Das Ziel heißt Olympia-Medaille

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Noch sind Doris und Stefanie Schwaiger nicht fix für Olympia 2012 qualifiziert, das Saison-Hauptziel ist mit einem Podestplatz bei den Spielen in London aber schon formuliert.

Nach Platz fünf in Peking 2008 wäre das der nächste logische Schritt, freilich ist es noch ein weiter Weg dahin.

Zumindest die Basis wurde mit dem Überwinden der Rückenbeschwerden bei der 27-jährigen Doris gelegt.

Olympia-Ticket ging vor

Bis Mitte August beim World-Tour-Turnier in Aland/Finnland waren die Schmerzen noch zu ertragen gewesen, dann war die Saison für die ältere der Schwestern zu Ende.

"Die Rückenprobleme haben sich mit jedem Turnier verschlechtert", erzählte die Jus-Studentin am Mittwoch bei der Saisoneröffnungspressekonferenz in Wien.

"Wir wollten eben das Olympia-Ticket sichern. Eine Woche Auszeit wäre aber sicher besser gewesen."

Neuer Kondi-Trainer

Die Zeit danach nutzte Doris Schwaiger, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Unterstützt wurde sie darin von Erwin Reiterer, dem neuen Konditionsbetreuer im Team und Mann neben Headcoach Martin Olejnak.

Der Ex-Zehnkämpfer ist Lehramtsstudium-Absolvent in Sport und Psychologie, er stabilisierte die Muskulatur. "Unser Training ist im Konditions- und Ausdauerbereich auf Schnelligkeit ausgerichtet", sagte der 41-Jährige.

Auf nach Ostia

In rund zweiwöchigen Vorbereitungsblocks auf die neue Saison waren die Schwaigers einmal auf Teneriffa und zweimal auf Fuerteventura, trainierten primär mit deutschen und schweizerischen Paaren.

Am Montag geht es nach Ostia bei Rom, wo knapp zwei Wochen mit Russlands Damen-Nationalteam geübt wird.

Dieses wird von Marco Solustri betreut, der Italiener war bis Ende August Coach von Clemens Doppler/Matthias Mellitzer.

Dichtes Programm

Nach Ostern daheim im Waldviertel geht es am 10. April nach Brasilia, wo in der Woche darauf die World-Tour-Saison beginnt.

"Wir wollen vor Olympia alles spielen, geben uns auch drei Wochen China", meinte die 25-jährige Stefanie Schwaiger.

Bis Mitte Mai stehen en suite die China-Turniere in Sanya, Shanghai und Peking auf dem Programm, ehe es in der vorletzten Mai-Woche zum CEV-Turnier nach Baden geht.

Gute Ergebnisse gleich zu Beginn

"Wir wollen von allen ein bisschen mitnehmen", äußerte sich Olejnak zu den sonstigen Saisonzielen neben Olympia. Vor allem aber soll es Ende Mai/Anfang Juni in Den Haag endlich einmal mit einer EM-Medaille klappen.

"Es sollen gleich am Anfang der Saison gute Ergebnisse her", stellte der Slowake klar.

"Zuletzt war das immer so." Zum Drüberstreuen wird für Klagenfurt der erste ÖVV-Podestplatz bei diesem Grand Slam angepeilt.

Ticket absichern

Bis Mitte Juni hinein ist noch Zeit, Punkte in der Olympia-Qualifikation zu sammeln. Die Schwaigers sind im bereinigten Ranking derzeit Zwölfte, 16 Tickets werden über diese Schiene vergeben.

Bei normalem Verlauf sollte es für Österreichs Top-Paar nur noch darum gehen, diese Position abzusichern.

Auch Sara Montagnolli/Barbara Hansel dürfen noch hoffen, sonst bliebe mit dem Continental-Cup Ende Juni eine zweite Chance.

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