Chinesisches Premieren-Gold

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Xue/Zhang Xi jubeln über erstes chinesisches Gold

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In einem Turnier voller Überraschungen jubeln am Ende mit Chen Xue und Zhang Xi doch Favoritinnen.

Allerdings müssen die Chinesinnen für ihr erstes Gold hart arbeiten, setzen sich gegen das deutsche Überraschungs-Team Karla Borger und Britta Büthe hauchdünn in drei Sätzen durch.

Bronze sichern sich Lili/Seixas (BRA) durch einen Zweisatz-Sieg über Ross/Pavlik (USA).

Xue/Zhang Xi vs. Borger/Büthe 2:1

Im Finale stehen sich zwei ungeschlagene Teams gegenüber. Xue/Zhang Xi bleiben am Weg ins Endspiel sogar ohne Satzverlust.

Borger/Büthe sind ein Überraschungs-Team mit Ankündigung: Bei der WM-Generalprobe in Rom erreichten die beiden Deutschen erstmals ein Semifinale auf der World Tour und belegten Rang 4. In Stare Jablonki schaffen sie als erstes europäisches Damen-Team den Einzug in ein WM-Finale.

Lili/Maestrini vs. Ross/Pavlik 2:0

Bronze geht an Lili Maestrini und Barbara Seixas. Die Brasilianerinnen gewinnen das kleine Finale gegen April Ross und Whitney Pavlik (USA) klar mit 21:18, 21:15.

Für die Junioren-Weltmeisterinnen von 2007 ist es der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Das Duo spielt erst seit dieser Saison gemeinsam auf der World Tour und erreichte bei der WM-Generalprobe in Rom mit Rang drei den ersten Podestplatz.

Damit rettet das Duo die brasilianische Ehre, nachdem sich die Top-Favoritinnen Talita/Lima bereits im Achtelfinale verabschieden mussten.

Top-Sensation liegt in der Luft

Dort deutet lange alles auf die absolute Top-Sensation hin. Im ersten Satz dominiert das DVV-Duo, erspielt sich Mitte des Satzes einen Fünf-Punkte-Vorsprung und macht mit dem ersten Satzball das 21:18 perfekt.

Im zweiten Satz kämpfen sich Borger/Büthe nach frühem Rückstand zurück, gehen bei 14:13 erstmals in Führung. Xue/Zhang Xi schlagen aber postwendend zurück und setzen sich mit drei Punkten ab. Mit einem Block holt Chen Xue Satzbälle, beim zweiten bleibt das Service von Borger im Netz hängen. Das 21:17 sorgt für einen Entscheidungssatz.

Hochklassige Entscheidung

Der ist nichts für schwache Nerven. Borger/Büthe können sich schnell absetzen, die Chinesinnen gleichen aber zum 5:5 aus. Bei 11:9 holt sich das DVV-Duo wieder einen kleinen Vorteil, den es sofort wieder aus der Hand gibt.

Ein Block von Büthe beschert den deutschen Damen bei 14:13 einen Matchball. China wehrt diesen ab und erspielt sich selbst einen.

In der Folge wird es hochklassig. Bei den Matchbällen packen beide Teams ihr bestes Beachvolleyball ab. Die Deutschen können insgesamt sechs davon abwehren - nach dem siebenten ist der erste chinesische WM-Titel aber perfekt.

Traum erfüllt

"Es war mein Traum und nun ist er wahr geworden", ringt Zhang Xi danach nach Worten.

Für die 28-Jährige und ihre um vier Jahre jüngere Partnerin ist es der größte Erfolg der Karriere. Bei der WM 2011 gewannen die beiden Bronze, bei Olympia 2012 belegten sie Rang vier. Auf der World Tour trug sich das Duo bisher 14 Mal in die Siegerliste ein.

Borger/Büthe dürfen sich trotz der knappen Final-Niederlage als Siegerinnen fühlen. In ihrem 30. gemeinsamen Turnier auf höchster Ebene stehen sie erstmals am Podest und dürfen sich Silber um den Hals hängen lassen. Nach WM-Gold 2009 durch Brink/Reckermann und zwei Mal Bronze (Brink/Reckermann und Brink/Schneider) ist es die vierte WM-Medaille für Deutschland.

    Xue    Xi Zhang    Borger    Büthe
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Verteidigungen    5    10    14    3
    Lili    Barbara    Pavlik    Ross
Angriffe    23    20    30    17
Punkte    16    14    21    7
Fehler    1    0    3    3
Asse    2    0    0    1
Service-Fehler    2    1    0    3
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Verteidigungen    2    6    4    6
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