"Gravierender Unterschied"

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"Es ist ein gravierender Niveau-Unterschied"

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Es war ein Kaltstart.

Bis Anfang März plante Katharina Schützenhöfer ihre Saison mit Lena Plesiutschnig. Neben den Nachwuchs-Weltmeisterschaften waren erste Auftritte bei den „Großen“ eingeplant.

Doch dann kam die Anfrage von Barbara Hansel, der ihre Partnerin Magdalena Jirak wegen einer Lehrverpflichtung abhandenkam.

„Es war sehr überraschend“, erinnert sich die 19-Jährige im LAOLA1-Gespräch. „Ich musste aber nicht lange überlegen, es war relativ schnell klar, dass ich zusage, weil es eine Super-Chance für mich ist.“

Viel Arbeit für die Neue

Bei den ersten fünf gemeinsamen Turnieren scheiterten Hansel und Schützenhöfer nur einmal in der Qualifikation (gegen die Brasilianerinnen Maria Clara/Carolina).

Das bisherige Highlight war Rang neun in Corrientes, und das beim erst dritten World-Tour-Turnier von Schützenhöfer. Als Neuling hatte die Hartbergerin jedenfalls viel zu tun: „Ich war fast immer die Side-Out-Spielerin, das ist eh klar.“

Eine schwierige Situation, weiß auch Barbara Hansel aus eigener Erfahrung: „Du weißt, du bist die Neue, du wirst angespielt, du bist unter Druck. Ich weiß, dass es manchmal sehr schwierig ist. Vor allem in Phasen, wo man nicht weiß, was man machen soll und der Gegner scheinbar alles weiß, was man selber macht. Da muss am Anfang jeder durch.“

„Gravierender Niveau-Unterschied“

Dazu kam der „gravierende Niveau-Unterschied“. Zuvor spielte Schützenhöfer nur nationale Turniere und war bei Nachwuchs-Turnieren am Start. Mit Erfolg, wie U20-EM-Gold und U19-WM-Gold 2011 belegen.

„Diese Erfolge helfen ein bisschen in Sachen Selbstvertrauen. Aber man kann es nicht vergleichen. Dass ich im Nachwuchs Europameisterin geworden bin, sagt wenig aus. Wenn du dort wenig Fehler machst, kommst du schon relativ weit. Auf der World Tour ist das zu wenig“, ist Schützenhöfer realistisch. „Vor allem bei U19, U20 – bei der U23 ist das Niveau dann schon besser.“

Drei Auftritte auf Nachwuchs-Ebene

Die Nachwuchs-Turniere sind dennoch ein Fixpunkt in der Saison-Planung: Schützenhöfer wird mit Plesiutschnig die U23-WM, die U21-WM und die U21-EM spielen. Wobei sich nur die U21-WM mit einem World-Tour-Turnier (Rom) überschneidet.

In den kommenden Tagen ist das Duo in Polen bei der U23-WM (LAOLA1.tv zeigt die Spiele am Center Court LIVE) im Einsatz.

Dass das Duo nur ein gemeinsames Saisonturnier absolvierte, ist kein Problem. „Kathi und ich sind perfekt eingespielt, das ist ideal“, so Plesiutschnig, die wegen einer Schulterverletzung erst seit Anfang Mai wieder voll trainieren kann.

Das Turnier in Polen ist für die beiden 19-Jährigen eher ein Einspielen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der U21-WM (19.-23. Juni) und der U22-EM (15.-18. August). „Da wollen wir ein Wörtchen mitreden“, so Schützenhöfer.

Vorfreude auf Premiere in Klagenfurt

Auf ein Saison-Highlight freut sich Schützenhöfer besonders: Die EM in Klagenfurt: „Ich war noch nie dort, nicht mal als Zuschauerin. Es war die letzten Jahre immer ein Nachwuchs-Turnier gleichzeitig.“

Bis dahin wartet auf die 19-Jährige noch viel Arbeit. Verbessern könne sie „eigentlich alles. Ich bin noch sehr unkonstant. Im Angriff geht es darum, dass die Bälle dahin gehen, wo ich will. Und das ich auch aus schwierigen Situationen den Ball nicht einfach rüberschenke, sondern Punkte machen kann.“

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