Brasilien jubelt über doppeltes Gold

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Die achte Beachvolleyball-WM der Geschichte geht mit brasilianischen Festspielen zu Ende.

Bei den Damen sichern sich Larissa Franca und Juliana Felisberta Silva ihre erste Goldmedaille. Bei den Herren setzt sich Emanuel zum dritten Mal die WM-Krone auf, mit ihm jubelt Alisonüber seine erste Goldmedaille.

Alison spielt groß auf

Das Herren-Finale ist ein reine rein brasilianische Angelegenheit und ein spezielles Duell. Emanuel trifft auf seinen langjährigen Erfolgs-Partner Ricardo.

Zunächst können Ricardo und sein aktueller Partner Marcio Araujo viel Druck mit dem Service aufbauen und sich einen Drei-Punkte-Vorsprung erspielen. Doch dann folgt der große Auftritt von Alison.

Der 2,02-Meter-Mann dreht den ersten Satz fast im Alleingang. Bezeichnend das Finish: Mit zwei Blocks finalisiert Alison den 21:16-Sieg.

Block bringt Entscheidung

Den Schwung können die zweifachen Saisonsieger auch in den zweiten Satz mitnehmen und sich schnell absetzen. Marcio/Ricardo können den Rückstand nie unter zwei Punkte drücken.

Letztlich krönt Alison seine beeindruckende Vorstellung mit einem Block beim Matchball. Danach kennt der Jubel keine Grenzen - die Sieger sprintet zu einem Auto des Haupt-Sponsor und werfen sich in Siegerpose.

Ein besonderer Titel

"Das hat sich Alison verdient. Wir sind am Platz verschieden. Ich brauche es eher ruhiger, er braucht Feuer. Nach dem Matchball habe ich gesagt: Komm, machen wir etwas Lustiges", schildert Emanuel.

Der 38-Jährige genießt seinen dritten WM-Titel. "Es bedeutet mir sehr viel. Vor allem für Alison. Bei der letzten WM wurde er Zweiter und war nach dem Finale so enttäuscht, heute hat er großartig gespielt", lobt der Rekordmann seinen jungen Partner.

"Für mich ist es wegen des Alters etwas Besonderes. Man muss härter arbeiten mit 38 Jahren", meint Emanuel, der als einziger Spieler an allen acht Weltmeisterschaften der Geschichte teilgenommen hat.

Statistiken zum Finale:

Larissa und Juliana jubeln über 1. Gold

Premieren-Gold für Larissa/Juliana

Larissa Franca und Juliana Felisberta Silva gewinnen ihre erste Goldmedaille.

Die Brasilianerinnen setzen sich in einem hochdramatischen Finale gegen Kerri Walsh und Misty May-Treanor (USA) in drei Sätzen 21:17, 13:21, 16:14 durch.

Hochs und Tiefs

Das Finale ist geprägt von Hochs und Tiefs. Den ersten Satz dominieren Larissa/Juliana. Sie führen zwischenzeitlich mit sechs Punkten Vorsprung, lassen sich auch von einer Aufholjagd der US-Amerikanerinnen nicht beirren und verwandeln den ersten Satzball zum 21:17.

Der zweite Satz läuft komplett spiegelverkehrt. Plötzlich sind May-Treanor/Walsh oben auf, lassen Larissa/Juliana keine Chance und gleichen souverän mit 21:13 aus.

Entscheidungssatz gedreht

Den Schwung des zweiten Satzes nehmen die Kalifornierinnen volley in den Entscheidungssatz und scheinen bei einer 9:5-Führung am besten Weg zum vierten WM-Gold.

Larissa/Juliana geben sich aber nicht geschlagen, holen Punkt um Punkt auf und wehren einen Matchball ab. In der Folge erspielen sie sich selbst einen Matchball und verwandeln diesen zum umjubelten 16:14-Sieg.

Nach zwei Silbermedaillen (2005 und 2009) und einer Bronzemedaille (2007) steigen die Brasilianerinnen erstmals bei einem Großerigenis aufs oberste Sieges-Podest.

Statistiken zum Finale:

Alison Emanuel Marcio Ricardo
Angriffe 21 23 38 11
Erfolgreich 11 10 11 5
Fehler 6 1 12 3
Asse 0 0 1 0
Service-Fehler 2 2 2 2
Blocks 6 0 1 2
Verteidigungen 1 11 13 1
Juliana Larissa May-Treanor Walsh
Angriffe 51 30 41 17
Erfolgreich 24 16 17 12
Fehler 8 8 3 2
Asse 0 3 0 2
Service-Fehler 1 4 0 2
Blocks 3 0 0 6
Verteidigungen 4 16 10 6
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