Last-Minute-Tickets für Olympia werden vergeben

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Jetzt wird es ernst im Kampf um die letzten Startplätze beim Olympischen Beachvolleyball-Turnier.

Für Österreich geht es sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren noch um ein Olympia-Ticket.

Bei den Damen sind Doris und Stefanie Schwaiger bereits fix für London 2012 qualifiziert, im Herren-Bewerb fehlt bisher der rot-weiß-rote Farbtupfer.

Schwierige Aufgabe für Damen

Das soll sich nun beim Final-Turnier des Continental Cups ändern. Bei den Damen wollen Sara Montagnolli/Barbara Hansel unterstützt von Cornelia Rimser/Sabine Swoboda das Ticket lösen (Moskau im LIVE-Stream).

Keine einfache Aufgabe, haben doch Rimser/Swoboda in diesem Jahr noch kein internationales Turnier bestritten. Der Druck liegt damit bei Montagnolli/Hansel, die im Falle eines Sieges auch den Startplatz erhalten würden.

Die Gegner neben Gastgeber Russland sind die Niederlande, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweiz und Griechenland.

Gespielt wird im K.o.-Modus. In jeder Runde werden vier Spiele absolviert, steht es danach 2:2 entscheidet ein Golden Set.

Zwei Teams, ein Ticket

Anders die Situation bei den Herren. Mit Clemens Doppler/Alex Horst und Xandi Huber/Robin Seidl sind beide heimischen Top-Teams am Start, damit zählt die ÖVV-Abordnung zum Favoritenkreis (Alanya, ab Freitag im LIVE-Stream).

Die Konstellation birgt aber auch Brisanz, geht doch nur für eines der beiden Teams der Olympia-Traum in Erfüllung.

„Natürlich gibt es da schon Gespräche. Aber der primäre Fokus liegt darauf, dass wir das Ticket holen“, meint Xandi Huber gegenüber LAOLA1.

Die beiden Kärntner haben vor Saisonstart jedenfalls erklärt, dass sie ihre Chance nützen wollen und sich keinesfalls kampflos Doppler\/Horst geschlagen geben würden.

Die beiden Routiniers haben aber sicherlich einen Bonus, auch weil sie die besseren Saison-Ergebnisse vorweisen können.

Allerdings müssen für den Olympia-Traum noch zumindest drei Hürden überwunden werden.

„Wichtigstes Turnier der Saison“

Das Thema Conti Cup begleitet die rot-weiß-roten Teams aber schon die ganze Saison. Speziell Alexander Horst und Clemens Doppler, die sich erst im Winter als Team zusammentaten und damit keine Chance zur Quali über die Olympia-Rangliste hatten.

„Es ist das vermeintlich wichtigste Turnier des Jahres, wo wir uns für Olympia qualifizieren können“, weiß Verteidigungs-Ass Horst. Die ÖVV-Delegation ist jedenfalls gerüstet: „Unsere Trainer haben viel gescoutet, haben sich alle möglichen Gegner angeschaut.“

Bis zuletzt herrschte allerdings Ungewissheit, wer denn nun tatsächlich die Gegner sein werden. Beim letzten Quali-Turnier in Rom fielen die Schweizer als Konkurrenten weg, da sich Heyer/Chevallier mit Rang drei noch in die Top 16 katapultierten.

In Alanya sind neben Österreich und Gastgeber Türkei nun Spanien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Russland und Schweden dabei. Die härtesten Gegner sind dabei sicherlich die Niederlande, Russland und Polen. Norwegen und Spanien (damals sogar noch in Top-Besetzung) konnten Österreichs Herren beim Turnier auf Teneriffa im Herbst 2011 bereits besiegen.

„Lustige“ Alternativ-Lösung

Auf der Ferieninsel trat Österreich mit durchgemischten Teams an. Eine Option, die es auch diesmal gibt. „Nach den bisher gezeigten Leistungen werden wohl die beiden Top-Teams in der Standard-Aufstellung spielen“, kommentiert Horst.

Eine kurzfristig ins Spiel gebrachte Überraschungs-Variante mit Nik Berger ist mittlerweile jedenfalls kein Thema mehr.

„Ich habe es ganz lustig gefunden. Ich habe vor Nik den allergrößten Respekt als Spieler. Er hat uns ja vor leider vor zwei Jahren im Staatsmeisterschafts-Finale geschlagen. Wir wissen, was er kann und er sicher immer noch ein guter Spieler“, kommentiert Xandi Huber die Sportmagazin-Story. „Wir sind aber selbstbewusst genug, dass wir wissen, dass wir es selber schaffen können.“

„Nik war im Hinterkopf“

„Es war im Hinterkopf ein Thema“, bestätigt Horst.  „Wenn Huber\/Seidl nicht das gespielt hätten, was sie jetzt Gottseidank gezeigt haben, dann wäre Nik sicher eine Möglichkeit gewesen. Er hätte es sicher noch drauf für kurze Zeit und als Überraschung."

Auf den Routine-Joker wird nun verzichtet, fünfter Mann in Alanya ist Daniel Müllner, der letzte Saison an der Seite von Alex Horst erstmals Profi-Luft schnuppern durfte.

Die Rolle als fünfter Mann hatte beim Turnier auf Teneriffa noch Xandi Huber inne: „Ich war als Ersatzspieler nominiert, das war okay für mich. Ich habe gewusst: Ich bin zur Unterstützung da. Sie haben dann ja sehr gut gespielt, es gab keinen Grund, mich aufzuregen.“ Nun ist er heiß auf sein Conti-Cup-Debüt.

„Er war immer der Mann im Beachvolleyball

Stamm-Partner Robin Seidl durfte auf Teneriffa an der Seite von Clemens Doppler sein Können zeigen.

„Es war eine coole Erfahrung mit Clemens zu spielen“, blickt der 22-Jährige zurück. „Für mich als junger Spieler etwas Besonderes. Ich habe ihn letztes Jahr beim Training erstmals öfter gesehen. Davor war er ja außer Reichweite. Er war immer der Mann im Beachvolleyball. Dann durfte ich auf einmal mit ihm spielen.“

Die gemeinsamen Spielen mit Doppler sieht Seidl als wichtigen Schritt in seiner Karriere: „Ich wollte alles geben, das Beste spielen und schauen, dass ich meine Leistung bringe. Das hat gut funktioniert und mir auch nochmal Selbstvertrauen gegeben. Es hat mich sicherlich nochmals weitergebracht.“

In Alanya hat er nun die Möglichkeit, den nächsten Schritt zu tun. Ob der in letzter Konsequenz nach London führt, wird sich zeigen.

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