Teams to Watch - EM in Klagenfurt

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Ja, die Brasilianer fehlen. Ja, die US-Amerikaner fehlen.

Aber dennoch bietet die EM in Klagenfurt Beachvolleyball auf höchstem Niveau.

Sieben Teams aus den Top-Ten der Tour-Rangliste kommen aktuell aus Europa. Die aktuellen Weltmeister und die Olympiasieger sind am "alten Kontinent" beheimatet.

Auch Clemens Doppler ist sich im Vorfeld sicher: "Den Zuschauern werden die Brasis und die Amis auch nicht abgehen."

Einfach wird der erstmalige Semifinal-Einzug in Klagenfurt jedenfalls nicht. "Es sind 10 Teams oder sogar mehr, die um die Medaillen spielen werden", so Doppler.

LAOLA1 stellt gemeinsam mit dem zweifachen Europameister die heißesten Anwärter:

Brouwer/Meeuwsen (NED):
Mit dem WM-Titel haben die beiden Niederländer erstmals richtig Eindruck hinterlassen. Und das nicht nur mit dem WM-Titel, sondern auch mit den harten Angriffs-Schlägen. „Hau-drauf-Volleyball“ nennt es Clemens Doppler. Mit dem Semifinal-Einzug in Gstaad bestätigten der 23-jährige Brouwer und sein 25-jähriger Partner den WM-Titel.

Einschätzung Horst: Die Weltmeister sind ein Hau-drauf-Team. Die haben bei der WM einen Super-Lauf gehabt und danach in Gstaad auch. Sie sind beide über zwei Meter und hauen wirklich auf alles drauf.

Smedins/Samoilovs (LAT):
Sie sind die Aufsteiger der Saison. Nach Olympia-Bronze trennte sich Janis Smedins überraschend von Plavins und tat sich mit Aleksandrs "Löwe" Samoilovs zusammen. Der Erfolg gibt dem Duo Recht. In Corrientes feierte die beiden Letten in ihrem erst dritten gemeinsamen Turnier ihren ersten Sieg, dazu kommen noch zwei Final-Teilnahmen. Bei der WM in Stare Jablonki war allerdings bereits im Achtelfinale Endstation.

Einschätzung Doppler: Sie spielen mit sehr viel Power. Da ist alles mit hohem Sprung, fest draufhauen. Ein sehr unangenehmes Team, das viele zweite Bälle spielt. Sie haben schon einige Finalspiele gehabt. Sie wissen also, was es heißt, wichtige Spiele für sich zu entscheiden. Sicher mit den Holländern ein riesiger Titelanwärter.

Fijalek/Prudel (POL):
Der Saisonstart des polnischen Duos war eindrucksvoll: Bei den ersten fünf Turnieren waren sie jedes Mal zumindest im Viertelfinale und belegten einmal Rang drei. Aber ausgerechnet beim großen Heim-Highlight – der WM in Stare Jablonki – riss die Erfolgsserie. Aus in der Zwischenrunde und nur Rang 17 statt der erhofften Medaille. Auch in Gstaad war bereits vorzeitig Endstation. Dennoch: Vom Potential her heiße Anwärter auf Medaillen.

Einschätzung Doppler: Fijalek ist für mich einer der besten Verteidigungsspieler. Prudel ist ein Top-Blocker mit einem hohen Luftstand. Sie spielen immer cool und wirken so, als ob sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Mit Martin Olejnak haben sie einen Top-Trainer. Sie haben zwei Turniere ausgelassen, um sich auf die EM vorzubereiten. Bei der Heim-WM hatten sie Pech, sie wollen sicher einen Titel gewinnen.

Nicolai/Lupo (ITA):
Zweiter in Fuzhou, Dritter in Corrientes, mit Ausnahme von Den Haag immer in den Top Ten. Die beiden jungen Italiener (Nicolai ist 23, Lupo 22) sind eines der absoluten Top-Teams der Saison. Bei Europameisterschaften waren Nicolai/Lupo erst einmal (Kristiansand 2011) am Start und belegten Rang 25.

Einschätzung Doppler: Gegen Lupo habe ich vor 10 Jahren, da war er 13, ein sogenanntes Baggerspiel in Rom verloren. Er hat ein unglaubliches Ballgefühl, sicher einer der Spieler mit dem meisten Gefühl auf der Tour. Er spielt viele erste Bälle rüber, was es so nicht mehr oft gibt. Nicolai ist mit dem Holländer der beste Blockspieler auf der Tour. Wenn sie gut drauf sind, können sie das Turnier auch gewinnen.

Nummerdor/Schuil (NED):
Die Ergebnisse in dieser Saison sind noch bescheiden, wie man bei einer Medaillen abräumt, wissen die beiden Routiniers aber. Sieben Starts, fünf Medaillen, drei davon in Gold – diese Bilanz spricht eine klare Sprache. In Klagenfurt sind sie Titelverteidiger, gewann 2012 den Grand Slam. Nach verspätetem Saisonstart konnte sich das älteste Duo im Feld mit zwei neunten Plätzen aber bisher nicht für den Favoritenkreis empfehlen.

Einschätzung Doppler: Ich glaube, bei der EM sind sie wieder da. Sie haben heuer wenig trainiert, das sieht man auch. Sie sind ja auch schon eher ältere Männer. Aber sie sind drei Mal Europameister geworden. Mit ihnen musst du bei Europameisterschaften rechnen. Wenn du schon drei Mal gewonnen hast, geht man eine EM anders an, als ein World Tour-Turnier. Ich würde sie auf keinen Fall abschreiben.

 

Herrera/Gavira (ESP):
Die Spanier sahen zu Saisonbeginn nicht wie Medaillenanwärter aus. Herrera konnte nach einer Verletzung erst verspätet (in Den Haag) in die Tour einsteigen. Die ersten Ergebnisse waren wenig ermutigend. Bei der WM ging ihnen aber der Knopf auf, erst im Viertelfinale war gegen die späteren Vize-Weltmeister Ricardo/Alvaro Filho Endstation. In Gstaad erreichten sie neuerlich das Viertelfinale, in Long Beach stürmten sie gar bis ins Finale. Herrera wurde 2005 (mit Mesa) bereits Europameister, 2010 gewann er mit Gavira Bronze.

 

Diese Spieler stehen bei der EM im Fokus:

 

>>>Die Beachvolleyball-EM 2013 in Klagenfurt ab 30.7. täglich LIVE bei LAOLA1.tv<<<

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