Große Abwesende bei der WM in Stare Jablonki

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Larissa, Juliana, May-Treanor, Walsh, Kessy, Reckermann und jetzt auch noch Brink.

Zusammen holten sie seit 2005 elf WM-Titel. In Stare Jablonki bei der WM 2013 sind sie allesamt nicht am Start.

Die Abwesenheiten haben unterschiedlichste Gründe. Rücktritte, Verletzungen, aber auch Streit mit dem Verband.

 

Die Liste der Abwesenden:

Larissa: Die Brasilianerin beendete am Ende der Saison ihre aktive Karriere. Gemeinsam mit Juliana bildete die 31-Jährige in den letzten Jahren eines der absoluten Top-Teams am Beach. Bei der WM 2011 konnte sich das Duo auch endlich vergolden. Nach Bronze bei Olympia 2012 zog Larissa aus privaten Gründen einen Schlussstrich.

Juliana: Anders als ihre langjährige Erfolgspartnerin Larissa ist Juliana eine unfreiwillige Zuschauerin. Die Blockspielerin ist Opfer des neuen Systems bei der Nennung der Teams. Brasiliens Verbands-Präsident Ary Graca, der gleichzeitig auch Weltverbands-Präsident ist, zeigt, was durch die Regeln alles möglich ist. Die 29-Jährige weigert sich, ins nationale Trainingszentrum zu übersiedeln und will weiterhin als Privat-Team antreten. Als Konsequenz wird eine der besten Spielerinnen der Welt vom Verband aktuell nicht für World-Tour-Turnier nominiert.

Misty May-Treanor: Bei der WM 2009 fehlte die US-Amerikanerinnen nach drei Mal Gold in Serie wegen einer Achillessehnen-Verletzung, bei der WM 2011 verpasste sie gemeinsam mit Kerri Walsh knapp den vierten Gold-Coup. Als krönenden Schlusspunkt der Erfolgs-Karriere holte May-Treanor in London ihre dritte Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Danach war Schluss, die 35-Jährige ist nun Privatier.

Kerri Walsh: Auch der zweite Teil des Rekord-Duos fehlt in Stare Jablonki. Anders als May-Treanor hat Kerri Walsh aber noch nicht genug. Die 34-Jährige wurde am 7. April zum dritten Mal Mutter, arbeitet aber schon an der Rückkehr auf den Beach. Der anvisierte Termin ist das Heim-Turnier in Long Beach Ende Juli. In Stare Jablonki fehlt die dreifache Weltmeisterin aber noch.

Jennifer Kessy: Die Weltmeisterin von 2009 wird von ihrem Körper zum Zuschauen gezwungen. In Rom landete die US-Amerikanerin mit ihrer Partnerin April Ross als Zweite noch erstmals in dieser Saison am Sieger-Podest. Wenige Tage später musste sie für Stare Jablonki w.o. geben. Eine Hüftverletzung sorgte für Probleme mit der Achillessehne. „Ich brauche eine Pause. Unglücklicherweise kommt die während der WM, aber ich will keine Spätfolgen riskieren“, so Kessy. Ihren Platz an der Seite von Ross übernimmt Whitney Pavlik.

Jonas Reckermann: Bei den Herren fehlt hingegen nur ein Champion der letzten drei Titelkämpfe. Jonas Reckermann beendete im Winter wegen Schulterproblemen seine Karriere. Der Blockspieler gewann in seiner Karriere alles, was es zu gewinnen gab. Das Sahnehäubchen war Olympia-Gold in London 2012.

Julis Brink: Reckermanns langjähriger Erfolgspartner hat sich nach dessen Rücktritt mit Sebastian Fuchs zusammengetan und will mit dem Ziel Olympia 2016 nochmal neu angreifen. Im Debüt-Jahr ist aber Sand im Getriebe: Brink musste wegen einer Oberschenkel-Verletzung die Turniere in Den Haag und Rom auslassen. Der Weltmeister von 2009 verlor den Wettlauf gegen die Zeit und muss auch für die WM passen.

Der Dauerbrenner:

Emanuel: Das andere Extrem – der Brasilianer war bei allen Weltmeisterschaften seit 1997 am Start und ist auch in diesem Jahr mit dabei. Er ist nicht nur Rekord-Teilnehmer, sondern auch Rekord-Champ. Drei Mal gewann er bereits Gold und das mit drei unterschiedlichen Partnern. Mit Alison versucht er, seinen Titel in Stare Jablonki zu verteidigen.

Philipp Bachtik

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