Spiel und macht mit dem dritten Matchball den Sack mit 22:20 zu.

"Zu viele Eigenfehler produziert"

„Wir haben zu ungenau gespielt und zu viele Eigenfehler produziert, im Block und Gegenangriff haben wir eh gut gepunktet", analysiert Alex Horst.

„Es war bei Flutlicht nicht leicht zu spielen, die Amerikaner hatten schon eine Abendpartie, das war sicher ein Vorteil", findet hingegen Clemens Doppler.

Coach Robert Nowotny schlägt in die selbe Kerbe: „Die Annahme war vor allem im ersten Satz sehr instabil, ich führe das auf die Lichtbedingungen zurück. Die zwei Punktserien dürfen den Jungs nicht passieren, sie haben genug Erfahrung, sie müssen schneller ein Break schaffen.“

Damit verpassen Doppler/Horst den Einzug ins Achtelfinale und beenden die WM auf dem geteilten 17. Rang.

Gibb/Patterson (USA) - Doppler/Horst (AUT) 21:16, 22:20

Favoritensterben

Mit Beginn der K.o.-Runde müssen sich einige Mit-Favoriten verabschieden.

Allen voran die Titelverteidiger. Robert Brouwer und Alexander Meeuwsen, in dieser Saison Sieger in Porec, unterliegen Alvaro Filho und Vitor Felipe 19:21, 23:25.

Auch für die Europameister ist Endstation. Daniele Lupo und Paolo Nicolai müssen sich Semenov/Krasilnikov (RUS) mit 21:17, 18:21, 14:16 geschlagen geben.

Im Schlager des 1/16-Finales setzen sich die Stavanger-Sieger Evandro/Pedro (BRA) gegen Fijalek/Prudel (POL/4) mit 21:15, 21:23, 15:13 durch.

Für die Überraschung des Tages sorgen Jefferson/Cherif. Das Duo aus Katar, in der Gruppenphase Bezwinger von Doppler/Horst, schlägt Doherty/Mayer 21:18, 21:14 und steht im Achtelfinale. Gegner sind die Schweizer Gabathuler/Gerson (Dreisatz-Sieg über Saxton/Schalk).

Und dann wäre da noch die Nummer 48 des Turniers! Nach sensationellen Vorstellungen in der Gruppenphase setzen Nivaldo Diaz und Sergio Gonzalez ihren Erfolgslauf in der K.o.-Phase fort. Das Duo aus Kuba, das noch kein World-Tour-Turnier bestritten hat, wirft Herrera/Gavira - ihres Zeichens Moskau-Sieger - mit 21:19, 22:20 aus dem Bewerb.

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